Donnerstag, 23. Februar 2017

UNGLÜCKsblick! - Macht euch die Erde Untertan?


Dieser Baum war ein Lebewesen, zeigt hier sein Herz

Ach, ihr Lieben. Dies war kein guter Tag... Durch lauten, Unheil verheißenden Lärm wurde ich geweckt.
Es brauchte keinen Blick aus dem Fenster, um die Ursache zu ergründen. Die Arbeiten waren vorher angekündigt worden.

Auf den folgenden Fotos seht ihr den Baum vor meinem Essplatzfenster. Oder anders gesagt, ihr seht sein Ende. Erinnert sich noch jemand an die Geschichte vom Eichhörnchen (klick), das einen Winter über in dem Baum wohnte?




Und dann der Baum, links vom Küchenfenster, hier (klick) auf den Fotos zu finden. Und unten...




Zu schlechter Letzt der Baum vor dem Balkon. Wachsitz mit Rundumblick für unseren Amselpapa während der Brutzeiten, Landeplatz für die nestflüchtigen Pieplinge (klick).




Vergangenheit.

Soviel Verwüstung.

WARUM?

Keiner der Bäume war krank.
Leider greift die Baumschutzsatzung nicht. Ich habe mich erkundigt.
Warum also?
Weil hier viele dumme ignorante Menschen wohnen.
Gedanken an Naturschutz? Fehlanzeige.

Bäume werfen im Herbst Laub ab. Das stört die Ordnung. Es sitzen Vögel darin, (auch Tauben) die machen Krach und Schmutz. Bäume wachsen nicht genormt, sondern teilweise schief, richten sich nach dem Wind aus, bekommen nicht gleichmäßig Licht. Das sieht dann nicht so schön aus. Aha.
Könnte ja auch sein, dass irgendwann zukünftig die Wurzeln das Mauerwerk angreifen oder die Begrenzung der Hochbeete Schaden nimmt. Könnte.

Aus Gründen des Urheberrechts findet sich an dieser Stelle (klick) leider nur ein Link und kein Zitat. Bitte lest gern nach, was mir sofort im Sinn war.

Bäume reinigen die Luft, produzieren Sauerstoff, werfen Schatten, fangen den Wind ab, leisten Schalldämmung:
Bäume sind Lebensraum für viele Tiere, bieten ihnen Schutz, sind lebendig und schön.

Ich möchte weinen und schreien, bin so traurig und unglaublich wütend.

Als nächste Maßnahme wird das kleine Stück Rasen zugepflastert werden - sowieso schon nur so klein, dass man es auf den Fotos kaum sieht - weil da manchmal Hundedreck liegt.

Dort, wo die Gänseblümchen blühen und die Amseln immer Würmer und Insekten suchen, wird gepflastert.

Macht euch die Erde Untertan!

Warum nur lernt die Menschheit einfach nicht dazu?

Fassungsloser 
Claudiagruß

Allen hier eine gute N8


Mittwoch, 22. Februar 2017

Glücksblick...


...im Briefkasten die liebe Karte von ihr (klick) zu finden und nun jeden Tag bei diesem Anblick...


(Keine bezahlte Werbung! Schokocreme selbst gekauft)

...auf dem Küchentisch ein breites Grinsen im Gesicht zu haben.
Danke dir, du Liebe!!! 



Dienstag, 14. Februar 2017

Valentinstag 2017



Freudvoll

Freudvoll und leidvoll,
gedankenvoll sein.
Hangen und bangen
in schwebender Pein.
Himmelhoch jauchzend
zum Tode betrübt,

Glücklich allein
ist die Seele die liebt.

(Johann Wolfgang von Goethe)


Schwanenherz


Euch alles Liebe zum Valentinstag! 


Hoffentlich hattet ihr einen schönen Tag und konntet Zeit mit euren Herzensmenschen verbringen?!

Nachdem wir es uns in den vergangenen beiden Jahren zu diesem Datum am Meer (klick hier und klick da) schön gemacht hatten, fällt der 14. Februar 2017 leider nicht auf ein Wochenende...
Traurig aber wahr, der Liebste und ich haben uns heute nicht einmal gesehen. Schnieeeef.




Manu vom Ende der Straße (klick) hatte mir schon vor einiger Zeit eine liebe Karte im Rahmen von Nicoles Aktion "Ein Herz für Blogger" (klick) geschickt - die heute endet.

Ein paar Karten habe ich am Wochenende nun endlich auch gebastelt und gerade noch auf den letzten Drücker auf den Weg gebracht.


Links im Bild seht ihr die schöne Karte von Manu!

Für meine Karten hatte ich Herzen aus Karton ausgeschnitten, in der Mitte gefaltet und die linke innere Seite des Herzens mit einem gebastelten Schneeglöckchen (nach der Anleitung von hier- klick) verziert. Hoffentlich haben alle Karten ihre Empfänger noch rechtzeitig erreicht...



