Dienstag, 15. Juli 2014

Rezept für Blaubeer- Schmand- Kuchen... oder ... Schulentlassung ...


Damals, Anfang August 2002 begann für den jüngeren der beiden Lieblingssöhne "der Ernst des Lebens".
Voller Stolz trug er seinen funkelnagelneuen Ranzen auf dem Rücken und hielt die große Schultüte (in nächtelanger Feinarbeit für ihn liebevoll gebastelt ;o) im Arm.
Und voller Stolz schaute ich auf meinen kleinen Sohn... ♥

Wir verbrachten damals den Tag gemeinsam mit den Großeltern. Nach Ende des offiziellen Teils fuhren wir alle in Hannovers schönen Zoo, wo wir unter anderem auch Kaffee tranken.
Den Kuchen dafür hatte ich in den Zoo mitgenommen:

Blaubeer- Schmand- Kuchen!


 


Am vergangenen Samstag erhielt der Sohn sein Abiturzeugnis und wurde aus der Schule entlassen. 
Voller Stolz nahm er sein Zeugnis und die Glückwünsche entgegen.
Und voller Stolz schaute ich auf meinen kleinen großen Sohn... ♥

Wir verbrachten den Tag gemeinsam mit den Großeltern...
Und weil ich es gerne "rund" mag, gab es den Einschulungskuchen nach Abschluß des offiziellen Teils der Schulentlassung auch als "Ausschulungskuchen". - Allerdings bei uns zu Hause und nicht im Zoo, denn am Abend folgte noch der Abiball.




Auf dem Kaffeetisch durfte natürlich Glücksschweinchen "Jule" (klick) nicht fehlen, die bei den Abiprüfungen tatkräftig und ziemlich erfolgreich vollen Einsatz geleistet hatte  ;o)



Weil der Kuchen sooo lecker und erfrischend ist, möchte ich hier das Rezept aufschreiben:

Zutaten...

... für den Teig:
  • 125g Mehl
  • 3 Esslöffel Gries
  • 65 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 65 g Butter
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 1 Ei

Keine bezahlte Werbung! Zutaten selbst gekauft

Außerdem:
  •  3 Zwieback
  •  ca. 800 - 1000 g Blaubeeren 
... für den Guß:

  • 150 g Schmand
  • 80 g Zucker
  • 2 Teelöffel Speisestärke
  • 1 Eigelb
  • 1 Eiweiß

Und so wird' s gemacht:


Eine Springform ausfetten, den Backofen (Umluft 180 °C) vorheizen.
Die Teigzutaten mit den Knethaken des Handmixers zu einem festen Rührteig verarbeiten.
Den Teig in die Springform drücken und am Rand ca. 3 cm hochziehen.

Den Zwieback - äääh, in meinem Rezept steht noch "mit der Küchenreibe fein zerreiben". Die Sauerei habe ich mir unerfahrener Weise nur beim 1. Mal angetan... Ich packe also die Zwiebäcke nun immer in einen Gefrierbeutel und zerbrösele sie darin mit dem Nudelholz. Das klappt super.






Den zerbröselten Zwieback also jetzt auf den Kuchenboden verteilen und auch gleich die Blaubeeren darauf geben. Für 30 Minuten im Ofen backen.

Während des Backens das Eiweiß für den Guß steifschlagen und beiseite stellen.
Die restlichen Gußzutaten miteinander gründlich verrühren.
Kurz vor Ende der Backzeit das steife Eiweiß unterheben.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, die Masse gleichmäßig darauf verteilen...




... und weitere 10 - 15 Minuten fertig backen, bis die Schmandhaube goldgelb ist.




Obwohl ich eigentlich kein Fan von kühlschrankkaltem Essen bin, soll hier erwähnt sein, dass dieser Kuchen gekühlt an heißen Tagen besonders erfrischend und lecker schmeckt.


Bunte Luftballons hatten die Abiturienten für ihr Gruppenfoto steigen lassen. Eine wunderbare Idee!

Zu später Stunde während des Abiballes auf der Außenterasse der Festhalle: so schön, der Vollmond.

