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Sonntag, 11. April 2021

Feeling blue oder Frühling lässt sein blaues Band...

 

Frühling lässt sein blaues Band... 


wieder flattern durch die Lüfte
süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen
horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

(Eduard Möhrike




Dieses Gedicht, ich lieb es so. 
So sehr, dass ich es vor einigen Jahren mit Stofffarbe auf mein Shirt geschrieben habe. Die blaue Schrift windet sich dabei wie ein Band um das Shirt. Hier - klick - hatte ich damals darüber gepostet.

Der Liebste und ich waren am Karsamstag bei uns in Hannover (Posting enthällt mehrfach Werbung wegen Ortsnennung) auf dem Lindener Berg. 




Auf dem Lindener Berg liegt der - unter Denkmalschutz stehende - Bergfriedhof.
Der Friedhof wurde 1862 angelegt. Seit 1965 ist er stillgelegt.
Aufgrund alter bestehender Beisetzungsrechte erfolgen jedoch vereinzelt noch immer Bestattungen.
Im Grunde gibt es jedoch kaum noch Gräber, sondern der Friedhof hat eher Parkcharakter.
Und in jedem Frühling ist er von einem Meer blauer Scillablüten bedeckt 




Am Karsamstag war es zwar ziemlich kühl, aber immerhin vormittags teilweise noch sonnig. Die Wettervorhersage legte nahe, dass es an den darauffolgenden Tagen wohl noch weit weniger frühlingshaft werden würde - sogar Schnee war wieder angekündigt - und so nutzen wir unsere Chance...
(Endlich hatten wir auch mal den Lens- Ball dabei, den der Liebste vergangenes Jahr von mir zum Geburtstag bekommen hatte.)

Das Scillablütenfest, das hier sonst um diese Zeit immer stattfindet, musste wegen Corona dieses Jahr natürlich leider wieder ausfallen. Die Scilla blüht trotzdem in verschwenderischer Fülle.




Und der Frühling? Fast fühlt es sich hier bei uns dieses Jahr so an, als würde auch er ausfallen.

Ostern liegt bereits hinter uns, verging leider viel zu schnell - und für die nächste Zeit gibt es keine aufmunternden Pläne. 

Zum allerersten Mal in den vergangenen Monaten wäre ich letzten Freitag abends wirklich gerne irgendwo Pizzaessen gegangen. Das war natürlich nicht möglich. 
Wir holten Pizza nach Hause. Die schmeckte gut, machte satt - aber es war nicht das Selbe. 

Wegen einer Sondersendung entfiel an diesem Abend auch noch meine aktuelle Lieblingsserie und obwohl das nur Kleinigkeiten sind, war meine Laune... irgendwie im Keller.

Am Samstag trödelten der Liebste und ich vor uns hin und ich fragte mich, wozu überhaupt aufstehen? Die Tage verstreichen im Moment so lähmend langsam.

Seit Anfang Dezember befinden wir uns im Lockdown. Alles hat seit Monaten geschlossen. 
Das Impfen geht nicht voran, die Politiker wirken rat- und tatlos... 
Zwischen dem Ende der zweiten und dem Beginn der dritten Welle gab es keine Pause, nirgends sind Perspektiven in Sicht und manchmal geht halt die Luft aus, obwohl ich meistens optimistisch bin.

Feeling blue...




Na, keine Sorge, heute ist es schon wieder ok ;o)
Zum Glück dauern solche Momente bei mir nie lange an und dann ziehe ich mich ratz- fatz am eigenen Schopf wieder aus dem Morast. 

Aber bitte, lieber Frühling, jetzt gib dir doch mal ein wenig Mühe und pack es aus, dein blaues Band... Gerade brauche wohl bestimmt nicht nur ich das ganz besonders dringend!

Uns allen wünsche ich eine gute neue Woche, herzliche 

Claudiagrüße


Verlinkt zu Nicoles Blütenzauber
- klick - (Werbung wegen Verlinkung)



Donnerstag, 20. März 2014

Pimp up your Shirt - oder - Frühling II


(Keine bezahlte Werbung! Farbe selbst gekauft!)


    ... lässt sein blaues Band

Wieder flattern durch die Lüfte
süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen
horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!
...



  
 

Euer Lob, nachdem ich vergangene Woche hier (klick) eines meiner Frühlingsshirts präsentiert habe, hat mich sehr gefreut. Nochmal vielen Dank für eure lieben Worte!
Kürzlich waren wir im Hermann- Löns- Park spazieren und hatten dort das goldene Licht bereits genutzt, um Fotos von einem anderen Shirt zu machen, das ich an dem Wochenende damals zum metereologischen Frühlingsanfang gerade anhatte.
Heute ist kalendarischer Frühlingsanfang - und das ist ja wohl nun der geeignete Zeitpunkt, die Fotos einzustellen.




