Eine Woche ist der 12. Mai inzwischen her aber auch wenn es hier still blieb, hatte ich doch fleißig fotografiert. 12 von 12, das bedeutet nämlich am 12. des Monats über den Tag verteilt 12 Fotos zu machen, die darstellen wie man den Tag verbracht hat. (Dieses Posting enthält unbeauftragte Werbung. Einerseits wegen Verlinkungen und auch wegen Ortsnennung, weil auf den Fotos Marken erkennbar sein könnten oder im Text genannt werden.)
Meinen Beitrag kann ich trotz meiner Trödelei sogar noch zu Caro - klick - verlinken, die die Postings aller sammelt, die dabei sind.
Der Wecker klingelt kurz vor 6 Uhr und ich wache mit Kopfschmerzen und irgendwie vergniesgnaddelt (ist das eigentlich eine Wortschöpfung des Liebsten - oder benutzt noch jemand dieses Wort?) auf.
Eine halbe Stunde gönne ich mir um richtig wach zu werden und für Dehnübungen noch direkt im Bett. Dann stehe ich auf und fahre als Erstes im Home- Office den Rechner hoch - zunächst ohne mich einzustempeln. Ein kurzer Blick in meine Inbox beruhigt mich: ein Glück. Es ist nicht so viel Arbeit gekommen.
Ich beschließe, den Tag weiter ruhig angehen zu lassen, mache mir Kaffee und setze mich damit auf den Balkon. Das Wetter ist trübe aber mild und alles ist unglaublich grün. Den Anblick genieße ich total und fühle mich sehr privilegiert, meine Zeit so frei einteilen zu können.
Mögt ihr mit mir einen Blick ins Amselnest werfen? 4 nackige Pieplinge kuscheln sich darin zusammen. Die Kleinen sind vor 3 bzw. 2 Tagen aus ihren Eiern geschlüpft und in der kurzen Zeit schon mächtig gewachsen.
Als der Kaffee ausgetrunken ist, räume ich zunächst den Geschirrspüler aus, schäle Möhren und schneide Avocado für mein Frühstück und fange ich dann doch mal an zu arbeiten.
Der Vormittag vergeht wie im Flug und irgendwann geht die Tür auf und der Liebste kommt.
Während ich noch immer am Schreibtisch bin, verfugt er im Badezimmer schonmal die neuen Fliesen.
Nach 6 Stunden Arbeit mache ich frühen Feierabend. Für heute reicht es mir. Der Liebste fugt weiter und ich fahre mit dem Auto einkaufen.
Als ich zurück komme, finde ich im Briefkasten liebe Post von Marion - klick. Sie entschuldigt sich, weil ihre Osterkarte so spät kommt. Aber nicht doch liebe Marion. Die Osterzeit dauert ja bekanntlich bis Pfingsten und ich habe volles Verständnis, wenn manche Dinge einfach länger brauchen!
Hab ganz herzlichen Dank für deine Karte. Die Eierlikör- Mousse probieren wir bestimmt bald aus. Die kann ich mir total gut mit frischen Erdbeeren vorstellen.
Der Liebste ist inzwischen im Badezimmer fertig und wir grillen auf dem Balkon. Es gibt diesen - klick - leckeren Salat dazu.
Auch bei Familie Amsel ist jetzt Essenszeit. Der Amselpapa bringt einen ganzen Schnabel voller grüner Raupen. - Na lecker!
So liebe Kirsten, heute siehst du dann mal zusätzlich zu den Freitagsblümchen - klick - auch meine schmutzigen Fensterscheiben.
Die Sonne bringt es gnadenlos an den Tag...
Da aber der Liebste drinnen handwerkt und staubt und die Nachbarn von gegenüber draußen Steinplatten im Vorgarten schneiden, verschiebe ich die Aktion Fensterputzen auf unbestimmte Dauer in die Zukunft.
Meine Maiglöckchen vom Wochenmarkt mussten ihren ursprünglichen Platz auf dem Wohnzimmertisch räumen, weil sie sooo intensiv geduftet hatten. Selbst der Nasenvase war das HATSCHIEEE zu viel ;o)
Auf dem Balkontisch neben dem Windlicht machen sie aber auch eine gute Figur.
In der Küche schneide ich den Eierlikör- Schokokuchen nach einem Rezept meiner Kollegin Gesine an. Gesine ist die Backfee in unserer Abteilung. Sie probiert zur Freude aller häufig neue Rezepe aus und ihre Kuchen schmecken einfach IMMER köstlich.
Den größten Teil des Kuchens friere ich zunächst ein und das Rezept halte ich hier gleich mal fest:
Rezept für den Eierlikör- Schokokuchen
Zutaten:
- 250 g weiche Butter
- 180 g Zucker
- 2 EL Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 5 Eier
- 250 ml Eierlikör
- 280 g Mehl
- 2 TL Backpulver
- 4 EL Schokocreme (z. B. von Milka, weil die kein Palmfett enthält)
So gehts:
1) Den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und die Backform (Guglhupfform oder eine sehr große Kastenform - Notiz an mich selbst: meine war zu klein! - verwenden) gründlich einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen.
