Mittwoch, 13. November 2013

Mond






Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.

(3. Strophe des "Abendliedes" von
Matthias Claudius) 



Gestern am späten Abend. Der Blick vom Balkon. Ein fast mystischer Moment, atemberaubend schön. 
Zum Greifen nah schien mir der Mond und doch unerreichbar weit weg.
Einfach einen Augenblick innehalten, draußen stehen und schauen. Allein, ganz still, trotz der Kälte. 
Was mag da alles sein, das uns verborgen liegt im Unsichtbaren?


... und warum fällt mir immer und zu wirklich jeder Gelegenheit ein passendes Lied ein? - Peinlicher Weise, für meine jugendlichen Söhne ;o) 

 Das Mondfoto habe ich zu Kirstins MySky- Sammlung vom Blog "Krümelmonster AG" geschickt. Weitere Himmelsbilder?! Bitte auf das Logo klicken...


mysky

Kommentare:

  1. Können wir nicht sehr viel in der Stille in uns wahrnehmen von dem, was uns sonst verborgen bleibt?

    Das ist eine schöne Begabung zu jeder Situation ein passendes Lied auf der Zunge zu haben. Für Pubertierende ist ja fast alles peinlich, was Eltern betrifft. Später werden sie das wieder gerne mit dir in Verbindung bringen. Als liebenswerte Eigenart.
    Hach, da fällt mir ein Text von meiner Tante ein. Den suche ich mal raus. Eine Idee für einen Post. Danke und liebe Grüße, Roswitha

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    1. Liebe Roswitha,
      auf den Text warte ich gespannt!

      Mein Liebster versucht immer mich heraus zu fordern und wirft mir Stichworte zu, zu denen ich (hofft er) dann kein Lied kenne.
      Aber: "Ein Männlein steht im Walde" paßt doch auch zu "Fußpilz" - findest du nicht? ;o)

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    2. Ja, das finde ich auch ;-) Den Text schreibe ich dir schon hier. Irgendwie passt er im Moment nicht bei mir. (Bei uns ist gerade eine schwere Zeit wegen meiner unheilbar kranken Schwägerin.)

      4 Jahre: Mama weiß alles!
      8 Jahre: Mama weiß viel!
      12 Jahre: Mama weiß nicht wirklich alles!
      14 Jahre: Mama weiß gar nix!
      16 Jahre: Wer ist Mama?
      18 Jahre: Die gehört doch zum alten Eisen!
      25 Jahre: Mama weiß das vielleicht!
      35 Jahre: Bevor wir das entscheiden, fragen wir mal Mama!
      45 Jahre: Ich frage mich, wie Mama darüber denkt!
      70 Jahre: Wie gern würd` ich jetzt Mama fragen können.

      Meine sind 14 und fast 12 Jahre alt.

      Liebe Grüße

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    3. Liebe Roswitha,
      vielen Dank dafür!
      Das ist ja ein toller Text und es steckt so viel Wahres darin.

      Viel Kraft und alles Gute dir und deiner Familie!

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  2. Ein tolles Foto.Ich gucke mir auch gerne den Mond an.
    LG
    Nicole

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    1. Bei euch, außerhalb der Stadt wirkt er oft sicherlich noch viel eindrucksvoller.

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  3. Der Mond ist wunderschön. Genau wie das Lied. Das habe ich den Kindern gern vorgesungen, als sie klein waren. Da haben sie sich noch drüber gefreut und sich gar nicht dran gestört, dass ich nicht singen kann :-)
    Gratuliere zum Gewinn beim Shirt-Wettbewerb!
    LG Judy

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    1. Ich mochte dieses Lied schon immer ganz besonders. Und gerade besonders die 3. Strophe!
      Vor einem Jahr war ich auf der Beerdigung einer ehemaligen Kollegin, die viel zu früh gestorben ist. Wir waren gleichalt und ihre Tochter so alt, wie mein jüngerer Sohn.
      Ihr Tod hat mich sehr berührt.
      Bei der Trauerfeier wurde dieses Lied gesungen.

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  4. Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar....soweit kann ich es sogar singen !
    Wunderschön, dein Foto und die Gedanken dazu, wer hat sie nicht auch schon mal gehabt !
    Herzliche Grüße
    Jutta

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    1. Danke Jutta.
      Es ist doch wirklich erstaunlich, dass diese Worte von Matthias Claudius, der in einer ganz anderen Zeit gelebt hat, als wir heute, die Menschen noch immer tief berührt.

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  5. Claudia eine sehr schöne Post ,ich habe vorgestern auch versucht den Mond zu fotografieren ist nichts geworden ,deins ist wunderschön geworden und so Stimmig .lg galina

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    1. Oft habe ich auch mit meiner Kamera Schwierigkeiten im Dunkeln zu fotografieren. Das ist jedesmal wenn es klappt ein Glückstreffer.

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  6. Wunderbar, Foto, das schöne Lied und deine Worte... Bei mir wandert der Mond nachts am Schlafzimmerfenster vorbei. Manchmal wache ich auf und freu mich dran ;-) Lieben Gruß Ghislana

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    1. Oh, wenn er nachts in mein Fenster scheint, kann ich nicht schlafen und hänge am nächsten Tag durch :-(

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  7. Ein tolles Himmelsfoto und Gedicht!
    LG Steffi

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