Das Posting verlinke ich flugs vor Toreschluß zum Blog Niwibo
sage für heute auf Wiedersehen und wünsche allen eine gute N8!



Montag, 13. Februar 2017

Frühlingsahnung - und: DANKE!


Da hatte ich doch bei meinem letzten Posting (klick) die Kommentarfunktion geschlossen, weil ich zum 1. hier öffentlich keine weiteren Details mitteilen mag und 2. die Zeit und Kraft derzeit leider nicht aufbringen kann, auf jede Rückmeldung so individuell zu antworten, wie ich es eigentlich gern täte und wie es auch jede von euch unbedingt verdient hätte.

Trotzdem fandet ihr Möglichkeiten, mir liebe (und auch sehr klare) Worte und euer Mitgefühl zu übermitteln. Dafür möchte ich:

DANKE sagen!

Danke euch allen, die ihr euch Gedanken und die Mühe gemacht habt, mir zu schreiben. 
Das hat sehr gut getan. 




Nun nehme ich euch noch mit, auf die Suche nach dem Frühling.
Die Fotos dieses Postings entstanden während meiner Mittagspause.
Nachdem Hannover die gesamte letzte Woche unter einer fiesen Dunstglocke lag, konnten wir uns endlich mal wieder über blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein freuen.
Ich nutzte die Gelegenheit und spazierte eine halbe Stunde durch den Stadtpark, hielt nach dem Frühling Ausschau. Mit Erfolg!




Während ich noch ausgiebig von allen Seiten die Schneeglöckchen fotografierte, saß plötzlich ca. 2 Meter von mir entfernt im Beet ein Rotkehlchen.
Das kleine Ding hüpfte neugierig immer näher an mich heran. Schließlich war es nur noch eine Armlänge entfernt. Ich fotografierte und fotografierte und das Rotkehlchen kam noch näher...




... und dann - guckt mal - dann saß es schließlich unmittelbar vor meiner Hand. Sooo niedlich.


Seht ihr meine Finger hier unten? Nur 3 cm sind es von seinem zu meinem Finger.

Der Vogel schien überhaupt keine Angst zu haben. Vielleicht ist er gewohnt, hier im Stadtpark von den Leuten gefüttert zu werden?!
Ich bin jedenfalls noch immer ganz verzaubert von diesem Moment 




Leider ging meine Pause bereits stark auf ihr Ende zu - und so musste ich schleunigst zurück ins Büro...
Tschüß, kleiner Freund! Hoffentlich sehen wir uns nochmal wieder!




Später zu Hause gab es dann noch 10 sonnige Minuten und den ersten Kaffee diesen Jahres, warm eingemummelt auf meinem winterlichen Balkon...
Sieht ja aus, als wenn das wirklich bald was werden könnte, mit dem Frühling ;o)




Eine gute Woche für euch!

Herzlicher Claudiagruß


Dienstag, 7. Februar 2017

Alltag - oder Wahnsinn ist ganz normal


Es ist die Nacht von Sonntag auf Montag.
Nach einem leidlich entspannten Wochenende kann ich zum 2.x hintereinander nicht schlafen.
Mir tun im Liegen der Nacken und die Schultern weh.
Stunde um Stunde vergeht. Ich bin sooo müde. Die Zeit läuft gegen mich.
Um 10 Minuten vor 5 klingelt nebenan im Zimmer der Wecker des jüngeren der beiden Lieblingssöhne. Ich höre, wie er ins Bad geht. Unglaublich, dass die Nacht tatsächlich schon vorüber ist.
Kurz danach stehe auch ich auf. Der Liebste, der sonst oft sonntags am Abend in seine eigene Wohnung fährt, übernachtet heute hier und kann noch etwas liegen bleiben.

Leise gehe ich duschen - mit den bekannten Temperaturschwankungen (grrrr) und Zähne putzen. Das übliche Morgenprogramm - unterbrochen von einer Viertelstunde Nasenbluten :-(
Toll. Jetzt ist mir davon auch noch schwindelig und ich bekomme Kopfschmerzen.
In der Küche trinken der Sohn und ich einen Kaffee zusammen , dann fahre ich ins Büro.

