Mittwoch, 2. Februar 2022

Zweiter Februar

 
Das Vergangene hinter sich lassen.
Imbolc, das keltische Lichterfest, beruht auf ganz altem Wissen. 
Die Feier der Wiederkehr des Lichtes, des Wiedererwachens der Natur, des Beginns von etwas Frischem und Neuen ist nicht religiös geprägt und fällt auf den 2. Februar.

40 Tage nach Weihnachten sind es  am 2. Februar und als Katholikin feiere ich an diesem Tag Mariä Lichtmess. 
Es ist vereinfacht zusammengefasst der Tag, an dem Maria, die aufgrund der damaligen jüdischen Gesetze 40 Tage lang nach der Geburt ihres Sohnes "unrein" war, ihr Reinigungsopfer darbrachte und gleichzeitig zusammen mit Josef ihren erstgeborenen Sohn im Tempel aus dem Eigentum Gottes "auslöste".

Frisch und neu und Reinigung?
Für mich klingt es, als hätten beide Feste den selben Ursprung...


Heute in unserer Kirche


Am 2.2. endete früher in der katholischen Kirche endgültig die Weihnachtszeit und auch die letzte Deko darf nun wieder verstaut werden.

In unserer Gemeinde wird Mariä Lichtmess bereits seit Jahren immer als Taizé- Messe begangen. Der Chor zu dem ich gehöre singt, die Kirche wird nur vom Kerzenlicht erleuchtet. Schön und sehr stimmungsvoll ist das.

Im Gottesdienst werden die Kerzen für das Jahr geweiht. 
Etwas Aberglauben ist wohl dabei zu glauben, diese Kerzen besäßen eine besondere Heilkraft, böten Schutz vor Krankheit, Unwettern und Gefahren... (Aber schlecht wäre das ja nicht ;o)
Kein Aberglaube, sondern Tatsache ist hingegen, dass die Kerzen in dunklen Stunden Licht bringen und auch die Tage nun schon wieder spürbar länger hell bleiben, was gewiss vielen Menschen gut tut und gerade in unser Zeit im Schatten der Pandemie Hoffnung schenkt!

Für mich war Lichtmess bisher immer der Tag, ab dem ich mir im neuen Jahr traditionell die ersten Narzissen nach Hause holte. 
Die Vorfreude auf diesen Tag mag ich eigentlich sehr.
In diesem Jahr blüht hier jedoch schon mein dritter Strauß. 
Diesmal konnte ich nicht warten, sondern brauchte ganz dringend bereits früher sonnig gelbe Lichtblicke. 
Traditionen sind schön, solange sie gut tun. Besondere Zeiten bedürfen besonderer Maßnahmen.
Nicht konsequent sein zu müssen, ist hier gerade meine Form von Selbstführsorge.


Bauernregeln besagen:
  • Wenn' s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.
Oder auch:
  • Gibt' s an Lichtmess Sonnenschein, wird' s ein spätes Frühjahr sein.
Hier gab es keinen Schnee, wohl aber Regen und Sturm. 
Die Sonne schien auch. Aprilwetter...

Und bei dir?


Claudiagruß


Dienstag, 1. Februar 2022

Willkommen im Februar


Im...





... Februar werde/ möchte ich... 

  • Maria Lichtmess feiern 
  • und mich auf mehr Licht und hoffentlich auch etwas Sonne freuen
  • Orangenkuchen backen
  • bei einem Spielenachmittag mein Weihnachtsgeschenk testen und den älteren der beiden Lieblingssöhne bekochen ;o)
  • hier am Blog eine Bastelanleitung für zarte Eisblümchen zeigen
  • herzige Post verschicken
  • zu einem 80. Geburtstag gratulieren
  • an einem Pullunder stricken
  • zusammen mit dem Liebsten Urlaubspläne machen
  • meinen Mammographietermin haben - mit zitternden Knien, wenn ich daran zurückdenke, wie das beim letzten Mal klick - war...
  • ein neues Auflaufrezept ausprobieren
  • ganz dringend auf den Frühling warten!


FEBRUAR - ich freue mich auf dich!






Sonntag, 30. Januar 2022

Januar adieu

 
Im Januar...




