Dienstag, 9. April 2019

Kein Schweigen


"Das Schweigen" betitelte Ev ihr letztes Posting und schreibt:

Zitat: ... Langsam, sehr langsam findet ein Umdenken statt. Nicht beim Nachbarn mit den praktischen Pestiziden aus dem Baumarkt. Auch nicht bei den Anlegern des Kies- und/ oder des  Rindenmulchgartens. Vögel? Will man nicht, die verkacken die teuren Fliesen. Insekten will man auch nicht, die ziehen nur die kackenden Vögel an, kacken selbst wiederum auf die Fenster, die so nicht blitzblank bleiben und dazu stechen sie einen auch noch. Bunte Blumen? Nö, die verwelken irgendwann nur und dann muss man die hässlichen, brauen Reste aus den Pflanzen schneiden oder vom Rasen auflesen...
Selbstverständlich habe ich Ev um Erlaubnis gebeten, sie hier zitieren zu dürfen, denn ihr Posting sprang mich förmlich an und es begann mir in den Fingern zu jucken, auch über dieses Thema schreiben zu wollen. Ich fragte mich nämlich, ob sie vielleicht meinen Nachbarn hier im Haus persönlich kennt?!





Eines vorweg: hier schweigt nix!

Sonntag Morgen kurz vor 8 Uhr:
Mit dem ersten Kaffee hocke ich auf meinem Balkon, genieße den Moment.
Es ist Frühling, die Sonne scheint vom strahlend blauen Himmel, von fern zwitschert fröhlich Herr Amsel, seine Gattin weilt im Nest neben mir und bebrütet brav ihre 4 hübschen Eier. Der Balkon liegt abseits der verkehrsberuhigten Strasse. Es herrscht eine friedliche Atmosphäre hier.

Zunächst jedenfalls. Bis plötzlich - Sonntag morgens kurz vor 8 Uhr - der Nachbar aus dem Haus gestürzt kommt, laut in die Hände klatschend zu einem etwas vom Eingang entfernten Baum an die Grundstücksgrenze läuft und wild gestikulierend laut "ksch - KSCHSCH- ksch" macht.

Die Situation ist so skurril, dass man fast lachen könnte. Fast. Wenn es nicht so traurig wäre!

Die Aufmerksamkeit meines Nachbarn gilt - einer Ringeltaube. (Ringeltaube! Nicht zu verwechseln mit der Stadttaube, welche auch "Ratte der Lüfte" genannt wird und die übrigens letztendlich auch ein Lebewesen und kein Müll ist.) Diese Ringeltaube sitzt an diesem schönen Frühlingsmorgen - es ist noch immer kurz vor 8 Uhr, ganz still und artig im Ahorn auf ihrem Nest. Sie scheint zwar durch die Machenschaften des munteren Nachbarn etwas beunruhigt, hält jedoch tapfer die Stellung.

Der Nachbar verschwindet wieder im Haus.
Mal gut, denke ich grad noch... da ist er auch schon zurück. In der Hand hält es eine lange, dünne  Eisenstange, mit der er nun, das laute "ksch - KSCHSCH- ksch"- Rufen wieder aufnehmend, hinauf in den Baum nach dem Nest stochert.
Vergeblich sagt seine Frau vom offenen Fenster aus, dass er aufhören und wieder hineinkommen soll.
Er erreicht das Nest nicht und beginnt mit der Stange gegen die Äste zu stoßen. OH NEIN. Alles wackelt.
Schließlich gibt die Klügere nach und fliegt davon... Sonntag Morgen kurz vor 8 Uhr.




Warum ich nicht eingegriffen habe?
Weil die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt hat, dass Worte hier Energieverschwendung sind!
Dieser Nachbar hat sich von seinem Einzug an dafür eingesetzt, dass nach und nach hier rund ums Haus die Bäume gefällt werden.
Dieser Nachbar hat jetzt vor das Haus (womöglich als Ersatz für die meterhohe Eibe?) eine mikerige einzelne Rose gepflanzt. Das war schon länger sein Wunsch.
Dieser Nachbar verbringt seit Jahren seine Zeit - und er hat viel Zeit, er ist Rentner - damit, Vögel zu scheuchen und schießt mit Knall und ich-weiß-nicht-was aus dem Fenster nach den Tauben.
Dieser Nachbar hat durchgesetzt, dass die Rasenfläche vorm Haus mit Geröll bedeckt wurde, weil da manchmal Hundedreck lag. (Der liegt da übrigens ab und an immer noch. Nur jetzt halt nicht mehr auf Rasen, sondern auf Steinen.)
Um unser Haus entstand, wo es vorher grün war, nach und nach eine Steinwüste.




