Donnerstag, 8. August 2013

Bei uns piepts! - Fortsetzung VI


Oh weh...


Gestern abend habe ich zur Sicherheit schon mal den Balkonteich abgedeckt.
Wenn kleine Pieplinge aus dem Nest flüchten - und zum Wochenende könnte es bereits soweit sein - flattern sie ja zuerst immer noch ein wenig auf dem Balkon herum, bevor sie sich todesmutig in die Tiefe stürzen.
Sie sind noch ziemlich unbeholfen und können nicht richtig fliegen.
Als gewissenhafte Amselpatentante bemühe ich mich also, dafür zu sorgen dass sie nicht zu Schaden kommen, solange sich das noch beeinflussen lässt.
Der Balkonteich ist ca. 30 cm tief.
Landet eines dort versehentlich drinnen, ertrinkt es bestimmt.
Eine schreckliche Vorstellung...


Im Schein der Abendsonne

Als ich heute von der Arbeit kam, wollte ich gleich zuerst neue Amselfotos machen. Hier sind sie:


 Nanu.... 

... wo ist denn Nummer 3?

Und tatsächlich scheint es so zu sein, dass das 3. Kücken gestorben ist.
Es liegt vorne rechts unten im Nest und bewegt sich nicht mehr.
Mir stellen sich viele Fragen:
- Hat die Amselmama nicht geschafft, allein 3 hungrige Schnäbelchen zu stopfen?
- War der kleine Piepling krank?
- Ist die Hitze schuld?
Nass können sie nicht geworden sein, das Nest liegt völlig geschützt. Zu kalt war es nun wirklich auch nicht.

Vor allem aber - da liegt jetzt ein totes Vögelchen bei seinen Geschwistern im Nest.
- Werden die krank davon?
- Kümmert sich die Amselmama?
- Wie regelt sowas die Natur?

Und ich befürchte auch einem der beiden anderen Pieplinge geht es nicht gut.
Es sieht "struppiger" aus, als sein Geschwisterchen, kleiner, irgendwie zusammengefallen und hat scheinbar etwas weißes im Gesicht. Ich meine das Linke, auf dem oberen Bild kann man es erahnen.
Die Amselmama ist ganz unruhig. Gestern Abend ist sie sogar nochmal im Dunkeln ausgeflogen.


Ratlose, traurige Claudiagrüße



Mittwoch, 7. August 2013

Wochenendausflug


... nach Wernigerode


Wir wohnen gar nicht sehr weit vom Harz entfernt.
Um das Sommerwetter so richtig zu genießen, haben wir uns deshalb am Samstag spontan zu einem Ausflug entschlossen.
Erst hatte ich keine rechte Lust. Es war heiß, der Himmel sah nach Gewitter aus und eigentlich waren wir schon ziemlich spät dran.
Aber der Liebste ließ nicht locker und dann saßen wir im Auto.

Nach einer kleinen Irrfahrt -

wie gut, dass es Navigationsgeräte gibt, wieviele Orte hätte die Menschheit nie kennen gelernt, führen alle immer nach Verkehrsschildern, Karten... oder gar dem klaren Menschenverstand (kamen mir doch die Strecke und die Orte am Weg so gar nicht bekannt vor, obwohl das nicht mein erster Ausflug in diese Stadt gewesen ist) Also ich zumindest wusste vorher nichts von einem kleinen Dorf Werningerode in Thüringen... 

- erreichten wir dann auch tatsächlich unser Ziel, Wernigerode, die "bunte Stadt" im Harz.




Gemütlich schlenderten wir durch die Gassen mit den alten Fachwerkhäusern...




... saßen im Schatten vor der St. Johanniskirche und hörten von draußen dem Orgelspiel zu.



Über uns die Lärche...




... unter uns Kamille.




Zur Erfrischung gab es für die Einen ein ausgelassenes Bad im Brunnen...




...und für die Anderen köstliches hausgemachtes Waldmeistersorbet. War das ein Genuss!




Mit der Bimmelbahn fuhren wir den Schloßberg hinauf, weil es uns für einen Fußmarsch zu heiß war.






Bei der Wärme war Erfrischung auch hier Thema des Tages.
Der Springbrunnen wurde von Kindern umlagert, die ihre Füße hinein hielten - und von Großen, die die Wassertropfen aufs Foto bannten.




Zurück nach unten sind wir dann, im Anschluss an eine Kaffeepause bei den Schloßterassen (Keine bezahlte Werbung!) - welch herrlicher Blick über die Stadt im Tal und auch hinüber zum Brocken - doch gelaufen.

Abend war es inzwischen.




Auf der Heimfahrt hielten wir als Abschluss noch an einem Blumenfeld zum Blumen selber schneiden.
Der riesige Blütenteller einer Sonnenblume, die bereits abgeblüht war, mußte mit nach Hause und trocknet nun im Keller, als Wintersnack für die Meisen auf dem Balkon.

Außerdem diese schöne Sonne, die meinem jüngeren Lieblingssohn, der aus den Ferien zurück kam, in seinem Zimmer ein fröhlich- sonniges "Willkommen zurück zu Hause" sagt!




Ein schöner Ausflug!

Wie gut, morgens die Lustlosigkeit überwunden zu haben, zumal heute hier in Niedersachsen die Schulferien zuende sind und somit ab morgen der Alltag einkehrt.
Mit allen Pflichten und straffem Zeitplan.
Mal schauen, ob ich dann weiterhin schaffe, täglich hier zu schreiben...
Das letzte Schuljahr, des jüngeren der beiden Lieblingssöhne! Auf gehts, Endspurt zum Abitur!