Die Idee war, das schöne Frühlingsgedicht von Eduard Mörike zu verwenden und den Text, wie ein blaues Band im Wind "um das Shirt flattern" zu lassen.
Das Gedicht beginnt auf der rechten Schulter, wirbelt verschlungen nach links herüber...




... verschwindet seitlich zum Rücken hin und kommt schließlich (nach einer - hier nicht sichtbaren - Windung) unten wieder auf der Vorderseite an...






Es war wirklich nicht schwer, auf das Shirt zu schreiben.
Das Wichtigste ist, darauf zu achten, dass die feuchte Farbe nicht verwischt. Deshalb kann nur mit Wartezeit und in Etappen geschrieben werden.
Ich hatte ein großes Buch in Plastikfolie gewickelt und zwischen den Stoff geschoben. Dadurch ist der Untergrund zum Schreiben schön hart und es kann auch keine Farbe auf die andere Seite durchdrücken.

Zum Shirt habe ich mir außerdem einen Loop aus 2 verschiedenen Stoffen (der türkisfarbene Stoff ist Ton in Ton mit kleinen Schmetterlingen und Notenlinien bedruckt. - Kann man leider auf dem Foto jetzt nicht so ganz gut erkennen.) genäht, der Farbe und Leichtigkeit des Textes und Stils aufgreift, bzw. noch unterstreicht.




Die farblich passende Hose war ein Zufallskauf. Ein Schnäppchen im letzten Herbst. Ich liebe es, im Frühling diese Kombination zu tragen. Ein absoluter Wohlfühl- Syle!  ;o)







Sonntag, 13. März 2022

12 von 12 im März (mit Rezept für leckeren Orangen- oder Zitronenkuchen)

 
12 von 12, das bedeutet am 12. des Monats über den Tag verteilt 12 Fotos zu machen, die darstellen wie man den Tag verbracht hat. 
Caro sammelt hier - klick - die Beiträge aller, die dabei sind. (Dieses Posting enthält unbeauftragte Werbung. Einerseits wegen Verlinkungen und auch, weil auf mehreren Fotos Marken erkennbar sind.)


Diesmal bin ich mit meinem Beitrag spät, denn der 12. war schon gestern. (Warum lest ihr gleich.) Egal. Hier kommen meine Bilder:

Der Tag - diesmal ist der 12. ein Samstag - beginnt schleppend.
Ich bin frierend und mit Kopfschmerzen aufgewacht, an der Lippe blühen Herpes- Bläschen, die Nervenschmerzen ziehen sich von dort über den Kiefer, hoch zum rechten Auge, weiter zum Ohr und hinunter zum Nacken. Ich fühle mich aufgequollen und insgesamt gar nicht gut. 
Früher war Herpes eine blöde Stelle am Mund für mich. Seit einigen Jahren bin ich richtig krank, wenn das Virus ausbricht.
Der körperliche Zustand passt zu meiner seelischen Verfassung. Gerade setzt der Krieg mir sehr zu und ich kann nicht gut entspannen. 
Mit dem ersten Kaffee hocke ich am Essplatz auf dem Boden vor der warmen Heizung und der Liebste macht für das Posting ein Foto.




Etwas später frühstücken wir gemütlich.




Nach dem Frühstück beschäftige ich mich mit Butterbrottüten. 
Ein Prototyp entsteht, den ich aus Gründen hier heute noch nicht zeige ;o)




Etwas später scheint die Sonne auf den Balkon. 
Ein paar Primeln, Narcissen und Stiefmütterchen finden ihre Plätze in der Blumenerde. Mir wird etwas leichter ums Herz. Es ist so schön in der Sonne. "Frühling lässt sein blaues Band...".




Im Baum vor dem Nebenhaus ziehen geflügelte Nachbarn ein. 
Eine Weile halte ich inne, horche auf die Geräusche der Vögel. Es klingt, als würden sie sich miteinander unterhalten. Ich bewundere die Geschicklichkeit, mit der die beiden Elstern Zweige, die sie in ihren Schnäbeln herbei tragen, mit denen des Baumes verweben. 


Verlinkt zu niwibo - klick -  denn der Blick ging hier (und auch bei Bild N° 9) ganz klar nach oben!