Es ist aber mehr als nur die Optik, was mir Sorgen macht:

  • Keine Wurzeln sind mehr da, die noch den Boden festhalten und/ oder Regenwasser aufnehmen könnten
  • Keine Insekten finden mehr Nahrung und Schutz im Gras oder im Laub
  • Die Amseleltern mit dem Nest auf meinem Balkon werden dieses Jahr viel weiter fliegen müssen, um ihre Pieplinge mit Futter zu versorgen

Ich zitiere nochmals Ev:
Vögel? Will man nicht, die verkacken die teuren Fliesen.

... und ergänze: Rasen, will man nicht, Bäume auch nicht, denn auf Rasen und Bäumen, da sitzen die Vögel. Und Vögel - dass bedeutet auch Ringeltauben und die will man nicht, weil - siehe oben...

Wie kann es sein, dass ein gebildeter alter Mann in seinem langen Leben nicht gelernt hat, dass wir Menschen nur ein kleiner Teil der Natur, eines großen Ganzen sind?

Die Ansichten dieses Nachbarn werde ich nicht mehr ändern können.
Ich pendel so oft zwischen Wut und Trauer hin und her, fühle mich hilflos, wie die Taube im schwankenden Geäst, spreche heimliche Verwünschungen aus, denke unflätige Worte, sinne innerlich auf Rache, versuche trotzdem ruhig und sachlich zu bleiben (an mein Karma zu denken ;o) und dieser Welt einen eigenen kleinen, besseren Beitrag zu leisten.




Und wisst ihr was?!
Die Ringeltaube ist nach einiger Zeit zu ihrem Nest zurückgekehrt und die Schmetterlinge sind auch noch da. Die sitzen auf den warmen Steinen und schenken mir ein kleines bisschen Hoffnung!


Danke dir Evklick - (Werbung wegen Verlinkung zu Ev' s Posting "Das Schweigen")
für den Anstoß und dass ich dich hier zitieren durfte!


24 Kommentare:

Varis hat gesagt…

Ich glaube, euer Nachbar ist ein Klon von unserem Nachbar. Das ist nämlich genauso ein Volltr******. Ein Naturphobiker vom Feinsten. Was wir mit dem schon Ärger vor allem wegen unserer Bäume hatten, geht auf keine Kuhhaut. Und leider gibt es viele solcher Menschen. Viel zu viele. Traurig ☹️
LG, Varis

Kathrin hat gesagt…

oh jee, ich wohne in Bremen, aber im Grünen und wir haben einen riesigen Garten mit Teich und Bäumen und Büschen und den kompletten Garten als Tier Paradies angelegt, hier nisten nicht nur Meisen und Rotkehlchen sondern auch Tauben und Eichhörnchen. Zum Glück sind die Nachbarn rundum auch eher naturfreundlich, bis auf einen, der nur Kies im garten hat und nichts grünes, aber zum Glück hat der eh nur 1 Mini Garten, aber !!! 2 Katzen, die wiederum verjagen meine Hunde & ich aus unserem Vogel Paradies. Liebe Grüße dir aus Bremen von Kathrin

Babajeza hat gesagt…

Das ist ja grauenhaft. Ich müsste umziehen. Liebe Grüsse von Regula

MartinaM hat gesagt…

Oh Mann, solche Nachbarn braucht man nicht. Ich frage mich, warum man alles unter Stein legen muss, wie doof sieht denn eine einzelne Rose aus? Die kommt doch gar nicht zur Geltung. Mit den ganzen Häuserbaufluten und der Vernichtung von Grünflächen freut man sich doch immer über jedes bissen Grün was man bewahren kann. Und wie schön ist es, wenn morgens alles ruhig ist und man dem Vogelgezwitscher lauschen kann. Für mich ist das wie Balsam für die Seele. Aber gegen solche Menschen kommt man auch nicht an, dann lieber die eigenen Nerven schonen.
Ich wünsche dir noch einen schönen Tag, Gruß Martina

Tina-vom-Dorf hat gesagt…

Guten Morgen Claudia,
das ist ja einfach nur schrecklich. Gott sei Dank habe ich keine solchen Nachbarn. Aber ich lebe auch auf dem Dorf.
Aber in den Neubausiedlungen nehmen die Steingärten erschreckend zu.
Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und viel Vergnügen beim Vögel beobachten.
Liebe Grüße
Tina

Nana hat gesagt…

Und ich versuche Dir nun Mut zu machen, doch Partei für die Taube zu ergreifen und auf den Nachbarn einzureden. Erzähle ihm, daß das eben eine "gute" Taube ist und was auch immer. Naja, Du kennst ihn, aber er wird kommen und Äste absägen, wirst sehen.