... durfte manche Weihnachtsdeko noch den Monat hindurch bleiben, obwohl die blühenden Haselsträucher bereits den phänologischen Frühling ankündigen. 
Die fröhlich- alltags- regenbogenbunten Farben sind einfach Herzensfreude.

... NEUES GLÜCK '22 ?! Na ja...




... trug meine Ma die Armstulpen, die ich ihr zum Weihnachtsfest gestrickt hatte, offenbar ganz gern - was mich sehr freut. 

... blühte mein Barbarazweig aus Martinas - klick- (Werbung wegen Verlinkung und Markennennung, Link führt zu Instagram) Garten dann Mitte des Monats endlich doch noch.

... wärmte das leckere Curry aus dem letzten Kürbis vom vergangenen Herbst nicht nur den Magen, sondern vor allem auch die Seele. Bei dem ewigen Grau- in- Grau tat das dringend Not.




... freute ich mich sehr über die schönen lila Tulpen, die mir der Liebste schenkte.

... kochte ich endlich Manu' s Spinat- Gnocci- Auflauf - klick - (Werbung wegen Verlinkung) nach. Lecker wars!

... strickte ich aus Lust und Laune "nur so" Baby- Booties nach dieser - klick - Anleitung (Werbung wegen Verlinkung). Die sind so zuckersüß. Nur - was mach ich jetzt damit? Schon geklärt: Kollege Mario, der gerade Opa geworden ist, hat sich sehr darüber gefreut ;o)




... kam Überraschungspost von der Freundin aus der Ferne, die mich mit Papierstreifen versorgte, damit ich weiter Fröbelsterne falten kann. Auch an dieser Stelle nochmal DANKE liebe K.!

... räucherten Karen - klick(Werbung wegen Verlinkungund ich bei Vollmond, getrennt durch viele Kilometer und doch gemeinsam 

... las ich ungewöhnlich viel und kann diese beiden völlig unterschiedlichen Bücher nur empfehlen.


(Unbeauftragte Werbung weil Marken erkennbar)
 

... entstanden hier ganz flink Schneemann- Teelichter und wechselten genauso schnell die Besitzerin.

... besuchte ich die Freundin, die mich bekochte. 
Die Tortellini mit der Linsensauce waren schon gut, aber der Feldsalat mit Orangendressing war DER KNALLER! (Mehr dazu im Februar/ hier - klick ;o)

... brannte hier dein Licht liebe I. 
Mit deiner lieben, witzigen Art wirst du mir sehr fehlen. Wie gerne hätte ich noch einmal im Chor neben dir gesessen, deine schöne Altstimme gehört und mit dir zusammen gesungen. 




... habe ich bereits mit dem 3. Buch begonnen und dazu leckere heiße Schokolade (ein Geschenk vom älteren der beiden Lieblingssöhne) genossen.

... löste sich der Siphon unter meiner Küchenspüle, während ich meine Kaffeetasse ausspülte. Und mal gut, dass das nicht passiert ist, als die Spülmaschine lief oder richtig viel fettiges Wasser durch den Ausguß kam...
Das nennt man dann wohl Glück im Unglück, auch wenn ich nachts um 23 Uhr wenig begeistert war, noch den Schrank auszuräumen und die Küche zu wischen.




... kam gestern Post von Melitta (ohne Blog). Dir sage ich an dieser Stelle gleich mal herzlichen Dank, liebe Melitta!


Diesmal nicht auf den Fotos zu sehen:

- der leckere Schokoladenkuchen nach dem Rezept von hier - klick(Werbung wegen Verlinkung), der kaum aus dem Ofen gekommen, auch schon wieder verschwunden war ;o)

- der jüngere der beiden Lieblingssöhne, seine Liebste und Hündin Feliz. Bei unserem Treffen hatte ich leider ebenfalls vergessen zu fotografieren.

- Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und bleiernde Müdigkeit mit wirren Träumen, die hier ungeladene Gäste waren. Nein, es ist nicht das böse C. gewesen. Aber ehrlich, mir hat es auch so gereicht.


Alles in allem war ich in der zweiten Monatshälfte nicht viel im Internet unterwegs, sondern habe (s. o.) viel gelesen. Es gab wenig zu erzählen und für Fotos war es zumeist zu dunkel. 
Leichten Herzens sage ich:


Januar adieu!


