Mittwoch, 27. November 2019

Nebel (Novembertag)


Novembertag

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
drängt die Welt nach innen,
ohne Not geht niemand aus,
alles fällt in Sinnen,
Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde.
Heimlich, wie auf Meeresgrund
träumen Mensch und Erde.

(Christian Morgenstern)




Die Nacht schleicht sich gerade oft schon in den Nachmittag, dämpft den Tag. Manchmal wird es hier im Moment gar nicht hell und wisst ihr was: ich genieße das!
Eingehüllt in nebeliges Novembergrau schleichen die Tage vorbei. Alles kehrt sich nach innen.
Meine Erkältung ist endlich deutlich besser geworden. Ich kuschel mich Zuhause ein,  werkel nach Feierabend gemächlich an Adventskalendern und an einem Geburtstagsgeschenk. 

Die analogen und die sozialen Medien sind randvoll von Kerzen, Gebäck und Deko. 
Alles ist hell und grell, voller Glanz und Glitzer.
Ich fühle mich geflutet, mir ist das ZU viel Glanz und Glitzer im November. 

Ich ertappe mich bei dem Gedanken, zu spät zu sein. 
Zu spät mit den Weihnachtsgeschenken, der Deko in meiner Wohnung, zu spät mit den Keksen. Ich fühle mich gehetzt. 
Nichts ist hier schon fertig - und OH NEIN! - wie konnte das passieren? Ich habe auch noch keinen Adventskranz. Es scheint hoffnungslos. 

Hoffnungslos?

Nein! Es ist nicht hoffnungslos, sondern gerade ganz genau gut so, wie es ist! 
Der November ist ein Monat der Pause, der Entschleunigung im Jahreslauf. 
Die Natur kommt zur Ruhe und ich darf das auch. 
Ich bin nicht in Eile. Ich bin nicht spät, geschweige denn ZU spät! 
Es ist vollkommen ausreichend, wenn der Adventskranz Sonntag zum Kaffee auf dem Tisch steht. (Und selbst wenn er das nicht tut, wird es übrigens trotzdem Weihnachten werden ;o) Ich allein entscheide, wovon ich mich leiten lasse. Ich spüre es mit jedem Jahr deutlicher: ich möchte weniger statt mehr.

Advent ist im Dezember, noch nicht im November.
Und überhaupt bedeutet Advent nicht Glanz und Glitzer, sondern ist warten, Erwartung. 
Die Spannung steigt langsam und stetig an, es gibt keinen plötzlichen Knall und alles muss fertig und perfekt sein... Advent darf wachsen. 24 Tage lang, um uns her und vor allem in uns.

Vergesst das nicht und lasst euch nicht stressen, ihr Lieben. 
Kommt gut durch diese Woche! 

Ganz herzliche Claudiagrüße



Dienstag, 19. November 2019

Zweierlei Adventskalender


Huch, wo ist nur die Zeit geblieben?
Der November ist schon zur Hälfte vorüber und langsam ist es allerhöchste Eisenbahn, an die Adventskalender zu denken. Hast DU deine Vorbereitungen für die diesjährigen Adventskalender schon abgeschlossen? In diesem Jahr habe ich es mir etwas einfacher gemacht und mich entschieden, zum Teil gekaufte Kalender zu verschenken.




Einen Adventskalender "verkehrt herum" (links im oberen Bild) wird es allerdings in diesem Jahr wieder geben und für die Freundin in der Ferne habe ich ein Überraschungswollknäul (rechts im Bild) gewickelt. (Dieses Posting enthält mehrfach Werbung ohne Auftrag - aber aus vollem Herzen, weil Marken erkennbar sind, bzw. genannt werden und wegen Verlinkungen. Alle Produkte sind von mir selbst bezahlt!)

Das Überraschungswollknäul ist inzwischen bereits bei der Empfängerin angekommen und sie weiß: das bedeutet, sie wird Weihnachten neue Socken besitzen <;o)))




In regelmäßigen Abständen sind insgesamt 24 Päckchen mit verschiedenen Teebeuteln in die Wolle hineingewickelt. Man kocht sich also jeden Tag zuerst einen leckeren Tee und strickt dann teetrinkend bis zum nächsten Tag/ Teebeutel.

