Dienstag, 18. November 2014

Rezept für Apfelgelee mit Karamell & gebastelte Äpfel aus Papier


Weil sich der Herbst langsam zum Ende neigt, möchte ich heute am Blog hier schnell den Apfel noch einmal zu Ehren kommen lassen.
Immer mal wieder gibt es bei uns ein köstliches Apfelgelee mit Karamellstückchen.
Das Gelee koche ich aus Apfelsaft, den man in einer nahegelegenen Obstplantage "lose" kaufen kann.
(Ich bin eigentlich kein Fan von Äpfeln oder Apfelsaft, aber dieser reine Saft ist ein echter Genuß!)





Für das Gelee braucht man folgende...

Zutaten: 

  • 700 ml Apfelsaft
  • 2 säuerliche Äpfel
  • 1 Päckchen Zitronensäure
  • 1 Messerspitze gemahlene Vanille
  • 100 g weiche Karamellbonbons
  • 1 Paket Gelierzucker 2:1

So gehts:

Zuerst natürlich die Gläser (siehe unten *) vorbereiten, dann die Karamellbonbons in feine Stücke hacken und beiseite stellen. Die Karamellstücke werden NICHT mitgekocht!




Den Apfelsaft in einen Topf füllen, die Äpfel schälen, entkernen, fein hobeln und rasch ebenfalls in den Topf geben (zügig arbeiten, damit die gehobelten Äpfel nicht braun werden) ...




Saft und Äpfel zusammen mit dem Gelierzucker erhitzen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
Zitronensäure und gemahlene Vanille zugeben, eine Gelierprobe machen.




Das Gelee in die vorbereiteten Gläser füllen und nun die Karamellstückchen auf alle Gläser aufteilen. 




Die Gläser verschließen, kurz schütteln, damit die Karamellstücke nicht als Klumpen zum Boden sinken und auf den Deckel gedreht eine Viertelstunde stehen lassen. 
Nun die Gläser wenden, damit sich das Karamell gleichmäßig verteilt und nach weiteren 15 Minuten wieder zurück auf den Deckel drehen.
Nochmals nach 15 Minuten die Gläser ein letztes Mal wenden und jetzt völlig erkalten lassen.
Das Apfelgelee ist fertig...und leeecker!




Außerdem wurden noch kleine Äpfelchen aus meinen alten Buchseiten (von hier - klick) gefertigt. 
Auch hier (klick) und hier (klick) hatte ich bereits adventliche Basteleien aus den Buchseiten vorgestellt.

Natürlich kann man auch jedes andere Papier verwenden und die Größe der Äpfel variieren.




Aus Tonkarton habe ich mir (freihändig) eine Schablone (rot) für Apfelhälften angefertigt.
Das Papier knicken, die Schablone mit der geraden Seite am Knick anlegen und mit einem Bleistift die (runde Apfelseite) Kontur markieren. Durch die geknickte Mitte entsteht auf diese Weise trotz halber Schablone ein ganzer Apfel.

Meine Äpfel sind etwa so groß, wie ein 2 Euro- Stück.
Pro Apfel werden bei dieser Größe 10 einzelne Blättchen benötigt, (mehr Blätter können erforderlich sein, wenn die Äpfel größer werden sollen, sonst wirken sie eventuell nicht plastisch genug) die mit einem Klebestift von der Außenseite aneinander geklebt werden, wie auf den Fotos abgebildet.
Als Apfelstiel mittig einen keinen Zweig mit einkleben. 
Mir gefallen die Papieräpfel sowohl als Herbstdeko und auch als Adventschmuck.






Die Äpfel hängen übrigens am Zweig mit meinen (nass) gefilzten Hagebutten vom Wochenrückblick (klick).

Ich bin total froh über meinen Hagebuttenzweig, sage ich zum Sohn....
(Er brummt irgendwas und schaut flüchtig  über die Schulter zum Esstisch, auf dem die Vase mit dem Zweig steht.)
...Von fern sehen die total echt aus, findest du nicht?
Ihm entfährt ein ungläubiges: WAAAAS? - Die sind gar nicht echt?  ;o)



* Die Gläser vorbereiten:
Wichtig ist absolute Sauberkeit! Sonst schimmelt es - und das wäre doch sehr ärgerlich.
Die Gläser und auch die Deckel werden sterilisiert, indem man randvoll kochendes Wasser hineingießt 
(etwas überlaufen lassen) und ca. 1 Minute wartet. Das Wasser wegschütten und nun Gelee einfüllen.






Sonntag, 16. November 2014

7 Tage - 7 Bilder. Ein Wochenrückblick


Rückblick auf eine Novemberwoche.
Ich liebe sie, diese Zeit.
Die leicht morbide Stimmung verhangener Tage, durch die das leuchtende Gelb des Laubes erst so richtig zur Geltung kommt.
Das Leben hat sich nach drinnen verlagert. Auch die Natur scheint Einkehr zu halten.
Die Heimlichkeiten und das Geknispel der Adventszeit werfen ihre Schatten voraus. Es wird gebastelt, Adventskalender werden vorbereitet, bei den Chorproben die entsprechenden Stücke geübt. Die Vorfreude wächst. Haaaaach. So schön!


