Dienstag, 9. Februar 2021

Schneeglückchengrüsse...... (Bastelanleitung für Schneeglöckchen aus Wolle)

 

Corona macht uns wohl gerade alle reichlich mürbe und das Grau - in - Grau der letzten Wochen macht uns frühlingsreif!  
Doch es gibt gute Nachrichten, denn die Natur hält Hoffnungszeichen bereit: 
Schneeglöckchen spitzen schon aus der Erde...




Viele Schneeglückchengrüsse schickte ich seit Mitte Januar und geballt nochmals in den letzten Tagen quer durchs Land, um ein wenig Freude zu verbreiten und die Karten sollten wohl inzwischen bei allen Empfängerinnen angekommen sein...

Du möchtest auch Schneeglückchen basteln? Kein Problem. Das ist ganz einfach.
An MATERIAL wird nichts weiter benötigt, als 
  • weiße Wolle und 
  • grüne Wolle
außerdem brauchst du eine Nadel durch deren Nadelöhr dein Wollfaden passt, eine Schere und eventuell eine Häkelnadel:




1) Wickel das weiße Garn 3x um 3 Finger und lass die Enden überlappen, wie auf dem Foto zu sehen.

2) Häkel 50 Luftmaschen aus der grünen Wolle (wenn du keine Häkelnadel hast - oder nicht häkeln magst, kannst du mit 3 Fäden auch ein entsprechendes Band flechten), ziehe die letzte Masche zur Schlaufe (ca. 15 cm lang) und schneide den Faden auf der anderen Seite ca. 10 cm lang ab.
Verknote zunächst Schlaufe und Faden miteinander und ...




3) ... knote dann das weiße Garn mittig an dieser Stelle mit einem Doppelknoten fest.

4) Nimm beide Enden und den einzelnen grünen Faden zusammen mit der linken Hand und wickel die Schlaufe nun ca. 5 mm unterhalb der Häkelkordel fest um die "Blütenblätter". 
Wickel die Schlaufe mehrfach darum, zu einem "Köpfchen", bist du an der Kordel angekommen bist. (Das braucht eventuell ein wenig Übung aber nur Mut, es hält irgendwann.)




5) Ziehe nun das Ende der grünen Schlaufe mit Hilfe der Nadel von oben durch das grüne "Köpfchen" nach unten zu den "Blütenblättern" und 
6) schneide die grünen Enden dort unterhalb ab. 

FERTIG ist dein Schneeglückchen!




Du kannst die Blümchen an Zweige hängen, wie oben an meinen Kirschzweigen zu sehen. 
Du kannst auch eine längere Luftmaschenkette häkeln, dann an beiden Enden Blüten befestigen und das Ganze als Geschenkband verwenden - oder einen Kranz damit schmücken.
Meine Yogalehrerin und unsere Frau Mädchenfarbe - klick - (Werbung wegen Verlinkung) verwendeten ihr Schneeglückchen spontan als Lesezeichen.

Sehr viele Schneeglückchen habe ich gebastelt - und kann gar nicht genau sagen, wie viele. 
Es war eine Massenproduktion ;o)
Diese Handarbeit hatte für mich fast meditativen Charakter und hat mir richtig gut getan. 
Immer wieder merke ich in solchen Situationen, wie wahr die Worte von Herrn Blüthgen sind:


Schick nicht ins Leben spähend deine Blicke, 
das Glück erwartend mit der Sehnsucht Pein.
Bau dir zum Glück mit eig'ner Hand die Brücke. 
Beglücke du, so wirst du glücklich sein.

(Victor Blüthgen)


Die Idee zu den hübschen kleinen Blumen stammt übrigens nicht von mir. 
Vor mehr als einem Jahr entdeckte ich ein Foto im Internet und habe dann dieses Jahr so lange herumprobiert, bis es so aussah, wie in meiner Erinnerung. Leider weiß ich nicht, wo ich das Bild gesehen haben könnte. 
(Weißt du es? Dann gib mir bitte Bescheid, damit ich einen Link setzen kann!)

