Samstag, 5. Oktober 2013

Sightseeing zuhause...


Wir leben in einer großen Stadt.
Beileibe kenne ich nicht alle Ecken und gelegentlich habe ich Freude daran, mich hier umzuschauen, als wäre ich fremd in Hannover, als würde ich hier Urlaub machen.
Dieser "andere Blick" schafft Pausen im Alltag, läßt mich plötzlich selbstverständliche Dinge bewusst wahrnehmen und tut einfach gut.
Vor 2 oder 3 Wochen waren wir in einem Stadtteil, durch den ich eigentlich öfter unterwegs bin.
War es da schon immer so schön? Braucht es tatsächlich den Blick durch die Kamera, um sich sowas bewusst zu machen?















Freitag, 4. Oktober 2013

Katalonische Reispfanne oder...


... ein schnelles herzhaftes Mittagessen...

... das auch Kinder mögen. Und die Antwort auf die Frage, "wie krieg ich die Möhrrüben in fleischfressende Pflanzen?" ;o) 




HUNGER!!! - Wenig Zeit? Dann ist dieses Gericht für 3 Personen perfekt!

Seit vielen Jahren koche ich bereits die Katalonische Reispfanne. Das Rezept stammt von der Mutter eines Mädchens im Alter meines jüngeren Lieblingssohnes. Wir lernten die 2 damals bei der Krabbelgruppe kennen ;o)
B. erzählte, dass ihre Geschwister und sie als Kinder immer "Katholische Reispfanne" zu dem Gericht gesagt hätten. Dies hätte das Aupairmädchen der Familie ziemlich verwirrt... 




 Zutaten:
  • 300 g Rindermett
  • 1 gehackte Zwiebel
  • 3- 4 in sehr dünne Scheiben geschnittene Möhren
  • 200 g Reis
  • Brühwürfel
  • 3 EL Tomatenmark
  • kochendes Wasser
  • Pfeffer

Zubereitung:

Das Mett in einer großen Pfanne anbraten, nach kurzer Zeit die Möhrenscheiben und Zwiebelwürfel hinzufügen und mitbraten. Wenn alles schon etwas Farbe hat, das Tomatenmark hineingeben.




Reis zugeben und vermischen. Immer noch weiter braten, bis der Reis glasig wird.
Schließlich kochendes Wasser aufgießen, so dass alle Zutaten gut bedeckt sind.
Brühwürfel beigeben.




Das Essen leise köcheln lassen, bis der Reis gar und das Wasser weitestgehend verkocht ist.
(Dauert ca. 15 - 20 Minuten)
Mit Pfeffer abschmecken und ggf. auch nachsalzen.




Guten Appetit!


Donnerstag, 3. Oktober 2013

Fragen im Oktober - von James Krüss


Fragen im Oktober


 

 

 Du siehst die Astern blühn - wie lange noch?

 

  

 

 Laubwälder siehst du glühn -  wie lange noch?

 

 

Du hörst die Meise singen -  wie lange noch?

 

 

Du fragst bei allen Dingen - wie lange noch?

 

 

Nun, rüste Haus und Schober.

 

  

 

Wie bange doch fragt jeder im Oktober:

 

 

Wie lange noch?

 

 

(James Krüss)

 

 

Kennt ihr dieses wunderbare Gedicht, des großen Poeten und Wortjongleurs?
Es fängt so perfekt die Herbststimmung ein.
Aus den Kinderzeiten meiner Söhne stammt die CD "Wenn die Blätter tanzen". Hierher kennen wir dieses Gedicht - und viele andere schöne Texte und Melodien...



Mittwoch, 2. Oktober 2013

Ein Pieks...

... und fertig. Vorhin waren wir beim Arzt. Und ihr? Lasst ihr euch diesen Herbst gegen ...

Grippe

 ...impfen?


"Schrecklich kitschig" findet das jüngere Lieblingskind dieses Foto. Mir gefällts ;o)

Ich wollt, ich wär ein Huhn?

Beim Wochenendshopping standen mal wieder Eier auf unserer Einkaufliste.
Für gewöhnlich versuche ich schon seit mehreren Jahren, unsere Eier nicht mehr im Supermarkt, sondern im Hofladen oder auf dem Wochenmarkt von regionalen Anbietern zu kaufen. Und ich bevorzuge schon lange Freilandeier.



 
Gedanken darüber, dass aus ca. 50% aller ausgebrüteten Eier keine Legehennen, sondern kleine Hähne schlüpfen, habe ich mir zugegebener Maßen bis vor kurzem nicht gemacht. Ihr euch?

Was geschieht mit diesen männlichen Tieren, die bekanntlich keine Eier legen?
Als Fleischhähnchen werden sie nicht aufgezogen, da eben die Hühnerrassen, die besonders als Legehennen geeignet sind, nicht gleichzeitig auch ökonomisch ertragreiche Fleischmengen liefern.
Die Antwort auf diese Frage ist so einfach, wie empörend:
Ca. 50% aller frisch geschlüpften Küken werden umgehend getötet.
Sie werden an ihrem ersten - und letzten Lebenstag direkt vergast oder zerschreddert!
Diese Erkenntnis ließ mich ziemlich sprachlos zurück...

Dann hörte ich von einem ganz besonderen Projekt des Kudammhofes hier aus der Region.
Das Projekt steht unter dem Titel:

"Ein Ei für zwei - Bruderhähnchen"

Im Klartext bedeutet das, 4 Cent pro Ei mehr zu bezahlen und von diesem Geld wird der materielle "Verlust" durch Aufzucht und Haltung der männlichen Küken mitfinanziert.






