Mittwoch, 13. April 2016

Mittagspause am Morgen - oder besser früh, als nie... ;o)


Heute vor einer Woche begann der Tag mit Sonnenschein. Die Luft roch wunderbar frühlingshaft und schon während des kurzen Weges vom Parkplatz zur Arbeit bekam ich davon gute Laune. Gedanklich plante ich deshalb für die Mittagspause endlich mal wieder einen Spaziergang im Stadtpark zu machen.
Aber: ab 11 Uhr war eine dienstliche Besprechung angesetzt. Dauer? Unbekannt. Und die Wettervorhersage hatte ab frühem Nachmittag Regen angekündigt...


Auch Herr Erpel macht Pause im Stadtpark ;o)

Viel zu viele lange Arbeitstage enden ohne Pause. Zu viel Arbeit, Besprechungen, Trägheit, schlechtes Wetter. Das ist gar nicht gut und regelmäßig nehme ich mir aufs Neue vor, achtsamer zu sein und nicht wieder durchzuarbeiten.
Zur Verwunderung meiner Kollegen entschloss ich mich deshalb dieses Mal spontan, die Mittagspause auf halb 10 vorzuziehen und marschierte direkt los.




Vorbei an mehreren neu aufgeklebten, großen Plakaten, die mir ins Auge fielen - auf ziemlich provokative Weise wurde darauf Werbung für Handwerksberufe gemacht - führte mich der Weg zum Stadtpark. "Träume unter Akten begraben?" lautete die Aufschrift mit dem Foto einer Hutmacherin oder "Endstation Großraumbüro?" wurde am Arbeitsplatz eines Stukkateurs gefragt...




Wer hier beim Alltagsbunt öfter liest, der weiß, dass die Schreiberin, die in einem (Großraum-) Büro ihre Brötchen verdient, durchaus recht leidenschaftlich kreativen Tätigkeiten nachgeht.
Ob es allerdings für mich besser wäre, hauptberuflich Tag für Tag damit beschäftigt zu sein und davon leben zu müssen? Darüber bin ich mir keineswegs im Klaren...


Auch Frau Schnecke ist über das schöne Wetter aus dem Häuschen ;o)

Meinen Bürojob mag ich. Na ja, meistens. Die Kollegen sind nett, mit einigen bin ich privat befreundet. Wir sitzen am Schreibtisch warm und trocken. Mein Fachgebiet ist interessant und durch regelmäßige Fortbildungen kommt trotz langjähriger Erfahrung und umfangreichem Wissem noch immer Neues hinzu.


Mit weißen Blüten zugedeckt, der Weg unter den Magnolienbäumen

Jeder Beruf ist wohl letztlich Arbeit und die meisten Menschen arbeiten nicht zum Spaß, sondern weil sie Geld brauchen, um leben zu können.
Zwischendurch gibt es Pausen, in denen man auftanken kann. Zum Beispiel bei Spaziergängen im Stadtpark...


Und beflügelt kehre ich nach 45 Minuten zurück ins Büro ;o)

Seht ihr die samtigen Hüllen auf meiner Hand, die die Magnolienknospen schützen, bevor sie aufblühen?
Wenn ich sie sehe, denke ich immer an Engels- oder Elfenflügel und stelle mir vor, wie kleine Wesen für ihre Kaffeepause im Sonnenschein die Flügel kurz hier abgelegt haben ;o)
Für die Kollegin und für mich selbst borgte ich je ein Paar aus und nahm sie zurück mit an den Schreibtisch...


P. S.: Solche spontanen Gedanken hier aufzuschreiben, in Fotos festzuhalten, wohin mein Blick geht, mit euch zu teilen, was mir gut tut, das ist ein Teil meiner Art von Kreativität. Bloggen lenkt den Blick auf schöne Momente und schafft positive Erinnerungen!


Kommentare:

  1. Was du mit so ehrlichen Worten, unterlegt mit Bildern, beschreibst, hört sich nach einer ausgeglichenen work-life-balance an. Den Blick immer wieder auf das Schöne, das Besondere im Alltäglichen, die wunderbaren Kleinigkeiten zu richten.... so erhalten wir unsere Zufriedenheit mit dem was jetzt ist. Bleib so!
    Birgit

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  2. Liebe Claudia,
    deine Magnolien-Flügel sind wunderhübsch, falls es morgen hier nicht regnet, inspiziere ich den Magnolienstrauch im Park, ob der auch Flügel hat.
    herzlich Margot
    P.S. Mein Treibholz habe ich im Anfang August 2013 am Bodensee gesammelt, ein paar Wochen später fiel meine Welt in Trümmer.

