Das Vergangene hinter sich lassen.
Imbolc, das keltische Lichterfest, beruht auf ganz altem Wissen.
Die Feier der Wiederkehr des Lichtes, des Wiedererwachens der Natur, des Beginns von etwas Frischem und Neuen ist nicht religiös geprägt und fällt auf den 2. Februar.
40 Tage nach Weihnachten sind es am 2. Februar und als Katholikin feiere ich an diesem Tag Mariä Lichtmess.
Es ist vereinfacht zusammengefasst der Tag, an dem Maria, die aufgrund der damaligen jüdischen Gesetze 40 Tage lang nach der Geburt ihres Sohnes "unrein" war, ihr Reinigungsopfer darbrachte und gleichzeitig zusammen mit Josef ihren erstgeborenen Sohn im Tempel aus dem Eigentum Gottes "auslöste".
Frisch und neu und Reinigung?
Für mich klingt es, als hätten beide Feste den selben Ursprung...
| Heute in unserer Kirche |
Am 2.2. endete früher in der katholischen Kirche endgültig die Weihnachtszeit und auch die letzte Deko darf nun wieder verstaut werden.
In unserer Gemeinde wird Mariä Lichtmess bereits seit Jahren immer als Taizé- Messe begangen. Der Chor zu dem ich gehöre singt, die Kirche wird nur vom Kerzenlicht erleuchtet. Schön und sehr stimmungsvoll ist das.
Im Gottesdienst werden die Kerzen für das Jahr geweiht.
Etwas Aberglauben ist wohl dabei zu glauben, diese Kerzen besäßen eine besondere Heilkraft, böten Schutz vor Krankheit, Unwettern und Gefahren... (Aber schlecht wäre das ja nicht ;o)
Kein Aberglaube, sondern Tatsache ist hingegen, dass die Kerzen in dunklen Stunden Licht bringen und auch die Tage nun schon wieder spürbar länger hell bleiben, was gewiss vielen Menschen gut tut und gerade in unser Zeit im Schatten der Pandemie Hoffnung schenkt!
Für mich war Lichtmess bisher immer der Tag, ab dem ich mir im neuen Jahr traditionell die ersten Narzissen nach Hause holte.
Die Vorfreude auf diesen Tag mag ich eigentlich sehr.
In diesem Jahr blüht hier jedoch schon mein dritter Strauß.
Diesmal konnte ich nicht warten, sondern brauchte ganz dringend bereits früher sonnig gelbe Lichtblicke.
Traditionen sind schön, solange sie gut tun. Besondere Zeiten bedürfen besonderer Maßnahmen.
Nicht konsequent sein zu müssen, ist hier gerade meine Form von Selbstführsorge.
Bauernregeln besagen:
- Wenn' s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit.
Oder auch:
- Gibt' s an Lichtmess Sonnenschein, wird' s ein spätes Frühjahr sein.
Hier gab es keinen Schnee, wohl aber Regen und Sturm.
Die Sonne schien auch. Aprilwetter...
Und bei dir?
Claudiagruß