Montag, 2. März 2020

Willkommen im März


Im... 



... werde/ möchte ich ...

  • Schluss machen, mit 'Schnee am Blog' ;o) 
  • durch die Fastenzeit an 'Exerzitien im Alltag' teilnehmen
  • mit dem Chor zum Weltgebetstag singen
  • ein paar Überstunden abbummeln
  • Frühling in Töpfe und Kästen auf Balkon und vor dem Küchenfenster pflanzen
  • zum X- ten mal versuchen, einen Feldhasen vor die Linse zu bekommen (mit-den-Augen-roll, weil  das seit Jahren einfach nicht klappen will)
  • lieben Katzenbesuch haben
  • mit meiner Ma einen Stadtbummel machen
  • meine Freundinnen zum traditionellen Racletteessen- Osterbasteln bei mir empfangen
  • ...und das Giveaway für die Beiden hier posten
  • basteln
  • die Uhren auf Sommerzeit umstellen
  • hoffen, dass Frau Amsel wieder auf meinem Balkon die Kinderstube einrichtet
  • einen Urlaub mit meiner Ma buchen
  • die Scillablüte feiern
  • möglichst oft draußen sein und den Frühling genießen
  • schweren Herzens Abschied von der 'Lindenstraße' (Werbung wegen Markennennung) nehmen
  • mich von der Panik um das Virus NICHT anstecken lassen

MÄRZ - ich freue mich auf dich!


Hallo, ihr Lieben!
Nachdem die Vorhersage für den gestrigen Sonntag jetzt eher nicht so günstig klang, freuten der Liebste und ich uns um so mehr darüber, dass das Wetter gestern Nachmittag doch recht frühlingshaft war und wir unseren entspannten Sonntag mit einem schönen Spaziergang krönen konnten. Für die neue Woche fühle ich mich nun gut gerüstet und hoffe, es geht euch genauso?!
Genießt die Tage und jeden Sonnenstrahl. 


Herzliche Claudiagrüße


 

Sonntag, 1. März 2020

Am 29. Februar 2020 - oder das gibt' s doch gar nicht!


Es ist Samstag der 29. Februar:
Ich möchte dieses Jahr mein Bad renovieren. Der Liebste und ich verbringen den Tag in Baumärkten und stöbern durch ein Möbelgeschäft.
Anschließend wollen wir nebenan im Supermarkt gleich noch für das Wochenende einkaufen.




Wir betreten einen großen Laden einer Supermarktkette mitten in Hannover (Werbung ohne Auftrag wegen Ortsnennung und in der Folge auch, weil auf den Bildern Marken erkennbar sein könnten).
Die Frühlingssonne scheint durch den Eingang auf die Primeln, die dort stehen. Ich freue mich über den schönen Anblick und mache ein Foto.

Der Liebste hat einen Einkaufzettel dabei (ich nicht, denn ich brauche nur Klopapier).
Wir kaufen Tee, Marmelade und Speiseöl, kommen dann zum Zucker und wundern uns, dass das Regal daneben, wo eigentlich das Mehl liegen sollte, komplett leer ist.

Als nächstes steht Reis auf der Liste des Liebsten. Gibt es nicht! Nur 2 einsame Päckchen Risottoreis wären noch zu haben...
Kartoffelbrei, Nudeln - alles ausverkauft. Ich bin sprachlos. Vor allen Regalen stehen Kunden und staunen, sind fassungslos, machen Fotos und sich über die Situation lustig.

Ich habe Glück und erwische die letzte Packung Klopapier. Das gibt' s doch gar nicht!
Das Wort hamstern kannte ich bislang nur von den Erzählungen meiner Ma aus der Nachkriegszeit.




Covid-19, besser bekannt als Coronavirus, ist in unserem Alltag angekommen.



Samstag, 29. Februar 2020

Februar adieu


Einen zusätzlichen Tag bringt er uns noch mit, aber schließlich geht er doch zu Ende, der Februar.
Meine Kollegin sagt, sie freut sich, jetzt wird es Frühling.

Es ist Frühling seit November, denke ich.
Ringel- und Glockenblumen, Margeriten und Rosen blühen immer noch, während...




... Krokusse, Schneeglöckchen und Narzissen im Vorgarten schon wieder blühen.