Dienstag, 6. August 2013

Geschenk

...zu meinem Geburtstag...


Vom älteren meiner beiden Lieblingssöhne habe ich zu meinem Geburtstag vor zwei Wochen ein selbstgemachtes Geschenk bekommen, das heute hier im Blog gewürdigt werden soll:



Die Cookies auf dem Teller sind von ihm selbst gebacken. Total lecker, mit großen Schokostücken.

Der Einkaufsplaner ist ein Block, auf dem man - nach Produktgruppen geordnet - aufschreibt, was im Schrank gerade so fehlt.
Nach seiner eigenen Idee ist der Block entworfen, hat er geschrieben, gezeichnet und gedruckt.
Nun passiert es mir wohl nicht wieder, dass ich bereits mit dem Kuchenteig angefangen habe und mitten im Backen feststellen muss, wir haben kein Mehl mehr im Haus...



Bei einer Tasse Tee und einem Cookie habe ich gleich unsere Einkaufsliste angefangen.



Danke du Lieber, für deine vielen schönen Ideen und die Mühe, die du dir immer machst.
Ich habe mich doll gefreut!








Montag, 5. August 2013

Bei uns piepts! - Fortsetzung V

Herzig...




...sind sie geworden, unsere stimmgewaltigen Pieplinge.
Waren sie vor einer Woche noch nackt und - na ja, eher nicht so niedlich, haben sie diesen Nachteil inzwischen aufgeholt.
Leider ist die Amselmama tatsächlich "alleinerziehend". Der Papa ist nicht mehr wieder gekommen.
Er lebt aber noch, ich hab ihn gestern gesehen (so zerrupft, wie er ist, kann man ihn ja gut erkennen), doch scheinbar hat sich sein Bruttrieb verloren. Wie gut, dass diesmal nur 3 Kleine zu versorgen sind.

Die Entwicklung ist so rasant.
Heute in einer Woche sind sie wohl schon aus dem Nest.
Seit gestern.... das Foto zeigt es wenn man genau hinschaut:

Kuckuck, wo bin ich?

... sind sie nicht mehr blind. Im Vergleich zu den Geschwistern der ersten beiden Bruten dieser Amseleltern, haben die drei noch richtig viel Platz. Mit fünfen ist das Nest in diesem Alter bereits voll gewesen.


Ich wünsch euch weiter gutes Wachsen und fette Regenwürmer, ihr Lieben!



Sonntag, 4. August 2013

Blick zurück auf unseren Urlaub

  Tagesausflug


Während unseres Sommerurlaubs auf Borkum haben wir auf Anregung des Liebsten einen Ausflug nach Groningen gemacht, von dem ich heute berichten möchte.
Mit der Fähre sind wir von Borkum nach Eemshaven übergesetzt.
Der Himmel war zu diesem Zeitpunkt etwas bewölkt und grau. Wir hofften, "das wird schon noch".
Passend zu unserem Optimismus die Aufschrift an der Kaimauer des holländischen Hafens:


Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir Groningen. Wir hatten nicht allzuviel Zeit in der Stadt und konnten uns deshalb nur einen groben Gesamteindruck verschaffen, aber es hat uns gut gefallen.

Die Bushaltestelle war direkt am Bahnhof, gegenüber dem Kunstmuseum, einem architektonisch recht interessanten Gebäude, das wie eine Insel im Wasser des Verbindungskanals der Stadt liegt und über Brücken von beiden Ufern erreichbar ist.

Bunt und verschachtelt, das Museum in Groningen
 ... und sehr grün von der anderen Seite.
Am Kanal gab es Hausboote zu bestaunen, auf denen die Bewohner Blumen- und Gemüsegärten angelegt haben. Für die kleinen Kinder gibt es "Spielkäfige", damit sie nicht ins Wasser fallen können. 

Sehr beeindruckend ist die Anzahl der Fahrräder in der Stadt.
Wir hatten gelesen, dass 50% des Individualverkehrs dort mit den Rädern zurückgelegt wird.
Ebenfalls ein Foto wert war mir die Menge der Fahrräder, die in einer offenen Fahrradgarage am Bahnhof geparkt waren.
Räder rechts, Räder links, Räder oben, Räder unten... Viele lange Gänge voll.

Fahrradgarage am Groninger Bahnhof
Am Marktplatz angekommen, haben eine kleine Stadtrundfahrt mit einer Pferdekutsche gemacht. 


Nur der Liebste, mein Sohn, der mit auf dem Kutschbock Platz nehmen durfte, das Pferd und der Kutscher, der ganz gut unsere Sprache sprach und uns einige hübsche Ecken zeigte - und ja, und ich durfte natürlich ebenfalls mit ;o)
Die Fahrt war sehr lohnenswert und gar nicht teuer.

Ach ja, zum Motto des Tages: think positive...strahlender Sonnenschein den ganzen Tag 
Mittagspause im Univiertel...

...mit Hot Dogs und köstlichem Milchkaffee
Und Postkarten für die Lieben zu Hause:


Kuriose Sitzplätze vor dem Kino...


Und - es hätte mich sehr entäuscht, ohne diesen Anblick zurück fahren zu müssen:

...denn an was denkt man, wenn man "Holland" hört?
An Tulpen, Käse und an HOLZSCHUHE!

Wir haben den sonnigen, warmen Tag total genossen.