Irgendwann gegen Ende 2015 war es, da sass der Sohn vor dem Fernseher und schaute eine Reisesendung über Venedig, als ich ins Wohnzimmer kam.
"Guck mal, wie cool" sagte er. "Dort müsste man sein..."
Jaaa, das konnte ich mir auch sehr gut vorstellen ;o)
Im Januar machten wir Nägel mit Köpfen, suchten eine Unterkunft.
- Frau Alltagsbunt wollte mal wieder nicht im Hotel wohnen, sondern lieber eine Ferienwohnung mieten. Schon allein, weil eine Reise mit erwachsenen Kindern ja doch entspannter verläuft, wenn für jeden etwas mehr Freiraum vorhanden ist.
Wir fanden eine schöne Unterkunft mit 2 Schlafräumen und einer - haaach!
♥ kleinen Dachterasse, buchten die passenden Flüge und dann... begann das Warten.
Vom Osterhasen bekam ich die passende Reiselektüre ins Nest gelegt:
"Das verschlossene Zimmer" von Mascha Vassena (
Keine bezahlte Werbung!).
Das Buch handelt von Lena, 29 Jahre alt, die in Deutschland lebt und arbeitet.
Lenas Mutter Gabriela ist Venezianerin und hat bereits seit vielen Jahren mit ihrer Familie, der in Venedig eine Privatbank gehört, keinen Kontakt mehr.
Als ein Brief aus Italien kommt, in dem Lena und Gabriela aufgefordert werden, nach Italien zu kommen, um an einer Abstimmung über die Zukunft der Bank teilzunehmen, verweigert sich Gabriela und reist zu Lenas Vater nach Afrika, während die Tochter sich ohne Wissen der Mutter entschließt, nach Venedig zu fahren und dort ihre Verwandten kennen zu lernen.
Es offenbart sich im Verlauf des Buches, das ich problemlos in den 6 Tagen vor Ort durchgelesen habe, eine Familientragödie...
Die Handlung des Buches ist nicht zu vorhersehbar, war spannend, jedoch nicht gruselig. Genau richtig für mich, ich mochte das Buch, das sich angenehm leicht liest, kaum aus der Hand legen.
Mir gefällt es seit einiger Zeit, im Urlaub Bücher zu lesen, deren Handlung an meinem jeweiligen Urlaubsort spielt. In diesem Buch wird sogar die "Calle Rubina", die Straße, in der unsere Ferienwohnung lag, erwähnt. Das wusste ich natürlich vorher nicht...
 |
| Keine bezahlte Werbung! |
Schon mittags erreichten wir Venedig. Gleich nachdem die Koffer (
huhu, liebe Nicole, siehst du, was am Reißverschluss meiner Kulturtasche baumelt? ;o) ausgepackt waren, machten der Sohn und ich uns zu Fuß mit der Umgebung vertraut.
Wir wollten eine entspannte Zeit in Venedig verbringen, kein kulturelles Pflichtprogramm abarbeiten, sondern uns gemächlich durch die schöne Stadt treiben lassen.
Unsere Wohnung hatten wir dementsprechend etwas jenseits der ausgetretenen Pfade, die die meisten Tagestouristen besuchen gewählt. Sie lag in Cannaregio, dem jüdischen Ghetto, in dem auch viele Einheimische wohnen.
Oben im Bild der Blick aus dem Wohnzimmerfenster auf den Canal. Bei Tag - und bei Nacht.
Wir hatten super schönes Wetter - wie wohl auch überall in Deutschland bisher in diesem Herbst.
In Venedig waren auch die Nächte noch angenehm warm und die Menschen verbrachten nach Einbruch der Dunkelheit ihren Feierabend dort in den Gassen bei einen Glas und Häppchen im Stehen ober am Ufer des Canales sitzend.
 |
| Auf den Treppen zum Canal: Sweet- red- beer für dich, Pino grigio für mich ;o) |
Wir taten es ihnen gleich. Prost! ;o)
Jeden Morgen frühstückten wir gemütlich auf unserer Dachterasse.
Zwei reizende junge, vierbeinige Nachbarn wären nur zu gerne näher gekommen, aber die Beiden waren noch zu ungelenk und tolpatschig um die Entfernung mit einem Sprung zu überwinden.
 |
| Oben links Günsel auf der Fensterbank ;o) |
Für heute soll es damit erst einmal genug sein, mit der Bilderflut.
Aber leider muss ich euch drohen ;o)
Die Fortsetzung folgt!