Donnerstag, 2. April 2015

Nudeln mit Lachs und Blattspinat: Karfreitagessen


Wißt ihr schon, was es bei euch in diesem Jahr morgen am Karfreitag zum Mittagessen gibt?
Esst ihr vielleicht Karfreitag jedes Jahr das Gleiche?
- Kommt eventuell gar nichts Spezielles auf euren Tisch, sondern eher, worauf ihr zufällig Lust habt, oder wofür halt die Zutaten gerade im Hause sind?

OOODER - könnt ihr möglicher Weise noch eine Anregung gebrauchen???

Als ich Kind war, gab es Karfreitag zumeist Spinat mit Ei und Kartoffeln zum Mittag. Das stößt leider nicht bei allen meinen Lieben auf Begeisterung.
Ich serviere aber auf jeden Fall ein fleischloses Essen und Spinat steht grundsätzlich auch heute noch hoch oben auf der Liste der Möglichkeiten.

Immer eine gute Idee ist es bei Familie Alltagsbunt, Spaghetti mit Lachs und Spinat zu kochen.
Die Zutaten sind in der Regel im Vorrat und die Zubereitung geht ziemlich flott.
Da die Söhne dieses Essen beide mögen und mein Blog für die 2 auch als Rezeptsammlung fungiert, gibt es hier heute unser Rezept zu finden:




Zutaten für 3 Portionen:

  • Spaghetti
  • 1 Zwiebel
  • etwas Fett zum Braten
  • 375 g TK- Blattspinat
  • je nach Größe und Hunger 1 bis 2 Stücke TK- Lachsfilet (alternativ schmeckt das Gericht auch gut, wenn Feta anstatt Lachs verwendet wird.)
  • 250 g Schlagsahne und zusätzlich ca. 100 ml Milch
  • 3 - 4 Teelöffel Pesto Rosso
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer
Bitte den Blattspinat und den Lachs möglichst bereits am Vorabend auftauen!

So wird' s gemacht:

  • Spaghetti nach Packungsanweisung kochen und währenddessen...
  • die Zwiebel fein hacken, den aufgetautem Blattspinat etwas ausdrücken
  • in einer Pfanne etwas Fett erhitzen, die Zwiebelstücke und den Spinat darin anbraten
  • den Lachs (oder Feta) nebenbei in kleine Würfel (maximal 1,5 x 1,5 cm) schneiden und zur Seite stellen




Sobald Spinat und Zwiebeln gut durchgebraten sind, die Sahne und die Milch zugießen, das Pesto einrühren, aufkochen und ca. 3 - 5 Minuten leise köcheln lassen...





... jetzt die Lachswürfel unterrühren, den Herd herunterdrehen und den Fisch in der heißen Pfanne nur noch garziehen lassen. (Achtung, insbesondere auch den Feta NICHT mehr kochen, sondern ggf. nur erwärmen, damit er sich in der Sauce nicht vollständig auflöst.)

Die Sauce mit Salz, Pfeffer und mit frisch geriebener Muskatnuss abschmecken, auf den Spaghetti anrichten und - genießen!




Guten Appetit!







Mittwoch, 1. April 2015

Willkommen im... April!





April

Bald ein rauhes kaltes Rauschen,
daß der dunkle Forst erkracht;
bald ein Flüstern, Kosen, Lauschen,
wie die stillste Frühlingsnacht.

Bald der Himmel, bald die Sonne,
bald die Wolken, bald der Schnee -
wie der Liebe erste Wonne,
wie der Liebe erstes Weh.

Bald das Jauchzen, bald die Trauer
in der aufgeregten Brust -
und noch halb in Winterschauer,
und schon halb in Frühlingslust.

Bald ein ungestümes Ringen,
bald ein Frieden sonntagsstill -
O, was wirst Du mir noch bringen
schöner, stürmischer April?

Julius Rodenberg





Nachdem hier bei uns nun schon seit einer Woche echtes Aprilwetter - mit schnellem Wechsel zwischen Sonnenschein, Sturzregenbächen, Schneefall, Hagel und Sturmböen, also wirklich mit allem was dazu gehört - herrscht, ist es heute so weit: er ist da, der April!

Für meinen Urlaub vor Ostern hatte ich auf mildes, sonniges Frühlingswetter gehofft, darauf die freie Zeit genußvoll im Freien verbringen zu können.
Was solls. Es ist, wie es ist und wir machen das Beste daraus.

Wer weiß? Vielleicht kann der Osterhase am Sonntag die Eier im Schnee verstecken...
Warten wir es ab. In den Startlöcher scheinen die goldigen Häschen jedenfalls bereits zu sitzen ;o)



Dienstag, 31. März 2015

Osterei mit Tafelfarbe bemalen, Osterhase aus Tetrapack basteln und Kresse aussäen


Kürzlich habe ich Tafelfarbe gekauft, um Ostereier damit zu bemalen, die ich anschließend mit Kreide beschriften wollte.
Zum Beispiel als Platzkarten am Ostertisch, oder auch so:




Einige Tage später entdeckte ich bei Hej Hanse (klick) einen Post, wo Ulli aus einem leeren Tetrapack einen Hasen gebastelt und Kresse hinein gesät hatte. Wie sie das gemacht hat, seht ihr hier (klick).