Meine Naturfotos entstanden auch bereits Anfang Februar 2020. Damals herrschen für die Jahreszeit fast unnatürliche, frühlingshafte Temperaturen, und die Natur hatte 2020 keine Winterpause.
Heute versinken wir im Schnee, bei zweistelligen Minusgraden. SO soll es sein im Februar!




Mit herzlichen Schneeglückchengrüssen,

Claudia


P. S.: Wusstet ihr, dass die kleinen Schneeglöckchen zur Familie der Amaryllisgewächse gehören? Unglaublich, die kleinen, zarten Glöckchen und die riesigen  Blüten, oder?! 
Übrigens übernehmen Ameisen bei der Vermehrung eine wichtige Rolle. Die kleinen Tiere transportieren die Samen, weil sie die Samenhülle so gerne fressen und verteilen dabei die Samen im Gelände.


Verlinkt zum DvD - klick - und
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Montag, 8. Februar 2021

Winterwochenende - mit Rezept für leckeren Zitronenkuchen


Das Wochenende begann für mich bereits Freitag um die Mittagszeit. 
Weil mich schon seit Mittwoch Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen plagten, gönnte ich mir einen frühen Feierabend und zunächst ein Mittagsschläfchen!

Vom Telefonklingeln schreckte ich hoch und ahnte gleich als ich die Nummer des Anrufers sah, dass bedeutet nichts Gutes. Leider bestätigte sich der Verdacht. Was für ein Schreck!

Noch ein paar Telefonate später startete ich zum Wochenendeinkauf. 
Eine Unwetterwarnung wegen Schneesturms war für das Wochenende herausgegeben worden. Ein Sturmtief, das über mehrere Tage hinweg so gewaltig ausfällt, dass wir es nicht zum nahegelegenen Supermarkt schaffen, ist mir zwar schwer vorstellbar, aber sicherheitshalber wollten wir dann doch das Wichtigste Zuhause haben. 
Na und was ist an einem Februarwochenende mit Schneesturm in Coronazeiten das Wichtigste? Was meint ihr?
Für mich waren es Blumen! Könnte sein, ich bin da - hüstel - ein wenig eskaliert ;o)
Hier stehen jetzt Vasen voller Forsythen, Narzissen, Kirschzweige, 20 Fresien und einige Primeltöpfchen herum.




Am Abend kam zum Glück die Entwarnung bezüglich des Anrufs in der Mittagszeit. PUUUUH! Ich war so erleichtert.
Außerdem kam auch noch der Liebste hier an, so dass wir - wie immer freitags ganz entspannt mit meiner aktuellen Lieblingsserie ins Wochenende starteten.

Für den Samstag hatte der Liebste eigene Pläne und ich genoß seit langem mal wieder einen Vormittag für mich ganz allein. 
In meiner Wohnung kruschelte ich herum, richtete den Balkon für das angekündigte Unwetter her, dachte dabei an den "Chaoswinter" 1978/ 79 zurück, als ich noch ein Kind war und an den ich nur gute Erinnerungen habe. (HAH! Es gab in der Schule Kältefrei, was ich zu großen Teilen mit der Freundin aus dem Nachbarhaus verbrachte und wir hatten zusammen viel Spaß.)

Vom Einkauf hatte ich mir eine Zeitschrift mit nach Hause gebracht und stimmte mich damit bei einer Tasse Tee schon mal auf die bevorstehende Jahreszeit ein.
Der letzte Schoko- Weihnachtsmann traf auf die frische Kressesaat, der es scheinbar noch zu winterlich ist, denn so richtig wollen die Pflänzchen nicht gedeihen.
Meine Ma kam auf einen schnellen Kaffee vorbei und der Liebste war nun auch wieder da.

Später kochte ich für uns Linsenbolognese. Die hatte ich schon länger ausprobieren wollen, fand sie sehr lecker, werde noch etwas am Rezept feilen - und dann gibt es sie womöglich öfter.

Ab sofort warteten wir nun auf den Schnee.
Der Wetterbericht hatte ja regelrecht Panikmache betrieben. Also echt, es ist halt Winter...
Als wir schlafen gingen, war draußen enttäuschender Weise noch alles wie immer.