Die "Irischen Segenswünsche", die am Morgen das Abschlußlied des Gottesdienstes gebildet hatten (und die wir schon oft mit dem Chor gesungen haben) - kamen mir im Dunkel wieder in den Sinn:

"...Hab', wenn es kühl wird, warme Gedanken
und den vollen Mond in dunkler Nacht.
Und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand..."

... und so schließt er sich, der Kreis. 
Zwischen Morgen und Abend, zwischen Einschulung und Schulentlassung. 

Schön ist das so, wenn Kreise sich schließen. 
Im kleinen Alltäglichen, genau wie im großen Ganzen...



Sonntag, 6. Juli 2014

Erinnerungen an einem Sommersonntag mit Schäfchenwolken





Schäfchenwolken am Himmel. 
Und - zugegebener Weise schon am Freitag - auf dem Weg ins Büro hörte ich im Radio dieses Musikstück:

https://www.youtube.com/watch?v=DmWGTsKn56I

... welche Freude!

Nach der musikalischen Früherziehung lernte der jüngere der beiden Lieblingssöhne das Spiel auf der Blockflöte.
Hier bei uns gibt es neben der Musikschule noch einen Musikkreis, den seit vielen Jahren eine Familie unentgeltlich mit großem Engagement führt. 
Mutter, Vater, Tochter, Sohn (beide inzwischen selbst erwachsen und in meinem Alter) bilden das Gerüst, leiten diverse Flötenkreise und Orchester für verschiedene Könnens- und Altersstufen.
Jeweils im Sommer und im Advent mündete das fleißige Üben in ein Konzert, bei dem alle Gruppen gemeinsam auftreten.

Mein Sohn begann also im Einsschulungsalter zu flöten. In seiner Gruppe gab es Mütter, die mit ihren Kindern gemeinsam den Unterricht besuchten.
Ich tat das nicht, da ich selbst als Kind Blockflöte gespielt und über die Jahre hinweg auch nie völlig damit aufgehört hatte.
Eines Tages erreichte der Sohn den Standart des mehrstimmigen Flötenspiels. Wenn er zu Hause übte, fehlte die 2. Stimme, so griff ich zu meiner eigenen Schulflöte und wir übten gemeinsam.
Aus der Anfänger- Flötengruppe entwickelte sich mehr und mehr ein Flötenchor. Zu den Sopran- Blockflöten gesellten sich Kinder/ Mütter, die Alt-, Tenor- und Bassflöte spielten. (Auch mein Sohn wechselte zur Bassflöte, die am Beginn fast größer war, als er selbst ;o)

Damals während meiner Schulzeit hatte ich im Rahmen einer AG begonnen Altflöte zu spielen. Nach nur 6 Monaten endete die AG und es gab auch keinen Fortsetzungskurs.
Die Flöte verstaubte, ohne dass sich mir das Spiel darauf erschlossen gehabt hätte...
Ihr könnt es euch denken. Ich kramte die Flöte aus dem Schrank und begann in diesem altersgemischten Flötenchor zu spielen.
Einige Jahre ging das so, auch noch, als der Sohn die Flöte "an den Nagel hing", blieb ich mit viel Freude dabei. Die "Schafe" waren nur eines der Stücke, das ich besonders mochte.

Leider verließen immer mehr Mütter den Flötenchor. Sie konnten die Proben aufgrund beruflicher und familiärer Verpflichtungen nicht mehr wahrnehmen, entwickelten im Lauf der Zeit andere Interessen oder es ging ihnen wie mir: sie wurden von den Kindern - die inzwischen zu Teenagern herangewachsen waren, überholt.
Ja, ich stieß (trotz regen Übens) gewaltig an meine Grenzen. Der Kopf wußte, was zu spielen war, aber die Hände konnten es nicht mehr schnell genug umsetzen. Ich quälte mich eine Weile, hatte immer das Gefühl die Anderen auszubremsen.
"Wenn du jetzt aufhörst, fängst du nie wieder an. Tue das nicht", sagte B. zu mir, die den Chor leitete.
Nochmal verschob ich den Abschied, die Freude an der Musik war ja ungebrochen.

