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Schon länger hatte sich meine Ma gewünscht, den Baumwipfelpfad im Harz zu besuchen.
Zu ihrem Geburtstag im Mai wollte ich ihr den Wunsch erfüllen und plante einen Kurzurlaub für uns beide. Leider wurde sie damals krank und wir mussten die Fahrt aufschieben.
Aufgeschoben war natürlich nicht aufgehoben, aber wenn schon nicht bei frischem, jungen Grün im Frühjahr, dann sollte unsere Reise im goldbunten Herbst stattfinden. Soweit der Plan...
Eine gemütliche Ferienwohnung war gebucht, in der zweiten Oktoberwoche ging es los. Wir kamen mittags in Bad Harzburg an und merkten es sofort: mit der Bestellung des Wetters, da war wohl etwas gründlich schief gegangen.
Es regnete ohne Unterlass und wie das oft so ist, war es entsprechend neblig- verhangen. Der Himmel wurde den ganzen Tag über nicht wirklich hell. Nix mit schöner Aussicht.
Abends trösteten wir uns damit, dass es morgen bestimmt besser werden würde. Wir übten Bescheidenheit. Bitte, wenigstens trocken sollte es sein. - Leider weit gefehlt.
Wir verlegten den Gang über den Baumwipfelpfad einen Tag weiter nach hinten und entschieden uns umständehalber, einen Ausflug nach Wernigerode einzuschieben.
Im Regen bummelten wir durch das hübsche, wohlvertraute Städtchen. Mit dem Sohn war ich schon öfter hier und einmal auch mit dem Liebsten (
klick). Im Teeladen erstand meine Ma einen Teeadventskalender
♥ für mich
und mittags gab es Pizza in "unserer Stammpizzeria".
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| Laubgeraschel in neuen Stiefeln. |
Zum Kunsthof am Markt führte eine witzige Aufreihung kleiner Kürbisse und orangegefärbter Schuhe. Äääh - und a pro pros Schuhe... ich shoppte neue
Hexenstiefel Winterstiefel von denen ich schon jahrelang geträumt hatte ;o)
Zurück in unserer Ferienwohnung in Bad Harzburg
konnte ich mich nur schwer überwinden, die neuen Stiefel vor dem Schlafengehen wieder auszuziehen verbrachten wir einen gemütlichen Abend voller Hoffnung auf besseres Wetter für den nächsten Tag...
Aber ach. Wir erwachten bei Regen und Nebel. Meine Ma bekam davon richtig schlechte Laune und wollte nun ganz auf den Baumwipfelpfad verzichten.
Während des Frückstücks beschlossen wir dann aber zum Glück doch hinauf zu gehen und nicht völlig unverrichteter Dinge wieder abzureisen... Los ging es!
Von Weitem erinnerte mich das Design ein wenig an ein Parkhaus und tatsächlich führte der Weg, genau wie dort, über eine leichte Steigung in Runden nach oben. Unterwegs gab es diverse Stationen mit interessanten Informationen über die Entwicklung der Erde und des Waldes,
Der höchste Punkt des Baumwipfelpfades liegt 30 Meter hoch.
An dieser Stelle gibt es einen Steg, dessen Boden aus Glas ist. Wer den Glasboden betritt, hängt sozusagen in der Luft über dem Boden. Unwillkürlich hielten wir im Schritt erstmal inne und gingen dann zögerlich weiter. Puh, das war ziemlich weit oben...
Der Weg über den Baumwipfelpfad ist insgesamt einen Kilometer lang.
Unterwegs gab es viel zu entdecken. Infotafeln, Skulpturen, Rastplätze und ganz viel Natur. Wie schön hätte es hier sein können, wäre es nur nicht so nass gewesen...
Trotz Regens war es ein gutes Gefühl, den Weg gegangen zu sein und überhaupt sorgen Bewegung und frische Luft definitiv
immer für bessere Stimmung, als auf dem Sofa zu sitzen und Trübsal zu blasen.
Noch eine Übernachtung, am letzten Tag vor der Rückfahrt das beste Frühstück seit langem... und schwupp - war der Urlaub vorbei!
Wenn ihr mal in Bad Harzburg seid - womöglich noch bei gutem Wetter - und überlegt, was ihr dort machen könntet... dann erinnert euch gern an diesen Post ;o)