... die machen es leicht, das Schöne am Rande des Alltags zu genießen und (wie die Maus Frederik ;o) so viel es geht davon für den Winter zu bewahren. Ich bekomme nicht genug davon, die kleinen Momente auszukosten. Morgens vor der Arbeit im Dunklen...
... hocke ich mich mit dem ersten Kaffee und meinem Marmeladenbrot im Kerzenlicht auf den Balkon. Zu dieser Stunde ist es dunkel. Manchmal neblig und noch ziemlich kühl - aber die Zeit reicht sowieso nicht, lange genug zu bleiben, um wirklich zu frieren. Noch herrscht Stille um mich herum. Womöglich der einzig ruhige Moment heute?!
Mit dem Auto fahre ich ins Büro. Der Moderator im Radio wirkt angestrengt munter und übertrieben fröhlich, das geht heute für mich GAR nicht. Ich wechsel zu einem Kultursender.
Das Stück, das gerade läuft, berührt mich. Die Musik ist getragen, klingt etwas morbide, kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich mag sie!
An der nächsten Ampel notiere ich Titel und Interpretin, damit ihr auch mal hören könnt:
Es ist eine Coverversion und nun weiß ich auch, woher mir das Stück bekannt vorkam.
Wisst ihr es auch?
Es ist viel zu tun und der Vormittag vergeht wie im Flug.
Zur Mittagspause geht es endlich mal wieder in den Stadtpark. Sonnenstrahlen funkeln.
Der Wind zupft das Laub von den Bäumen und wirbelt die Blätter durch die Luft. Ich drehe meine Runde, atme tief durch und genieße...
Die Natur gibt zum Finale noch einmal vollen Einsatz. Die Herbstfarben leuchten aus jedem Winkel und der Himmel schenkt der Welt einen Regenbogen...
Nach der Arbeit wähle ich auch zum Abendessen wieder den Platz am Balkon. Es dämmert bereits, die Luft riecht feucht und bald wird es für dieses Jahr endgültig damit vorüber sein, draußen sitzen zu können.
Anschließend habe ich noch etwas vor, düse davon und komme erst ziemlich spät wieder zurück. Während der gesamten Heimfahrt sehe ich den Vollmond.
Als ich aus dem Auto steige ist er jedoch nirgends zu entdecken. Gemeinheit!
Ich bin schon an der Haustür angekommen, als ich es mir anders überlege, umdrehe und noch eine kurze Runde um den Block spaziere...
In der Nähe des Parkplatzes treffe ich einen älteren Nachbarn. Er grüßt, erklärt, er hätte etwas in seinem Auto vergessen und fragt mich verwundert, was ich denn um diese Zeit allein hier draußen mache.
"Ich suche den Mond", sage ich und sehe selbst im Dunkeln, seinen entgeisterten Gesichtausdruck, kann deshalb ein Kichern kaum unterdrücken ;o)))
Das Kichern blubbert noch lange am nächsten Tag in mir nach und weil solche kleinen Freuden manchmal das Größte sein können, gehörten sie festgehalten, hier beim Alltagsbunt!
Ach ja - und der Vollmond, der hatte sich dann auch schließlich doch noch gezeigt ;o)
P. S.: Eine Freude waren auch eure Glückwünsche zum Geburtstag meines Sohnes (klick).
Habt vielen Dank für die lieben Worte.