Donnerstag, 11. Oktober 2018

Manche Tage...


... scheinen von Beginn an morgens schon gebraucht...




Nur schwer finde ich beim Weckerklingeln aus dem Schlaf, fühle mich irgendwie benommen.
In der Küche schalte ich die Kaffeepadmaschine ein. Die Milch schlickert in der Tasse, war wohl nicht mehr gut. Mein Kaffee ist ungenießbar.
Ich steige ins Auto, um ins Büro zu fahren. In der 30- er Zone gerate ich in eine Radarkontrolle...




Ich bin später dran als sonst und an diesem Tag die Letzte im Team. Es herrscht eine komische Stimmung im Büro. Ich fühle mich unwohl.
Auf meinem Schreibtisch liegt eine Quitte. Eine große Birnenquitte. Ein wahres Prachtexemplar. Ein Kollege hat sie mir aus seinem Garten mitgebracht. Ich möchte Quittenbrot (klick) davon machen. Sie duftet wunderbar. Ich freue mich sehr!




Der Vormittag ist furchtbar. Alles was ich anfasse, ist verkorkst.
EDV- Probleme lassen sich nicht lösen. Nichts bekomme ich vom Tisch. Die Stimmung ist immer noch schlecht. Ich habe ziemlich starke Kopfschmerzen, gerate an meine Grenzen und mache erstmal Mittagspause.
Der Stadtpark (Werbung wegen Ortsnennung) liegt in goldenem Licht.




Am Teich zieht eine schöne rote Libelle meine Aufmerksamkeit auf sich. Sie umkreist mich, fliegt ganz nah an mir vorbei. Als ich stehenbleibe, setzt sie sich neben mir auf die Steine. Sie akzeptiert, dass meine Hand sie fast berührt. Ganz aufmerksam betrachtet sie die Finger, dreht den Kopf hin- und her, ist gar nicht scheu. Ich bin fasziniert, muss aber leider trotzdem zurückgehen.
Weil ich vormittags mit meiner Arbeit so schlecht voran kam, mache ich Überstunden.




Es ist spät, als ich aus dem Büro komme. Im Einkaufzentrum will ich noch Milch besorgen, damit der nächste Tag besser startet... Fast im Vorbeigehen kaufe ich mir eine Bluse. Das ist ungewöhnlich, denn ich trage eigentlich keine Blusen. Sie ist schwarz (was sonst ;o) mit grauen Punkten und gefällt mir total gut. Ein Frustkauf.

Ich habe Hunger, aber keinen Nerv mehr, heute noch etwas zuzubereiten, deshalb nehme ich mir indisches Essen "to go" mit.
Es ist fast dunkel, als ich Zuhause bin. Im Kerzenschein hocke ich mich nur im T- Shirt auf den Balkon und esse. Das Essen schmeckt sehr gut und es ist so schön, im Oktober unverhofft um diese Zeit noch draußen sitzen zu können.
Nach dem Essen gehe ich duschen, telefoniere - schon im Bett liegend - noch kurz mit dem Liebsten, schlafe dann zum Glück ziemlich schnell ein.




Was werde ich, was möchte ich von diesem Tag in Erinnerung behalten?
Bilder sprechen eine eigene Sprache...





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Dienstag, 9. Oktober 2018

Mathilda


Vergangene Woche spazierte ich bei bestem Herbstwetter wieder einmal während meiner Mittagspause durch Hannovers schönen Stadtpark (Werbung wegen Ortsnennung) ...
Ich raschelte durch das Laub und hielt genussvoll meine Nase in die Sonne.

Da! Plötzlich nahm ich aus dem Augenwinkel vor meinen Füßen eine schnelle Bewegung wahr.
Wie angenagelt blieb ich stehen. - Was war das?
Ich schaute nach unten und griff gleichzeitig automatisch nach der Kamera in meiner Tasche um ein Foto für euch zu machen. Könnt ihr auch entdecken, was ich sah? Direkt vor meiner Schuhspitze spitzte es rosa aus dem Laub...




Ich bückte mich nach unten - und bevor ich zugreifen konnte - husch - flitzte etwas Kleines, Graues davon und verschwand unter einem großen Pilz, der am Wegesrand wuchs.




"Halt", rief ich. "Bitte warte doch. Du bist ja eine süße kleine Maus."
"Na hör mal", ein zartes Stimmchen überschlug sich fast vor Empörung... und das Mäuslein trat forsch einen Schritt unter dem Pilz hervor. Mit einem Satz sprang es hinauf, reckte sich auf die Zehenspitzen und rief mit trotzigem Unterton: "schau genau hin, ich bin überhaupt nicht klein!"




Ich biss mir auf die Unterlippe und verkniff mir ein Lächeln. "Tatsächlich, bitte entschuldige! Für eine Maus bist du mächtig groß!" ;o)

Zufrieden hüpfte die kleine große Maus zurück auf den Boden.
"Rate...", rief sie und setzte sich geschickt eine Eichelkappen- Mütze auf den Kopf. "Bin ich ein Junge...?" Kichernd tauschte das Mäuschen blitzeschnell die Mütze gegen ein Glockenblumen- Hütchen... "Oder bin ich ein Mädchen?"




"Hm, du trägst eine Schleife mit rosa Blümchen um den Hals. Dann wirst du wohl ein Mädchen sein? Bitte - ich bin übrigens die Frau Alltagsbunt. Verrätst du mir auch deinen Namen?"