Ich mag den Winter insgesamt nicht, mochte ihn noch nie.
- Den Februar am allerwenigsten.
November und Dezember, das geht noch. Da ist die Zeit geprägt von Einkehr, Rückzug, Gemütlichkeit, Laternen, Sternenglitzer, kleinen Geheimnissen und Lichterfunkeln.
Im Januar fühlt sich dann alles irgendwie frisch und so schön neu an.

Doch wenn der Februar kommt?
Das Erwachen der Natur, ich erwartete es all die Jahre um diese Zeit ungeduldig.
Die kalte, unwirtliche Zeit zerrt an mir.
Sehnsucht nach Licht, Wärme und Farbe macht sich breit, wird übermächtig.
Normaler Weise.




2019 - 2020:
Die Nächte mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt konnten wir bisher an einer Hand abzählen.
Es ist durchgängig zu warm, Winterstiefel und dicke Wollsachen blieben im Schrank.
Bäume und Sträucher beginnen bereits seit Dezember neu auszutreiben, Bodendecker grünen durchgehend am Waldboden.
Die Winterpause fehlt mir genauso wie die Kargheit, die die Sehnsucht nach dem Frühling schürt.
Meine Kollegin  freut sich, jetzt wird es Frühling. 
Ich spüre nichts, keine Vorfreude, bin innerlich rastlos.

Noch schlimmer aber ist das Wissen, dass auch die Natur diesmal gar keine Winterruhe hatte.
Mir war 50 Jahre lang nicht bewusst, dass ich den Winter je vermissen und herbeisehnen könnte. Heiße Sommer sind eine Sache, das Ausbleiben einer kompletten Jahreszeit ist eine andere...

Das ist es, was in diesem Jahr vom Februar übrig bleibt.
Das, sehr stürmische Tage, hohe Wellen (klick) und die tröstliche Tatsache, dass die ausgiebigen Regenfälle der letzten Tage auf den Pegelstand der Talsperren im Harz positive Auswirkungen hatten.


Februar ADIEU!



Mittwoch, 26. Februar 2020

Zurückgekehrt...


...sind die Störche hier bei uns in der Leinemasch (Werbung wegen Ortsnennung).

Von meiner Ma hatte ich es schon letzten Freitag erfahren, als es in der Zeitung stand.
Samstag hatten wir keine Zeit, die 2 gebührend zu begrüßen und Sonntag war uns einfach das Wetter zu unwirtlich für einen Spaziergang.
Aber heute! Heute nach der Arbeit ging ich direkt zum Storchennest. Und war dort beileibe nicht allein.
Zwei Störche mitten in der Pampa und die halbe Ortschaft spaziert dort herum.
Alle freuen sich, dass die Störche wieder da sind, fremde Leute kommen darüber miteinander ins Gespräch. Jedes Jahr ist es das Gleiche, immer wieder faszinierend.




Und die beiden Adebars haben sich auch gleich mächtig ins Zeug gelegt ( - ).

Ein wenig unangenehm war es mir schon, das ist doch sehr... intim und ich habe ja nicht nur beobachtet, sondern sogar auch fotografiert und verbreite das Bild jetzt hier.
Sollten vielleicht Störche auch so etwas wie Privatsspäre und ein Recht am eigenen Bild haben?! ;o)

Bald gibt es jedenfalls vermutlich wieder Nachwuchs. Ach, ich freu mich. Welch ein...




Glücksblick!


Mittwoch, 19. Februar 2020

Unser Wochenende auf Helgoland - oder wenn Einer eine Reise tut...


... dann kann er was erzählen, so sagt man - und tatsächlich ist das verlängerte vergangene Wochenende dazu das beste Beispiel!

Ans Meer wollten der Liebste und ich, dachten zunächst an Cuxhaven (dieses Posting enthält mehrfach unbeauftragte Werbung aufgrund von Orts- und Namensnennungen bzw. weil Marken erkennbar sein können. - Aber: alles selbst bezahlt!), wo wir bereits 2015 (klick) und 2016 (klick) unseren Valentinstag verbrachten. Dass die Reisen gerade auf den Valentinstag fielen, war übrigens mehr Zufall als Absicht. Eigentlich ist uns dieses Datum gar nicht wichtig, wohl aber der Aspekt, im winterlichen Februar eine kleine Auszeit, einen Lichtblick im Alltag zu haben.
Bei der Suche nach einer Unterkunft, kam uns der Gedanke, diesmal nach Helgoland zu reisen. Ein Ort, der auf meiner innerlichen Wunschliste ziemlich weit oben rangierte und den ich gern im Winter, abseits der Hauptreisezeit kennen lernen wollte.