Es ist 6 Uhr 45, als ich ankomme. Im Großraum ist alles dunkel. Ich mache Licht, lüfte, hole mir währenddessen aus der Abteilungsküche einen 2. Kaffee und setze mich an die Arbeit.
Wir sind 6 Kolleginnen. 3 in Vollzeit, 3 in Teilzeit.
Kollegin A (Vollzeit) ist schon seit letzter Woche krank.
Kollegin B + C (Teilzeit) haben beide frei.
Kollegin D (Vollzeit) kommt um 8 ins Büro. Sie hat Augenprobleme, kann nicht richtig sehen, meldet sich deshalb nach 2 Stunden krank und geht wieder.
Kollegin E (Teilzeit) ist nicht nur eine Kollegin, wir sind auch befreundet. Sie ist mir moralische Stütze und seit halb 9 an Bord des sinkenden Kahns.
Mit Galgenhumor versuchen wir uns durch den Vormittag zu kämpfen.

Mein Nacken tut immer mehr weh. Ich habe Glück und kann die Mittagspause in einem Einzelbüro verbringen, weil die Kollegin die sonst darin arbeitet, einen auswärtigen Termin hat.
Ich schließe die Tür hinter mir, drehe die Heizung hoch und setze mich auf den Boden mit dem Rücken dagegen, beiße in mein Brot.
Mit dem älteren der beiden Lieblingssöhne schreiben wir ein paar Kurznachrichten hin und her 
Die Wärme tut sehr gut, mein Nacken wird endlich etwas besser! (Die Situation vor der Tür leider nicht.)

Um 13 Uhr hat Kollegin E Feierabend.
Danach bin ich allein.
Allein mit 6 Telefonen. Und mit der Vertretungspost von allen, die heute nicht da sind.
Ich arbeite bis 17 Uhr 30, dann ist auch für mich hier Feierabend.

Wie schön: als ich zum Auto laufe fällt mir auf, dass es zwar gleich 18 Uhr, aber trotzdem sogar noch ein wenig hell ist!

Auf der Fahrt nach Hause halte ich am Supermarkt.
Nach dem Wochenende brauchen wir dringend eine neue Kiste Wasser, Milch, frisches Obst und Brot. Ich schleppe die Lebensmittel die Treppe hoch.

Unser Treppenhaus wird gerade renoviert. Alles ist abgeklebt und voller Farbe.
Beim Öffnen der Wohnungstür, rieseln viele Krümel von der neuen, noch feuchten Wandbeflockung nach innen auf unseren Teppich.
Shit! Wenn ich die Tür jetzt wieder schließe, schmiert das Zeug vielleicht in den Teppich.
Ich lasse die Tür offen, stelle den Einkauf ab, ziehe eilig den Mantel aus und hole sofort den Staubsauger.
Zum Glück verschwindet die Bescherung rückstandslos.

Na, wenn ich eh schon am saugen bin, der Flur und die Küche haben das auch nötig.
In der Küche räume ich nebenbei schnell die Lebensmittel weg und stelle einen Topf mit Wasser auf den Herd.
Der Sohn kommt erst spät nach Hause und ich habe Hunger. Jetzt! Nudeln wären gut.

Ich schalte den Herd zunächst nicht ein, damit das Wasser nicht überkocht, während ich auch noch die Bäder sauge.

Im Bad steht die Waschmaschine. Ich befülle sie mit den schmutzigen Handtüchern und putze gleich Spiegel, Toilette und Waschbecken mit - natürlich in beiden Bädern.
Während ich dabei bin, klingelt das Telefon. Es ist der Liebste ♥. Wir reden ein wenig, dann sage ich, dass ich noch zu tun habe und wir legen auf.
Als ich den Wäscheständer aufstelle, sehe ich, die Zimmerpflanzen brauchen Wasser, hole die Gießkanne und merke, dass ich auch selber Durst habe.
Wieder in die Küche angekommen, ist es nun fast 22 Uhr.
In meinen Gedanken beginnt sich dieser Post zu formen. Dabei fällt mir ein: Mist! Zwar ist der Wäschständer aufgestellt, aber die nassen Handtücher sind noch in der Waschmaschine. Ich fühle mich gehetzt. (Hah, warum nur?!)
Der Sohn kommt nach Hause und geht nach einem kurzen Gespräch direkt ins Bad und ins Bett.

Ich habe nach wie vor nichts gegessen, bin inzwischen aber sowieso über den Hunger hinweg, kippe das kalte Wasser aus dem Nudeltopf in die Spüle... wollte eigentlich meine Haare noch waschen und Postkarten basteln. Eigentlich. Ich bin sooo müde.

NICHTS. - GAR. NICHTS. - GEHT. MEHR!

Morgen ist ein neuer Tag...

Natürlich verlaufen nicht alle Tage so oder ähnlich. Aber viel zu viele. Irgendwas ist immer. Es wird zwar stetig anders aber irgendwie nicht besser.
"Du bloggst so wenig, hast du dazu gar keine Lust mehr?", fragt mich kürzlich die Freundin. Mir bleibt die Antwort im Hals stecken.




Die Kommentarfunktion ist heute geschlossen.
Wer bis hierhin durchgehalten hat, hat wahrlich genug getan.