Freitag, 27. Juni 2014

(Noch ein) Einfacher Perlenring selbstgemacht


Hach, ich bin einfach völlig im Bann der Ostsee und hoffe, ihr seid noch nicht allzu genervt davon?!

Neben den meeressehnsuchtfarbenen Ohrringen (klick) habe ich mir auch noch einen passenden neuen Ring gefädelt. Vor einiger Zeit hatte ich im Blog schonmal eine Anleitung aufgeschrieben, nach der ich immer wieder Perlenringe herstelle.




Der neue meeressehnsuchtfarbene Ring ist im Grunde noch einfacher zu fädeln, da zwar verschiedene Perlen benutzt, aber immer das selbe System verwendet wird.

Die Zutaten:

  • dünner Nylonfaden 
  • 12 mittelgroße und 2 kleine Swarovskiperlen in harmonischen Farben und
  • Rocailles
  • außerdem Teelicht oder Kerze 

Los gehts:

(Zuerst die Swarovskiperlen beiseite legen.)
Einen ca. 30 cm langen Nylonfaden abschneiden.

5 Rocailles auffädeln.
(Mit der mittleren dieser 5 Perlen - Perle 1 - wird am Ende der Ring geschlossen.)

Eine 6. Perle auffädeln und zum Kreis verbinden, indem der Faden mit beiden Enden gegenläufig durch die 6. Perle gezogen wird. Einen neuen Kreis beginnen. Es entsteht sozusagen eine Acht (Skizze)...



... eine weitere Acht anfügen.
(Fotos zu den hier beschriebenen Schritten könnt ihr hier (klick) beim 1. Ring- Post anschauen.)

Nun werden die Swarovskiperlen auf die gleiche Weise in der gewünschten Farbfolge aufgezogen.
Mittig als "Perle N° 6" werden die beiden kleinen Swarovskiperlen verwendet.




Natürlich kann man auch weniger Farben verwendenden, oder einen völlig bunten Ring herstellen.
Ich mag es gerne nicht zu schillernd, sondern mehr Ton in Ton, mit schwarzen Akzenten.

Das Entscheidende ist jetzt geschafft und es folgen wieder die oben beschriebenen "Achten", bis der Perlenstrang lang genug ist, dass der Ring um den Finger paßt.
Wenn dieser Moment erreicht ist, die Fäden aus den Perlen 4 + 5 nicht mit einer weiteren mittleren Perle (6) verbinden, sondern durch die allererste Perle (1) kreuzen und dadurch den Ring schließen.

Nun zum Schluß den allerersten Kreis (Perlen 2 - 6) ein 2. Mal mit dem Nylonfaden fädeln und die Enden hinter der mittleren Perle, also zwischen Perle 4 + 6, verknoten.
3 Knoten übereinandersetzen und jeden einzelnen gut fest ziehen.

Jetzt die Nylonfäden vorsichtig über der Flamme des Teelichtes verschmelzen.
(Vielleicht vorher mal mit einem Extrafaden probieren, wie Nylon auf Feuer reagiert?)

Achtung: 
kommt das Feuer zu nah, brennt der Faden durch und die Arbeit war umsonst... 

Hier auf dem Foto ist die Schweißstelle (der kleine helle Punkt unten rechts) zu sehen:


 







Und wenn ihr mal schauen mögt, wie der Ring in einer anderen Farbkombination wirkt, gab es die Frühlingsvariante in "Blutjohannisbeere mit Hummelbesuch" hier (klick) zu sehen.









Mittwoch, 25. Juni 2014

Am Meer





Davon, dass wir vor 2 Wochen über Pfingsten an der Ostsee waren, hatte ich seither hier im Blog schon einige Male in verschiedensten Zusammenhängen geschrieben.

Der letzte richtige Urlaub lag schon ziemlich lange zurück und der nächste schien mir noch in so unerreichbar weiter Ferne. Ich begann mich nach dem Meer zu sehnen.

Der jüngere Sohn schrieb im Frühling sein Abitur, wird nun bald aus der Schule entlassen und ins Berufsleben starten.
Ende Mai wurde er volljährig.
Mein "Kleiner" ist jetzt - genau wie sein älterer Bruder - ein erwachsener Mann...
Hatte ich bisher doch immer gesagt, ich "bin alleinerziehende Mutter", blieb mir der Satz plötzlich im Halse stecken.
Das stimmt ja gar nicht mehr. Ich bin immer noch Mutter, aber: nicht mehr erziehend.

