Schon seit Tagen war er so unglaublich präsent: der zunehmende Mond.
Noch am Vormittag stand er gut sichtbar am klaren Himmel und am Nachmittag war er schon wieder lange vor der Dämmerung dort zu sehen.
Er fängt meinen Blick. Immer. (Ich bin wohl ein wenig mondsüchtig ;o)
Mit dem Mondwechsel ändert sich oft die Wetterlage, fand mein Opi, der sein Leben lang auf diese Dinge geachtet hat.
Weil er mit mir als Kind immer wieder darüber sprach, achte auch ich darauf und weiß, dass das häufig zutrifft.
Häufig. Auch diesmal.
Meine Fotos entstanden schon gestern.
Heute zum Vollmond hat sich das Wetter geändert.
Der Mond, der diesen Monat besonders nah an der Erde steht, liegt im Wolkenbett versteckt und meine neue Kamera kann nicht zum Einsatz kommen.
Selbst möchte ich das gerade eigentlich auch tun, mich im Wolkenbett verstecken, fühle mich irgendwie unrund. Bin nicht mehr in meiner Mitte.
Mond. Deine dunkle Seite sieht man nicht...
Ach!
Könnten wir doch auf einen Stuhl steigen und unser Ohr fest an den Mond pressen!
Was er uns nicht alles sagen würde!
(Jules Renard)