Ich hasse all sowas auch. Ich saß neulich auf dem Balkon und sagte zu meinem Mann: "Was muß der Himmel früher voller Vögel gewesen sein, welche ein "Lärm" muß in der Luft gewesen sein!"

Nana

Kirsten M. hat gesagt…

Liebe Claudia,
was für eine schon fast gruselige Geschichte. Du hattest ja schon nach und nach geschrieben, das der ein oder andere Baum weg sei.
Es sieht wirklich recht karg bei euch aus jetzt.Aber ich denke dein Balkon macht das alles wieder wett. Sicherlich hast du dort ein Tierparadies geschaffen, sonst würde die Amsel nicht jedes Jahr wiederkommen. Herzlichst Kirsten

Sheepy hat gesagt…

So schlimm, wenn es es noch solche Nachbarn gibt.
aufbauende Inselgrüße
Kerstin

Jutta.K. hat gesagt…

Also wirklic, da streuben sich mir die Haare !
Das kann doch nicht sein !
Solche Menschen sind sich selber nicht gut.
Da passt was nicht im Oberstübchen !
Und mit solchen Menschen zu reden ist schier unmöglich ?
Ich glaube es gleich !
Frag ihn doch mal anders herum.
Frag mal , ober er denn Glücklich ist ?
Ob du ihm vielleicht helfen kannst ?
Würde mich interessieren, was er darauf antworten würde ;-)
♥liche Grüße
Jutta PS.
Wie schön, dass alle Tiere immer noch da sind, trotz allem !

Tips hat gesagt…

Ich bin sprachlos. Ich habe einen unordentlichen Garn. Zweimal im Jahr gegen Unkraut vorgehen reicht mir, damit die Stauden nicht ganz untergehen. Leider haben wir viele freilaufende Katzen auf der Jagd nach Vögeln. Und zum Leidwesen der Vögel habe wir in diesem Jahr unsere riesige Lebensbaumhecke auch halbiert und somit Nistmöglichkeiten genommen. Aber in meiner Umgebung ist zum Glück noch viel viel viel Grün. Das Naturschutzgebiet ist nicht weit weg für die Wiesenvögel und etwas die Straße hoch ist das "Brack", ein See zum Angeln mit viel wildem Grün drumherum.
Solche Gärten nennt man übrigens nicht Steingarten, denn ein Steingarten ahmt Gebirgslandschaften nach und da wachsen pflanzen. Das was du meinst sind Schottergärten und Steinwüsten. Entsetzlich. Einige Städte und Gemeinden überlegen, solche Flächenversiegelungen zu verbieten zum Wohle der Natur.
Winkegrüße Lari

TAC hat gesagt…

Furchtbar.
Ich fand es auch schlimm, als unser Nachbar seine hohen u d fast alle alten Bäume gefällt hat (3 riesige Walnussbäume, mehrere alte Obstbäume und rund 20 hohe Nadelbäume), aber zumindest hat der ganz viel neu gepflanzt.
Ich überlege grade, wen du um Hilfe bitten könntest gegen den Nachbarn. Andere Nachbarn? Naturschützer?
Genieße dein Amselglück auf dem Balkon!
LG von TAC

