Dienstag, 25. Februar 2014

Schneckenliebe





Immer mal wieder erwähne ich es gern (z. B. hier oder hier) bei passender Gelegenheit:

Ich bin eine bekennende Schneckenfreundin!


Kürzlich entdeckte ich den Blog von Petra, fühlte mich dort gleich sehr wohl - fand viele Parallelen zu dem, was ich selbst tue und worüber ich hier im Blog so schreibe, sowie eine Menge schöner Inspirationen.
In einem älteren Post las ich u. a. bei ihr, dass auch sie bereits seit Kindertagen eine Vorliebe für die kleinen Häusleinbewohner hat. (Und gerade sehe ich, dass sie sich hier bei mir in die Leseliste eingetragen hat. Herzlich willkommen beim Alltagsbunt, liebe Petra und natürlich auch herzlich willkommen Julianna. - Hast du auch ein Blog? Von dir habe ich gar nichts gefunden?!)
Während ich ihr einen Gruß dort hinterließ, kam mir die Idee hier im Blog mal etwas mehr zu meiner Schneckenliebe zu berichten.

Alles begann so:
Andere Mütter nannten ihre Kinder Mäuschen oder Schätzchen.
Meine Ma sagte von jeher "Schneckchen" zu mir.

Häufig brachte ich aus dem Wald oder vom Spielen Schnecken mit nach Hause.
Meine Findelkinder bekamen alle Namen.
Leere Einmachgläser avancierten zu Terrarien, die meist tagelang meine kleinen Freunde beherbergten, bevor ich sie fürsorglich zurück in die Natur setzte.
Während ihrer Zeit im Glas wurden die Schnecken fasziniert beobachtet.
Bei Regen veranstaltete ich Schneckenwettrennen mit anderen Kindern.
Der Begriff "Rennschnecke"wurde Teil meines Wortschatzes...  ;o)

Die gelbe "Elfriede", die eines frostigen Novembertages wohl von der Kälte überrascht wurde, durfte bei mir zu Hause bei Salat und Apfelstückchen überwintern. Damals war ich ungefähr 8 Jahre alt.
In den Weihnachtsferien reiste sie in meinem Handgepäck - sicher verstaut in einer Puppenporzellantasse - mit British Airways im Flieger mit mir zu meinen Großeltern nach Berlin.
Im Frühling darauf entließ ich sie an der Fundstelle wohlbehalten zurück in die Freiheit. Ich hoffe, Elfriede hatte noch ein langes, glückliches Schneckenleben.




Später, zogen meine Eltern mit mir um.
Nun hatten wir einen Garten. Keiner Schnecke durfte bei uns ein Haar - ähm, ich meine ein Fühler gekrümmt werden. (Bestenfalls wurden sie hinter den Zaun zum Nachbarn verwiesen. Hüstel...)


Von jeher sammele ich leere Schneckenhäuser am Wegesrand, die im Frühling, Sommer und Herbst fester Bestandteil meiner Dekorationen sind.
Nur im Winter haben die Schnecken eine wohlverdiente Pause.
Über "Die Schnecke im Winter" hatte ich hier schon einmal gepostet...  

Mit Grausen erinnern sich meine Söhne an einen Spaziergang durch die Feldwege der Leinemasch. Dort "rettete" ich diverse Schnecken vor dem Ertrinken aus großen Pfützen, nachdem es lange geregnet hatte. Wir kamen deshalb nur sehr schleppend voran, so viele waren es.




Die Kinder - damals noch jünger, waren nicht nur genervt, weil sie so lange warten mußten, nein!
Und irgendwie war es ja auch nur gerecht, dass endlich mal nicht ich auf die Beiden, sondern sie auf mich warten mußten, oder? 
Sie fanden vor allem ihre Mutter auch hochgradig peinlich... Schließlich gingen dort noch andere Leute spazieren.




Was ich auch jemals tat oder heute noch tue: töpfern, zeichnen, handarbeiten, fotografieren, bloggen: die Schnecke war und ist mein Markenzeichen.



Kommentare:

  1. Schöne Fotos.Ich mag die Schnecken auch.
    LG
    Nicole

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    1. Hach, Nicole, dass ihnen offenbar noch mehr Menschen wohlgesonnen sind freut mich sehr! ;o)

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  2. Ich mag auch Schneckenhäuser meine Kinder sammeln fleißig und keines sieht aus wie das andere.Von Töpfern bin ich auch begeistert habe das mal ausprobiert vielleicht zeigst du uns was Schneckchen hi hi .lg galina

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    1. Hihi...? Soso, du lachst mich also aus, Galina? :-(
      Na warte...

      Aber, keine schlechte Idee. Ich könnte tatsächlich mal was von den Töpfersachen zeigen...
      Den Dornröschen- Hexenturm zu Beispiel...
      Ich überlegs mir...

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  3. Jaaa! Rettet die Schnecke! Ich sammle die Schnecken nach dem Regen von den Gehwegen und werfe sie wieder in die Büsche und Grünanlagen, damit sie nicht zertrampelt werden. Meine Tochter habe ich auch schon erfolgreich damit "angesteckt", sie macht es mir nach :)
    Liebe Grüße, ich mag deinen Blog.

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    1. Sehr gut!!!
      Sowohl, dass du die Schnecken rettest, als natürlich auch, dass du mein Blog magst ;o)
      Danke für das Kompliment!

