Samstag, 1. März 2014

Willkommem im März!


März, da denke ich an:

 

  



  • Frühling 
  • Frühling und 
  • FRÜHLING!!!
  • ...
  • Passion und Auferstehung 
  • Aufbruch
  • ähäm... Frühling?
  • Vogelgezwitscher
  • Primeln, Hyazinthen, Narzissen und Tulpen auf dem Balkon, im Vorgarten, einfach überall.
  • Fensterputzen, nach dem Winter.
  • Wieder Freiluftkaffee auf dem Balkon.
  • Frische, leichte Gerichte zum Mittagessen, viel Gemüse und köstliche "Möhrrüben"- Suppe (klick)
  • Traditionelles Racletteessen und kleine gemeinsame Basteleien für Frühling und Ostern - seit ca. 25 Jahren jedes Frühjahr (und auch nochmal zum Advent) mit 2 lieben Freundinnen.
  • Den Duft von Blutjohannisbeeren - klick (hier bei uns auch Ameisenblumen genannt). Um diesen Strauch rankt sich eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen. Die Erinnerung stammt aus der Zeit, nachdem wir von Berlin nach Hannover gezogen waren. Es war Frühling, Osterferien, ich im Vorschulalter. Meine Mutter ging mit mir zum Einkaufen. Am Wegesrand saßen Kinder auf einer Decke. Sie hatten Blumen und Zweige von den Sträuchern aus den Vorgärten gepflückt und boten für 20 Pfennig kleine Sträuße zum Verkauf an. Forsythien, Gänseblümchen, Weidenkätzchen und - Blutjohannisbeere.    Hach, gerne hätte ich so ein Sträußchen gekauft und mit nach Hause genommen. Nein, ich habe  meine Ma damals wohl gar nicht darum gebeten. Aber ich habe in der Folge selbst Sträußchen gepfückt, jedes Jahr im Frühling standen sie bei uns zu Hause in der Küche. Und wenn sich die pinkfarbenen Blütenknospen öffneten, kamen sie hervor und krabbelten durch die Küche.... die Ameisen.   Später - viel später, als ich in meine heutige Wohnung zog, kaufte ich im Baumarkt einen kleinen Topf mit einer ca. 30 cm hohen Blutjohannisbeere und pflanzte sie hier vorm Haus in den Vorgarten. Ein großer Strauch ist inzwischen daraus gewachsen und steht nun neben dem Hauseingang. Hier seht ihr ein Foto von einem Zweig, den ich im Advent von diesem Strauch abgeschnitten hatte.   Der Duft von Blutjohannisbeeren: untrüglich März. 
  •  Frühling   ;o)




 

 

Donnerstag, 27. Februar 2014

Entschuldigung...


... lieber Februar!

 
   

Dieses Jahr habe ich dir Unrecht getan. Es tut mir leid!
Während ich hier (klick) die Begrüßung des neuen Monats geschrieben habe, dachte ich bei mir, dass du der furchbarste aller 12 Monate bist und zum Glück auch der kürzeste.

Ich dachte daran, wie es in vielen Jahren - insbesondere auch in den beiden letzten strengen und langen Wintern -  mit dir so gewesen ist: nämlich eisig und ungemütlich. Schwer auszuhalten.
Erinnernd die Tage bis zu deinen Ende gezählt zu haben, den März gar nicht abwarten könnend.




Dieses Jahr warst du ein wunderbarer, hoffnungsvoller, vorfrühlingshafter Monat. 
Du hast uns viel Licht, Sonnenschein, (relative) Wärme und Vogelgezwitscher geschenkt. 
 
Ich habe mehrfach auf dem Balkon Kaffee getrunken und seit dem Valentinstag vor 2 Wochen stehen bereits eine Primel und eine Ranunkel auf dem Balkontisch, ohne zu frieren. Das tut sooo gut.



 Genau so habe ich es in diesem Jahr sehr dringend gebraucht!

Danke, Februar! Du hast mir meine Seele gewärmt.