Anonym hat gesagt…

Wie gruselig, das zu lesen! Wir haben nur einen Nachbarn, aber der lebt genau wie wir, mit der Natur. Der Vorbeitzer des Hauses hat einen Pferdestall gebaut, der nicht gemeldet wurde. Nun haben die Neuen Probleme, ihn behalten zu dürfen. Wenn sie dürfen, dann müssen sie entweder 15 Meter heimische Hecke, oder 5 heimische Laubbäume pflanzen. Das ist fast schon irre, denn das Haus mit seinen Wiesenbereichen ist mit Buchen- und Weißdornhecke umrundet. Und eigentlich stehen so viele Bäume auf dem Grundstück, daß gar kein Platz für 5 weitere ist. Aber sie brauchen halt den Stall für ihre Tiere und werden sich etwas einfallen lassen. Und nur ein paar Meter weiter stehen die Häuser mit den Kiesvorgärten, denen niemand Vorschriften macht. Es ist fast eine Komödie. Und das Beste, genau diese Leute pflücken die wundervoll leuchtenden Narzissen am Wegesrand. Meines Wissens ist das verboten! Sollen sie dich Blumenzweibeln stecken, dann können sie sich Sträuße binden! Schlimm, das alles zu sehen und zu sehen, wie blind andere für die Natur sind.
Zu hoffen, daß Dein Nachbar sinneswandelt,ist wohl utopisch. Ich hoffe, bei Dir haben es die Tiere weiterhin schön. Ich wünsche Dir einen schönen Dienstag und schicke liebe Grüße, Elke

Valomea hat gesagt…

Liebe Claudia,
ich erinnere mich noch gut an Deinen Baum-Fäll-Bericht... Es ist schrecklich, dass es so viele Menschen gibt, die unsere Welt offensichtlich nicht verstehen. Ich trage mein Ressourcen-schonen-ist-wichtig-Schild ja auch ständig vor mir her und ernte oft Unverständnis und sehr fragende Gesichter. Die Taube bleibt hoffentlich standhaft und hat ihr Nest hoffentlich gut gebaut.
Wir haben es gut, leben im Grünen, es gibt sie noch, die Vögel und Insekten. Und wir geben uns auch Mühe, dass es so bleibt.
Alles Liebe für Dich!
Valomea

niwibo hat gesagt…

Was für ein A.... würden meine Söhne nun sagen.
Ich sage es nicht, denke es aber.
Was ist das für ein Mensch?
Weiß er nicht, dass wir alles und jeden brauchen um zu überleben?
Aber er ist wahrscheinlich schon so alt, dass ihn das nicht mehr interessiert.
Ich glaube, ich hätte mich mit diesem Herrn nur in den Haaren.
Lass Dich nicht unterkriegen, mach mal den Mund auf und wehr Dich, lieben Gruß
Nicole

Ev von diefarbeev hat gesagt…

Liebe Claudia,
Ich danke DIR!
Ratten der Lüfte - ich habe diese Bezeichnung nie goutiert, verstanden habe ich sie erst recht nicht.
Die Taube ist doch in unserer abendländisch-christlichen Kultur ein ganz besonderer Vogel, brachte sie doch Noah den rettenden Ölzweig nach der Sintflut. Vielleicht sollte der Herr darüber einmal nachdenken?
In HD wird sich über die Tauben im Hauptbahnhof echauffiert und über die Gänse am Neckarufer ... ja, Herrgott noch einmal, dass sie keine anderen Lebensräumen mehr haben, dafür haben doch wir Menschen gesorgt! Wo sollen sie denn noch hin hier bei uns, wo immer mehr Straßen Schneisen ziehen, immer mehr Neubaugebiete alles verbetonieren?!
Auch das ist ein sintflutliches Sinnbild über das es sich nachzudenken lohnt.
Ich bin sehr froh, dass hier bei Dir in den Kommentaren so viel Zuspruch zu lesen ist, das ist wirklich toll!
Meine allerliebsten Dir,
Ev

Bienenelfe Kerstin hat gesagt…

Ohje ohje liebe Claudia, das ist ja schrecklich und ganz und gar nichts für mich, denn ich glaube ich müsste ausziehen oder mich mit dem Nachbarn anlegen und das wird wie Du oben schon beschrieben hast nichts nützen. So wird sich die Welt selbst abschaffen!!! Ich war am Wochenende auf Käuzchenexkursion und dort am Feldrand haben wir unglaublich viel Plastik gesehen, das war auch richtig erschreckend denn es lag nicht nur obendrauf nein zum Teil war es schon in der Erde und sicherlich werden im Laufe der Jahre die Teile immer kleiner und irgendwann landen sie dann bei uns auf dem Tisch, ich weiß gar nicht ob man die Welt überhaupt noch retten kann.