Der Liebste kommt hinzu und versucht mir das Wasser zu reichen ;o), während ich noch buddel.




Fertig ist der Bumenkasten vor dem Küchenfenster! Aber puh, wie sieht das Fenster denn aus?
Da klebt ja noch der Schmutz, den die Stürme im Februar mit sich gebracht hatten.




Frühjahrsputz ist angesagt, das bedeutet dann wohl auch, die Fenster zu putzen. 
Und wieder macht der Liebste das Foto von mir.




Beim Blick aus dem Fenster entdecke ich den Mond. Dabei ist doch Mittagszeit. Steht er dort noch, oder schon? Ich weiß es nicht. 
Die letzte Zeit war er mir bereits mehrfach tagsüber am Himmel aufgefallen. Es scheint fast, als ob er überhaupt nicht mehr untergeht.




Später bringe ich noch den Müll raus und schaue auch gleich in den Briefkasten. Von Karen - klick - ist eine Postkarte angekommen, über die ich mich sehr freue. Was sie schreibt klingt spannend.




Gemeinsam mit dem Liebsten trinken wir anschließend Kaffee auf dem - nun frühlingshaften - Balkon. 

Den leckeren Orangenkuchen hatte ich bereits Freitag gebacken. 
(Im Februar hatte ich ihn hier - klick - schonmal gezeigt und schreibe heute auf ganz speziellen Wunsch das Rezept dazu auf. 
Bitteschön, liebe H.! ;o)

Die Zutaten:
  • 185 g weiche Butter
  • 120 g Zucker
  • 2 geh. Esslöffel (selbstgemachten) Vanillezucker oder 2 Päckchen gekauften
  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 Fläschchen (2 ml) Orangenöl aus dem Bioladen
  • 75 ml frisch gepressten Orangensaft (plus etwas Saft für den Guss)
  • 75 ml Milch (plus etwas Milch für den Guss)
  • 265 g Mehl
  • 1 geh. TL Backpulver
  • 1 Päckchen Orangeat (meins kaufe ich immer im Bioladen von der Firma Rapunzel - das ist jetzt unbeauftragte Werbung. Das Orangeat von Rapunzel wird ohne Weißzucker hergestellt. Es schmeckt mild und nicht so künstlich, wie das preisgünstigere anderer Hersteller, sondern angenehm natürlich.)
  • Puderzucker für den Guss
(Wenn anstelle von Orangensaft, Orangenöl und Orangeat Zitronensaft, Zitronenöl und Zitronat verwendet werden, hat man Zitronenkuchen. Im Februar hatte ich auch den getestet und wir haben ihn für gut befunden!)

So gehts: 
  • Eine Kastenform mit Backpapier auskleiden und den Ofen auf 180° C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. 
  • Butter mit dem Zucker, Vanillezucker und dem Salz schaumig schlagen.
  • Die Eier nacheinander einzeln dazugeben und verrühren.
  • Orangenöl, -saft und Milch unterrühren.
  • Mehl und Backpulver auf die Masse sieben und alles zügig vermischen.
  • Zum Schluß 3/4 des Orangeat unterheben.
  • Teig in die Backform geben und ca. 40 - 45 Minuten backen. (Stäbchenprobe!)
  • Den Kuchen etwas abkühlen lassen.
  • Aus je ca. 1 TL Orangensaft und Milch mit dem Puderzucker einen Guss herstellen und über den Kuchen geben, restliches Orangeat auf dem Kuchen verteilen und trocknen lassen.
Fertig, LECKER!




Nach dem Kaffeetrinken gehen der Liebste und ich noch einkaufen. 
Im Supermarkt entsteht das 12. Foto. Es zeigt Raclettekäse... und wird der Freundin geschickt, die bislang zwar leider nicht geantwortet, aber hoffentlich die Botschaft verstanden hat??!




Als Bonus gibt es diesmal noch zwei weitere Bilder, denn es erreichte mich Post vom Maike - klick. Den Tee habe ich sofort genossen und bedanke mich herzlich dafür - und für die lieben Worte sowieso!




Von Tina - klick - kam diese tolle selbstgebastelte Karte hier an. Tina, du hast es geschafft, den Frühling hervor zu locken! Hab 1000 Dank, dass du an mich gedacht hast!




Für heute verabschiede ich mich nun von euch.
Vergangene Woche waren wir verreist und ich deshalb nicht viel im Internet unterwegs. 
In den nächsten Tagen werde ich bei euch nachlesen und natürlich erzählen, wo wir den Urlaub verbracht haben... Bis dann, herzliche 

Claudiagrüße