Ich säe auch jedes Jahr zu Ostern Kresse (- paradoxer Weise, obwohl sie keinem von uns sonderlich gut schmeckt ;o). Das gehört irgendwie für mich ganz fest zum Frühling dazu.
Ullis Idee habe ich gleich nachgebastelt und allerdings den Hasen nicht hell, sondern genau wie das Ei, mit der Tafelfarbe bemalt:




Kresse keimt innerhalb weniger Tage und falls ihr auch Lust habt, noch eine schnelle, essbare Tischdekoration für das Osterfrühstück zu basteln, ist es wohl heute noch rechtzeitig, um die Kresse für euer Brot oder den Salat auszusäen.
Und zum Bemalen von Eiern reicht die Zeit noch sowieso ;o)








Sonntag, 29. März 2015

Rückkehr nach Berlin

Ich wurde in Berlin geboren.
Als meine Eltern mit mir hierher - in die Nähe von Hannover zogen - war ich erst 4 Jahre alt.
Wie schon mehrfach am Blog erwähnt, verbrachte ich jedes Jahr die Ferien bei meinen Großeltern in Berlin.
Die Stadt war damals noch geteilt und der Ostteil nicht zugänglich.
Viele wunderbare Erinnerungen ranken sich um all die Jahre. Kindheitserinnerungen.

Ich wurde erwachsen, meine Söhne kamen zur Welt.

Im Jahr 1998 starb ganz unerwartet in Berlin mein Großvater.
Wir holten meine Oma hierher. Sie konnte in Berlin nicht allein zurückbleiben.
Meine Mutter mußte ihre Wohnung auflösen.

Ich wollte nicht (nie mehr!) zurückkehren, in diese Stadt, die einmal meine war und nun zur Fremde geworden ist.
Nicht zurückkehren nach Berlin, wo mir vieles, die Namen der (ehemals westdeutschen) Stadtteile und Straßen, der Klang des Dialektes, und Kleinigkeiten wie z. B. der ganz eigene Geruch der U- Bahn noch immer so schmerzlich vertraut ist - und wie eine Touristin die Sehenswürdigkeiten besuchen.

Der Liebste hingegen wollte seit Jahren mit mir nach Berlin fahren...
Und dann habe ich mir einen Ruck gegeben.
Zu Weihnachten bekam er - gemalt auf ein T- Shirt - diesen Gutschein geschenkt:




Von Donnerstag bis Sonntag waren wir unterwegs. Das mulmige Gefühl in meinem Bauch als steter Begleiter dabei. Emotional für mich 4 ziemlich anstrengende Tage...
Das Wetter war sehr durchwachsen, wir wohnten in einem Hotel, mitten in der Stadt:


Vertrauter Anblick...

Atempause.

Die Stadt erschien mir wie eine einzige Baustelle.

Neuland betreten:

...die Hackischen Höfe... schön und...

... kein Teil meiner (westdeutschen) Kindheit.


Freitag waren wir im Wedding, in der Straße, am Haus, in dem meine Großeltern lebten. Nebenan im Park, wo wir damals während meiner Ferien zu allen Jahreszeiten unterwegs waren, Kastanien sammelten, Knallerbsen pflückten, im Planschbecken spielten, Schlitten fuhren...
Auf dem Friedhof, wo wir früher fast täglich das Grab meiner Uroma besuchten.




Wo gibt es sie sonst? Die "Häuschen" am Gehwegrand?

Regennasse Narcissen im Schillerpark.

Die schönen alten Laternen: hier sind sie noch immer zu finden.



Angelegt wurde sie hier: meine Liebe zu den Blausternchen (Scilla), die auch mein Opa so sehr mochte. Und wenn wir schon in diesem Jahr hier in Hannover das Scillafest auf dem Lindener Berg verpasst haben, im Schillerpark blühen sie zuhauf.




Hinterhofidylle.



Und dann war ich wieder die Touristin.
Hauptsächlich in den ehemaligen Ostteil der Stadt führten uns unsere Wege:


Narcissen auch hier. Und jetzt blauer Himmel.

Leider dämmerte es bereits, als wir ankamen, im...

... Nicolai- Viertel.

Nicht nur in Berlin: Lesen stärkt die Seele.

Vorschau auf Ostern?

Der Bär unterm Eierbaum.



Rückfahrt mit Mitbringsel - oder - das Auto des Liebsten mit Balkonbeflanzung.  

Auch in Hannover geht es für mich weiter im Urlaubsmodus.
Wir starten morgen in die Karwoche.
Ich wünsche euch eine gute Zeit, auch wenn die Wettervorhersage leider wenig Frühlingshaftes verheißt...
Viele 

Claudiagrüße