Sonntag, 7. Januar 2018

Bitte vergesst die Vögel nicht! - Oder Glücksblick am Küchenfenster...


Als wir vor 21 Jahren in diese Wohnung zogen, erschien es uns beim Blick aus den Fenstern, wie ein grünes Paradies, wuchsen im Vorgarten vor Schlaf-, Kinderzimmer und Balkon 4 Kugelahornbäume und je ein weiterer Ahorn vor dem Küchen-, bzw. Essplatzfenster.
Die beiden Bäume vor dem Kinderzimmer wurden bald darauf umgehauen, als in die Wohnung unter uns neue Nachbarn zogen, die sich vom Schatten gestört fühlten.
Über mein Entsetzen, als die anderen genannten Bäume letztes Jahr gefällt wurden, hatte ich hier (klick) bereits geschrieben.

Vor dem Küchenfenster stand nun noch eine große, kräftige Birke (klick).
Kindergeburtstage und auch meinen eigenen 50. Geburtstag im vergangenen Sommer (klick) haben wir in ihrem Schatten gefeiert.
Diese Birke - zu jeder Jahreszeit mein Glücksblick! - in der sich die Meisen tummelten und nach Insekten pickten, im Dezember fiel auch sie unter der Säge und wenn ich nun am Fenster stehe, geht der Blick nur noch auf die hässlichen Garagendächer gegenüber.

Selbst jetzt im Winter patroulliert das Gartenbauunternehmen, das mit der "Pflege" der Grünanlagen beauftragt ist, mit dem Laubbläser durch die Beete. Sie klopfen die Büsche ab und kehren alles weg, was nicht niet- und nagelfest ist. Das ist nicht nur völlig überflüssig und sinnlos, sondern aus ökologischer Sicht ein echtes Desaster.
Alle Insekten und Kleinstlebewesen, die so wertvoll für die Natur sind und den Vögeln als Nahrungsquelle dienen, werden vernichtet.  Mir fehlen die Worte für so viel... DUMMHEIT!




Als ich eines Tages im Dezember von der Arbeit nach Hause kam, erwartete mich zu meiner Verwunderung hier ein Päckchen. - Nanu? Ich hatte doch gar nichts bestellt?!
Was soll ich sagen? Das Päckchen kam von Nicole alias "Frau Frieda" (klick.
Alles war so liebevoll gepackt und mit passenden Stempeleien verziert, zarte kleine Schneeflocken aus Papier rieselten heraus und es enthielt neben einem Brief eine Mini- Vogelfutterstelle, die man mit einem Saugnapf außen an der Fensterscheibe befestigen kann...




... und das Tütchen mit Vogelfutter hatte Nicole ebenfalls beigelegt. Könnt ihr euch vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe?

Am Balkon gibt es bereits Meisenknödel und eine Futterschale für die Amseln...
Vor meinem Küchenfenster steht ein Blumenkasten, die Zweige darin bieten kleinen Vögeln auch immer wieder einen Landeplatz: der perfekte Ort für die Futterstelle.
Oder was denkst du, liebe Nicole?

Leider ist es mir bislang noch nicht gelungen, die Meisen dort mit der Kamera festzuhalten. Zu gern hätte ich ein entsprechendes Foto gepostet. Vielleicht bald, wenn die Tage wieder heller werden?

Liebe Leser, 
BITTE füttert auch ihr wo es nur möglich ist die Vögel. 
Wir Menschen zerstören ihren Lebensraum und nehmen ihnen die Nahrung. Es ist längst ein erschreckender Rückgang an Singvögeln zu verzeichnen und sie brauchen so dringend unsere Hilfe um zu überleben!




Liebe Nicole, 
hab - auch im Namen der Gefiederten - 
nochmals 1000 Dank für die süße Idee und deine liebe Gabe! 
Ich habe mich so sehr gefreut!!!



Kommentare:

  1. Ja liebe Clauddia,
    es ist ein Jammer. Die Menschenheit, nicht alle gottseidank, aber viele sind so dumm, was Umweltschutz bedeutet.
    Sie schaden sich aber selbst, denn wenn es keinen Platz mehr für Vögel gibt, nimmt das Ungeziefer zu und macht wiederum den Menschen das Leben schwer.
    Ich füttere jeden Winter die Vögel und auch in der Nachbarschaft gibt es viele Futterplätze.
    Nun werden wir auch im Sommer weiterfüttern, der Naturschutzbund rät dazu.
    Die Laubbläser finde ich auch schlimm, so eine sinnlose Arbeit.
    Liebe Claudia, ich hoffe, dass viele Vöglein trotz der fehlenden Bäume zu dir kommen und dich im Frühjahr mit ihrem Gesang erfreuen.
    Liebe Grüße