2) Die weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig schlagen.
3) Die Eier einzeln dazu geben, jedes Ei eine Minute lang unterrühren, bevor man das nächste dazu gibt.
4) Den Eierlikör unterrühren.
5) Mehl und Backpulver mischen und auf die flüssigen Zutaten sieben. Rasch und kurz unterrühren.
6) Teig halbieren und die Schokocreme unter einen der Teile rühren.
7) Den sehr leckeren rohen Teig NICHT direkt aufessen, sondern beide Teige wie bei Marmorkuchen abwechselnd in die Backform geben. 50 - 60 Minuten backen.
Es ist warm und sonnig auf dem Balkon. Der Liebste und ich machen es uns bequem. Ich lese endlich mein Buch weiter, das ich letztes Jahr im Juli zum Geburtstag bekam. Bald erscheint nämlich schon Band 2 der Trilogie.
Die Mauersegler kreisen laut rufend am Himmel, wir sitzen noch immer draußen. Schließlich wird es dunkel, wir zünden die Kerzen an, quatschen. Was für ein schöner Abend.
Sommerlaune kommt auf und ich mache ein Kreuz im entsprechenden Bingofeld - klick, obwohl ja kalendarisch eigentlich noch Frühling ist...
Claudiagrüße

10 Kommentare:
Guten Morgen liebe Claudia,
was für ein schöner Tag, auch wenn er mit Kopfschmerzen begonnen hat. Er hat sich doch prima gesteigert.
Der Kuchen sieht lecker aus und die kleinen Nesthocker gefallen mir auch sehr.
Genau wie Marions Karte.
Nun hab weiterhin einen schönen Mai, ganz lieben Gruß
Nicole
Liebe Claudia,
auch wenn der Start etwas holprig war, hast du
doch einen schönen Tag gehabt. Alleine schon das Amselglück
ist doch immer wieder faszinierend. 😊 Ich muss gestehen das meine Fenster um einiges blinder sind. Allerdings gibt es hier einen Sandweg und da es im Moment wieder wahnsinnig trocken ist. Lohnt es sich auch nicht... den Unterschied sieht eh keiner.
Viele liebe Grüße deine nähbegeisterte Andrea 🌷🍀
Was ein schöner 12.Mai! Danke für die Einblicke in deinen Alltag. Oh, du bist schön Oma!? Herzliche Grüße vom immer noch bewölkten Bodensee, Gina
Hihi, vergniesgnaddelt kenne ich auch 😊. Das Bild vom Amselpapa ist großartig. Ich finde es seeeehr beeindruckend, dass die Vögel es schaffen so viel Futter zu sammeln ohne die Hälfte zu verlieren.
Habt es fein.
Lieben Gruß aus dem kleinen Dorf zwischen den Meeren
Lydia
Liebe Claudia, was für ein toller Schnappschuss vom Amselpapa!!!!! Ja, das mit den Fensterscheiben ist so eine Plage😉 Weißt du wann der 2te Teil erscheint? Eigentlich sollte er ja schon letztes Jahr erscheinen. Euch ein tolles Wochenende...Herzlichst Kirsten
Danke für die Amselfotos!! Ich freu moch auf mehr
Habs gut
Herzlichst
yase
Der Eierlikörkuchen war gestern auch die Basis der dreistöckigen Hochzeitstorte. Maiglckchen sind bei uns schon durch und etliche Vögelchen flügge.
Sonntagsgrüße!
Astrid
Was für ein interessanter Einblick ins Amselnest, liebe Claudia. Sie sind ja so niedlich wie sie sich aneinander kuscheln, inzwischen hat der Vogel Papa Fleißig Futter gesammelt. Wir hatten jedes Jahr ein Amselnest in unserer Hecke , doch nun bevorzugen die Amseln die Nachbarhecke.
Lecker sieht der Marmorkuchen aus, danke für das Rezept. Lieber Gruß von Anna
Liebe Claudia,
auch etwas später habe ich deine 12 von 12 noch sehr gerne gelesen und mich an deinem Tag erfreut! Was für ein Glück, die Amselbabys so beobachten und den Herrn Papa so fotografieren zu können! Unglaublich, wie viele Raupen er gesammelt hat...
Der Eierlikör-Schokokuchen sieht lecker aus - und sehr hübsch, dein Ensemble mit dem Maiglöckchenstrauß!
Liebe Grüße
Ingrid
Ach, Du meine Güte! Ich kann gar nicht glauben, dass ich soviel verpasst habe, Claudia. Bin richtig erschrocken! Das schönste Bild ist für mich der Schnabel des fleißigen Amselpapas. Genau wie das Cover des Romans von Kerstin Gier wie für Dich gemacht ausschaut! Ganz liebe Grüße, Nicole
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