Bauernmarkt am Bahnhof: die Bäume sind bereits mit Lichterketten geschmückt.

Unglaublich: mitten im Betrieb fiel plötzlich ohne Vorwarnung die (heiße!!!) äußere Scheibe der Herdtür ab. Zum Glück ist niemandem etwas passiert, die Scheibe blieb heil (dahinter wollte ich schon immer mal putzen... ;o) und man konnte sie problemlos wieder einsetzen.

Lange verweilt: bei schöner Straßenmusik in der Fußgängerzone

Endlich: zum ersten Mal im Leben nicht mit der Nadel, sondern nass gefilzt.

Geirrt: hat sich wohl dieser Sämling meiner Kapuzinerkresse in der Jahreszeit 

Geschenk: Kostprobe von der Tante des Liebsten. Danke, liebe G. deine Vanillekipferl waren köstlich!!!

Herbstfreude im November: ER (klick ) besucht uns noch immer

Eine gute neue Woche für euch! Herzliche 

Claudiagrüße


"7 Tage - 7 Bilder" ... gesammelt von Frau Frische Brise. - Sonntags ein Rückblick auf die vergangene Woche


Donnerstag, 6. November 2014

Anders, als gedacht: Im Wald


Neulich, als der Herbst uns noch mit sonnigem, mildem Wetter verwöhnt hat, gelang es mir ausnahmsweise an einem Tag schon mittags in den Feierabend zu starten.
Auf dem Weg zum Auto überkam mich ganz plötzlich die starke Sehnsucht nach frischer Luft, Natur und Bewegung.
Für den Nachmittag lagen keine Verpflichtungen mehr an - und spontan beschloss ich, in den Wald zu gehen.




Mein Auto parkte ich am Waldrand und lief, die Kamera in der Tasche, einfach los.
Es fühlte sich so gut und besonders an, heute tun zu können, wonach mir gerade zumute war. Frei und unbeschwert. Mein ganz persönlicher Luxus!




Ich genoss die Zeit, schlenderte ohne Eile durch das Laub, links und rechts schauend, innehaltend, fotografierend. So schön!
Durch das bunte - schon ein wenig gelichtete Blätterdach der Bäume fielen die Sonnenstrahlen und verbreiteten ein warmes, weiches Licht.






Die Stille wurde nur durch die Geräusche des Waldes unterbrochen. Wie gut das tat.
Frau Alltagbunt allein im Wald...




Nein, doch nicht allein, viele Männlein standen im Walde auf ihrem einen Bein...






Erkennt ihr den Kreis?
Überall auf dem Waldboden fanden sich diese Pilzformationen. Wunderwerk der Natur!
Und dieser nette Gesell begegnete mir am Wegesrand.




Ich lief und lief, mein Weg führe mich - fern der üblichen Runde, an den Waldrand, an einem Feld entlang. Silbrige Spinnweben zwischen den Ackerfurchen, die Sonne stand mittlerweile schon deutlich tiefer.




Es wuchsen Eichen dort und ich hockte mich hin und sammelte eine Zeit in Gedanken versunken Eichelhütchen, weil ich für einen Basar noch einmal diese Eichelohrringe (klick) basteln wollte.

Ganz plötzlich fühlte ich mich beobachtet, sprang auf und drehte mich zum Weg um.
Nur noch wenige Meter von mir entfernt fuhr ein sehr dünner Mann auf seinen Rad in meine Richtung.
Er trug ein rotes Sweatshirt und hatte trotz des warmen Wetters die Kaputze weit ins Gesicht gezogen.
Viel von ihm konnte ich nicht erkennen, nur seine graue Hautfarbe ist mir im Gedächtnis geblieben.
Er fuhr an mir vorbei und ich schaute ihm erschrocken nach, bis er in der Ferne verschwunden war.

Der Schreck saß mir in den Gliedern. Am schlimmsten war wohl, dass ich ihn nicht hatte kommen hören, bevor er bereits sehr nah war.
Es war eigentlich gar nichts geschehen - und doch, die entspannte, gelöste Stimmung und Unbekümmertheit waren schagartig verflogen. Ich wollte zurück zu meinem Auto. Sofort!!
Hastig machte ich mich auf den Weg, schaute nicht mehr rechts und links, lief nicht mehr auf dem Waldweg, sondern ein Stück daneben. Dort, wo man nicht radfahren konnte und das raschelnde Laub Schritte geräuschvoll vernehmbar werden ließ...
Schade. Vorerst hat mich für solche Exkursionen der Mut verlassen.