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  2. Hallo liebe Claudia,
    das ist ja zauberhaft von Nicole. Ich glaub dir gern, das du wahrscheinlich vor Freude einen Luftsprung gemacht hast.
    Nun kannst du deine Vögelchen direkt am Fenster beobachten:))) Herzlichst Kirsten

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  3. Liebe Claudia, auch hier in Berlin beobachten wir verärgert, traurig, wütend die Beseitigung von sogenanntem „Wildwuchs“. Wir könnten das noch verstehen an Stellen die Verkehrsgefährdend sind, aber meistenteils ist es nicht so. Man muss hier auch davon ausgehen, dass es nicht wirklich Fachkräfte sind, sondern Angestellte, die Bange um ihren Job haben, wenn sie „zu wenig schaffen“. Also wird gesägt, was das Zeug hält. Und mit der Laubbeseitigung? Da wo man mal schnell Laubwegblasen kann, da wird Hand angelegt und kein Gedanke an Kleinlebewesen und Insekten verschwendet, aber da wo sich Senioren nicht mehr vor die Tür trauen, weil das nasse Laub auf dem Gehweg einen Oberschenkelhalsbruch herausfordert, wird nix getan. Wir haben zwar Glück, dass wir noch relativ viel Grün vor der Nase haben, aber auf unseren Spaziergängen sieht man doch, dass die Tendenz abnehmend ist.
    Wir haben auf unserem Balkon hier im oben im 11ten von Anfang an die Vögel gefüttert und uns an den Besuchen von Frau Elster, Herrn Krah und all den kleinen Spatzen gefreut und inzwischen hat sich sogar eine Birke ganz allein angesiedelt, über die wir uns sehr freuen.
    Ich wünsch Dir einen schönen Sonntag - sei lieb gegrüßt von Lene

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  4. Liebe Claudia,
    bei dem Thema rennst Du bei mir offene Türen ein ♥!
    Unsere kleinen gefiederten Freunde verdienen jede Unterstützung, die sie bekommen können!
    Und Laubbläser, die gehören einfach nur WEG!
    Herzliche Dir,
    Ev

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  5. Liebe Claudia,
    das klingt ja schrecklich.
    Wir füttern"unsere"Vögel das ganze hindurch und wenn Morgens noch kein Futter im Häuschen ist,wird laut im Garten protestiert.Das ist so schön.
    Außerdem haben wir keinen aufgeräumten Garten.....das freut manchen Igel.
    Lieben Gruß,Sabine

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  6. Ach, liebe Claudia. Jetzt hast Du es geschafft, dass meine Ohren rot vor Verlegenheit geworden sind. Du Liebe! Gerne habe ich Dir dieses Päckchen geschickt, weiß ich doch wie sehr Du Deine gefiederten Freunde magst, mir geht es doch genauso.. lächel! Weißt Du eigentlich, dass momentan wieder die Stunde der Wintervögel ist? Mein Neffe hat mich gestern daran erinnert - wobei wir bisher ganz andere "Sorgen" hatten, aber das weißt Du ja. Liebe Claudia, hab' vielen Dank für Deine lieben und tröstenden Worte. Es war wirklich ein großer Schreck und erst am Tag danach kam bei uns allen das große Zittern. Aber nun blicken wir mit Zuversicht ins neue Jahr und haben auch schon (wenn auch mühselig) Pläne für den nun kahlen Hof geschmiedet. Als erstes haben wir ein neues Vogelhaus aufgestellt und Nüsse verteilt, damit die Vögelchen und Eichhörnchen nicht hungern müssen. Alles andere wird sich finden. Dir einen lieben Drücker. Herzlichst, Nicole

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  7. Liebe Claudia,
    wie schön von Nicole,
    dich mit der Vogelfutterstelle zu überraschen:)
    Hier findet sich kein einzigster Vögel ein am
    Futterhaus:(
    Es stimmt leider,es sind längst nicht mehr so viele Vögel unterwegs wie damals...
    Ganz liebe Sonntagsgrüße von
    Kristin

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  8. Liebe Claudia,
    ja, wir Menschen sind furchtbar für die Natur... Und man kann da nicht genug drüber sprechen, um wenigstens bei manchen ein Umdenken zu bewirken.
    Wir haben am WE an der gartenvogelzählung des NABU teilgenommen. Das machen wir jedes Jahr. Man merkt bei manchen Arten deutlich den Rückgang und trotzdem bin ich sehr erfreut, dass viele Arten an die Futterstelle kommen und sich an dem verschiedenartigen Futter erfreuen.
    LG
    Valomea

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  9. Oh, liebe Claudia, da täte mir auch das Herz bluten, bei einer solchen "Zerstörung"- die andere als "Verbesserung" empfinden >:-( wie man freiwillig auf ein lebendiges grünes Laubdach verzichten mag, werde ich wohl nie verstehen...
    Danke für diesen wertvollen Post!
    Ich hatte heute auch schon eine Spatzenschar zu Gast und freu mich immer wieder über diesen Anblick!
    Einen schönen Sonntag und ganz liebe Grüße,
    Bianca