Verlinkt zu Birgitt - klick -, die
unsere Monatskollagen sammelt 


Mittwoch, 12. Januar 2022

12 von 12 im Januar

 
12 von 12, das bedeutet am 12. des Monats über den Tag verteilt 12 Fotos zu machen, die darstellen wie man den Tag verbracht hat. 
Caro sammelt hier - klick - die Beiträge aller, die dabei sind. (Dieses Posting enthält unbeauftragte Werbung. Einerseits wegen Verlinkungen und auch, weil auf mehreren Fotos Marken erkennbar sind.)


Der Morgen beginnt um 6 Uhr, als der Radiowecker angeht. Später als sonst ist das heute der Fall, denn ich arbeite im Home- Office und spare deshalb die Fahrzeit. 
Nachdem ich im Bad war und angezogen bin, mache ich Kaffee und setze mich um 6:30 Uhr an den Schreibtisch. Der Kalender mit den Leuchttürmen, der dort steht, ist ein Weihnachtsgeschenk von Karen - klick - und er  versüßt mir den Start in den Tag. 

Heute ist das bitter nötig, denn ich habe Rückenschmerzen und leider bleiben zu allem Überfluss auch noch die Monitore schwarz. Fast 30 Minuten dauert es, bis endlich der Rechner hochfährt und ich mich einloggen kann. 




Um 8:30 Uhr ist eine Online- Telefonkonferenz angesetzt, die bis mittags dauert. Die Inhalte sind für meine Arbeit sehr wichtig und werden kompetent und interessant vermittelt. Trotzdem ist der Vormittag anstrengend. - Und das normale Tagespensum wartet ja auch noch...




Mittagspause:
Oh nein! Da hatte ich doch morgens tatsächlich vergessen, das Bett zu machen. Schlamperei. Das ist etwas, das mir eigentlich NIE passiert. 
So langsam habe ich wirklich genug von dieser Pandemie und davon, dass nichts mehr normal ist und so viel versandet. Alles gerät immer mehr aus dem Lot. Vielleicht ist es albern, so eine Lappalie wie ein nicht gemachtes Bett überhaupt zu erwähnen und als schlechtes Zeichen zu deuten, aber mir fehlt inzwischen der gewohnte Trott einfach SO sehr. 




Während ich die Bettdecke aufschüttel, wärmt die Mikrowelle mein Mittagessen. Es gibt Salat und den Rest von Spaghetti mit dieser - klick - Sauce, die ich sehr gerne mag.




Anschließend hänge ich schnell noch meine neue Fensterdeko auf. Das will ich schon seit Tagen erledigt haben. Jetzt oder nie.
Den gläsernen Sonnenfänger hatte ich mir selbst zu Weihnachten geschenkt. Leider lässt sich die Sonne davon nicht locken. Es ist und bleibt trüb draußen.




Die Pause ist vorüber. Mit Kaffee geht es zurück an die Arbeit und der letzte Weihnachtsmann unterstützt mich nach Leibeskräften <;o))) 




Knappe 2 Stunden später mache ich Feierabend.
Weil heute der 12. ist, ich später meinen Tag posten möchte, bisher noch nicht viel passiert ist und ich auch nichts weiter vor habe, beschließe ich euch zu einem Spaziergang mitzunehmen und verlasse die Wohnung. 
Wie schön, direkt vor der Haustür spitzen im Vorgarten die Schneeglöckchen schon aus der Erde.




Was für eine gute Idee, endlich mal wieder in die Masch zu gehen. Auf der Brücke über die Leine bleibe ich für ein paar tiefe Atemzüge stehen. Am Himmel lockert es sogar etwas auf. Der Tag fällt von mir ab und ich bin ganz im Hier und Jetzt angekommen. 




Eine andere gute Idee war es, Gummistiefel anzuziehen... Der Boden ist reichlich matschig.




Neben einer großen Trauerweide finde ich viele lange Ruten auf dem Boden. Wodurch sie wohl abgerissen sind? Merkwürdig. Sie sind noch ganz frisch und ich winde mir im Gehen rasch einen Kranz daraus, den ich mit nach Hause nehme.

