Im Dezember...
... faltete ich wie im Rausch Fröbelsterne ohne Ende bis mir das Papier ausging. Es waren wirklich viele und sind leider doch nicht genug geworden so dass ich mein Projekt nicht zuende führen konnte. Nachschub ist bestellt aber zur Zeit noch nicht lieferbar. Vielleicht zu Ostern dann ;o)
... buk ich Lieblings- Weihnachtskekse, ohne die es hier im Advent einfach nicht geht und nahm einen Teil davon mit zu meiner Ma, die den Liebsten, seine Ma und mich zum Adventskaffee eingeladen hatte.
... verlief dieses Jahr mein Privatleben - so die viele Arbeit dafür überhaupt Zeit ließ - viel ruhiger, als gedacht. Pandemiebedingt war mir die Lust auf Sozialkontakte jeglicher Art vergangen. Meine Einkäufe tätigte ich so oft wie möglich in dem kleinen gemütlichen Hofladen, wo die Welt noch in Ordnung scheint. Wie gut, dass es solche Orte gibt!
... bewunderte ich an vielen Tagen den Mond, der oft morgens noch und nachmittags schon wieder am Himmel zu sehen war.
... war zum 2. Advent endlich der geschmückte Adventskranz fertig.
... erblickten hier in meiner Küche viele kleine Kerzen- Nikolause das Licht und wanderten direkt weiter in die weite Welt <;o)))
... waren der Liebste und ich zum Christmas- Garden bei uns in Hannover im Zoo (unbeauftragte Werbung wegen Orts- und Markennennung). Trotz Einlassfenster schien die Schlange vor dem Eingang endlos und um ehrlich zu sein war es uns insgesamt zu voll.
Der Liebste fand viele Illuminationen kitschig. Mir hat das Meiste ganz gut gefallen.
... stand aber das allerschönste Licht, nämlich der fast volle Mond, sowieso am Himmel über uns ♥
... versanken am Tag der Wintersonnenwende Hannover und die gesamte Umgebung im Eisnebel. Man konnte nicht die Hand vor Augen sehen. Das war mystisch und gruselig zugleich. Und wie jedes Jahr beim ersten Nebel suchte ich hektisch im Auto den Schalter für die Nebelleuchten...
... stellte auf meinen Wunsch hin zum ersten Mal in den 12 Jahren, die wir uns jetzt schon kennen, der Liebste in seiner Wohnung unseren Weihnachtsbaum auf. Danke dir dafür! ♥♥♥
... bekam ich vom - öh, hüstel - Weihnachtsmann ein besonderes Weinglas geschenkt und Dank eines schönen, langen Spaziergangs mit der süßen Frau Hund weihte ich es an einem guten Tag ein!
Diesmal nicht auf den Fotos zu sehen:
- mein Arbeitsplatz im Büro. Angesichts steigender Inszidenzwerte ging es zurück ins Home- Office. Und mal gut, weil ich dadurch neben den vielen Überstunden wenigstens die Fahrzeiten sparen konnte.
- Eierpunsch - denn den gibts zu Silvester ;o)
- die Inhalte meiner Adventskalender. So viele Fotos zu posten, wäre mir zu stressig geworden.
- Gänse.
Zur ersten Begegnung kommt es, als ich nach Einbruch der Dunkelheit, mit dem Auto hier im Ort auf der Hauptstraße unterwegs bin.
Ich erschrecke fürchterlich, als direkt auf meiner Augenhöhe plötzlich aus dem bereits erwähnten dichten Nebel am Tag der Wintersonnenwende (s. o.) ein großer Vogel auftaucht und unmittelbar auf mich zufliegt. Erst kurz vor der Windschutzscheibe zieht der Vogel hoch. Sieht aus, wie eine große Ente, denke ich noch... froh, dass kein Unfall passiert ist.
Vorne an der Ecke halte ich kurz darauf am Supermarkt und höre über mir Gänserufe, während ich über den Parkplatz gehe.
Nach dem Einkauf komme ich aus dem Supermarkt, will zurück zum Auto und genau an der Fahrertür meines Wagens sitzt: eine Graugans.
Ich traue meinen Augen nicht, überlege aber sofort, wie ich ihr helfen kann, denn eine wilde Gans und ein belebter Supermarktparkplatz voller rangierender Autos... nee. Das ist nicht gut. Die Gans lässt mich ganz nah herankommen und dann läuft sie plötzlich los, rennt ziemlich weit (obwohl ich ihr, um sie nicht zu jagen nicht folge) direkt bis vor den Laden. Startet, fliegt aus einem Meter Entfernung gegen die Hauswand, dreht um, startet erneut und verschwindet im dunklen Nebel. Mit den Gedanken noch in der Situation fahre ich die letzten Meter nach Hause.
(Nebenbei bemerkt war ich sehr erleichtert, dass wir als Weihnachtsessen dieses Jahr Rouladen geplant hatten!)
Zuhause räume ich die Einkäufe aus, telefoniere mit dem Liebsten, esse Abendbrot und will dann auf' s Sofa. Weil im Wohnzimmer schlechte Luft ist, öffne ich vorher die Balkontür. Noch bevor sie richtig offen ist, nehme ich die sonderbare Atmosphäre draußen war. Es ist ganz windstill und durch den Nebel höre ich wieder Gänserufe. Mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken, ich verzichte auf' s Lüften, versuche mich zu beruhigen, zünde Räucherlampe und Adventskerzen auf dem Kranz an. Ein gruseliges Gefühl bleibt mir den ganzen Abend über erhalten.
Später g**gle ich Gans in der Mythologie, erfahre dass die Gans als Seelenvogel gilt, will das Erlebte eigentlich hier verbloggen, weiß dann aber nicht wie und lasse es zunächst.
Was denkst du, war das? Zufall? Zeichen? Oder denkst du, dass ich nicht ganz sauber ticke?
Am nächsten Tag war der Eisnebel verschwunden und alles wieder wie immer. Es gab keine weiteren Begegnungen mit Gänsen mehr und - mal gut - auch keine merkwürdigen Gefühle.
Die Empfindung, dass die Zeit zwischen den Jahren stillsteht, kenne ich gar nicht und kann wie jedes Jahr nach Weihnachten den Beginn des neuen Jahres kaum noch abwarten.
Morgen ist es endlich so weit.
Dezember adieu!
 |
Verlinkt zu Birgitt - klick -, die unsere Monatskollagen sammelt |
Dezember
Er ist der letzte von zwölf Brüdern,
des Jahres Pforte schließt er zu,
Was du gewonnen hast an Gütern
und was verloren, zähle du!
Doch wäge strenger und besonnen,
und schließ genaue Rechnung ab,
was du an Weisheit hast gewonnen
und was an Torheit sich ergab.
(Heinrich Hoffmann 1809 - 1894)
Dir, die du hier liest, DANKE für alle Begleitung
... und einen guten Rutsch!
Herzliche Claudiagrüße
(Kranz aus Fröbelsternen für Karin/ bunt, Heidi, Birgit R. + Karen, Nicole B.)