Hatte ich jemals weiter gedacht, als bis dahin, Kinder zu haben und ihr Aufwachsen zu begleiten?
Das Gefühl, mich neu sortieren zu müssen, wurde immer eindringlicher.


Ein Lied (Mögt ihr mal hören? Vielleicht kennt es jemand?) von Ulla Meinecke, das ich schon lange sehr mag...

https://www.youtube.com/watch?v=idSo-voLRJU

... summte immerzu in meinem Kopf...
"Du mußt gehn und mußt den Mond sehn... am Besten am Meer..."

Sie wurde größer, die Sehnsucht.
Sehnsucht nach Wind, der die Gedanken davonträgt, nach Wellenrauschen, das vieles übertönt, nach Weite, nach dem Blick zum Horizont und wieder zurück zum Boden. Nach Steinen und Muscheln, dem Sand an meinen nackten Füßen - auf mich.

Sie wurde riesengroß, die Sehnsucht nach dem Meer. 



Dieses Labyrinth befindet sich in Kellenhusen hinter dem Strand. Hineinlaufen, sich orientieren, einem Weg folgen, wieder herausfinden. Wie symbolisch und so passend!


Der Liebste mochte mich begleiten, der Sohn hatte zu Hause Verpflichtungen.
Ich wäre auch allein gefahren. Zeit für mich. Eine "Mutter- ohne- Kind- Kur".
Ich wollte nur noch weg hier.

Wir haben am Mittwoch vor Pfingsten spontan die Ferienwohnung gebucht, 2 Tage Urlaub genommen, das wunderbarste Wetter bestellt ;o) und brachen schon am Freitag auf nach Kellenhusen.








Nicht weit weg, nicht lange, nicht exclusiv, nicht sonderlich kostspielig. Das war mir alles entbehrlich.
Wir wurden reich beschenkt. Ich bin so sehr froh um diese 5 Tage.








Die Wohnung war perfekt für unsere Bedürfnisse. Gepflegt und gemütlich, nur wenige Meter über den Deich bis zum Strand.
Den Ort kannten wir noch, waren vor einigen Jahren bereits einmal mit dem Sohn dort.
Ein kleiner Ort, alles was man braucht, ist vorhanden.
Nicht einsam, aber auch nicht zu überlaufen. Eine moderne Seebrücke, eine nette Promenade mit kleinen Cafés und Geschäften. Grün rundherum und natürlich mit Strand. Nicht 50 Meter eingezäunter Sand, sondern Strand über die Promenade hinaus. Die ganze Küste entlang bis zur nächsten Ortschaft.

Ich war öfter allein unterwegs, spät am Abend, früh am Morgen, manchmal mitten am Tag. Allein mit mir, fern der Promenade, nur das Meer und ich. Schlendern. Barfuß. Entlang des Wassersaums. Strandgut sammeln, um es als Erinnerung zu bewaren. Manchmal nur schauen, leise singen vielleicht. Unsere schönen Chorstücke. Nur für mich. Oder einfach schweigen.









Der Liebste und ich haben aber natürlich auch viel zusammen unternommen.
Sonnenlicht, Luft, Wasser. Es war so schön.
Noch immer habe ich das Bild des Meeres vor Augen - oder besser das Gefühl dort zu sein in mir.
Es trägt mich durch die Tage  ♥
(Weshalb es am Sonntag auch keinen Wochenrückblick gab. Mein Blick ließ sich einfach nicht auf die vergangene Arbeitswoche lenken. ;o)

Diese Tage, sie kamen mir viel länger vor. Jetzt kann ich wieder weiter hier... DANKE!








Dienstag, 24. Juni 2014

Gefilzte Hummel und... Auflösung...




Als meine Söhne noch klein waren, hatten wir einen großen immerwährenden Wandkalender mit Linnea- Bildern von Lena Anderson.
Etwas später machte es sich Linnea auf den hübschen Monatspostkarten in unserer Küchenfensterbank gemütlich, die man heutzutage auch auf vielen Jahreszeitentischen und in manchem Blog findet.