Je näher das Reisedatum rückte, desto nervöser wurden wir, denn Sturmtief Sabine (klick) sorgte dafür, dass der Fährverkehr zur Insel über mehrere Tage eingestellt wurde...
Noch am Mittwoch fuhr die Fähre nicht, wir hingegen abends durch Gewitter und Hagel auf der Autobahn zunächst nach Cuxhaven, wo wir die erste Nacht verbrachten.

Wir hatten Glück! Am Donnerstag nach dem Frühstück ging es aufs Schiff. Die Fähre fuhr wieder und nach etwas mehr als 2 Stunden lagen 70 km auf der Nordsee hinter uns und wir erreichten Helgoland.


Unten links der Blick aus dem Fenster unseres Hotelzimmers auf Düne und Hafen

Das Wetter am Ankunftstag war eher bescheiden. Grau in grau empfing uns die Insel und fieser Niesel ging rasch in strömenden Regen über.
Wir bummelten etwas herum, stellten fest, dass 3/4 aller Geschäfte, Cafés und Restaurants z. Zt. geschlossen waren, bezogen unser Hotelzimmer im Oberland.  Für den Liebsten entpuppte sich der Supergau: er interessiert sich sehr für Seenotrettungskreuzer und in Helgoland ist eigentlich die Hermann Marwede, der weltweit größte Rettungskreuzer, stationiert. Ratet, warum wir unser Hotelzimmer mit Blick zum Hafen gewählt hatten - und ratet, was dort nicht zu sehen war...
Der Liebste fand heraus, dass sich das Boot aktuell in Cuxhaven befindet. So ein Pech!

Zum Trost gingen wir abends lecker essen und nicht so spät schlafen, denn der Tag war doch ganz schön anstrengend gewesen und für den nächsten war zudem deutlich besseres Wetter angekündigt.


Bunte Hummerbuden auf dem Weg vom Hafen zum Ort und sonnig- gelbe Ginsterblüten

Am nächsten Morgen, nach einen ausgiebigen Frühstück setzten wir zur Düne über (das dauert nur ein paar Minuten) und freuten uns über ruhige See, klaren Himmel, wenig Wind und zeitweise sogar über Sonnenschein. Perfekt!

Die Mission finde eine Wellhornschnecke startete und endete für diese Reise gleichzeitig mit den ersten Schritten am Strand. Ich war im 7. Himmel. (Und nein, ich habe die nicht alle mitgenommen. Es geht mir dabei nämlich um finden, nicht um besitzen!)


Im 7. Wellhornschneckenhimmel 

Auf der Düne vor Helgoland sind Kegelrobben heimisch. Dass man ihnen hier in freier Natur begegnen kann, war der Hauptgrund, warum ich so gerne auf die Insel kommen wollte. Aber Achtung: das sind keine Kuschel- sondern Raubtiere! Mindestens 30 Meter Abstand soll man - zum eigenen Schutz und zum Schutz der Tiere - von ihnen halten.
Weil es schwierig ist, diese Entfernung abzuschätzen, konnte man sich an Schildern orientieren.


Vom Leuchtturm auf der Helgoländer Düne war es nicht mehr weit bis zu den ersten Robben

Ich habe drölfzigtausend Fotos geschossen, konnte einfach nicht genug bekommen und vor lauter Glück gar nicht mehr aufhören zu grinsen. Welch ein Geschenk, diesen wundervollen Tieren hier begegnen zu dürfen. Wir spazierten über die Düne, ließen uns viel Zeit und immer wieder holte ich die Kamera aus der Tasche.

Der Liebste wiederum fotografierte nicht nur die Robben - öhöm - sondern auch mich.




Manchmal schien es, als posierten die Tiere regelrecht vor der Kamera, um sich ins rechte Licht zu setzen ;o)

Robben lagen überall im Sand und in der Brandung, schwammen im seichten Wasser, waren zu vielen, zu zweit oder ganz allein unterwegs. Auch Jungtiere waren mit dabei. Die Robbenmütter kommen im Winter nach Helgoland, um dort auf der Düne zwischen November und Februar ihre Jungtiere zur Welt zu bringen. Wir waren also schon ziemlich am Ende dieser Saison dort.




