Sonntag, 20. August 2017

Hmmmm, heute gibt es Schmorgurken... Rezept für Schmorgurken- Mettpfanne mit Salzkartoffeln


Hallo, ihr Lieben!
Nun ist mein letztes Posting tatsächlich schon mehr als 2 Wochen her und es gab bereits Anfragen, ob alles in Ordnung wäre oder ich vielleicht verreist sei.
Danke allen, die sich gesorgt haben!
Es geht uns gut - und zwar obwohl wir leider noch keinen Urlaub hatten ;o)
Um ehrlich zu sein, war mir gar nicht bewusst, wie viel Zeit verstrichen ist...
Die Erklärung für die Funkstille hier beim Alltagsbunt ist einfach: ich bin gerade etwas faul...

Heute waren meine Söhne hier.
Wir haben erst zusammen zu Mittag gegessen - es gab Schmorgurken - und dann endlich die letzten Reliquien aus dem Keller geräumt. Morgen früh kommt der Sperrmüll. So gut und leicht fühlt es sich an, den Ballast endlich los zu sein.

Aber nun mal etwas Anderes, wie ist das denn so bei euch? Kocht ihr heute noch so ähnlich, wie das früher zuhause bei euren Eltern üblich war?
Also in meiner Familie, die ja aus Berlin stammt, gab es z. B. niemals Grünkohl. Den kannten wir einfach nicht - bis zu unserem Umzug nach Niedersachsen. Auch danach. Klar, gab es irgendwo ein Grünkohlessen, schlossen wir uns nicht aus, aber zuhause selber kochen? Nee!
Überhaupt dauerte es einige Jahre, bis ich entdeckte, dass es durchaus annehmbare Speisen gibt, die in meiner Kindheit bei uns nicht auf dem Tisch waren. Schmorgurken zum Beispiel.

Vor vielen Jahren hatte ich eine Freundin, deren Lieblingsessen die Schmorgurken waren. Der Kontakt zu der Freundin ist schon lange eingeschlafen, der Zettel mit ihrem Rezept lag noch ewig danach in meinem Kochbuch... ungenutzt.
Irgendwann stand ich unschlüssig im Supermarkt und wusste nicht, was ich für das Mittagessen einkaufen sollte.
Unser nahe gelegener Supermarkt führt erfreulicher Weise saisonale und regionale Lebensmittel im Sortiment. An diesem Tag fiel mein Blick auf die gerade frisch angelieferten Schmorgurken.
Kurzentschlossen kaufte ich davon - und auch Mett dazu, kochte die Schmorgurkenpfanne mit Mett und Salzkartoffeln als Beilage. - Boah, war das lecker!

Vor einiger Zeit erwähnte dann der ältere der beiden Lieblingssöhne, er würde auch gern mal wieder Schmorgurken essen. Die hätte es früher bei seiner (anderen) Oma immer gegeben. Ach guck! Das wusste ich gar nicht...




(Rezept für 4 Personen)
Zutaten:

  • 1 kg Schmorgurken
  • 400 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 kleine Zwiebel
  • Öl zum anbraten
  • 1/2 Bund Dill
  • Instant- Gemüsebrühe
  • 250 g Schmand
  • 2 Esslöffel mittelscharfen Senf
  • Salz, Pfeffer, Rosenpaprika und eine Prise Zucker zum würzen
  • Kartoffeln als Beilage



Und so gehts: 

(Zuerst die Kartoffeln schälen und im Topf bereitstellen.)
Die Schmorgurken schälen, halbieren, mit einem kleinen Löffel die Kerne herauskratzen, die Enden großzügig abschneiden und schließlich vierteln. (Jetzt unbedingt ein kleines Stück von jeder Gurke probieren! Wir hatten einmal eine Gurke dabei, die bitter geschmeckt hat. Das war mega eklig und hat uns das ganze Essen verdorben.)
Die Viertel in ca. 1 - 1,5 cm  breite Stücke schneiden:




In einer großen, beschichteten Pfanne etwas Fett heiß werden lassen und das Mett scharf krümelig anbraten.
Derweil nebenher schon die Zwiebel fein würfeln...