Dienstag, 4. November 2014

Adventskalender aus Butterbrottüten





Wie bereits im Wochenrückblick (klick) geschrieben, war ich kürzlich (mit noch 3 Anderen) bei meiner Freundin zum gemeinsamen Kochen eingeladen.
Mehrere Geschenkideen wurden diskutiert und wieder verworfen.
Schließlich entschied ich, mich nicht an einen gemeinsamen Geschenk zu beteiligen, sondern ihr als Mitbringsel einen Adventskalender zu basteln.
Die Wahl fiel auf ein Modell aus Butterbrottüten, die mit Bunt- und Wachsmalstiften bemalt und mit Wäscheklammern an einer Schnur aufgehangen werden.
Und da saß ich nun mit Idee und Material...




... aber wie anfangen? Es sollte ein durchgängiges Bild über alle 24 Tüten entstehen.
Nach einiger Grübelei fing ich einfach mit etwas Landschaft an. Gras, Tannen, ein Weg, eine Laterne, Häuser. Immer 3 Tüten nebeneinander liegend bemalend, wuchs das Motiv und somit der Kalender Stück für Stück wie von selbst.







Natürlich durfte am 6. Dezember der Nikolausstiefel nicht fehlen. Am 7. sieht man noch den Bischof Nikolaus von hinten, der sich wohl ertappt fühlte und hastig im Wald verschwand. Selbstverständlich erst, nachdem er die Hasen mit Möhrrüben versorgt hatte...




Immer wieder saß ich malend da, 5- 6 Tüten entstanden im Wohnzimmer während des Fernsehabends, die nächsten 2- 3 nebenher in der Küche, während die Kartoffeln kochten...




Der Mond ging auf und die Kirche wurde weihnachtlich geschmückt. Am Ortsrand fließt ein Bach, der auf einer Brücke überquert werden kann. Der Weihnachtsmann (auf dem 1. Foto ganz oben zu sehen) hat das mit seinem Schlitten getan. Am Waldrand liegt nämlich inzwischen auch schon Schnee.




Natürlich hatte ich bereits zuvor überlegt, womit die Tüten gefüllt werden sollten und fand - zum Anlass der Einladung passend, einen Gewürz- Adventskalender eine gute Idee.




Schließlich ist die Krippe erreicht, in der zwar nicht das Christkind liegt, neben der dafür jedoch am 24. Dezember der geschmückte Tannenbaum steht - und Geschenke gibt es auch.

Alle Tüten des Kalenders waren nun fertig bemalt, befüllt, (am oberen Drittel nach hinten geknickt) über die Schur gehängt und mit 24 (kleineren) Holzwäscheklammern befestigt.
Obwohl ich extra darauf geachtet hatte, möglichst schmale (d. h. "nur" 10 cm breite) Butterbrottüten zu kaufen, kam doch eine mächtig lange Reihe zustande.

Der Sohn half noch schnell, beim Foto und dann wurde der Adventskalender auch schon seiner neuen Besitzerin überreicht, die sich sehr zu freuen schien.
Ein wenig habe ich mich... ähöm, hüstel, schäm... vorm Gemüseschnippseln gedrückt, weil ich ja schließlich bei meiner Freundin den Kalender aufhängen mußte (was gar nicht so einfach war).




Ich bin gespannt, wie eure Adventskalender aussehen und womit ihr die Päckchen befüllt.
Hier wird bereits an der nächsten Variante gewerkelt, die ich natürlich erst zeigen kann, wenn der Kalender fertig und beim Empfänger angekommen ist...



Sonntag, 2. November 2014

7 Tage - 7 Bilder. Ein Wochenrückblick


Oktoberende und Novemberbeginn mit strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und warmen 20° C.
Unbeschreiblich und ein wahres Geschenk macht uns der späte Herbst mit diesem Wetter. Schade nur, dass es jetzt immer schon so zeitig dunkel wird.

Eine turbulente Woche und ein entspanntes Wochenende liegt hinter uns.
Zu später Stunde aber immerhin: hier kommt er, mein Wochenrückblick...


Von wegen "viele Köche verderben den Brei" Einladung zum gemeinsamen Kochen zu 5. bei meiner Freundin S.

Freude über die "Messeausbeute" vom vergangenen Samstag.  (Keine Werbung, selbstgekauft!)

Einkauf im Bioladen. Die Eier waren alle. (Keine Werbung!)

Sonnenspaziergang in der Mittagspause im Stadtpark

Gigantischer Herbstsitzplatz

Nein, keine Halloweenparty, sondern endlich Zeit für die Familiennachfeier des Geburtstages des älteren Lieblingssohnes (klick) am 31.10. - Deshalb mit Halloweendeko auf dem Kaffeetisch

Einfach schön: Novemberspaziergang

Hoffentlich bleibt in den kommenden Tagen ein wenig mehr Zeit zum Bloggen. Hier sammeln sich so langsam einige Themen und Bilder an.
(U. a. hatte ich als Mitbringsel zur Kochparty für meine Freundin einen Adventskalender gebastelt und möchte gern am Blog Fotos davon zeigen. Vielleicht sucht noch jemand eine Anregung?)
Ich wünsche euch eine gute neue Woche. Viele herzliche

Claudiagrüße

 

"7 Tage - 7 Bilder" ... gesammelt von Frau Frische Brise. - Sonntags ein Rückblick auf die vergangene Woche