Die Sockenwolle ist von Frau Dornröschenwolle - klick - handgefärbt mit zartem Glitzer und die Freundin hat nun noch ein wenig Zeit, die passenden Sockennadeln heraussuchen und sich zu überlegen, welches Muster sie stricken möchte...




Meine Idee des Adventskalenders verkehrt herum hatte ich bereits 2018 zum ersten Mal umgesetzt. 
Die eigene Vorfreude wollte ich weiterzugeben, jemanden unverhofft zum Lächeln bringen. 
Das hatte mir SO viel Spaß gemacht und deshalb möchte ich auch dieses Jahr wieder nicht nur selbst täglich Türchen öffnen, sondern 24x jemand anderen überraschen!




Ich verfasste einen Text*, druckte den auf farbiges Papier, faltete daraus Umschläge nach diesem (klick) Muster, kaufte Teebeutel und beschriftete Kerzen (das geht so - klick), mit denen ich die Briefe füllte und am 1. Dezember geht es los. 


* Der Text ist nur auf den Fotos und nicht hier im Post zu sehen, damit er nicht 
ge**gelt werden kann. Weihnachtswichtel kommen heimlich, bleiben im Verborgenen. 
Meinen Text* schicke ich dir gern per Mail, wenn du Inspiration brauchst

Einige Briefe sollen willkürlich in verschiedenen fremden Briefkästen landen, einen Teil möchte ich gezielt anonym z. B. an die nette Kassiererin an der Supermarktkasse, den älteren Nachbarn, der selten Besuch hat, die junge Frau von gegenüber, die mit 2 kleinen Kindern vielleicht selbst grad etwas zu kurz kommt... verteilen.

Den Adventskalender für Fremde vom vergangenen Jahr hatte ich hier (klick) gezeigt und noch etwas ausführlicher über meine Beweggründe dazu geschrieben.




Vielleicht gefallen euch meine Ideen und es hat hier noch jemand Lust, andere zu überraschen?
Bis zum 1.12. bleibt ja noch etwas Zeit. Du musst nicht mal unbedingt an jedem Tag einen Brief verteilen - oder nicht alle Umschläge auf einmal basteln. Schon ein einziger kleiner Beitrag ist bestimmt besser als nichts... 
Allen wünsche ich eine gute Zeit!




Zu meine Ideen aus den Vorjahren geht es hier:

  • Adventskalender aus Butterbrottüten mit Lyrik - klick
  • Last- Minute- Kalender - klick
  • Häuser aus Papier und Ideen für die Füllungen - klick
  • Teeasdventskalender - klick
  • Zwei Kalender mit Schriftzug ADVENT - klick
  • Noch ein Kalender aus Butterbrottüten - klick
  • Adventskalender mit Weihnachtsmaus - klick



Verlinkt zum Creadienstag - klick!

Samstag, 16. November 2019

Goldener November - ein Wiedersehen und eine Umfrage


Hallo ihr Lieben, ich schicke ein fröhliches HALLO ins Bloggerland!




Meine fiese Erkältung scheint langsam auf dem Rückzug zu sein und obwohl ich mich endlich besser fühle, fehlt mir noch immer die gewohnte Kraft und ich stoße schnell an meine Grenzen.
Die Ärztin hat mir deshalb geraten, öfter mal spazieren zu gehen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen - und diesen Rat nehme ich nur allzu gerne an und nutze insbesondere die sonnigen Mittagsstunden, um die Nase in den Wind zu halten.




Umgangssprachlich spricht man ja vom goldenen Oktober. Ob es mit dem Klimawandel zu tun hat, dass uns dieses Jahr der graugeheißene November so sehr mit goldenem Schein verwöhnt?




Verzaubert vom Licht spazierten der Liebste und ich kürzlich durch die nahegelegene Leinemasch (Werbung wegen Ortsnennung) und zu unserer Freude entdeckten wir dabei endlich die Schwanenfamilie wieder, über die ich hier - klick - im Mai bereits gepostet hatte. Den Sommer über hatte ich öfter vergeblich nach ihren Ausschau gehalten.