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  10. Hallo Claudia ,
    dir und deiner Familie ein gesundes zufriedenes neues Jahr .
    Es ist eben ein weitverbreiteter Anspruch , das alles ordentlich
    und sauber aussehen soll . Da kann ich ja mitreden ne , nachdem
    mein Garten ja auch vernachlässigt betitelt wurde . Ich kann es
    auch nicht nachvollziehen , das Gartenfirmen nicht mal Klartext
    reden . Und ich schließe mich Lene an , da wo es nötig ist , wird
    nix so schnell getan .
    Die Futterstelle ist ja süß . Ich fütter auch fast das ganze Jahr .
    Schon weil ich die Vögelein gern beobachte .
    Aber bisher , ist kein nennenswerter Anflug bei mir . Dabei habe
    ich eine neue Vogelhausvilla .
    Das das so einfach geht mit dem Bäumefällen , bin ich doch
    verwundert , kenn ich so garnicht . Schon aus dem nichtigen Grund ,
    weil es in der Wohnung zu dunkel ist . Unglaublich . Muss da nicht
    Eigentlich auch nachgepflanzt werden ?
    Hab noch einen schönen Sonntag .
    Liebe Grüße zu dir von Jani

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    1. Liebe Jani,
      doch! Es muss nachgepflanzt werden. Aber es werden keine neuen Bäume, sondern Büsche gepflanzt. Kleine versteht sich - und bis die wachsen, das dauert - und bis zu mir in den 1. Stock werden Büsche sowieso nie reichen...
      Vor dem Nachbarhaus wurde jetzt Lavendel gepflanzt. 5 Pflänzchen auf ca. 4 qm. Der Rest des Beetes ist im japanischen Stil mit Kies aufgefüllt :-(

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    2. Is ja echt ein Witz . Und da wird soviel über Umweltschutz
      geredet . Aber nur in klein , was nicht reicht . Warum wissen nur
      wir ottonormal das ?
      Wenn ich zaubern könnte , würd ich dem Strauch enormes Wachstum verleihen .
      Viell. wird es ja ein Lebensbaum eine Zypresse , die wie eine
      bei mir , plötzlich ausschoss .
      Sei nicht allzu betrüb , ich wünsch dir einen neuen Glücksblick .
      🤗

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  11. Wir füttern auch und ich bin absolut davon überzeug.t Zumindest noch, bis der Garten sich soweit etabliert hat dass sie genug finden könnten...

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  12. Liebe Claudia,
    da merke ich mal wieder, wie doch das Landleben Vorteile hat... Wir haben auch unsere Freude an den gefiederten Mitbewohnern, freuen uns immer, wenn bei uns mehr Flugbetrieb ist, als beim Nachbarn;) Im Frühling staunen wir immer, wie gut die von den Vögeln ausgesäten Sonnenrosen wachsen.
    Herzliche Sonntagsgrüße,
    Birgit

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  13. Ach das ist ja echt zu traurig.
    Meine Mama wohnt in der Stadt im dritten Stock, doch wenn sie aus dem Fenster sieht, könnte man denken sie wohnt am Land. In ihrer Siedlung werden kaum Bäume geschnitten.

    Ich drück dir die Daumen, dass du recht viel Besuch von den fliegenden Freunden hast.

    LG aus der Holledau, Steffi

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  14. ja liebe Claudia, ich finde dieses Bäume absägen auch ganz furchtbar, hier wurden in der Nachbarschaft auch zwei entfernt, mir tut das immer so leid und wenn ich diese Kettensäge nur höre krieg ich Zustände :-(

    Liebe Grüße
    Kerstin

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  15. Liebe Claudi, ich füttere das ganze Jahr, weil ich hoffe, dass im Winter die Vögel auch kommen. Aber sobald es kalt wird, bleiben sie aus. Das finde ich so schade..
    glg Susanne

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  16. Direkt am Fenster!!! Das ist aber entzückend! Unser Vogelhaus hängt im Garten, das kleine Füchslein verbrint nun viel Zeit mit dem Gucker (=Feldstecher) hinterm Fenster um die besucher zu beobachten. Aber so direkt... hmmm... sehr nett!

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  17. Liebe Claudia,
    das kenne ich auch ... und plötzlich war der Baum zur Hälfte weg. Keine grünen Äste mehr vor meinem Fenster, dafür jetzt jeden Sommer gleißendes Sonnenlicht. Auch nur weil ein Nachbar sich seinerzeit beschwerte, dann weil er angeblich der Baum morsch war, was er gar nicht ist, gibt immer neue Gründe. Für den Rest wird seitdem gekämpft. Ich habe zwar für neue Bäume gesorgt, aber bis die mal groß sind ... immerhin ein Anfang. Ich verstehe die jährliche Beschneidungswut auch nicht.
    LG
    Sandra

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