Samstag, 1. Oktober 2016

Willkommen im Oktober!






Im OKTOBER werde ich...


  • mich gleich zu Beginn über das laaange Wochenende freuen
  • meinen Herbstkranz von Jana (klick) in Empfang nehmen
  • noch weiter in Erinnerungen an unseren Urlaub in Venedig schwelgen
  • viel Zeit in der Natur verbringen und dankbar aus vollem Herzen genießen
  • Adventskalenderpläne schmieden
  • den Geburtstag des älteren der beiden Lieblingssöhne feiern
  • nochmal ein paar freie Tage haben 
  • über einen Baumwipfelpfad wandeln
  • mehr lesen
  • Zeit mit meiner Ma verbringen
  • noch möglichst viele Sonnenstrahlen auf dem Balkon einfangen
  • 2 Freundinnen zu einem außerplanmäßigen Bastelabend treffen
  • verschiedene Kürbisgerichte zubereiten
  • an Projekten für das Herbsthandarbeitsbingo werkeln
  • die Zeit Uhr zurück stellen 

OKTOBER - ich freue mich auf dich!






Nachdem es mir im vergangenen Jahr oft diebische Freude bereitet hatte, etwas um die Ecke zu denken, mit den Worten zu spielen (jemand nannte das kryptisch ;o) und dann am Ende jeden Monats einen sehr persönlichen Rückblick zu schreiben, möchte ich nun ein Jahr lang versuchen, nach vorn zu blicken und Bevorstehendes aufzulisten... Das gefällt mir auf diversen anderen Blogs nämlich immer sehr gut. Aber ob es hier beim Alltagsbunt gelingt? Eigentlich gibt es selten längerfristige konkrete Pläne... Schauen wir mal!

Euch und uns wünsche ich eine gute Zeit!



Freitag, 30. September 2016

September - adieu



30 Tage:


  • Federn gelassen
  • Mafiatortenprobeessen
  • schneeweißes Herbstlicht
  • lange Tage - lange N8
  • Sommer, Sommer und kein Ende
  • weg mit dem Dreck
  • endlich fertig und doch: es ist alles Jacke wie Hose
  • Spiels noch einmal Pam
  • wer wird denn gleich in die Luft gehen? Na: ich natürlich ;o)
  • verliebt in Venedig
  • und noch immer kein Herbst?
  • Kastanienregen - Kastaniensegen
  • gewonnen!
  • Ach. Möhrchen...
  • und ab morgen dann was Neues


So war er, der September!







Donnerstag, 29. September 2016

Venedig Teil III, San Michele, Murano und Burano


Dritter Tag in Venedig:
Damit die Reise für alle Beteiligten nicht wieder so anstrengend wird, gehen wir diesmal nicht zu Fuß, sondern fahren - direkt nach kurzem Stopp für ein schnelles Frühstück im "Birreria zanon", wo es diesmal statt "Sweet- red- beer & Pino grigio" ;o), Cappuccino bzw. Milchkaffee zu den Schnittchen gab...

Schnittchen, Klettermaxe und Regenbogen über dem Canal

... heute mit dem Vaporetto genannten Wasserbus!
Der Sohn wünschte sich einen Besuch der Friedhofsinsel SAN MICHELE!


Der Kernstadt gegenüberliegend kann San Michele ohne Boot nicht erreicht werden

Das Fotografieren ist auf der Friedhofsinsel nicht erwünscht.
Selbstverständlich haben wir uns pietätvoll verhalten und außerdem auch darauf geachtet, dass auf unseren wenigen Bildern öhm, die trotzdem entstanden, räusper keine Personendaten erkennbar sind.

Der Friedhof ist riesig - und ich gestehe dass ich die Stimmung dort nicht so sehr mochte (die vielen verblichenen Kunstblumen, die steinernen Reihengräber), obwohl ich mich sonst recht gern auf alten Friedhöfen aufhalte.
Es gefällt mir nicht, die Toten so weit abgesondert von den Lebenden "wegzusperren". - Wobei dies zugegebener Maßen in Venedig gewiss nicht zuletzt auch dem Platzproblem geschuldet sein mag.

Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber die in Italien oft übliche Art der Bestattung - tote Menschen in Stein einzumauern - erinnert mich irgendwie immer an Kofferschließfächer und Bahnhofcharme.
Natürlich könnte man jetzt entgegnen, die Toten befinden sich ja schließlich auch auf ihrer letzten Reise - und damit die Assoziation zu einem Bahnhof sogar ganz passend finden.

Aber nee, mir behagt das einfach nicht. Bei einer Reise kommt man letztlich irgendwo an und endet nicht im Schließfach.
Ich möchte für mich, dass mein Körper schlussendlich einmal in der Erde ruht - oder von mir aus auch verbrannt wird und die Asche dann in die Erde kommt und ich selbst auch zu Erde werden darf, denn:


Bedenke Mensch, 

vom Staub bist du genommen,

 zum Staub kehrst du zurück!



Verschiedene Arten von Gräbern auf dem Cimitero/ Friedhof und ein Bildnis von Gevatter Tod

(Und weil das jetzt gerade so passend erscheint, verlinke ich im Nachhinein meine Gedanken über den venezianischen Friedhof zu Astrid von "Le monde de Kitchi" - klick)

Wir stiegen wieder ins Vaporetto und ließen die Friedhofsinsel hinter uns.
Sie liegt zwischen der Kernstadt Venedigs und der Glasbläserinsel MURANO:






Nur kurz spazierten wir quer über diese Insel zur nächsten Haltestelle, von wo aus es weiterging, nach BURANO. Der Insel der Fischer und Spitzensticker:





Die Bilder der bunten Häuser hat wohl jeder schon gesehen?!
Mit vielen Menschen verließen wir das Vaporetto und steuerten durch die Gassen. Wundersamer Weise fühlte ich mich trotz der zahlreichen Leute sofort total wohl und entschleunigt.



Nicht in Pisa und doch mit schiefem Turm ;o), die Kirche San Martino

Eine sehr angenehme, entspannte Stimmung herrschte in den kleinen Gassen. Die Touristen verstreuten sich zügig. Jetzt war es nicht mehr übermäßig voll.
Wir schlenderten gemächlich an bunten Häuserfronten vorbei, saßen bei leckerer Pizza.




Übrigens waren hier tatsächlich alle Häuser so bunt. Ich hatte ja vorher heimlich den Verdacht, in den hinteren Häuserreihen könnte es nicht mehr so sein.
Wir hätten es durchaus auch noch länger dort auf Burano aushalten können.



So schön, die Spiegelung der Farben im Wasser!

Da es jedoch gegen Abend ging, schon zu dämmern begann und der Rückweg seine Zeit in Anspruch nahm, brachen wir auf und fuhren wir zurück zu unserer Ferienwohnung...

Blick von Cannaregio hinüber zum Festland und Skorpion... an der Hauswand

Auf unseren nächsten, Urlaubstag gab es bereits eine kleine Vorschau, beim Glücksblick (klick).
Du hattest Recht, liebe Kirsten, die Muscheln auf dem Foto stammen nicht aus der Ostsee ;o)
Und ja, liebe Judy und liebe Karen! Strand, Meer, nackte Füße - all das macht SEHR glücklich ♥ ♥ 

... Fortsetzung folgt...


Hier gehts zu:


Mittwoch, 28. September 2016

Venedig Teil II, Tourismus pur: die Piazza San Marco...





So, weiter gehts (vielen Dank für euren Zuspruch ;o)...
Natürlich kamen der Sohn und ich während unserer Reise in Venedig auch an die Orte, deren Bilder bei der Erwähnung der Stadt wohl jeder sofort vor Augen hat:
Selbstverständlich gibt es hier nun unzählige Fotos von Gondeln und klar waren wir auch am Markusplatz!


Wunderschön: astronomische Uhr des  Torre dell' Orologio mit ihrem Zifferblatt aus Lapislazuli

Während der Liebste (zu Hause am Rechner) in der Hoffnung uns dort zu sehen, auf die öffentliche Webcam schaute, blickten wir vor Ort auf Trauben von Menschen. Puh!
Ok, auf meinen Fotos sind die Massen jetzt gar nicht zu sehen, aber glaubt mir: sie waren dort!

Weder dem Sohn noch mir bereitete es Vergnügen, sich hier länger als unbedingt erforderlich aufzuhalten. Die Schlangen vor der Markuskirche und dem Dogenpalast waren endlos. Darauf hatten wir keine Lust.


Der Markusturm - Campanile/ Glockenturm der Kirche San Marco

Der Markusplatz ist der tiefste Punkt Venedigs. Bei Flut steigt hier oft das Wasser zwischen die Häuser.
Das "richtige" Hochwasser wird Acqua alta genannt. Es überflutet den gesamten Platz und unter Umständen auch weite Teile der Stadt. Prophylaktisch stehen jederzeit Stege bereit, damit die Menschen trockenen Fußes bleiben.
Während unserer Urlaubswoche blubberte nur ein klein wenig Wasser durch die Gullis und bildete zur Freude der Vögel flache Pfützen ;o)






Da sage noch jemand, Urlaub in Venedig wäre überteuert. Hier gibt es sogar was umsonst:

TODAY FREE SMILES!  ;o)

Wir fanden das Preisniveau übrigens tatsächlich nicht weiter auffällig.
Ok, die Unterkunft war schon etwas teurer, als eine vergleichbare Ferienwohnung im Harz, aber sowohl in den Lokalen, als auch in den Supermärkten waren die Preise leidlich mit Deutschland vergleichbar. (Allerdings haben wir die Restaurants der allzu überlaufenden Gegenden gemieden und sind auch nicht für 30 Minuten zum Preis von 80 € mit einer Gondel gefahren.)




Während einer Italien- Rundreise war ich im Mai 1988 bereits einmal in Venedig. Damals nur für einen Tagesausflug. Die Erinnerungen an den Piazza San Marco erwiesen sich als noch ziemlich realistisch. Ansonsten kam mir die Stadt im Urlaub 2016 jedoch viel heller, bunter und weiter vor.


Direkt beim Markusplatz und weltberühmt: Ponte dei Sospiri/ Seufzerbrücke

Wir waren an unserem 2. Urlaubstag wieder ganz schön lange unterwegs. Seid ihr nach der vielen Lauferei jetzt auch so fußlahm?
Für heute soll es genug sein. Die Fortsetzung folgt.
Für den dritten Teil unserer Reise steigen wie dann aber ins Vaporetto - den Wasserbus!

Hier gehts zu:



Montag, 26. September 2016

Hello Venezia oder Ankunft in Venedig...


Irgendwann gegen Ende 2015 war es, da sass der Sohn vor dem Fernseher und schaute eine Reisesendung über Venedig, als ich ins Wohnzimmer kam.
"Guck mal, wie cool" sagte er. "Dort müsste man sein..."
Jaaa, das konnte ich mir auch sehr gut vorstellen ;o)




Im Januar machten wir Nägel mit Köpfen, suchten eine Unterkunft.
- Frau Alltagsbunt wollte mal wieder nicht im Hotel wohnen, sondern lieber eine Ferienwohnung mieten. Schon allein, weil eine Reise mit erwachsenen Kindern ja doch entspannter verläuft, wenn für jeden etwas mehr Freiraum vorhanden ist.
Wir fanden eine schöne Unterkunft mit 2 Schlafräumen und einer - haaach! ♥ kleinen Dachterasse, buchten die passenden Flüge und dann... begann das Warten.




Vom Osterhasen bekam ich die passende Reiselektüre ins Nest gelegt:
"Das verschlossene Zimmer" von Mascha Vassena (klick).
Das Buch handelt von Lena, 29 Jahre alt, die in Deutschland lebt und arbeitet.
Lenas Mutter Gabriela ist Venezianerin und hat bereits seit vielen Jahren mit ihrer Familie, der in Venedig eine Privatbank gehört, keinen Kontakt mehr.
Als ein Brief aus Italien kommt, in dem Lena und Gabriela aufgefordert werden, nach Italien zu kommen, um an einer Abstimmung über die Zukunft der Bank teilzunehmen, verweigert sich Gabriela und reist zu Lenas Vater nach Afrika, während die Tochter sich ohne Wissen der Mutter entschließt, nach Venedig zu fahren und dort ihre Verwandten kennen zu lernen.
Es offenbart sich im Verlauf des Buches, das ich problemlos in den 6 Tagen vor Ort durchgelesen habe, eine Familientragödie...
Die Handlung des Buches ist nicht zu vorhersehbar, war spannend, jedoch nicht gruselig. Genau richtig für mich, ich mochte das Buch, das sich angenehm leicht liest, kaum aus der Hand legen. (Verlinkt - klick - mit NIWIBO "Buch und mehr)

Mir gefällt es seit einiger Zeit, im Urlaub Bücher zu lesen, deren Handlung an meinem jeweiligen Urlaubsort spielt. In diesem Buch wird sogar die "Calle Rubina", die Straße, in der unsere Ferienwohnung lag, erwähnt. Das wusste ich natürlich vorher nicht...




Schon mittags erreichten wir Venedig. Gleich nachdem die Koffer (huhu, liebe Nicole, siehst du, was am Reißverschluss meiner Kulturtasche baumelt? ;o) ausgepackt waren, machten der Sohn und ich uns zu Fuß mit der Umgebung vertraut.
Wir wollten eine entspannte Zeit in Venedig verbringen, kein kulturelles Pflichtprogramm abarbeiten, sondern uns gemächlich durch die schöne Stadt treiben lassen.




Unsere Wohnung hatten wir dementsprechend etwas jenseits der ausgetretenen Pfade, die die meisten Tagestouristen besuchen gewählt. Sie lag in Cannaregio, dem jüdischen Ghetto, in dem auch viele Einheimische wohnen.
Oben im Bild der Blick aus dem Wohnzimmerfenster auf den Canal. Bei Tag - und bei Nacht.




Wir hatten  super schönes Wetter - wie wohl auch überall in Deutschland bisher in diesem Herbst.
In Venedig waren auch die Nächte noch angenehm warm und die Menschen verbrachten nach Einbruch der Dunkelheit ihren Feierabend dort in den Gassen bei einen Glas und Häppchen im Stehen ober am Ufer des Canales sitzend.


Auf den Treppen zum Canal: Sweet- red- beer für dich, Pino grigio für mich ;o)

Wir taten es ihnen gleich. Prost! ;o)




Jeden Morgen frühstückten wir gemütlich auf unserer Dachterasse.
Zwei reizende junge, vierbeinige Nachbarn wären nur zu gerne näher gekommen, aber die Beiden waren noch zu ungelenk und tolpatschig um die Entfernung mit einem Sprung zu überwinden.




Oben links Günsel auf der Fensterbank ;o)



Für heute soll es damit erst einmal genug sein, mit der Bilderflut. 
Aber leider muss ich euch drohen ;o)

Die Fortsetzung folgt!