Gegen die Teenies gab es keine Chance. Schließlich habe ich aufgegeben, flöte nur manchmal heimlich für mich im stillen Kämmerlein. Die Liebe zur Musik setzt sich fort. 
Natürlich besuche ich die Konzerte des Musikkreises noch, singe weiter im Chor und immer wieder stelle ich auch klassische Musik an. Besonders gern morgens auf Autofahrten zur Arbeit.
Ja - und so kam sie, die Erinnerung bei der Musik. So schöööööön!






Dienstag, 1. Juli 2014

Willkommen im Juli!


Juli, da denke ich an:

 

 

  • Ferien. Mit meinen Eltern, während meiner Kindheit. Damals: lange Fahrten im Auto nach Kärnten. Ohne Klimaanlage. Herrlich freies Leben, 3 Wochen lang Jahr für Jahr in einer kleinen Pension. Das letzte Haus am Waldrand. Jedes Jahr die Freude, G. (den gleichaltrigen Sohn unserer Vermieter) wiederzusehen. Hühner, Heuernte, Nachmittage im Schatten der Johannisbeersträucher. Frösche suchen, Farnkrautpfeiljagd auf Baumstammungeheuer, baden in eiskalten Gebirgsbächen. Blaubeeren und Pfifferlinge sammeln - und genießen! Wandern, die Schönheit der Berge noch nicht schätzend ;o) puh, war das manchmal steil... Urlaub in einem Doppelzimmer mit Zustellbett, Gemeinschaftstoilette im Flur. Butterbrot und Rühreier zum Abendessen. Zubereitet mit dem Campingkocher, von meiner Ma auf dem Balkon. So einfach und so gut.
  • Ferien. Mit meinen Kindern. Kompfortablere Reisen. Wohnen in Ferienwohnungen in Deutschland. Meist irgendwo am Meer, in der Heide, in den Bergen Bayerns. Diverse Ausflüge hier Zuhause, ganze Tage im Zoo, im Wald, am Badesee. Ich hoffe, die beiden haben auch so schöne Erinnerungen an ihre Kindheitsferienzeiten, wie ich sie habe.
  • Heiße Tage im Büro irgendwie durchstehen
  • Abendlicher Sprung in den See zur Abkühlung später...
  • Im Dunkeln unbemerkt allein auf dem Balkon sitzen. Die Stille spüren und sich an den Fledermäusen freuen, die ums Haus auf Beutefang unterwegs sind.
  • Für die kurzen lauen Sommernächte, nur bedeckt mit dünnen Baumwolllaken schlafen. Sommergefühl pur.
  • Mähdrescher auf den Getreidefeldern sehen und anschließend jedes Jahr wieder neu verwundert auf die Stoppeln schauen. Nanu, gehören die nicht eigentlich erst zum Herbst? 
  • Gewitterfliegen in allen Ritzen :-(
  • Und zum Monatsende: Geburtstag feiern. Den 1. Bloggeburtstag und meinen eigenen. Ich bin ein Julikind ;o)
  •  

 







Sonntag, 29. Juni 2014

7 Tage - 7 Bilder. Ein Wochenrückblick


Es ist Sonntag, ich blicke zurück - und stelle fest, dass sich diese Woche herbstlich angefühlt hat!
Kalt, sehr windig und nass. Das war jetzt für mich nicht ganz so schlimm, denn es gab eh viel zu arbeiten und nur selten war Zeit, hinaus zu gehen. Trotzdem schnell ein Blick auf die Wettervorhersage und hoffen, die irren sich nicht - denn dann käme nächste Woche endlich der Sommer zurück...


