Ende 2018 war es, da entdeckte ich im www, eine Hängebrücke aus Titan im Harz, die über die Rappbodetalsperre führt - und war angefixt: da wollte ich hin! An der Rappbodetalsperre waren der jüngere der beiden Lieblingssöhne und ich vor ein paar Jahren - klick - mal in den Herbstferien. Damals war von einer Brücke noch nichts zu sehen. (Posting enthält mehrfach Werbung ohne Auftrag wegen Orts- und Markennennungen, bzw. weil Marken auf den Bildern erkennbar sein könnten. Alles an diesem Ausflug haben wir selbst bezahlt!)
Ostern 2019 schenkte mir dann der Sohn statt eines Osterei' s wunderbarer Weise einen Gutschein für den gemeinsamen Ausflug zur Hängebrücke... und dann hieß es, einen Termin zu finden. Und das Wetter sollte ja schließlich auch noch mitspielen.
Letzten Samstag - wie schnell doch so ein Jahr vergeht ;o) - war es dann so weit! Am späten Vormittag fuhr er mit dem Wagen hier vor und ich musste nur noch Platz nehmen.
Die Fahrt dauerte - Baustellen sei Dank - länger als erwartet. Das störte uns aber mal gar nicht, eher im Gegenteil. Wann hatten wir eigentlich vorher das letzte Mal die Gelegenheit, so ungestört und ohne Eile miteinander zu quatschen?
Weil es schon mittags war, als wir in die Nähe unseres Ziels kamen, stoppten wir zunächst in Quedlinburg, nutzten die Gelegenheit der knalligen Mittagshitze auszuweichen, ließen uns Pizza schmecken und genossen hinterher noch Cappuccino und das weltbeste Eis von unserer dortigen Lieblingseisdiele. (Und liebe Karen, bevor du fragst... nein, diesmal gab es keine bunten Streusel ;o)
Gut gestärkt erreichten wir schließlich den Stausee.
Nachmittags an einem Samstag in den Sommerferien bei herrlichstem Sommerwetter im Harz. - Ihr könnt es euch denken, oder? Wir waren leider nicht allein unterwegs, auch wenn zu meiner Verwunderung auf den Fotos gar nicht so viele andere Leute zu sehen sind.
Ich war total gespannt und ziemlich aufgeregt die Brücke zu betreten.
Wie würde es sein, so weit über dem Wasser zu laufen, mit freiem Blick durch die Gitterkonstruktion nach unten?
Nehmen wir es vorweg: der Sohn und ich gehörten nicht zu den Leuten, die sich mit unglücklichem Gesichtsausdruck am Geländer festkrallten und nicht nur wegen der Hitze schwitzten ;o)
Es ist nämlich so, dass man die Brücke betritt und der Hang darunter sanft abfällt. Überhaupt ist eben zunächst noch Boden unter den Rosten, man macht keinen Schritt ins Nichts. Erst wenn schon ein geraumer Teil des insgesamt 458 Meter langen Weges zurückgelegt ist, überquert man schließlich das Wasser der Talsperre... und hat freien Blick auf ziemlich viele Fische, die uns selbst aus 100 Metern Höhe noch ganz schön riesig vorkamen.
Durch die Bewegungen der Menschen, die mit uns unterwegs waren, schaukelte die Brücke stellenweise allerdings ziemlich und wir hatten lustiger Weise etwas Schwierigkeiten geradeaus zu laufen.
Viel zu schnell waren wir auf der anderen Seite angekommen. Aufgrund der Hygienevorschriften im Zusammenhang mit Corona ist die Brücke z. Zt. als Einbahnstraße eingerichtet und es ist leider nicht zulässig, nochmal zurück zum Ausgangspunkt zu gehen.
Schon zulässig war es hingegen im nahe gelegenen Wald spazieren zu gehen, was wir dann anschließend taten. Es roch nach Sommer... aber leider gar nicht nach Marzipan- Milchkaffee...
Nachdem wir ein geeignetes Plätzchen gefunden und uns niedergelassen hatten stellte ich Siebhirn nämlich fest, dass ich zwar unsere Becher und eine Thermoskanne mit heißem Wasser in den Rucksack gepackt, blöder Weise aber das Pulver Zuhause vergessen hatte... Lieber Sohn, bitte verzeih!
Ein köstlicher Café Frappé auf der Rückfahrt tröstete uns über das Malheur hinweg und gut gelaunt kamen wir schließlich zurück. Ich sage:
... verabschiede mich von euch mit einem Foto des Sonnenblumenfeldes im Abendlicht, an dem wir auf der Rückfahrt vorbei kamen, winke schnell noch Manu - klick - sozusagen von Hängebrücke zu Hängebrücke und verlinke (Werbung wegen Verlinkungen) diesen Beitrag mit:
Nicole - klick - , die im August Ausflüge sammelt und zu Jutta's - klick - Naturdonnerstag.