... und nach einiger Zeit die Zwiebelwürfel mitbraten:




Fertig gebratenes Mett aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
(Nun die Salzkartoffeln aufsetzen!)
Im Bratensatz jetzt die Gurkenstücke anbraten (evtl. noch etwas Fett zugeben), bis sie ungefähr SO aussehen:




Das gebratene Mett wieder hinzufügen und 400 ml heißes Wasser (ich koche das Wasser vorher immer im Wasserkocher auf) angießen...




... Instantbrühe einrühren, alles ca. 5 Minuten köcheln lassen.
Dill in dieser Zeit hacken. (Etwas Dill zum dekorieren übrig lassen.)




Schmand unterrühren, nochmals aufkochen.
Pfanne vom Herd nehmen, Senf, gehackten Dill und eine Prise Zucker unterrühren.
Essen mit Salz, Pfeffer und Rosenpaprika abschmecken.
Schmorgurkenpfanne zu den Salzkartoffeln servieren. Fertig, lecker!




GUTEN APPETIT! 




Nachdem sich alle sattgegessen hatten und der Keller leer war, knüpften wir an alte Zeiten an - haaach! - und spielten eine Runde Hexentanz (klick)
Die Oberhexe Ich hatte viel Spaß dabei, obwohl ich leider verloren habe...




Vorbei der Sonntag, vorbei das Wochenende.

Euch wünsche ich eine gute neue Woche!



Kommentare:

  1. Hallo Claudia,
    wenn ich so über Dein heutiges Thema nachdenke, komme ich zu dem Schluss...in meiner Kindheit gab es keine Aufläufe. Weder Kartoffel- noch Nudel- oder Gemüseauflauf...kein einziger.
    Ich weiß auch nicht so recht warum?

    Die Schmorgurke habe ich in einem meiner letzten Urlaube gegessen. Wieder zu Hause, wollte ich das Gericht nachkochen. Das konnte ich nicht, da ich in keinem Geschäft diese Schmorgurke fand.

    Gerne werde ich mir Dein Rezept notieren und es ausprobieren, dend letztens habe ich welche gesehen. Danke dafür!

    LG
    Monika

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  2. Das hört sich doch nach einem wunderbaren Sonntag an liebe Claudia.
    Und Sperrmüll befreit immer!!! Ich liebe es, wenn wieder etwas mehr Luft in den Zimmern herrscht.
    Das Rezept hört sich lecker an. Ich kenne es so ähnlich mit Hackbällchen und normalen Gurken.
    Dir einen schönen Montag, lieben Gruß
    Nicole

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  3. Ich finde so traditionelle Rezepte auch immer wieder toll... danke fürs teilen.
    Dir eine tolle Woche
    Lieben Inselgruß
    Kerstin

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  4. Liebe Claudia,
    ach ja, ab und zu darf man auch mal ein bischen faul sein! Ich bin aber froh, von Dir zu hören :O)
    DAs Rezept klingt super lecker und kommt sehr passend, da ich am WE von Mama's Nachbarin schöne Ackergurken aus dem Garten bekommen habe :O)
    Hab eine schöne neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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  5. Hallo Claudia,
    ich hab' mir auch schon Gedanken gemacht, aber mich noch in Zurückhaltung geübt, weil ich Dich nicht unter Druck setzen wollte mit der Anwort. Aber nun sehe ich es ist alles gut bei Dir, und bißchen Faul sein tut manchmal einfach unheimlich gut!
    So, wie kann ich jetzt das Gericht mal probieren? Ich habe sowas noch nie gegessen und kann es mir nicht einmal im Ansatz vorstellen wie es schmecken soll. Schmeckt man den Dill und die Gurke sehr heraus, und die anderen Zutaten sind nur Beiwerk?
    LG
    Manu

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  6. Grünkohl mit Bregenwurst,das ist was heimatliches für mich und Schmorgurken sind mir auch in Erinnerung.Lecker,lecker......
    Lieben Gruß, Sabine

