Montag, 26. September 2016

Hello Venezia oder Ankunft in Venedig...


Irgendwann gegen Ende 2015 war es, da sass der Sohn vor dem Fernseher und schaute eine Reisesendung über Venedig, als ich ins Wohnzimmer kam.
"Guck mal, wie cool" sagte er. "Dort müsste man sein..."
Jaaa, das konnte ich mir auch sehr gut vorstellen ;o)




Im Januar machten wir Nägel mit Köpfen, suchten eine Unterkunft.
- Frau Alltagsbunt wollte mal wieder nicht im Hotel wohnen, sondern lieber eine Ferienwohnung mieten. Schon allein, weil eine Reise mit erwachsenen Kindern ja doch entspannter verläuft, wenn für jeden etwas mehr Freiraum vorhanden ist.
Wir fanden eine schöne Unterkunft mit 2 Schlafräumen und einer - haaach! ♥ kleinen Dachterasse, buchten die passenden Flüge und dann... begann das Warten.




Vom Osterhasen bekam ich die passende Reiselektüre ins Nest gelegt:
"Das verschlossene Zimmer" von Mascha Vassena (klick).
Das Buch handelt von Lena, 29 Jahre alt, die in Deutschland lebt und arbeitet.
Lenas Mutter Gabriela ist Venezianerin. und hat bereits seit vielen Jahren mit ihrer Familie, der in Venedig eine Privatbank gehört, keinen Kontakt mehr.
Als ein Brief aus Italien kommt, in dem Lena und Gabriela aufgefordert werden, nach Italien zu kommen, um an einer Abstimmung über die Zukunft der Bank teilzunehmen, verweigert sich Gabriela und reist zu Lenas Vater nach Afrika, während die Tochter sich ohne Wissen der Mutter entschließt, nach Venedig zu fahren und dort ihre Verwandten kennen zu lernen.
Es offenbart sich im Verlauf des Buches, das ich problemlos in den 6 Tagen vor Ort durchgelesen habe, eine Familientragödie...
Die Handlung des Buches ist nicht zu vorhersehbar, war spannend, jedoch nicht gruselig. Genau richtig für mich, ich mochte das Buch, das sich angenehm leicht liest, kaum aus der Hand legen. (Verlinkt - klick - mit NIWIBO "Buch und mehr)

Mir gefällt es seit einiger Zeit, im Urlaub Bücher zu lesen, deren Handlung an meinem jeweiligen Urlaubsort spielt. In diesem Buch wird sogar die "Calle Rubina", die Straße, in der unsere Ferienwohnung lag, erwähnt. Das wusste ich natürlich vorher nicht...




Schon mittags erreichten wir Venedig. Gleich nachdem die Koffer (huhu, liebe Nicole, siehst du, was am Reißverschluss meiner Kulturtasche baumelt? ;o) ausgepackt waren, machten der Sohn und ich uns zu Fuß mit der Umgebung vertraut.
Wir wollten eine entspannte Zeit in Venedig verbringen, kein kulturelles Pflichtprogramm abarbeiten, sondern uns gemächlich durch die schöne Stadt treiben lassen.




Unsere Wohnung hatten wir dementsprechend etwas jenseits der ausgetretenen Pfade, die die meisten Tagestouristen besuchen gewählt. Sie lag in Cannaregio, dem jüdischen Ghetto, in dem auch viele Einheimische wohnen.
Oben im Bild der Blick aus dem Wohnzimmerfenster auf den Canal. Bei Tag - und bei Nacht.




Wir hatten  super schönes Wetter - wie wohl auch überall in Deutschland bisher in diesem Herbst.
In Venedig waren auch die Nächte noch angenehm warm und die Menschen verbrachten nach Einbruch der Dunkelheit ihren Feierabend dort in den Gassen bei einen Glas und Häppchen im Stehen ober am Ufer des Canales sitzend.