Nachdenkliche Grüße
Kerstin

kleine blaue Welt hat gesagt…

Liebe Claudia,
so einen Menschen hab ich zum Glück nicht in meiner Nähe und ich hoffe,daß es nicht allzu Viele dieser Sorte gibt...
Aber leider wohl doch:(
Traurig,daß solche die Lebewesen und Natur um sich herum nicht schätzen und lieben wollen.
Hier haben auch wieder Ringeltauben gebrütet,aber leider fiel das Junge einer Krähe zum Opfer.Hab es beobachtet:(
Sei ganz lieb gegrüßt von
Kristin

Wir vom Ende der Straße hat gesagt…

Hallo Claudia,
das Problem haben wir hier noch nicht. Aber immer mehr Neubauten bekommen nun auch pflegeleichte Steinwiesen rund ums Haus und dagegn wollen nun einige Gemeinden was unternehmen weshalb die neuen Baugebiete nun nur noch so und soviel Prozent Steine haben dürfen und alles andere ist "natürlich" zu halten. Was man alles vorgeschrieben bekommt bzw. bekommen muss, schon traurig!
Liebe Grüße
Manu, die gerade Deinen Status gesehen hat. Uhi, wieso hat das so gewackelt, das sah ja gefährlich aus!

Judika hat gesagt…

Liebe Claudia,
solch dumme Menschen gibt es überall.
Toll geschrieben!
viele Grüße Margot

siebenVORsieben hat gesagt…

Herrje, das klingt wirklich schlimm (und so sieht es auch aus). Schrecklich solche Menschen, so eine Denke. Da bin ich doch direkt froh über meine Nachbarn, die mir stattdessen alle Vögel aus dem Gartn ziehen - mit ihren 415 Futterstellen ;-)). Mein Kleiner und ich haben gestern übrigens eine wunderschöne weiße Taube mit braunen und grauen Flecken gesehen (noch nie vorher habe ich solch ein Exemplar entdeckt) Ach, und was mir noch einfällt. Gestern stand in der Zeitung, dass man in Nünberg nun Steinwüsten als Gärten verbieten will (Gartenverbote finde ich zwar nicht richtig, aber der Gedanke ist gut).
Liebe Grüße
Jutta

Jojo hat gesagt…

Oh Claudia, wie Du uns aus der Seele sprichst. Hier in Berlin greift die „aktive Bekämpfung von Bäumen und Büschen“ auch immer mehr um sich. Man nennt es Beseitigung von Wildwuchs. Und das ist verstärkt so, seit die Grünen mit regieren, so traurig es auch ist und das sag ich, obwohl mein Bruder auch im Abgeordnetenhaus für die Grünen sitzt. Wir können es auch kaum noch ertragen. Jetzt ganz aktuell haben sie hier an der Straße die Fliederhecke niedergemacht. Sie war für uns im Frühjahr/Sommer immer eine grüne Blüten(Duft)-Schutzmauer gegen die vielbefahrene Straße. Nun ist sie sehr weit unten niedergemäht, dass es ein harter Überlebenskampf für sie wird. Zumal der Regen fehlt. Es ist so traurig - an den widersinnigsten Ecken wird gesägt, dass einem das Herz blutet. Selbst das Naturschutzgebiet ist vor den Baumfrevlern nicht sicher. Wie muss man ticken, dass man so etwas mit Begeisterung tut?
Hier auf unserem Balkon in der 11. Etage hat sich eine Birke ausgesät, die wir hegen und pflegen und wir haben häufig Besuch von Krähe, Elster und Co., die hier Speis & Trank finden.
Ganz liebe Grüße von der ebenso empörten wie traurigen Lene

Elfenrosengarten hat gesagt…

Oh, man! Es ist einfach zum k....n!
Was kann man nur gegen solche Dinge tun.
Das müsste doch verboten werden, diese Versiegelung
des Erdreiches. Und dann wundern, wenn es Hochwasser gibt. Irgendwo muss das Wasser doch hin! Und diese Hitze erst in solchen Betonwüsten. Was soll man da sagen.
Da fehlt jeder gesunde Menschenverstand.
Es tut mir echt leid - was für ein Nachbar!
LG Urte

Maedchenfarbe hat gesagt…

Liebe Claudia!
Es erschreckt mich immer wieder, wie manche Menschen ticken und noch mehr, dass gerade solche ihren Willen fast immer durchsetzen können. Ich lebe hier auf einer "Insel der Seeligen", zwar werden immer mehr Felder mit Wohnsiedlungen verbaut, aber dort entstehen wieder Gärten und der eine oder andere pflanzt sich Bäume oder bienenfreundliche Sträucher. Ich kann verstehen, wie Du Dich fühlst... aber mit Deinem Balkon leistest Du ganz guten Widerstand !
Liebe Grüße
Karen

Claudia Holunder hat gesagt…

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