Unten in der Mitte der Karten befindet sich jeweils ein kleines Detail, das zum Monat paßt.
Im Dezember war es z. B. ein Weihnachtswichel in einer Nußschale (klick) und im Juni?
- Da brummelt eine dicke Hummel über die Postkarte...




Weil ich gerade filigrane Details so liebenswert finde, greife ich sie gern bei der Dekoration meiner Fensterbank auf.

Der Wichtel ist erst vergangenes Jahr im Advent in die Nußschale gezogen. Die Hummel gehört schon länger zur Familie.
Sie ist wirklich klein. Nicht größer als ein lebendiges Exemplar werden kann.
Ich habe sie mit der Nadel gefilzt.
Mit einem Garnfaden, der durch den Körper gefädelt ist, kann man sie von unten zur Deko an einem Zweig o. ä. festbinden. 






✿   ✿   ✿   ✿   ✿   ✿   ✿


Und was ich schon seit Längerem immer wieder in Angriff nehmen wollte (ähhhhöm, hüstel) und stets vergessen habe...

Erinnert ihr euch noch an meine Verlosung kurz vor Ostern (klick)?
Leider hatte ich paddeliger Weise die Geschenke eingepackt ohne sie vorher zu fotografieren.

Ein Teil des Inhalts der 3 Päckchen war für alle gleich, der andere Teil jeweils individuell.
Die Teilnehmer sollten ihre Lieblingsfarbe angeben. Ich habe dann dem Wunsch entsprechend Broschen angefertigt.

Alle drei Gewinnerinnen haben später ihre Geschenke gepostet.
Und wer gerne genauer wissen möchte, worin die Überraschungen bestanden, der guckt ganz einfach nach, hier bei (klick auf den jeweiligen Blognamen):

Dörthe vom Blog "Zackenschere"

Maike vom Blog "Froh und bunt"

Nanne vom Blog "Nannes Kreativchaos"




 






Montag, 23. Juni 2014

Sonntagsvergnügen

 



Am gestrigen Sonntag war Sommerfest in der Region auf dem Bio- Hof, in dessen Hofladen wir gelegentlich einkaufen.
(Zum Beispiel die Eier aus der "Bruderhuhn- Initiative", über die ich hier (klick) schon mal gepostet hatte.)
Nachdem es morgens in Hannover erst sogar noch geregnet hatte und der Himmel die gesamte Zeit über ein sehr wechselhaftes Bild bot, war es fast erstaunlich - und sicher auch dem böigen Wind zu verdanken - dass der Nachmittag trocken blieb...




Das Fest war sehr gut besucht, ich hatte viel Freude daran, das bunte Treiben zu fotografieren und hoffe, die Bilder vermitteln euch ein wenig der entspannt- fröhlichen Stimmung, die auf dem Hof herrschte.




Es gab viele Aktionen für Rinder...Kinder...




... und einen Markt mit verschiedenen Ständen. Natürlich konnten Lebensmittel eingekauft werden...








... das Angebot reichte weiter von Pflanzen, Kinderspielzeug, Blumensträußen und Töpferwaren...




... über Kosmetik bis hin zu handgefärbter und -gesponnener Wolle.




Ferner gab es noch Holzarbeiten, Schmuck, Infostände über Bio und Gentechnik, bzw. deren Vermeidung, Imkerei und natürlich waren auch diverse kulinarische Highlights vertreten...








Zwischendurch immer mal wieder der besorgte Blick 'gen Himmel. Kommt doch noch Regen?




Diese beiden Thüringer- Wald- Ziegen genossen ganz unverkennbar - genau wie auch ich - die Momente des warmen Sonnenscheines. Für aufkommenden kühleren Wind hatten sie ja ihre schicken Halstücher parat.  ;o)




Es gab Musik auf die Ohren, gutgelaunte, interessante Leute in noch interessanteren Outfits (...) zu sehen und überall fröhliche Farben zu entdecken.




Der "Speicher" (klick) hatte ebenfalls geöffnet. Dieses Lädchen ist fester Bestandteil des Hofes.
Immer gibt es dort etwas zu stöbern und den Jahreszeiten entsprechende Kleinigkeiten finden fast jedes Mal, wenn ich dort bin, den Weg zu uns nach Hause...








Hoffentlich hattet ihr auch so einen schönen Sonntag! 

- Und startet nun gut erholt in die neue Woche!

Herzliche Claudiagrüße