Im Wochenrückblick konntet ihr neulich
hier (klick) bereits einen Blick auf das Ergebnis der Backkünste meines Sohnes werfen...
Heute möchte ich erzählen, wie es dazu kam, dass er den Kuchen buk und auch das Rezept aufschreiben:
Vor 4 Jahren wollte der, damals 16 jährige jüngere der beiden Lieblingssöhne unbedingt zur Osterkaffeetafel einen Frankfurter Kranz essen. Upps.
Den hatte ich noch nie gebacken und ahnte nur,
das wird aufwendig und ist nicht gerade gelingsicher.
Nicht ganz ernst meinend, schlug ich ihm damals vor, er könnte doch selbst den Kuchen für uns backen...
Und was soll ich sagen, er machte sich ans Werk!
Der Kuchen war - Können oder Anfängerglück? - ein echtes Prachtstück und alle waren begeistert.
Immer wieder schlug ich dem Sohn seither vor, er könnte doch vielleicht, also nochmal einen Frankfurter Kranz...äh bitte, bitte?!
Aber schade nee, er wollte nicht.
Nicht zu Ostern, nicht zu Weihnachten und nicht zu meinem Geburtstag.
Nun trug es sich aber zu, dass der Sohn im Rahmen seines Studiums einen Praxisteil absolvieren musste und dieser Praxisteil endete kürzlich.
Für die Kollegen wollte er als Dank für die gemeinsame Zeit etwas ausgeben. Einen Kuchen...
Was macht was her, bringt Ruhm und Ehre? Na klar: Frankfurter Kranz!
Aber oh nein. Wo war das Rezept abgeblieben? Nicht hier, nicht dort.
"Mama, weißt du vielleicht...wo?"
Natürlich wusste ich ;o)
Und für die Zukunft steht es nun auch beim Alltagsbunt, das...
Rezept für Frankfurter Kranz
 |
| Keine bezahlte Werbung! Alle Zutaten sind selbstgekauft! |
ACHTUNG: Den Kuchen über 2 Tage zubereiten.
Am 1. Tag den Guglhupf backen, sowie den Pudding kochen.
Am 2. Tag dann die Creme zubereiten und das Werk vollenden.
Zutaten:
(Für den Teig)
- 100 g Butter
- 125 g Zucker
- 50 g Speisestärke
- 150 g Mehl
- 2 Teelöffel Backpulver
- 3 Eier
- 1 Pck. Zitronenzucker
- eine Prise Salz
- Fett und Mehl für die Form
(Für die Creme bzw. Füllung)
- 1 Packung Vanillepuddingpulver (zum kochen)
- 100 g Zucker
- 500 ml Wasser
- 100 g Fett (Palmin)
- 250 g Butter
- evtl. 1 Teelöffel Kirschwasser
- Marmelade
- Belegkirschen
- Krokant
So gehts:
Zuerst die Form für den Guglhupf fetten und gründlich mit Mehl ausstäuben!
Den Backofen auf 175° C (Umluft) vorheizen lassen.
Nun den Teig anrühren.
Dazu die Butter schaumig rühren, nach und nach den Zucker (auch den Zitronenzucker) und eine Prise Salz einrieseln lassen. Einzeln die Eier hinzugeben.
Mehl mit Backpulver und Speisestärke mischen, sieben und esslöffelweise unterrühren.
Den Teig in die bemehlte Backform füllen und im vorgeheizten Ofen ca. 35 Minuten backen.
Kuchen sofort aus der Form stürzen und erkalten lassen.
Den Pudding nach Packungsanweisung mit Zucker und Wasser (KEINE Milch!) kochen.
Über Nacht bei Zimmertemperatur kalt werden lassen.
Butter und Palmin aus dem Kühlschrank nehmen, damit diese ebenfalls auf Zimmertemperatur annehmen. Die Zutaten für die Creme müssen die gleiche Temperatur haben!
Am 2. Tag das Palmin sehr schaumig rühren. Die Butter dazu geben und weiter gut verrühren.
Den Pudding komplett zum Fett geben und alles sehr lange, sehr gut verrühren, bis eine cremige, feste Masse entstanden ist.
Buttercreme, wenn gewünscht mit Kirschwasser abschmecken.
Den Kuchen waagerecht 2x durchschneiden und die Schnittflächen mit Marmelade bestreichen.
Auf die Marmelade eine Schicht Buttercreme streichen, den Kuchen wieder zusammensetzen.
Etwas Buttercreme für die Verziehrung in einen Spritzbeutel füllen.
Rundherum von außen den ganzen Kuchen nun mit der Buttercreme bestreichen und mit Krokant bestreuen. Mit dem Spritzbeutel oben kleine Cremetupfen setzen und diese mit Belegkirschen garnieren.
 |
| Fertig und soooo sehr lecker ;o) |
... und ein Reststück für mich blieb auch über.