Das Kleine von den beiden unteren Bildern lag gut getarnt zwischen großen Steinen einer Buhne, während seine Mutter vermutlich im Meer auf Futtersuche unterwegs gewesen ist. Ich sah das Baby, das nur ungefähr 60 cm kurz war, erst sehr spät und war schon viel zu nah heran. Rasch zog ich mich zurück um die kleine Grinsekatze nicht zu ängstigen und machte erst aus ausreichender Ferne meine Fotos. Zum Glück hat die Kamera einen guten Zoom.




Müde und ausgepowert stiegen wir schließlich ins nächste Boot und kehrten der Düne den Rücken.

Das Wetter am 3. Tag war gleich morgens schon deutlich windiger und durchwachsener, als zuvor. Wir wollten unbedingt trotzdem den Klippenrandweg entlang zum Helgoländer Wahrzeichen, der Langen Anna laufen. Aus Gründen ging ich vor dem Liebsten los und zwar rechts herum über den Rundweg, während er etwas später links herum startete.


Fliegen ohne Besen... an der Steilküste ;o)

Bald begann es nicht nur zu regnen, sondern auch richtig heftig zu stürmen. Zum Schutz meiner windempfindlichen Augen setzte ich trotz des grauen Wetters die Sonnenbrille auf. Das Wetter war der Wahnsinn. Der Sturm riss mir während des Laufens fast die Beine weg. Diese gigantische Naturgewalt war auf ganz besondere Weise faszinierend und schön.
Inzwischen war auch der Liebste hier angekommen.

Wir entdeckten die Kolonie der Basstölpel in den Felsen an der Steilküste. Den Vögeln machte das Wetter scheinbar gar nichts aus, aber mir war es fast unmöglich, die Kamera ruhig zu halten und so sind leider viele der Bilder verwackelt.




Wir hatten bereits vorher davon gehört und waren dennoch beim Anblick sehr entsetzt: die Vögel bauen seit einigen Jahren ihre Nester aus Pastikabfällen. Vorwiegend schien es sich wohl um Nylonschnüre und Netze aus der Fischerei zu handeln.
Zum Teil verfangen sich die Tiere - und später dann auch die Küken darin, kommen nicht mehr los und verhungern oder strangulieren sich. Einfach schrecklich.




Wieder im Ort angekommen, entdeckte ich das doppelte Glück: ein Schuhgeschäft, in dem mitten darin auf einem Sessel ein Kater thronte! Ich schwöre, ich wollte gar nicht nach Schuhen schauen. Aber die Chance, die Miez zu streicheln, konnte ich mir doch nicht entgehen lassen?! ;o)

Wir aßen leckerste Pizza zum Abend und marschierten im Schein des Leuchtturms schließlich zurück in unser Hotel. Was für ein schöner Abschluß unseres tollen Kurzurlaubs!




Für den nächsten Tag - unseren Abreisetag - war Sturmtief Viktoria angekündigt. Oh weh!
Um 10:30 mussten wir im Hotel auschecken. Unser Gepäck wurde zum Glück abgeholt und direkt zum Schiff gebracht. Wir liefen zu Fuß zum Hafen. Ab 12 Uhr konnte man auf die Fähre.

Mir fehlen fast die Worte, das Wetter zu beschreiben. Wir waren nass bis auf die Haut und vom Sturm völlig durchgepeitscht. Es herrschte Windstärke 11 (~90 km/h).

Später Zuhause entdeckte ich im Internet diesen Beitrag - klick - (die Reportage ist inzwischen nicht mehr verfügbar). Den Reporter hatten wir am Hafen stehen sehen und uns noch gewundert, was da wohl bei dem Wetter gefilmt wurde.
Nach 22 Sekunden sieht man im Video ziemlich deutlich, wie unsere Fähre beim Verlassen des Hafenbeckens in den meterhohen Wellen schwankt und schlingert.
Das Oberdeck war abgeschlossen und durfte nicht betreten werden. Die Stimmung war beklommen, vielen Passagieren war speiübel. Aber: wir sind heil zurück gekommen und dieser Urlaub war einfach in vielerlei Hinsicht ein unvergessliches Erlebnis!

Wenn Einer eine Reise tut...


James Krüss wurde auf Helgoland geboren