 


Nein, wir waren NICHT direkt auf dem Hof einkaufen, der dieses Projekt betreibt.
Meine Hühnerfotos oben wurden vor einiger Zeit im Zoo in Hannover aufgenommen.

Unsere Eier stammen aus einem Hofladen, der vom Kudammhof beliefert wird, der der "Bruderhahn- Initiative" angehört. Vielleicht gibt es Eier aus diesem Verbund auch in deiner Nähe?




Was soll ich sagen? Diese Eier tun nicht nur meinem Gewissen gut. Sie schmecken auch wirklich lecker.

Und NEIN, niemand hat mich mit diesem Post beauftragt und ich bekomme nichts dafür, hier darüber zu berichten. Es ist mir einfach ein inneres Anliegen, einen guten Umgang mit Tieren zu propagieren, obwohl - oder gerade weil ich Eier, Milchprodukte und Fleisch mit Appetit essen möchte!



Dienstag, 1. Oktober 2013

Willkommen im Oktober!

 

Oktober, da denke ich an:



  • Die Geburt meines ersten Kindes
  • Herbstferien im Harz
  • Drachen im Wind
  • Den Duft nach Zuckerfabrik 
  • ... und den Duft nach Quitten
  • Die Farbe orange
  • Kürbisgerichte
  • Tiefstehende goldene Sonnenstrahlen
  • Kleine Gespenster
  • Laternenzeit ... und daran, dass keiner mehr mit mir Laterne geht...
  • Erste Gedanken an die Vorbereitung der Adventskalender
 







Montag, 30. September 2013

Moritz


Am 22. November 1999 kamst du zu uns. Die Tierärztin schätzte dich da ca. 2 Jahre alt.
Du warst ein kleiner Streuner, hungrig, zerrupft und unglaublich scheu.
Die erste Zeit hast du dich tagsüber viel verkrochen, kamst erst abends zum Vorschein, wenn es draußen dunkel wurde.
Lange durften wir dich nicht anfassen, aber du hast von der ersten Nacht an zu meinem Fußende unten im Bett geschlafen.
Du wurdest ein schöner stolzer Kater.
Dein Fell war seidig. An den Seiten hatte es ein Muster, das aussah, wie eine Schnecke.
Perfekt, für den Kater einer Schneckenfreundin, wie ich es bin.




Wir wurden gute Freunde und die Kinder und ich waren unbeschreiblich glücklich, dich als Familienmitglied bei uns zu haben.
Du warst inzwischen sehr zutraulich geworden. Ich glaube, du hast dich bei uns wohlgefühlt.


Auf unserem Balkon lagst du nach Katzenart oft und gern versteckt in den blauen Glockenblumen.


 

Auf dem folgenden Foto hast du mir tatkräftig geholfen, die Weihnachtsgeschenke einzupacken, indem du dich auf das Papier gesetzt hattest. Immer warst du in unserer Nähe, überall dabei. (Entschuldigung für die schlechte Qualität des Fotos. Es wurde mit der Kamera eines alten Handys aufgenommen.)




Du wurdest krank. Deine Herzrythmusstörung ließ sich gut therapieren, es war kein Problem, dir Tabletten zu geben.
Du bekamst eine Autoimmunerkrankung und ich mußte dir Cortison spritzen.
Das war schlimm und vielleicht sind die Nebenwirkungen davon der Grund, warum du nicht so sehr alt geworden bist.

Zum Schluss ging es dir sehr schlecht und ich musste diese letzte unglaublich schwere Entscheidung für dich treffen. Als am 30.9.2009 die Nacht hereinbrach - die Nacht, die sonst immer deine Freundin gewesen war, konnte dir diesmal keinen Schutz bieten - hast du diese Welt verlassen.

Heute, vor vier Jahren. Moritz, ich vermiss dich so. Immer noch. Jeden Tag.






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Sonntag, 29. September 2013

Pimp up your Shirt - oder - Herbstshirt II



  

Hier hatte ich bereits davon berichtet, dass und warum ich öfter gekaufte T- Shirts nach eigenen Ideen gestalte. Und hier hatte ich im Blog schon mal eines meiner Herbstshirts gezeigt.

Heute nun folgt das 2. Shirt.
Auch dieses ist mit der Rayer Stoffmalfarbe für dunkle Stoffe bemalt. 
Für die helleren Akzente habe ich den Metallic- Liner von Marabu benutzt.
Die kleinen Blätter sind genau wie beim Herbstshirt Teil I mit kleinen "echten" bemalten Blättern aufgedruckt.
Für die Spirale mit dem Gedicht hatte ich zuvor auf Papier eine Skizze gemacht. 
1) ... um zu schauen, wie die Worte verteilt sein müssen, damit der Text gleichmäßig wird.
2) ... um die Skizze auf dem Shirt anhalten zu können. Im angezogenen Zustand!
Wenn so ein Shirt platt auf dem Tisch vor mir liegt, finde ich es nämlich schwierig abzuschätzen, wo die Schrift anfangen muss, damit sie nicht zu nah an den Hals, oder erst unter den Busen gerät.
Und hier ist es nun... Herbstshirt N° II:


Der Herbst ist der Frühling des Winter
Henri de Toulouse-Lautrec

Und hier noch ein Bild von einem kleinen Herbsteinkauf aus der vergangenen Woche. 
Vor der Arbeit war ich noch kurz im Supermarkt um mich für die Mittagspause zu bevorraten.
Auf dem Weg vom Auto zum Schreibtisch sind noch die bunten Blätter und die Kastanien in meine Tasche gehüpft.
Wenn man schon arbeiten muss, kann man es sich doch wenigstens schön machen, nicht wahr? ;o)




Habt einen schönen Sonntag! Herbstherzliche Claudiagrüße



Andere Herbstshirts findet ihr hier: