Dienstag, 18. Oktober 2016

Neulich im Zoo... ein Besuch bei den Nilperden!


Prolog:
Von 1967 bis 2008 lebte im Zoo Hannover die Nilpferddame Zora.
Schon als Kind besuchte ich sie dort.
Je älter ich wurde, umso bewusster war mir, dass die arme Zora für ihre mächtige Körpergröße erschreckend wenig Bewegungsraum im Nilpferdhaus hatte. Besonders das Außenbecken war vergleichsweise kaum größer, als eine Badewanne. Sie tat mir sehr leid.
Mit Bulle Eberhard bekam Zora nacheinander 22 Nilpferdbabys. (Die Beiden landeten mit ihren Nachkommen übrigens sogar im Guinnessbuch der Rekorde.)
Das Letzte von ihnen wurde (genau wie der jüngere meiner beiden Lieblingssöhne übrigens ;o) 1996 geboren.
Eberhard war zu diesem Zeitpunkt bereits gestorben. Sein Sohn, Eberhard II. blieb somit das letzte Nilpferdbaby dieses Elternpaares.

Die Standards für die Tierhaltung waren völlig überholt. Der Zoo, insgesamt in einer Umbau- und Modernisierungsphase - wurde ein Projekt zur Expo 2000.
Das alte Nilpferdhaus diente fortan als Café mit einem coolen Bällemeer für die Kinder im ehemaligen Schwimmbecken der Nilis. Meine Söhne waren damals noch im entsprechenden Alter und ich habe viele schöne Erinnerungen an unsere Pausen dort.
Als die Modernisierungsmaßnahmen weiter fortschritten und das alte Nilpferdhaus mit dem Café schließlich komplett weichen musste, war ich wirklich traurig.

Im Rahmen der Weltausstellung wurde die Flusslandschaft des Sambesi nachgebildet. In diesem Bereich gibt es seit dem Jahr 2000 nun auch wieder eine Nilpferdanlage.
Wesentlich größer als das alte gekachelte Becken, erschafft der neue Bereich die Illusion des natürlichen Lebensbereiches der Tiere. Es gibt mehrere Innenbecken und eine Außenanlage mit Land- und Wasserbereich. Und nun...


Mama Cherry & ich

Gestatten, mein Name ist Pumeza. Zusammen mit meiner Mama Cherry lebe ich im Zoo Hannover, wo ich am 18. April 2016 zur Welt kam. Ach ja, ich bin übrigens ein Mädchen!


Kuscheln mit Mama ist sooo schön

Obwohl mein Zuhause ein Zoo ist, wachse ich in einer richtigen Nilpferdherde auf.
Ich bin ein kleiner Sausewind und habe viel Unsinn im Sinn...




Mama findet das oft ziemlich anstrengend. Sie ist froh, sich auch ab und zu etwas ausruhen zu können, während meine Tante Himba auf mich acht gibt...


Tante Himba mit Pumeza

Während die Mama im seichten Wasser döst, werde ich immer mutiger und mache inzwischen auch schon mal ganz allein das Becken unsicher...




Haaah, ihr Enten - die ruhigen Tage sind vorbei. Glaubt euch bloß mal nicht an Land vor mir in Sicherheit... ich kommeeeee! ÖÖÖH? Hat jemand schon mal ein Nilpferd auf Entenjagd gesehen?




Das war anstrengend. Nun ist es für heute genug.
Zeit für lecker Milch und dafür, mit Mama kuscheln zu gehen...




TSCHÜSS, ihr Lieben, bis zum nächsten Mal. 
Wir sind dann mal weg. Macht es gut!




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