      Liebe Claudiagrüße zurück

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  4. Schnecken sind schön, ich passe auch immer auf, dass ich nicht versehentlich mal auf eine trete !
    Als Kind habe ich sie immer in Eimer gesammelt und wieder in die Wiese getragen.
    Aber die Nacktschnecken finde ich ekelig !
    Lieben Gruß
    Jutta

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    1. Liebe Jutta,
      da kann ich dir nur zustimmen.
      Vor Nacktschnecken macht auch meine Begeisterung halt...

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  5. Oh..mein Sohnemann mag Schnecken auch sehr...und die Schneggi heisst nicht umsonst liebevoll Schneggi (weil "Schneckenkind")...die beiden sind auch Fans..grad gestern bekam ich haufenweise Schneckenhäuser geschenkt...liebevoll im Garten aufgesammelt. ;-) Und sonst werden sie ebenfalls ins Grüne gesetzt oder sogar eimerweise in den Wald gebracht. ;-)

    Einen schönen Tag wünscht dir Maike (die seit Freitag mit Fieber und Husten FLACH liegt..und nun endlich mit Antibiotikum versorgt ist...darum ist es so still bei mir).

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    1. Liebe Maike,
      das tut mir aber leid, du Arme, dass es nun dich schon wieder erwischt hat.
      Ganz schnelle, gute Besserung wünsch ich dir! Hoffentlich schlägt das Antibiotikum an...

      Leere Schneckenhäuschen muß ich auch mal wieder sammeln gehen.
      Letztes Jahr war ich öfter mal vergebens "auf Jagd".
      Bei vielen Spaziergängen fand ich nur bewohnte Häuser.

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  6. Dass ich Schnecken besonders liebe, kann ich nicht sagen. Aber ich finde Schneckenhäuser schön. Liegt wohl an daran, dass hier das Symbol Spirale drin steckt. Aber ich finde auch Insekten sehr schön. Also die bizarren Formen und die Gliederung. Aber ich bin in beiden Fällen mehr fürs Angucken :-)
    LG Judy

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    1. Verschnörkelt und gekringelt und doch irgendwie gradlinig und gar nicht kitschig sondern sehr natürlich?!
      Mich fasziniert, dass sie ihre hübsche Behausung mit sich tragen.
      Ein Sinnbild dafür, dass man nicht zwingend an einen bestimmten Ort zurückkehren muß, um zu Hause zu sein.
      Und ich mag die kleinen Fühler. Welch geniale Konstruktion.

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  7. ich mag schneckenhäuser auch. die schnecken nicht soooo sehr, da sie gern junge stauden wegfressen. im garten habe ich eine spirale gelegt aus steinen und auch einigen schneckenhäusern. immer wenn ich ein schönes finde, tausche ich dann stein gegen haus...
    http://einklang-katrin.blogspot.de/2011/09/vom-wachsen-und-werden.html
    falls du gucken magst...

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    1. Hallo Katrin, da hüpf ich gleich mal zu dir hinüber und schaue...
      Ja und die jungen Stauden... da empfehle ich, wie oben beschrieben, den Verweis in den Garten des Nachbarn ;o)

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  8. Hallo Claudia,

    danke für deine liebe Begrüßung!
    Ja da gibt es wirklich viele Parallelen :-)
    Ich fühle mich zu Häuselscnecken auch seit meiner Kindheit hingezogen.Ich kann nicht genau erklären warum das so ist, aber mich faszinierte es als Kind ungemein, dass die Schnecke überall ihr "Zuhause" mit hatte. Als Kind wohnte ich, mit meinen sehr verständnisvollen Eltern, in einer Wohnung im vierten Stock. Und nach so manchen Spaziergängen oder Ausflügen "schmuggelte" ich (meist in einem kleinen Gurkenglas) Schnecken mit in unsere Wohnung auf den Balkon....am nächsten Morgen befanden sich die Schnecken meist auf dem großen Balkonfenster unseres Wohnzimmers...dann hieß es: "Petra sammle deine schleimigen Scheißerl ein und bring´ sie runter auf die Wiese :)"...
    Ja und die Spirale ist für mich sowieso ein Sinnbild für das "Leben"!

    Sei mir lieb gegrüßt, Petra

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    1. Bloggen ist toll.
      Wie schön zu erleben, dass man so voneinander erfährt.

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  9. Oh ja, die Schnecken mit den Häusern mag ich auch sehr gern. Vergangenes Jahr hatten wir ganz viele Schneckenbabys, die immer aus dem Blumenbeet kamen und über die Terrasse krochen. Ich wollte da gar nicht mehr raus gehen, weil ich Angst hatte, dass ich sie zertrete :(

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  10. an Schneckenhäuschen kann ich nicht vorbeigehen, sie landen in meiner Jackentasche und später irgendwo im Haus.
    herzlich Judika

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    1. Es ist wirklich eine schöne Überraschung, dass es sooo viele Menschen gibt, die meine Vorliebe teilen...

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  11. Hallo Claudia, soeben Las ich deinen Beitrag über Schnecken. Da wir sehr gerne am Wochenende durch den Wald strawanzen, stolpere ich oftmals über leere Schneckenhäuser, die ich dann freudig aufsammle. Wieder daheim, werden die Häuschen dann entweder im Drahtkörbchen dekoriert oder finden sonstwo ein nettes Plätzchen , ich freu mich darüber wie du. Sonnige Grüsse

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