Von den ursprünglich 7 puscheligen, minikleinen Schwanenküken waren leider nur noch 6 anzutreffen. Diese 6 sind allerdings inzwischen zu kräftigen, prachtvollen Jungschwänen herangewachsen!




Ob ich mir sicher bin, dass es sich um die selbe Schwanenfamilie handelt, wie damals? Oh ja!
Nicht nur, dass sie im gleichen Revier anzutreffen sind, auch damals war ungewöhnlicher Weise bereits ein Küken weiß statt grau. Auf dem Foto oben rechts könnt ihr es mit den beiden  Elterntieren sehen. Als Jungschwan zu erkennen ist es nur am immer noch grauen Schnabel. Der Schnabel der Alten ist rot.




Zu Natur und Tieren passend erhielt ich kürzlich eine E- Mail von meiner Freundin in der Ferne, die mich bat, ihre Nichte Lea zu unterstützen, die im Rahmen ihres Masterstudiums Psychologie zu Forschungszwecken Teilnehmer für eine Umfrage zum Thema "Einstellung zu Tieren" sucht.  

Die Freundin schrieb, der Fragebogen sollte möglichst weit gestreut werden, um ein repräsentives Ergebnis zu erhalten. 
Sie dachte zunächst nur daran, dass ich an der Umfrage, die noch bis Weihnachten läuft, teilnehmen sollte. - Aber HEY, meine Idee war, den Fragebogen hier am Blog zu verlinken, in der Hoffnung, dass sich vielleicht auch von euch viele angesprochen fühlen und ihr bereit seid,10 Minuten Zeit zu investieren... DAS WÄRE TOLL!

Wenn ihr einzelne Fragen nicht beantworten mögt, könnt ihr die problemlos überspringen. Hab ich auch gemacht! Bei Interesse bitte einfach den Link (Werbung wegen Verlinkung ohne kommerziellen Nutzen) anklicken: https://www.soscisurvey.de/tiere/

Ich denke seither über mein Verhältnis zu Ratten und deren ökologischen Nutzen nach... sage euch schon mal DANKE und wünsche allen hier einen entspannten Abend und einen schönen Sonntag!




Herzlicher Claudiagruß



Die grauen Jungschwäne verlinke ich (Werbung wegen Verlinkung) zu Andrea - klick - deren 
Monatsmotto im November "Shades of grey - Grautöne" heißt!

Dienstag, 12. November 2019

Bewährtes - oder köstlicher Topfkuchen mit Nüssen und Schokolade (Triester Torte)


Hallo ihr Lieben,
sagt mal, geht es euch eigentlich auch so, dass ihr in letzter Zeit viele neue Rezepte ausprobiert?
Hier im alltagsbunten Haushalt ist das so.
Rezepte aus euren Blogs wollen häufig ausprobiert werden, welche die der Liebste im Fernsehen in Kochshows sah und auch Rezepte aus Zeitschriften finden immer häufiger auf unsere Teller.
So manch Bewährtes gerät darüber in Vergessenheit...




Letztens erinnerte mich ein altes Foto an einen Topfkuchen, den ich früher oft gebacken habe.
Es ist ein Kuchen, der für mich perfekt zu einem gemütlichen Kaffeetrinken im Herbst passt. Durch Zwieback im Teig hat er eine ganz besondere Konsistenz. Schon ein wenig mächtiger als sommerlich- leichte Obstkuchen und doch noch nicht weihnachtlich, kommt er mit Nüssen und Schoki daher!

Seit ich das Foto fand war klar, den muss es endlich mal wieder geben! Im Oktober war es dann so weit und da wir es zu der Zeit gerade noch einmal richtig warm hatten, tranken wir draußen Kaffee und die Fotos entstanden auf dem sonnigen, herbstlichen Balkon. Hachz - schön war das!




