Freitag, 15. Juni 2018

Glücksblick am Storchennest


So ein Spaziergang an der Leine...




... am Feierabend eines heißen sommerlichen Tages im Juni...




... kann sich anfühlen, wie ein ganzer Urlaubstag!




FÜNF Jungstörche entdecke ich im Nest - und sie sind bereits ziemlich groß und agil.




Zu fünft sind auch diese Gebänderten Prachtlibellen - sind die nicht wundervoll? - unterwegs:



Die Libelle

Es tanzt die schöne Libelle
wohl auf des Baches Welle;
sie tanzt daher, sie tanzt dahin,
die schimmernde, flimmernde Gauklerin.

(1. Strophe des Gedichtes von Heinrich Heine)




Zum Abendbrot gibt es - ach schade.
Ich kann es nicht erkennen, was für Leckerbissen der Altvögel heranbringt.



Auch für mich ist es längst Abendbrotzeit und ich mache mich auf den Heimweg...


Mittwoch, 13. Juni 2018

Rezept für Nudeln mit weltbester Tomatensauce


Kürzlich beschwerte sich der ältere meiner beiden Lieblingssöhne bei mir.
Er hatte das Blog nach dem Rezept unserer weltbesten Tomatensauce von vorne bis hinten vergeblich durchsucht.
Der Sohn dachte das Posting übersehen zu haben und konnte sich tatsächlich überhaupt nicht vorstellen, dass ich das Rezept hier noch gar nicht gebloggt habe...




Die Nudelsauce, die ich vor ca. 30 Jahren nach Anleitung meiner damaligen Nachbarin G. kochen lernte, ist bei uns allen sehr beliebt.
Auch meine Ma, der Liebste und sogar der jüngere Lieblingssohn, der sonst gar keine Tomaten mag, essen sie gern.

Ich koche die Sauce immer! auf Vorrat (oft in meinem größten Topf die doppelte der unten angegebenen Menge) und fülle sie portionsweise in Gläser ein.
Das ist sehr praktisch. Vor allem, weil es zwar nicht schwierig, dafür jedoch etwas zeitaufwendiger  ist, die Sauce herzustellen, denn:

"Das Geheimnis der italienischen Saucen ist das leise Einköcheln".

Dieser Satz meiner Nachbarin, die das Rezept von ihrer italienischen Schwiegermama übernommen hatte, klingt mir noch heute im Ohr ;o)




Die Zutaten:

  • 2 große Dosen (à 850ml) geschälte Tomaten (bestimmt kann man die Sauce auch aus frischen Tomaten kochen. Da ich jedoch keinen Garten beernten kann, und es uns auch so schmeckt, habe ich das noch nie ausprobiert.)
  • 1 Pck. (= 300g) "Gelderländer Bauchspeck/ Zwillingsspeck" (Werbung weil Benennung)
  • 2- 3 Knoblauchzehen
  • 3 eingelegte Peperoni vom Marktstand (vgl. Foto unten)
  • 2 große Lorbeerblätter
  • 6 Pimentkörner
  • Salz und schwarzen Pfeffer
  • Öl zum anbraten

So gehts:


  • Zuerst die Konservendosen öffnen und schon mal bereit stellen. 
  • Das Fett erhitzen, den Speck von beiden Seiten bei hoher Temperatur anbraten (die Röststoffe sind Geschmacksträger).
  • Derweil die Peperonis mit der Gabel einstechen (sie können sonst im Topf platzen).
  • Kurz bevor der Speck fertig ist, Peperoni und Knoblauch mit in den Topf geben und ebenfalls anbraten. Gut aufpassen, dass nichts verbrennt, das passiert schnell.  
  • Jetzt die Dosentomaten (mit dem Saft) in den Topf geben, einmal umrühren und alles aufkochen lassen. Einen gehäuften Teelöffel Salz, die Lorbeerblätter und Pimentkörner hinzufügen und die Temperatur so herunterdrehen, dass die Sauce nur noch "leise köchelt". 



  • Mit einem scharfen Messer die ganzen Tomaten im Topf aufschlitzen. Dabei auch gleich die Stielansätze und eventuelle Hautreste mit entfernen.
  • Mindestens eine Stunde sollte die Sauce nun einköcheln. Die genaue Zeitangabe ist schwierig, weil die Tomaten mal mehr und mal weniger wässerig sind.
  • Am Ende der Kochzeit Speck, Peperoni, Knoblauch (sofern der noch nicht völlig zerkocht ist), Lorbeer und Piment aus dem Topf fischen. 
  • Sauce mit dem Kartoffelstampfer etwas zerkleinern. (Wir mögen sie noch leicht stückig und nicht allzu musig.)
  • Abschmecken, eventuell nachsalzen und pfeffern. 
  • Jetzt nochmal 5 Minuten köcheln lassen. Fertig!



Direkt mit Nudeln und Parmesan servieren ...




... oder noch kochend heiß in Twist- off- Gläser einfüllen. (Siehe ganz unten *)

Die Sauce ist (ungekühlt) so mindestens ein halbes Jahr haltbar. Bei uns hält sie allerdings nie so lange, sondern wird vorher sozusagen radikal vernichtet ;o)

Manchmal wird so ein Glas auch verschenkt...
Mit Servietten, Kerzen, italienischen Nudeln und Blumen zum Beispiel, an U. & H.!
Die Zwei ganz lieben und sehr gastfreundlichen Menschen im schönen Münsterland, die mich während des Katholikentages bei sich aufgenommen hatten und - genau wie der Sohn, auch nach dem Rezept fragten - und die ich hier und heute ganz besonders herzlich grüße!

