Novembertag
Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
drängt die Welt nach innen,
ohne Not geht niemand aus,
alles fällt in Sinnen,
Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund
träumen Mensch und Erde.
(Christian Morgenstern)
drängt die Welt nach innen,
ohne Not geht niemand aus,
alles fällt in Sinnen,
Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund
träumen Mensch und Erde.
Die Nacht schleicht sich gerade oft schon in den Nachmittag, dämpft den Tag. Manchmal wird es hier im Moment gar nicht hell und wisst ihr was: ich genieße das!
Eingehüllt in nebeliges Novembergrau schleichen die Tage vorbei. Alles kehrt sich nach innen.
Eingehüllt in nebeliges Novembergrau schleichen die Tage vorbei. Alles kehrt sich nach innen.
Meine Erkältung ist endlich deutlich besser geworden. Ich kuschel mich Zuhause ein, werkel nach Feierabend gemächlich an Adventskalendern und an einem Geburtstagsgeschenk.
Die analogen und die sozialen Medien sind randvoll von Kerzen, Gebäck und Deko.
Alles ist hell und grell, voller Glanz und Glitzer.
Ich fühle mich geflutet, mir ist das ZU viel Glanz und Glitzer im November.
Ich fühle mich geflutet, mir ist das ZU viel Glanz und Glitzer im November.
Ich ertappe mich bei dem Gedanken, zu spät zu sein.
Zu spät mit den Weihnachtsgeschenken, der Deko in meiner Wohnung, zu spät mit den Keksen. Ich fühle mich gehetzt.
Nichts ist hier schon fertig - und OH NEIN! - wie konnte das passieren? Ich habe auch noch keinen Adventskranz. Es scheint hoffnungslos.
Hoffnungslos?
Nein! Es ist nicht hoffnungslos, sondern gerade ganz genau gut so, wie es ist!
Der November ist ein Monat der Pause, der Entschleunigung im Jahreslauf.
Die Natur kommt zur Ruhe und ich darf das auch.
Ich bin nicht in Eile. Ich bin nicht spät, geschweige denn ZU spät!
Es ist vollkommen ausreichend, wenn der Adventskranz Sonntag zum Kaffee auf dem Tisch steht. (Und selbst wenn er das nicht tut, wird es übrigens trotzdem Weihnachten werden ;o) Ich allein entscheide, wovon ich mich leiten lasse. Ich spüre es mit jedem Jahr deutlicher: ich möchte weniger statt mehr.
Advent ist im Dezember, noch nicht im November.
Und überhaupt bedeutet Advent nicht Glanz und Glitzer, sondern ist warten, Erwartung.
Die Spannung steigt langsam und stetig an, es gibt keinen plötzlichen Knall und alles muss fertig und perfekt sein... Advent darf wachsen. 24 Tage lang, um uns her und vor allem in uns.
Vergesst das nicht und lasst euch nicht stressen, ihr Lieben.
Kommt gut durch diese Woche!
Ganz herzliche Claudiagrüße




