Auf den Treppen zum Canal: Sweet- red- beer für dich, Pino grigio für mich ;o)

Wir taten es ihnen gleich. Prost! ;o)




Jeden Morgen frühstückten wir gemütlich auf unserer Dachterasse.
Zwei reizende junge, vierbeinige Nachbarn wären nur zu gerne näher gekommen, aber die Beiden waren noch zu ungelenk und tolpatschig um die Entfernung mit einem Sprung zu überwinden.




Oben links Günsel auf der Fensterbank ;o)



Für heute soll es damit erst einmal genug sein, mit der Bilderflut. 
Aber leider muss ich euch drohen ;o)

Die Fortsetzung folgt!



Freitag, 23. September 2016

Septembergelb - von Alexander Smith


Ich liebe das Septembergelb...




den Morgentau auf Spinnenfäden...




das Blatt, das nichts am Baum mehr hält...




der kurze Tage stummes Reden...




der Krähe Ruf, das Stoppelfeld...




mehr, als des Frühlings Drang und Hast...




ist es der Herbst, der zu mir passt!

(Alexander Smith, 1830 - 1867)




Vielen Dank, Herr Smith, für Ihre wunderbaren Worte zum September.
Ja! Es ist der Herbst, der auch zu mir passt.
Und ab morgen darf er dann gern wirklich kommen. Denn ab morgen sind wir wieder zu Hause. Der jüngere, der beiden Lieblingssöhne und ich waren nämlich gemeinsam eine Woche in Venedig und haben dort noch etwas Sommer genossen. Haaaach. So schön. Aber dazu dann hier demnächst bald mehr...
Herzliche Claudiagrüße

Dienstag, 20. September 2016

Gut für Ruhm und Ehre ;o) Frankfurter Kranz (Rezept)


Im Wochenrückblick konntet ihr neulich hier (klick) bereits einen Blick auf das Ergebnis der Backkünste meines Sohnes werfen...




Heute möchte ich erzählen, wie es dazu kam, dass er den Kuchen buk und auch das Rezept aufschreiben:

Vor 4 Jahren wollte der, damals 16 jährige jüngere der beiden Lieblingssöhne unbedingt zur Osterkaffeetafel einen Frankfurter Kranz essen. Upps.
Den hatte ich noch nie gebacken und ahnte nur, das wird aufwendig und ist nicht gerade gelingsicher.

Nicht ganz ernst meinend, schlug ich ihm damals vor, er könnte doch selbst den Kuchen für uns backen...
Und was soll ich sagen, er machte sich ans Werk!

Der Kuchen war - Können oder Anfängerglück? - ein echtes Prachtstück und alle waren begeistert.
Immer wieder schlug ich dem Sohn seither vor, er könnte doch vielleicht, also nochmal einen Frankfurter Kranz...äh bitte, bitte?!
Aber schade nee, er wollte nicht.
Nicht zu Ostern, nicht zu Weihnachten und nicht zu meinem Geburtstag.

Nun trug es sich aber zu, dass der Sohn im Rahmen seines Studiums einen Praxisteil absolvieren musste und dieser Praxisteil endete kürzlich.
Für die Kollegen wollte er als Dank für die gemeinsame Zeit etwas ausgeben. Einen Kuchen...
Was macht was her, bringt Ruhm und Ehre? Na klar: Frankfurter Kranz!

Aber oh nein. Wo war das Rezept abgeblieben? Nicht hier, nicht dort.
"Mama, weißt du vielleicht...wo?"
Natürlich wusste ich ;o)
Und für die Zukunft steht es nun auch beim Alltagsbunt, das...


Rezept für Frankfurter Kranz




ACHTUNG: Den Kuchen über 2 Tage zubereiten.
Am 1. Tag den Guglhupf backen, sowie den Pudding kochen.
Am 2. Tag dann die Creme zubereiten und das Werk vollenden.