Allen, die das Rezept ausprobieren mögen, viel Spaß und Erfolg beim Kochen und 

GUTEN APPETIT!




* Wichtig ist absolute Sauberkeit! Sonst schimmelt die Sauce - und das wäre doch sehr ärgerlich.

Die Gläser und auch die Deckel werden sterilisiert, indem man randvoll kochendes Wasser hinein gießt (etwas überlaufen lassen) und ca. 1 Minute wartet. 
Das Wasser wegschütten und nun die (noch kochend heiße) Tomatensauce direkt eingefüllen, die Gläser sofort fest zudrehen und die Gläser auf den Deckel stellen, bis der Inhalt abgekühlt ist.



Der Ordnung halber möchte ich euch einen Hinweis, den ich per Mail erhielt, nicht vorenthalten:
Kathrin von Topfgartenwelt (klick) machte mich darauf aufmerksam, dass ich hier den Vorgang des Heißabfüllens beschreibe. Da die Tomatensauce auch Speck enthält, also Fleisch, müsste man sie zum Aufbewahren nach lege artis sterilisieren (100°C unter Dampf für 160 Minuten), um die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung bzw. des Verderbs des Einkochguts zu minimieren.  

Danke für deine Info, liebe Kathrin!
Dass die Bezeichnung "einwecken" nicht mit dem übereinstimmt, was ich tue, war mir nicht klar. Das ist gut zu wissen. Im Text habe ich das oben nun entsprechend geändert.
Klar wird die Sauce mit Speck gekocht, aber das Fleisch selbst kommt nicht mit ins Glas.
Ich konserviere sie jetzt seit vielen Jahren auf die beschriebene Weise und es ist - zum Glück - noch nie etwas schief gegangen. Das Risiko muss natürlich jeder für sich selbst abwägen.

Dienstag, 12. Juni 2018

Mein Klapperstein oder unser Urlaub an der Ostsee


Hallo ihr Lieben!

Habt ihr das tolle Sommerwetter in den letzten Tagen auch so sehr genossen, wie ich?
Anstatt mich während meiner Freizeit hier in der Bloggerwelt herumzutreiben bin ich lieber durch die Leinemasch spaziert, habe strickend oder lesend die Nase in die Sonne gehalten, die lauen Abende auf dem Balkon genossen und mich dabei zurück an die Ostsee geträumt, wo der Liebste und ich im Mai Urlaub gemacht hatten. Ein paar Tage war auch seine Ma mit dabei.
Wie schon öfter waren wir wieder in der gemütlichen Ortschaft Kellenhusen und haben es uns gut gehen lassen. (Ist das jetzt Werbung wegen Ortsnennung?)


(Liebe Karen, bitte beachte den grasgrünen Nagellack an der samtschwarzen Petunie ;o)

Jedes Mal, wenn ich am Meer bin, nehme ich mir vor, nicht wieder so exzessiv meinen Sammeltrieb auszuleben, denn natürlich ziert schon der ein oder andere Stein hier die Wohnung...
Fast hätte ich deshalb den kugeligen Stein, den ihr oben auf dem Foto seht, am Strand zurückgelassen. Die perfekte runde Form lockte mich erst im letzten Moment dann schließlich doch, ihn noch einzustecken.
Am nächsten Tag erfuhr ich zufällig, was für ein Glück ich mit diesem Fund hatte. Der Stein ist nämlich ein Klapperstein (klick). Wenn man ihn schüttelt, kann man es im Inneren deutlich rasseln hören - und damit ist er selten und etwas Besonderes. Nun wird er hier in Ehren gehalten!




Blauer Himmel, Sonnenschein, angenehme Temperaturen.
Wie meistens zuvor, hatten wir auch dieses Jahr wieder richtig gutes Urlaubswetter.




Mittig zwischen Fehmarn und Travemünde ragt der Leuchtturm Dahmeshöved nahe Kellenhusen 28,8 Meter hoch in den Himmel. (Werbung wegen Ortsnennung)




Während jeden unserer Urlaube spazierten wir am Strand entlang nach Dahmeshöved. Zu gern wollte ich einmal auf den Leuchtturm steigen und von dort über das Meer und die Gegend schauen.




Leider gestaltete sich das über die Jahre schwierig, weil ich mir - öhöööm - die Öffnungszeiten einfach nicht merken konnte:




Aber: dieses Mal klappte es endlich! (Und wer weiß, vielleicht bedeutet das ja, dass wir zukünftig mal woanders Urlaub machen können/ werden? ;o)
Wir erklommen die 108 Stufen nach oben, genossen den tollen Ausblick und die interessante Geschichte die uns dort nahe gebracht wurde, denn der Leuchtturm, der inzwischen unter Denkmalschutz steht, diente während DDR- Zeiten Flüchtenden auf der Ostsee als Orientierung.




Wie immer im Urlaub verflog die Zeit viel zu schnell und längst sind wir mit schönen Bildern im Herzen wieder zurück zu Hause. TSCHÜß OSTSEE!


Seebrücke Kellenhusen