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  7. Liebe Claudia,
    weder Grünkohl noch Schmorgurken hab ich bis jetzt noch nicht gegessen.Würde mich aber auch mal interessieren:)
    Meist gibt es hier auch alt bekannte Rezepte.
    Heute hat mir meine Mutter noch Pilze mitgegeben,die mein Vater gestern gefunden hat.
    Etwas Gehacktes dazu,lecker!Mein Sohn isst leider keine Pilze:(
    Bin im Moment auch etwas Post-faul...
    Ganz liebe Grüße von
    Kristin

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  8. Liebe Claudia, ich muss mich outen:-) ich habe noch nie Schmorgurken gegessen und wusste auch nicht, dass es solche gibt. Ich muss mal im Laden schauen, ob ich da welche sehe. Es ist schön, dass es Dir gut geht und faul sein hat seine absolute Berechtigung.
    glg Susanne

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  9. Liebe Claudia, schon längst wollte ich dich hier auf deinem Blog besuchen und dir einen ganz herzlichen Gruß da lassen. Auch ein großes DANKESCHÖN für deine so liebe Sonnenblumenpost. Es wäre nicht nötig gewesen, dass du mir extra noch einen Brief zurück schreibst. Aber die Freude war groß, zumal es nicht selbstverständlich ist so viel und so liebe Sachen zu schreiben und sich überhaupt die Zeit dafür zu nehmen!
    So, nun aber zu deinen Schmor-Gurken! Das Rezept mit Hack und Kartoffeln klingt lecker. Ein tolles sommerliches Essen. Werde ich mal probieren. Sei lieb gegrüßt. Christine

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  10. Liebe Claudia!
    Von Schmorgurken habe ich noch nie etwas gehört. Und Schmand gibt´s bei uns ja leider auch nicht... umso interessanter klingt Dein Rezept für mich. Bei uns gab´s früher oft "Eibennde" . Das ist Wiener Dialekt und heißt soviel wie Kartoffel mit Mehlschwitze und Essiggurken, ich glaube, Rahm war auch dabei... geschmeckt hat mir das allerdings nie.
    Liebe Grüße
    Karen

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  11. Liebe Claudia,

    Schmorgurken habe ich auch noch nie gegessen. Ich kenne Gurkengemüse, das hat meine Mama manchmal gekocht wenn es im Garten zuviele Gurken gegeben hat. Neulich dachte ich mal an saure Lunge, die hat meine Oma manchmal gekocht und das hat mir gut geschmeckt aber weder meine Mama noch ich können das kochen :-))

    Herzliche Grüße
    Kerstin

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  12. Hallo liebe Claudia, das liest sich sehr gut und würde mir bestimmt auch schmecken.
    Wenn ich an meine Kindheit denke, fallen mir auch ein paar sehr leckere Gerichte ein. Z. B. Pfannkuchenröllchen (Pfannekuchen bestrichen mit angemachtem Hackfleisch, sogar auch Kapern darunter, dann aufrollen, in ca. 7 cm dicke Röllchen schneiden und die Schnittflächen von beiden Seiten in Butter braten. Oder auch jegliches Gemüse untereinander, oder Kartoffelsuppe mit gekochten Hackbällchen. Aber nichts von dem schmeckt bei mir soo gut wie früher bei meiner Mutter.
    Meine Oma hatte auch ein leckeres Gericht mit Pfannekuchen: mind. 10 Pfannkuchen backen und und in einem Topf mit angedickten Heidelbeeren schichten, dann in den Ofen für ein paar Minuten, dass sich alles ein bisschen verbackt, rausholen, umdrehen und aufschneiden wie einen Kuchen. Das war auch sehr lecker.
    Danke für Dein Rezept.
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Restwoche.

    Liebe Sonnengrüße
    Birgit

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  13. Liebe Claudia,
    deine Rezepte lösen immer wieder ein "mmh" in mir aus... Das muss ich unbedingt mal ausprobieren... Hab' dieses Jahr keine Gurken angebaut, aber daran soll's nicht scheitern.
    Liebe Grüße!
    Bianca

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