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  3. Liebe Claudia,
    da geht es mir genauso wie dir. Da hast du mir direkt aus dem Herzen gesprochen. Schöne Blumenbilder hast du mit der Kamera eingefangen.
    LG Kirsten

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  4. Danke für diesen MutMachPost! Es freut mich, dass Du so optimistisch in die Welt schaust!
    Die "Engelsflügelchen" sind ja allerliebst, was Du aber auch immer alles entdeckst!
    Ja, der Fisch auf der Stoffkarte ist aufgedruckt und mit Pailetten bestickt.
    Der Tatort war mir einfach zu aufregend, nicht gut für den Blutdruck :-)
    LG Judy

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  5. Liebe Claudia, ich kann mich den Worten von Birgit nur anschließen. Das liest sich nach einer gelungenen work-life-balance an ;)) Auch wenn ich manchmal ähnliche Gedanken hege wie Du! Deine Bilder sind wunderschön geworden und die Flügelchen sind entzückend.. lächel!! Hab' einen schönen Tag , liebe Claudia! Herzlichst, Nicole

    (die gestern schlucken musste: kein Geburtstags-Kind mehr?? Also, ich finde mit gerade mal 10 ist man doch noch eins, oder?!! Teenie wird man doch erst ab 13 ;)) Und ja, er war bis zum Schulanfang strohblond. Wie seine Mama auch ;) Außerdem soll ich liebe Grüße bestellen und Dankeschön sagen!

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  6. Liebe Claudia ,
    ein wundervoller Post und grad so passend .
    Ich bekomme das mit der Pause nämlich nicht so hin .
    In der Betreuung auch schwierig . Und dann gibt es ja
    bei uns auch mal Zeiten , wo nichts anliegt , was für
    Andere als Pause betrachtet wird . Ja und dann das ewige
    Thema des rauchenden Völkchens . Sie nehmen sich ihre
    Auszeiten , allerdings ist da auch Arbeit das Gesprächsthema
    oder man schaut trotzdem auf die zu Betreuenden .
    Seit Jahren reden wir Nichtraucher davon , Keks Tee Pause oder
    was auch immer zu machen . Bisher nicht umgesetzt . In unserm
    Team bin ich alleinige NRin. Wir haben ja zu unserer Einrichtung
    einen wundervollen Garten und immer bin ich von deinen Spazier-
    Gängen inspiriert und motiviert . Dennoch . Gestern hatten wir Besuch einer
    ehemaligen Praktikantin , die nun raucht , damit sie auch zu ihren
    Pausen kommt . Oh man .
    Vielleicht schaff ich es jetzt mal , mich einfach zur Pause in den Garten
    zu setzen .
    Schönen Tag , herzlichst JANI

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  7. Liebe Claudia,

    der Post ist einfach toll. Mir schwirren immer so viele Gedanken im Kopf rum. Manchmal überlege ich auch sie auf dem Blog mit anderen zu teilen. Schreibe sie auf und poste sie nie. Weil ich denke, dass es vielleicht niemanden interessiert wie ich darüber denke. Und jetzt wo ich deinen Post lese, bin ich ermutigt doch öfter solche Posts zu schreiben. Weil es mich nämlich auch interessiert was in anderer Leute Köpfe vor sich geht - so wie in deinem heute! Ein schöner Denkanstoß! Ich bin in der glücklichen Lage genau mit dem mein Geld zu verdienen, was mir Spaß macht.

    Liebe Grüße aus Berlin
    Doreen

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  8. Liebe Claudia,
    die Eindrücke und Bilder sind so schön... Vom Frühlingsduft bis zu den zarten Engelsflügeln...
    Ich hätte auch gerne beruflich was Kreatives gemacht, aber so rückblickend frage ich mich dann auch oft, ob so ein konstanter, sicherer Job nicht doch die bessere Wahl war- kein kreativ sein müssen auf Knopfdruck etc.
    Ich wünsche dir einen angenehmen Freitag und wenn es soweit ist, ein schönes, gemütliches Wochenende!
    Liebe Grüße
    Bianca

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  9. Hallo Claudia,
    eine tolle Idee! Mich nervt es gerade immer noch die zwei Nachmittagsarbeiten und seit dem Wiedereinstieg ist es einfach nur noch Arbeit. Wenn ich es so sehe und jede Emotion weg lasse, geht es mir einigermaßen gut. Die Täschchen die ich zu Weihnachten an die Kolleginnen verschenken wollte, sind gerade nicht mehr in Arbeit... Keine Lust. Genieße es wenn Du gerne dort arbeitest, es kann so schnell vorbei sein, auch wenn man es sich nicht vorstellen kann.
    LG Manu

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