Geschenk zum 5. Geburtstag für eine kleine Hexenprinzessin gestrickt (Keine bezahlte Werbung! Selbst gekauft)

Einen sonnigen Moment für die Mittagspause im Stadtpark genutzt

Wahnsinns- Sonnenuntergang erlebt

Der "Tag der Kellerassel" - alles, was ich angefasst hab, ging schief :-(

Noch ein Geburtstagkind beglückwünscht: der Liebste mag Quietscheentchen ;o)

Im Regen die Himbeerhecke meiner Ma beerntet. Voller Einsatz für den Sonntagskuchen

In Hildesheim die tollen Brunnen der Aussteller beim Magdalenenfest bestaunt

Außerdem habe ich mich diese Woche gefreut, weil sich gleich 3 neue Leser angemeldet haben. Herzlich willkommen beim Alltagsbunt.
Den 3 neuen und allen "alten" Lesern ;o) wünsche ich einen schönen Sonntag!
Bis bald, viele herzliche
Claudiagrüße

"7 Tage - 7 Bilder" ... gesammelt von Frau Frische Brise. - Sonntags ein Rückblick auf die vergangene Woche.

 

Freitag, 27. Juni 2014

(Noch ein) Einfacher Perlenring selbstgemacht


Hach, ich bin einfach völlig im Bann der Ostsee und hoffe, ihr seid noch nicht allzu genervt davon?!

Neben den meeressehnsuchtfarbenen Ohrringen (klick) habe ich mir auch noch einen passenden neuen Ring gefädelt. Vor einiger Zeit hatte ich im Blog schonmal eine Anleitung aufgeschrieben, nach der ich immer wieder Perlenringe herstelle.




Der neue meeressehnsuchtfarbene Ring ist im Grunde noch einfacher zu fädeln, da zwar verschiedene Perlen benutzt, aber immer das selbe System verwendet wird.

Die Zutaten:

  • dünner Nylonfaden 
  • 12 mittelgroße und 2 kleine Swarovskiperlen in harmonischen Farben und
  • Rocailles
  • außerdem Teelicht oder Kerze 

Los gehts:

(Zuerst die Swarovskiperlen beiseite legen.)
Einen ca. 30 cm langen Nylonfaden abschneiden.

5 Rocailles auffädeln.
(Mit der mittleren dieser 5 Perlen - Perle 1 - wird am Ende der Ring geschlossen.)

Eine 6. Perle auffädeln und zum Kreis verbinden, indem der Faden mit beiden Enden gegenläufig durch die 6. Perle gezogen wird. Einen neuen Kreis beginnen. Es entsteht sozusagen eine Acht (Skizze)...



... eine weitere Acht anfügen.
(Fotos zu den hier beschriebenen Schritten könnt ihr hier (klick) beim 1. Ring- Post anschauen.)

Nun werden die Swarovskiperlen auf die gleiche Weise in der gewünschten Farbfolge aufgezogen.
Mittig als "Perle N° 6" werden die beiden kleinen Swarovskiperlen verwendet.




Natürlich kann man auch weniger Farben verwendenden, oder einen völlig bunten Ring herstellen.
Ich mag es gerne nicht zu schillernd, sondern mehr Ton in Ton, mit schwarzen Akzenten.

Das Entscheidende ist jetzt geschafft und es folgen wieder die oben beschriebenen "Achten", bis der Perlenstrang lang genug ist, dass der Ring um den Finger paßt.
Wenn dieser Moment erreicht ist, die Fäden aus den Perlen 4 + 5 nicht mit einer weiteren mittleren Perle (6) verbinden, sondern durch die allererste Perle (1) kreuzen und dadurch den Ring schließen.

Nun zum Schluß den allerersten Kreis (Perlen 2 - 6) ein 2. Mal mit dem Nylonfaden fädeln und die Enden hinter der mittleren Perle, also zwischen Perle 4 + 6, verknoten.
3 Knoten übereinandersetzen und jeden einzelnen gut fest ziehen.

Jetzt die Nylonfäden vorsichtig über der Flamme des Teelichtes verschmelzen.
(Vielleicht vorher mal mit einem Extrafaden probieren, wie Nylon auf Feuer reagiert?)

Achtung: 
kommt das Feuer zu nah, brennt der Faden durch und die Arbeit war umsonst... 

Hier auf dem Foto ist die Schweißstelle (der kleine helle Punkt unten rechts) zu sehen:


 







Und wenn ihr mal schauen mögt, wie der Ring in einer anderen Farbkombination wirkt, gab es die Frühlingsvariante in "Blutjohannisbeere mit Hummelbesuch" hier (klick) zu sehen.