Zutaten:
(Für den Teig)

  • 100 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 50 g Speisestärke
  • 150 g Mehl
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 3 Eier
  • 1 Pck. Zitronenzucker
  • eine Prise Salz
  • Fett und Mehl für die Form

(Für die Creme bzw. Füllung)

  • 1 Packung Vanillepuddingpulver (zum kochen)
  • 100 g Zucker
  • 500 ml Wasser
  • 100 g Fett (Palmin)
  • 250 g Butter
  • evtl. 1 Teelöffel Kirschwasser
  • Marmelade
  • Belegkirschen
  • Krokant

So gehts:

Zuerst die Form für den Guglhupf fetten und gründlich mit Mehl ausstäuben!
Den Backofen auf 175° C (Umluft) vorheizen lassen.

Nun den Teig anrühren.
Dazu die Butter schaumig rühren, nach und nach den Zucker (auch den Zitronenzucker) und eine Prise Salz einrieseln lassen. Einzeln die Eier hinzugeben.
Mehl mit Backpulver und Speisestärke mischen, sieben und esslöffelweise unterrühren.
Den Teig in die bemehlte Backform füllen und im vorgeheizten Ofen ca. 35 Minuten backen.
Kuchen sofort aus der Form stürzen und erkalten lassen.

Den Pudding nach Packungsanweisung mit Zucker und Wasser (KEINE Milch!) kochen.
Über Nacht bei Zimmertemperatur kalt werden lassen.
Butter und Palmin aus dem Kühlschrank nehmen, damit diese ebenfalls auf Zimmertemperatur annehmen. Die Zutaten für die Creme müssen die gleiche Temperatur haben!

Am 2. Tag das Palmin sehr schaumig rühren. Die Butter dazu geben und weiter gut verrühren.
Den Pudding komplett zum Fett geben und alles sehr lange, sehr gut verrühren, bis eine cremige, feste Masse entstanden ist.
Buttercreme, wenn gewünscht mit Kirschwasser abschmecken.

Den Kuchen waagerecht 2x durchschneiden und die Schnittflächen mit Marmelade bestreichen.
Auf die Marmelade eine Schicht Buttercreme streichen, den Kuchen wieder zusammensetzen.
Etwas Buttercreme für die Verziehrung in einen Spritzbeutel füllen.
Rundherum von außen den ganzen Kuchen nun mit der Buttercreme bestreichen und mit Krokant bestreuen. Mit dem Spritzbeutel oben kleine Cremetupfen setzen und diese mit Belegkirschen garnieren.


Fertig und soooo sehr lecker ;o)

... und ein Reststück für mich blieb auch über.



Freitag, 16. September 2016

Auf der sicheren Seite - oder: HURRA gewonnen! ;o)))


Heute ist es endlich an der Zeit, euch mal an meinem Glück teilhaben zu lassen.
Kirsten von den "Lila- Laune- Träumen" (klick), feierte nämlich kürzlich ihren 3. Bloggeburtstag!
Es gab eine Geschenke und ich freu - freu - freu!! bin eine der 3 glücklichen Gewinnerinnen.


Tiri- tara, die Post war da. 



Ganz genüsslich packte ich mein Geschenk aus. Kirsten hatte alles so liebevoll gestaltet.
Das kleine Vogelhaus mit den Futterknödeln daran, gefällt mir gut.
Schließlich mag ich nicht nur unsere gefiederten Gäste sehr, sondern bin auch noch Fan von allerliebsten Häuschen jeglicher Art!
Scheint, dass der Winter nun kommen kann ;o)




Liebe Kirsten,
danke für dein inspirierendes Blog, für deine Begleitung hier beim Alltagsbunt und natürlich auch DANKE für den tollen Gewinn. Ich freue mich sehr!