Das Mäusemädchen kletterte behände an einem Japanischen Fächerahorn empor und als sie sich für mich auf Augenhöhe befand, riss sie übermütig die Ärmchen nach oben und piepste mit stolzgeschwellter Brust: "Ich heiße Mathilda!"




"Das ist aber ein hübscher Nammmmm..." wollte ich gerade erwidern - als Mathilda das Gleichgewicht verlor und ich sie mit Mühe und Not gerade noch auffangen konnte. Puh, nicht auszudenken, wenn die Süße aus dieser großen Höhe abgestürzt wäre.




Behutsam setzte ich sie wieder auf den Boden. "Mathilda, bitte sei vorsichtig."

Etwas kleinlaut antwortete sie "Danke, ich passe in Zukunft besser auf. Meine Mittagspause ist jetzt übrigens leider vorüber und ich muss zurück ins Mäusebüro... Tschüss Frau Alltagsbunt..."
Schwupp - war Mathilda verschwunden.

"Ich habe mich sehr gefreut, dich kennenzulernen", rief ich ihr hinterher.  "Und hoffentlich sehen wir uns nochmal wieder."
Dann machte ich mich ebenfalls auf den Rückweg.






Oktober: die Tochter meiner Freundin S. hat Geburtstag.
Sie wünscht sich zu ihrem 11. Geburtstag nur eines: eine Maus.
Eine lebendige Maus.
Ihre Mutter ist entschieden dagegen...

Ach, nur allzu gut verstehe ich den Wunsch der Herbstprinzessin, denn ich hatte mir als Kind selbst auch lange Mäuse gewünscht. Da wir bei meinen Eltern Zuhause 2 Katzen hatten, blieb der Wunsch jedoch unerfüllt und erst, als ich später einen eigenen Haushalt hatte, zogen Piep und Fips ein.
An den possierlichen Tierchen hatte nicht nur ich meine Freude...


Drei Mäuse auf einem Bild ;o)
(Selbstverständlich zeige ich das Bild mit dem 
Einverständnis des älteren der beiden Lieblingssöhne.)

Bei der Herbstprinzessin wohnt zum Trost nun Mathilda.

Gestrickt habe ich die Maus grundsätzlich nach dieser Anleitung:
Marisol the knitted Mouse pattern - klick (Werbung wegen Verlingung, Link führt zu Ravelry).

Nur 'grundsätzlich' deshalb, weil zwar nach dem Prinzip der Anleitung die Form gefertigt ist, ich letztlich während des Strickens aber eigentlich alles abgeändert habe.
Die Proportionen der einzelnen Körperteile gefielen mir nach der Originalanleitung nicht. Mathildas Kopf ist schmaler aber etwas länger, der Rumpf ist schlanker, die Ohren sind nicht gestrickt, sondern gehäkelt und größer als beim Original, die Augen sind nicht gestickt, sondern kleine, glänzende Perlen und als Schwänzchen habe ich eine Kordel gedreht.
Blöder Weise gibt es zu den Änderungen keine Notizen und so bleibt Mathilda - ganz mäuseuntypisch - leider ein Einzelkind.




Verlinkt (Werbung wegen Verlinkung) zu 
Nicole' s "Herbstlaub" - klick
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und zum Creadienstag - klick-



Schließlich zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache:


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Sonntag, 7. Oktober 2018

Farben sammeln im Herbst und ein Rezept für scharfe Kürbissuppe mit Kokosmilch



An diesem Wochenende spazierten der Liebste und ich auf ausdrücklichen Wunsch einer einzelnen Dame - öööhöööm -  bei allerschönstem Herbstwetter zweieinhalb Stunden lang durch Feldmark und Wald.

Wie jeden Herbst hielten wir es mit der Maus Frederick, sammelten Farben, Wärme und Licht für den Winter...





Die Sträucher am Wegesrand strotzten nur so vor Weißdorn, Hagebutten und Schlehen. Einige Zweige durften mit nach Hause und ergänzten meinen Dahlienstrauß (klick) perfekt.







Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.


O stört sie nicht, die Feier der Natur! 
Dies ist die Lese, die sie selber hält, 
Denn heute löst sich von den Zweigen nur, 
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

(Christian Friedrich Hebbel)




Im Wald entdeckten wir zwischen Pilzen und Spinnennetzen einen magischen Ort. Pssst, das ist doch ganz bestimmt der Eingang zur Zwergenwelt?! Schaut mal:




Auf einer Bank ruhten wir am Ende aus und hielten unsere Nasen in die Sonne, bevor wir später ...




... Zuhause köstliche, scharfe Kürbissuppe nach neuem Rezept zubereiteten und auch hierbei Farbe und Wärme genossen.




Zutaten:
  • 600 g Hokkaido (gewürfelt)
  • 450 g Möhren (geschält und in dickere Scheiben geschnitten)
  • 1 große Zwiebel (grob gewürfelt)
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer (geschält und gerieben)
  • Butter oder Öl zum braten
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 75 ml frisch gepressten Orangensaft
  • ca. 25 ml Zitronensaft
  • 1 Schuß Sojasauce
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 Teelöffel gelbe oder rote Currypaste
  • Salz & Pfeffer 

So gehts:

Fett erhitzen, Kürbis und Möhrenstücke anbraten, Zwiebel und Ingwer zugeben, glasig werden lassen.
Mit Gemüsebrühe aufgießen, köcheln, bis das Gemüse weich ist, alles pürieren. 
Kokosmilch, Orangen- und Zitronensaft und Sojasauce beifügen. 
Currypaste unterrühren.
Falls nötig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Gekostet und für hmmmmmmm.... sehr gut befunden ;o)



Schließlich zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache:



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