Die ZUTATEN (Werbung ohne Auftrag, weil Marken erkennbar sind):

  • 200 g Butter
  • 180 g Zucker
  • 6 Eier
  • 200 g gemahlene Haselnüsse
  • 12 Scheiben Zwieback
  • 2 gestrichene Teelöffel Backpulver
  • 200 g Schokoplättchen oder -tropfen
  • 4 EL Orangenlikör
  • Kuchenglasur Zartbitter

SO GEHTS:

Als Vorbereitung:
1) Den Zwieback in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Nudelholz bearbeiten, bis er fein krümelig geworden ist.
2) Die Schokoplättchen auf ein Brett geben und mit einem scharfen Messer kleiner hacken.
3) Kuchenform einfetten 
4) Backofen auf 190° C vorheizen.




Dann:
Eier aufschlagen, mit Butter und Zucker schaumig rühren.
Nüsse, Zwiebackkrümel und Backpuver vermischen und nach und nach vorsichtig unter die Schaummasse mengen.
Jetzt noch Orangenlikör und Schoki dazugeben, den Teig in die Form füllen und ab in den Ofen.

Ca. 60 Minuten backen (Stäbchenprobe!).
Fertigen Kuchen abkühlen lassen, Kuchenglasur in der Mikrowelle oder im Wasserbad schmelzen und über das Gebäck verteilen. 




Das Rezept fand sich übrigens in einer Kladde im Küchenschrank, in der ich handschriftlich Rezepte sammle, seit ich meine erste eigene Wohnung bezog.
Der Kuchen heißt demnach Triester Torte.
Warum er Torte heißt, obwohl es doch ein Topfkuchen ist? Ich habe mich schon früher darüber gewundert und heute leider noch immer keine Ahnung...
Egal. Die Torte schmeckt genauso gut wie der Topfkuchen ... und das ist doch die Hauptsache ;o)





Dienstag, 5. November 2019

Lecker: überbackener Kürbis mit Lachsfilet (Rezept)


Für mich ist ja eigentlich Oktober DER Kürbismonat schlechthin.
Inzwischen haben wir bereits November aber ich bekomme einfach nicht genug von den leckeren orangenen Beerenfrüchten. Wie ist es mit euch, mögt ihr noch Kürbis sehen und essen?


'Kürbis ist die Entschuldigung der Natur dafür, dass der Sommer vorüber ist'




... sagt man.
Diese Entschuldigung nehme ich nur zu gerne an ;o) und denke mir in der Küche immer neue Kombitionen aus. 

Die Fotos der Kollagen stammen übrigens von einem Kürbisfest, bei dem ich vor ein paar Wochen an einem tollen, sonnigen Tag mit meiner Ma gewesen bin. Damals war es noch sommerlich warm.




Nun aber zum Rezept. Die Hauptzutaten sind:

  • Wildlachsfilet und 
  • Hokkaido (pro Person je nach Größe ca. 1/4)
  • Olivenöl
  • Salz & Pfeffer
Für die Sauce:
  • Schlagsahne und Milch, je zur Hälfte
  • Tomatenmark
  • Rosenpaprika
  • Kräuter der Provence sowie 
  • geriebenen Parmesamkäse zum überbacken

Als Beilage sind Reis oder Salzkartoffeln lecker.




Den Ofen (Umluft) auf 180° C. vorheizen.
Kürbis würfeln, kräftig salzen, pfeffern, mit etwas Olivenöl in einer ofenfesten Form vermengen und für 10 Minuten ein den heißen Ofen geben.
Die Sahne/ Milch derweil mit Tomatenmark, Kräutern und Paprikapulver verquirlen.




Nach den 10 Minuten das Gemüse rasch umrühren und den Fisch dazwischen legen.
Sahnesauce über die Kürbiswürfel verteilen, alles mit geriebenem Parmesan bestreuen und zurück in den Ofen geben. (Der Fisch bleibt bei dieser Weise der Zubereitung wunderbar saftig und weich. Er wird nicht hart und trocken, wie manchmal in der Pfanne.)
In ca. 20- 25 Minuten fertig garen und mit Reis oder Salzkartoffeln servieren.




Vielleicht habt ihr Lust, das Gericht, das es auch morgen hier nochmal wieder auf den Teller schaffen wird nachzukochen? Ich wünsche guten Appetit!






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