Dienstag, 13. September 2016

7 Tage - 7 Bilder. Ein Wochenrückblick...


DANKE! - Für eure besorgten Nachfragen und lieben Grüße, die mich nach meinem letzten Posting auf verschiedenen Wegen erreichten.
Zum Glück ist bei uns NICHTS Schlimmes passiert.
Verschiedene Aspekte verhagelten hier die Stimmung, es ergaben sich mit einem Mal "Baustellen" überall rundherum und ich war plötzlich etwas dünnhäutig und konnte die Alltagsquerelen im privaten Kreis und im Beruf nicht so ganz gut wegstecken.
Inzwischen habe ich mich wieder gefangen und wir genießen den hochsommerlichen Herbst, der Hannover grad fest im Griff hat, so gut es neben der Arbeit eben geht.

Ich bin zur Zeit etwas weniger im Internet unterwegs, habe beim Alltagsbunt nicht geschrieben und bei euch zwar gelesen, aber nicht so viel kommentiert - hoffentlich seit ihr mir deshalb nicht böse? - und möchte Augen und Rücken zuliebe vorerst auch noch weiter etwas kürzer treten, da ich ja bereits im Büro jeden Tag 8 - 10 Stunden am Rechner sitze. Mal schauen, wie lange das durchzuhalten ist. Bitte also nicht wundern, wenn es grad mal ruhiger ist.

So, nun aber: der Wochenrückblick kommt verspätet. Los gehts!


Sonntag: Sie tanzen wieder, die Herbstzwerglein. Hier (klick) die Anleitung für den Zwergenreigen

Montag: Endlich fertig, meine kuschelige Strickweste. Mehr dazu demnächst

Dienstag: Die Mittagspause im Stadtpark mit tanzenden Libellen genossen

Mittwoch: Die Backkünste des Sohnes bewundert (Rezept folgt)

Donnerstag: Schön! Lila = Septemberfarbe auf meinen Nägeln

Freitag: Lange Nacht der Kirchen in Hannover

Ja, die "Lange Nacht der Kirchen" war wirklich eine laaange Nacht. Mein persönliches Programm begann bei einem freien Singen im Mutterhaus des Henriettenstiftes, aus dessen Garten die Bildes der Skulptur des Flötenspielers stammen.
Im Anschluss fuhren der Liebste und ich nach Misburg, genossen dort ein nettes Abendessen und besuchten das Kolumbarium (klick). Anlässlich der "Langen Nacht der Kirchen" wurden hier Szenen aus "Kröpcke, das Hannover- Musical" aufgeführt.

Dieses Kolumbarium - erfuhr ich, ist eine katholische Kirche, die sowohl als Raum für Veranstaltungen, für Gottesdienste, als auch als Urnenbeisetzungsstätte genutzt wird.
Die Urnen stehen - allgemein sichtbar, in kleinen Glasvitrinen über- und nebeneinander. "Himmelsleiter" wird das genannt.
Ich hatte keine Ahnung, dass es so etwas gibt und fand es einerseits durchaus interessant, andererseits schon etwas spooky...

Der Abend endete - für den Liebsten vor dem Fernseher. Für mich in einer Kirche in der Nähe mit einer Taizé- Andacht.
Schön und rund ist das gewesen.
Ein guter Start ins Wochenende war dieser Abend, nach einer sehr arbeitsreichen Woche.


Samstag: "Mein" Stadtpark illuminiert oder "Last night of the Hannover proms" (klick)

So war sie also, diese heiße Woche. Es ist unglaublich, dieses Herbstwetter. Jetzt ist es schon so lange warm, fast wie zusammengenommen der ganze Sommer. Aber ach, ich freue mich darüber, auch wenn es seltsam anmutet, mit nackten Zehen zwischen Kastanien herum zu laufen ;o)

Euch wünsche ich eine schöne Woche! Mal gut, dass der Montag bereits hinter uns liegt!!!

Viele sonnige Claudiagrüße


Sonntag, 4. September 2016

...




... und dann sieht plötzlich im Großen alles so verfahren aus, dass das Kleine egal wird und keinen Glücksblick mehr darzustellen vermag...
Aber: alles nur subjektiv.