 

 

Dienstag, 25. Februar 2014

Schneckenliebe





Immer mal wieder erwähne ich es gern (z. B. hier oder hier) bei passender Gelegenheit:

Ich bin eine bekennende Schneckenfreundin!


Kürzlich entdeckte ich den Blog von Petra, fühlte mich dort gleich sehr wohl - fand viele Parallelen zu dem, was ich selbst tue und worüber ich hier im Blog so schreibe, sowie eine Menge schöner Inspirationen.
In einem älteren Post las ich u. a. bei ihr, dass auch sie bereits seit Kindertagen eine Vorliebe für die kleinen Häusleinbewohner hat. (Und gerade sehe ich, dass sie sich hier bei mir in die Leseliste eingetragen hat. Herzlich willkommen beim Alltagsbunt, liebe Petra und natürlich auch herzlich willkommen Julianna. - Hast du auch ein Blog? Von dir habe ich gar nichts gefunden?!)
Während ich ihr einen Gruß dort hinterließ, kam mir die Idee hier im Blog mal etwas mehr zu meiner Schneckenliebe zu berichten.

Alles begann so:
Andere Mütter nannten ihre Kinder Mäuschen oder Schätzchen.
Meine Ma sagte von jeher "Schneckchen" zu mir.

Häufig brachte ich aus dem Wald oder vom Spielen Schnecken mit nach Hause.
Meine Findelkinder bekamen alle Namen.
Leere Einmachgläser avancierten zu Terrarien, die meist tagelang meine kleinen Freunde beherbergten, bevor ich sie fürsorglich zurück in die Natur setzte.
Während ihrer Zeit im Glas wurden die Schnecken fasziniert beobachtet.
Bei Regen veranstaltete ich Schneckenwettrennen mit anderen Kindern.
Der Begriff "Rennschnecke"wurde Teil meines Wortschatzes...  ;o)

Die gelbe "Elfriede", die eines frostigen Novembertages wohl von der Kälte überrascht wurde, durfte bei mir zu Hause bei Salat und Apfelstückchen überwintern. Damals war ich ungefähr 8 Jahre alt.
In den Weihnachtsferien reiste sie in meinem Handgepäck - sicher verstaut in einer Puppenporzellantasse - mit British Airways im Flieger mit mir zu meinen Großeltern nach Berlin.
Im Frühling darauf entließ ich sie an der Fundstelle wohlbehalten zurück in die Freiheit. Ich hoffe, Elfriede hatte noch ein langes, glückliches Schneckenleben.




Später, zogen meine Eltern mit mir um.
Nun hatten wir einen Garten. Keiner Schnecke durfte bei uns ein Haar - ähm, ich meine ein Fühler gekrümmt werden. (Bestenfalls wurden sie hinter den Zaun zum Nachbarn verwiesen. Hüstel...)


Von jeher sammele ich leere Schneckenhäuser am Wegesrand, die im Frühling, Sommer und Herbst fester Bestandteil meiner Dekorationen sind.
Nur im Winter haben die Schnecken eine wohlverdiente Pause.
Über "Die Schnecke im Winter" hatte ich hier schon einmal gepostet...  

Mit Grausen erinnern sich meine Söhne an einen Spaziergang durch die Feldwege der Leinemasch. Dort "rettete" ich diverse Schnecken vor dem Ertrinken aus großen Pfützen, nachdem es lange geregnet hatte. Wir kamen deshalb nur sehr schleppend voran, so viele waren es.




Die Kinder - damals noch jünger, waren nicht nur genervt, weil sie so lange warten mußten, nein!
Und irgendwie war es ja auch nur gerecht, dass endlich mal nicht ich auf die Beiden, sondern sie auf mich warten mußten, oder? 
Sie fanden vor allem ihre Mutter auch hochgradig peinlich... Schließlich gingen dort noch andere Leute spazieren.




Was ich auch jemals tat oder heute noch tue: töpfern, zeichnen, handarbeiten, fotografieren, bloggen: die Schnecke war und ist mein Markenzeichen.