 


Trotz des bedeckten Himmels ist das Abendrot der Knaller. 
Weil es schon später Nachmittag ist und die Sonne bald ganz untergegangen sein wird, drehe ich heute nur die kleine Runde. Wenn die Sonne erst weg ist, wird es hier draußen schlagartig stockfinster sein. 




Bevor ich zurück nach Hause fahre, mache ich noch einen kleinen Schlenker. 
Elkes und ihrem Jahresprojekt - klick - sei Dank, habe ich am vergangenen Wochenende endlich mal alle meine Schuhe durchsortiert. Das Ergebnis ist ... äh, wie sag ich's ... beeindruckend?! (Mehr dazu ein anderes Mal.) Einen Teil der aussortierten Schuhe und noch weitere Dinge gebe ich im Sozialkaufhaus ab.




Heute gibt es auch noch ein 13. Foto, denn wieder Zuhause entdecke ich im Briefkasten Post von Marion - klick, für die ich hiermit gleich mal herzlichen Dank sage! Liebe Marion, was du da schreibst ist sehr aufschlußreich... und natürlich weiß ich, was eine OAV ist. (Sonst noch jemand hier?  ;o)




Nun ist Schlafenszeit, dieser Tag ist vorüber und morgen früh um 6 geht schon wieder der Wecker. Später werde ich dann morgen bei euch noch nachlesen, wie ihr den 12. so verbracht habt. 

Viele Claudiagrüße


Donnerstag, 6. Januar 2022

Epiphanias - oder vom Zauber der Rauhnächte?

 
Hallo ihr Lieben,

gerade grüße ich euch hier aus meiner Mittagspause. 
Nach einer stürmischen Nacht endet heute an diesem knackig kalten aber sonnigen Wintertag - es ist Epiphanias, der Tag der Heiligen drei Könige - die Weihnachtszeit und mit ihr enden auch die Rauhnächte. 


Schon vor einigen Jahren entstand Melchior vom Foto oben aus einem Mini- Zapfen und einer Holzperle


Auf verschiedenen Wegen hatten mich Reaktionen erreicht, nachdem ich in den Monatsplänen zum Dezember hier - klick - davon geschrieben hatte, dieses Mal begleitet mit einem Online- Kurs durch die Rauhnächte gehen wollte.

Vom Zauber der Rauhnächte? lautet die Überschrift. 
Und vielleicht interessiert es euch nun auch zu erfahren, wie meine Zeit gewesen ist?

Deutlich glaubte ich bereits am 21.12. zu spüren, "da passiert gerade etwas". 
Womöglich hattest du hier - klick - schon von meinem Erlebnis mit Gänsen am Tag der Wintersonnenwende gelesen? 
Das Wetter kam mir in den Tagen zwischen den Jahren irgendwie... sehr intensiv vor.
Die ganze Zeit hindurch habe ich eine körperliche Unruhe gespürt, oft SO schlecht geschlafen und mehrfach intensiv geträumt, was ich um ehrlich zu sein alles drei ziemlich unangenehm fand.

Zauber der Rauhnächte... schön wäre es gewesen.
Aber: um ehrlich zu sein bin ich in den Online- Kurs gar nicht erst gestartet!

Dienstlich ist seit Wochen alles nur noch zu viel, ich arbeite gerade (mal wieder) am Limit, konnte und wollte selbst neben unvermeidlichem reduziertem Weihnachtstrubel nach Feierabend wirklich nichts mehr zusätzlich im Alltag unterbringen. 
Schon der Gedanke, an die erforderliche innere Einstimmung und die Vorbereitungen für den Kurs, der am 24.12. startete, erfüllte mich mit Widerwillen und verursachte mir Stress.   

Zum Glück habe ich schon vor einiger Zeit gelernt, dass ich mich privat zu nichts zwingen muss, nur weil ich es mir vorher irgendwann schön vorgestellt hatte, sondern auch nachsichtig mit mir selbst sein darf. 
FREIzeit heißt es ja nicht ohne Grund, sondern weil man FREI sein darf, diese Zeit zu gestalten, wie es gerade stimmig ist.

Manchmal kommt es anders, als gedacht, ich empfinde nur leichtes Bedauern, denn die Entscheidung war richtig. 
Dieses Jahr durften die Rauhnächte ohne mich verstreichen - und die Neugier bleibt. 
Vielleicht für nächstes Jahr...