Neulich morgens an einem Mittwoch, es ist ungefähr viertel nach 7, sitze ich im Auto auf dem Weg zur Arbeit und höre - wie fast immer unterwegs - Radio. Zwischen 2 Musikstücken, die ich nicht besonders mag, quasselt der Moderator übertrieben wach und fröhlich vor sich hin. Oh nee!
Ich wechsle abrupt den Sender. Insbesondere im Auto ist in solchen Momenten NDR Kultur (dieses Posting enthält unbeauftragte Werbung wegen Namens- und Markennennung - und gleich folgt weiter unten im Text auch noch Verlinkung) ganz oft mein Rettungsanker ;o)
Gerade läuft dort ungewöhnlicher Weise die Chorversion eines bekannten Stückes. Ich stutze und horche genauer hin, bis ich das Lied erkenne.
Im Anschluss werden vom Moderator Hörerkommentare vorgelesen, in denen es um Chöre geht und ich erfahre, dass Frau Angelika G. aus Bremen gleich zu 2 Chören gehört. Zum 1. zum Chor ihrer Bremer Kirchengemeinde und dann auch noch zum Chor der Gemeinde ihres früheren Wohnortes in der Nähe von Hannover, an dessen Proben sie Dank der Pandemie nun immer online teilnehmen kann...
Wer hier schon länger liest, der weiß es womöglich: auch Frau Alltagsbunt gehört zu einem Chor. Die liebe Angelika singt (genau wie ich) Altstimme. Bis zu ihrem Umzug nach Bremen taten wir das bei unseren Proben oft nebeneinander ♥
Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, was für ein zauberhafter Moment das für mich war.
Nachdem ich mein Auto am Büro geparkt habe, schreibe ich direkt eine Kurznachricht nach Bremen und berichte Angelika völlig geflasht von meinem morgendlichen Erlebnis.
Abends ist Chorprobe und ich erzähle den Anderen von Angelikas Kommentar und dass unser kleiner Chor dadurch namentlich im Radio genannt wurde ;o)
Auch sehr zauberhaft ist übrigens das virtuelle Chor- Projekt des Senders, aufgrund dessen es überhaupt zu dem Sendebeitrag kam. Und das möchte ich hier heute kurz vorstellen:
NDR Kultur hat Chöre dazu aufgerufen, den Song "Komm wir ziehn in den Frieden" von Udo Lindenberg der grundsätzlich eher zu den Interpreten gehört, die ich - öhöm - nicht so mag und deretwegen ich sonst den Sender womöglich wechseln würde... einzusingen, ein Video davon zu drehen, die Aufnahme bis zum 1. November einzusenden und dann sollen alle diese Interpretationen zu einem großen Friedenschor bzw. einer Musikvideokollage zusammengeschnitten werden.
Auf der Website des Senders stehen Text, Noten und auch Musikvideos zur Ansicht und zum Download zur Verfügung, damit geprobt werden kann.
Das bekannte Lied gefällt mir als Chorversion so richtig gut. Viel besser, als das Original!
Die Botschaft des Liedes ist wohl aktueller denn je und ich bedauere ziemlich, dass der Chor, zu dem ich gehöre, leider an der Aktion nicht teilnehmen wird.
Dank dieses Links (das Musikvideo, das hier verlinkt war, steht inzwischen leider nicht mehr zur Verfügung) kann ich jedoch hier Zuhause begleitet vom NDR Vokalensemble und dem Neuen Knabenchor Hamburg doch irgendwie dabei sein.
Wenn du Lust hast, das Lied in der Chorversion zu hören, mehr über das Chorexperiment zu erfahren und vielleicht für dich im stillen Kämmerchen auch mitzusingen, klick unbedingt mal rüber!
Mit einem Foto von Kranichen, die gestern Nachmittag in ihrer Formation hier laut und vernehmlich (womöglich waren auch sie Teilnehmer eines Chorprojekts? ;o) über das Haus flogen, verabschiede ich ich mich und wünsche dir ein schönes Wochenende.
Viele Claudiagrüße