Unbeauftragte Werbung - falls Marke erkennbar


Sonntag Morgen sah das jedoch anders aus.
Mit der Kaffeetasse bewaffnet hockte ich, noch im Schlafanzug, lange an der Balkontür und konnte mich nicht sattsehen. Den kleinen Herrn Amsel, der dick aufgeplustert in einer Ecke hockte, hätten wir am liebsten mit zu uns ins warme Zimmer geholt - oder ihm zumindest dicke gestickte Socken heraus gereicht...
Der Strumpf würde ihm jedenfalls vermutlich passen. Die Anleitung bekam ich von Roswitha und eigentlich sollte danach ein Ohrring entstehen. Ich musste das unbedingt ausprobieren. Als Ohrring war er dann aber trotz seiner Winzigkeit doch zu groß. 
(Roswitha bloggte übrigens früher unter dem Namen Durchschnittlicht - vielleicht erinnert sich noch jemand? Jetzt ist sie hier - klick - bei Instagram zu finden. Werbung wegen Markennennung und Verlinkung




Den ganzen Tag über schneite - und vor allem verwehte es. 
Nachmittags spazierten der Liebste und ich dann staunend durch den vielen Schnee. 
Ich bin ja kein Winterfreund, aber letztes Jahr hatte mich das komplette Ausbleiben dieser Jahreszeit doch ziemlich beunruhigt. Da ist mir doch ein Winter mit Schneesturm viel lieber! Für die nächsten 14 Tage sind hier nun 2- stellige Minusgrade vorhergesagt. Da fällt es gleich viel leichter Zuhause zu bleiben, was wir ja wegen Corona sowieso alle tun sollten!




Das Stück vom Zitronenkuchen, den ich bereits vormittags gebacken hatte, war nach dem Spazierganz jedenfalls redlich verdient.

Der Kuchen wird in einer Auflaufform (meine ist 25 x 20 cm groß) gebacken und wenn er aus dem Ofen kommt gestürzt. Weil die Menge für uns 2 Leutchen ganz gut passt und wir ihn sehr lecker fanden kommt hier das Rezept:

Zutaten:
  • 2 Eier
  • 200 g (+ nochmal 35 g) Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Bio- Zitronen (mit essbarer Schale)
  • 200 ml Olivenöl
  • 50 g gehobelte Mandeln
  • 200 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 35 g weiche Butter
So gehts:

Vorbereitungen: 
  • Auflaufform mit Backpapier auskleiden, mit der weichen Butter ausstreichen
  • mit 35 g Zucker bestreuen
  • 1,5 Zitronen mit der Schale möglichst gleichmäßig in dünne Scheiben schneiden (Kerne entfernen) und die Scheiben nebeneinander auf dem Zucker verteilen
  • von 1,5 Zitronen die Schale abreiben und den Saft auspressen
  • gehobelte Mandeln mit einem scharfen Messer noch etwas kleiner hacken
  • Mehl mit Backpulver vermischen
  • Backofen auf 180° C vorheizen
Nun:
  • Eier, Zucker und Salz schaumig aufschlagen 
  • Öl, Zitronensaft und Zitronenabrieb dazugeben und gut vermischen
  • Mehl und Backpulver unterrühren
  • zum Schluß die Mandeln unterheben und alles auf die Zitronenscheiben in die Auflaufform geben
  • Kuchen ca. 45 Minuten backen (Stäbchenprobe!)
  • Nach der Backzeit den Kuchen auf ein Brett stürzen, abkühlen lassen und genießen!

SOOO LECKER!




Schwupps war das Wochenende vorbei und heute hat es den ganzen Tag lang weiter geschneit... 
Hier im Homeoffice kann ich entspannt abwarten, wie sich Wetter und Verkehr die Woche über entwickeln. 
Allen, die Autofahren müssen wünsche ich sichere Fahrt und viel Geduld.

Kommt gut durch diese Winterwoche.
Claudiagruß