Mittwoch, 24. Februar 2016

Pimp up your Shirt... Mit bunten Wollwalkkreisen in Cuxhaven





Am Wochenende zum Valentinstag (klick) waren der Liebste und ich in Cuxhaven, um das Meer zu sehen.
Mit in den Koffer packte ich mein Shirt, auf das ich mir vor einiger Zeit Kreise aus Wollwalk genäht hatte (um unter einem von ihnen einen Zahnpastafleck zu verstecken)...




... denn ich wollte vor der Kulisse der Kugelbake endlich Fotos vom Shirt für diesen Post machen.




Wie Seifenblasen sollten die Kreise über das Vorderteil "schweben".
Ich drapierte sie hin und her, bis mir die Aufteilung gefiel und der Fleck verdeckt war und fixierte den Walkstoff mit flüssigem Kleber punktuell auf dem Shirt, damit er mir beim Annähen nicht verrutschen konnte.
Mühsam Sehr sorgfältig stichelte ich die Außenränder des Wollwalks auf dem T- Shirt fest. Das dauerte eine Weile. Der dünne Jersey des Shirts verzieht sich nämlich ziemlich leicht und darum nähte ich lieber von Hand, anstatt die Nähmaschine zu benutzen.




Die Kreise waren ursprünglich ausgeschnitten worden, um auf der Kreisweste (klick) zu landen. Schon damals assoziierte ich Seifenblasen...

Die Weste gestaltete ich jedoch letztlich schlichter und vor allem nicht so bunt, wie zuerst gedacht. Manchmal ist halt weniger mehr. Durch die außergewöhnliche Form und den zusätzlichen Schriftzug gefiel es mir so besser - und die Kreise wanderten in den Vorrat.




So sonnig und mild, wie im Februar 2015 (klick), war unser Wochenende in Cuxhaven dieses Jahr leider nicht.
Nee, nee, völlig unvorstellbar wäre es gewesen, "vorn" an der Kugelbake, wo sich die Elbe mit der offenen Nordsee vereint, im eisigen Wind die Jacke auch nur aufzumachen - geschweige denn, sie für Fotos sogar auszuziehen...




Aber dann war da, direkt an der Festung "Fort Kugelbake" hinter dem Deich, diese kleine windgeschützte Senke mit dem Weiher, in dem sich Wolken und  Sonne spiegelten.
Eine große alte Weide ragte wie ein Laufsteg vom Ufer über das Wasser, in dem Enten schwammen.
Ich schlüpfte schnell aus der Jacke und der Liebste - danke schön dafür! - avancierte zum Modefotografen ;o)




Na ja, gerade warm war es auch dort nicht. Der Wind pustete uns mächtig durch und an der "Alten Liebe" wärmten wir uns anschließend in einem Café erstmal wieder auf.
So schön, hier gemütlich hinter den großen Scheiben zu sitzen und auf die Schiffe zu schauen.




Lesen (klick), faulenzen, stricken, fotografieren, gemütlich Essen gehen, durch die Stadt bummeln... Und überall gab es wunderbare, kleine Details zu entdecken.




Leider waren wir nur für 2 Nächte von zu Hause weg und doch bin ich so froh und dankbar für unsere Zeit am Meer.
Strandspaziergänge in warmer, winddichter Jacke sind mir auch im Winter pures Glück!




Mehr als eine ganze Arbeitswoche und ein völlig verregnetes Wochenende liegen nun seit der Zeit in Cuxhaven schon wieder hinter uns.
Warum fällt es so schwer, sich auch zuhause an freien Tagen öfter eine wirkliche Auszeit zu schaffen und so etwas wie Urlaubsgefühle aufkommen zu lassen?




Gelingt euch das, an arbeitsfreien Tagen? Vielleicht kann mir jemand einen Trick verraten?




Ich werde wohl hoffentlich noch lange jedes Mal, wenn ich mein T- Shirt trage, das Meer rauschen hören und den Wind in den Haaren spüren...




Cuxhaven im Februar.
Kein Winterwetter mit Eis (so richtig bei Eis und Schnee am Meer, das würde ich ja auch nur zu gern einmal erleben), kein Vorfrühling. Aber schön war' s trotzdem!


Verlinkt! Erstmalig bin ich dabei, beim "Me Made Mittwoch" (klick)


Psssst... Aber das Beste ist: in diesem Jahr werde ich die Nordsee an anderer Stelle nochmal wieder sehen.
Und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude... ;o)




Herzliche 

Claudiagrüße


Montag, 22. Februar 2016

Wärmendes Winteressen: Rosenkohleintopf


Vor genau einem Jahr gab es hier (klick) beim Alltagsbunt im Wochenrückblick einen Hinweis auf meinen Rosenkohleintopf.

Sowohl der jüngere der beiden Lieblingssöhne, als auch der Liebste mögen keinen Rosenkohl!
Der ältere Lieblingssohn und seine Mutter ;o) hingegen essen das Gemüse - nicht nur im Eintopf - hin und wieder ganz gern.
(Lieber älterer Sohn, vielleicht magst du Mamas Eintopf auch mal nachkochen?)

Seit dem Foto in obengenanntem Post interessierte sich die Ma des Liebsten für das Rezept, das ihren Sohn dazu gebracht hatte, Nachschlag von einem Gericht zu verlangen, das Rosenkohl enthielt...

Schon vor einem Jahr sollte mein Rezept veröffentlicht werden.
Wie es aber manchmal so ist, ging das unter - und dann war plötzlich Frühling.
In den letzten Tagen herrschte grau- kaltes Schmuddelwetter.
Das wohlig- wärmende Gericht passte also sehr gut in den Speiseplan und deshalb gab es ihn bei uns:

Rosenkohleintopf mit Kartoffeln


(Anmerkung: Es handelt sich hierbei um ein typisches Rezept aus der Gattung "sieht auf Fotos nicht gerade toll aus, schmeckt aber trotzdem lecker" ;o)




Zutaten (Rezept für 2 Portionen):

  • 260 g Kartoffel (vorwiegend festkochend)
  • 2 Zwiebeln
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Öl zum anbraten
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 3 Teelöffel Mehl
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 200 g Rosenkohl (geputzt gewogen, oder tiefgekühlten verwenden!)
  • 1 Prise Zucker
  • Paprikapulver (scharf), Pfeffer, eventuell Salz und/ oder Hefeflocken
  • 150 g Fleischwurst
  • Gehackte Petersilie



 So gehts:

Kartoffeln schälen und würfeln, Zwiebeln pellen und in Spalten schneiden, Knoblauchzehe hacken.




Öl erhitzen, Kartoffelwürfel zusammen mit Zwiebel Spalten und Knobi anbraten.

Tomatenmark dazu geben, unterrühren. Nun das Mehl über die Zutaten stäuben ebenfalls unterrühren, kurz anschwitzen, dann Brühe angießen und aufkochen lassen.




Rosenkohl in die Suppe geben, 20 Minuten bei geschlossenem Topf kochen lassen.

Währenddessen die Fleischwurst in Streifen schneiden.

Wurststreifen zusammen mit der Prise Zucker in die fertige Suppe mischen.
Mit Paprika, Pfeffer und ggf. Salz und/ oder Hefeflocken abschmecken. Eintopf auf die Teller geben und mit gehackter Petersilie bestreuen. Fertig!




Würzigen Eintopf löffeln, Bauch & Seele wärmen lassen.

Wir wünschen guten Appetit!


Und irgendwann wird er auch in diesem Jahr wieder Einzug halten. Allmählich von mir innig ersehnt... der Frühling ;o)