Mittwoch, 12. August 2020

Ohne Netz und doppelten Boden über die Rappbodetalsperre

Ende 2018 war es, da entdeckte ich im www, eine Hängebrücke aus Titan im Harz, die über die Rappbodetalsperre führt - und war angefixt: da wollte ich hin!  An der Rappbodetalsperre waren der jüngere der beiden Lieblingssöhne und ich vor ein paar Jahren - klick - mal in den Herbstferien. Damals war von einer Brücke noch nichts zu sehen. (Posting enthält mehrfach Werbung ohne Auftrag wegen Orts- und Markennennungen, bzw. weil Marken auf den Bildern erkennbar sein könnten. Alles an diesem Ausflug haben wir selbst bezahlt!)

Ostern 2019 schenkte mir dann der Sohn statt eines Osterei' s wunderbarer Weise einen Gutschein für den gemeinsamen Ausflug zur Hängebrücke... und dann hieß es, einen Termin zu finden. Und das Wetter sollte ja schließlich auch noch mitspielen. 




Letzten Samstag - wie schnell doch so ein Jahr vergeht ;o) - war es dann so weit! Am späten Vormittag fuhr er mit dem Wagen hier vor und ich musste nur noch Platz nehmen. 
Die Fahrt dauerte - Baustellen sei Dank - länger als erwartet. Das störte uns aber mal gar nicht, eher im Gegenteil. Wann hatten wir eigentlich vorher das letzte Mal die Gelegenheit, so ungestört und ohne Eile miteinander zu quatschen? 
Weil es schon mittags war, als wir in die Nähe unseres Ziels kamen, stoppten wir zunächst in Quedlinburg, nutzten die Gelegenheit der knalligen Mittagshitze auszuweichen, ließen uns Pizza schmecken und genossen hinterher noch Cappuccino und das weltbeste Eis von unserer dortigen Lieblingseisdiele. (Und liebe Karen, bevor du fragst... nein, diesmal gab es keine bunten Streusel ;o) 




Gut gestärkt erreichten wir schließlich den Stausee.
Nachmittags an einem Samstag in den Sommerferien bei herrlichstem Sommerwetter im Harz. - Ihr könnt es euch denken, oder? Wir waren leider nicht allein unterwegs, auch wenn zu meiner Verwunderung auf den Fotos gar nicht so viele andere Leute zu sehen sind.




Ich war total gespannt und ziemlich aufgeregt die Brücke zu betreten. 
Wie würde es sein, so weit über dem Wasser zu laufen, mit freiem Blick durch die Gitterkonstruktion nach unten? 

Nehmen wir es vorweg: der Sohn und ich gehörten nicht zu den Leuten, die sich mit unglücklichem Gesichtsausdruck am Geländer festkrallten und nicht nur wegen der Hitze schwitzten ;o)




Es ist nämlich so, dass man die Brücke betritt und der Hang darunter sanft abfällt. Überhaupt ist eben zunächst noch Boden unter den Rosten, man macht keinen Schritt ins Nichts. Erst wenn schon ein geraumer Teil des insgesamt 458 Meter langen Weges zurückgelegt ist, überquert man schließlich das Wasser der Talsperre... und hat freien Blick auf ziemlich viele Fische, die uns selbst aus 100 Metern Höhe noch ganz schön riesig vorkamen.




Durch die Bewegungen der Menschen, die mit uns unterwegs waren, schaukelte die Brücke stellenweise allerdings ziemlich und wir hatten lustiger Weise etwas Schwierigkeiten geradeaus zu laufen. 
Viel zu schnell waren wir auf der anderen Seite angekommen. Aufgrund der Hygienevorschriften im Zusammenhang mit Corona ist die Brücke z. Zt. als Einbahnstraße eingerichtet und es ist leider nicht zulässig, nochmal zurück zum Ausgangspunkt zu gehen.




Schon zulässig war es hingegen im nahe gelegenen Wald spazieren zu gehen, was wir dann anschließend taten. Es roch nach Sommer... aber leider gar nicht nach Marzipan- Milchkaffee... 
Nachdem wir ein geeignetes Plätzchen gefunden und uns niedergelassen hatten stellte ich Siebhirn nämlich fest, dass ich zwar unsere Becher und eine Thermoskanne mit heißem Wasser in den Rucksack gepackt, blöder Weise aber das Pulver Zuhause vergessen hatte... Lieber Sohn, bitte verzeih!

Ein köstlicher Café Frappé auf der Rückfahrt tröstete uns über das Malheur hinweg und gut gelaunt kamen wir schließlich zurück. Ich sage:



... verabschiede mich von euch mit einem Foto des Sonnenblumenfeldes im Abendlicht, an dem wir auf der Rückfahrt  vorbei kamen, winke schnell noch Manu - klick - sozusagen von Hängebrücke zu Hängebrücke und verlinke (Werbung wegen Verlinkungen) diesen Beitrag mit: 


Nicole - klick - , die im August Ausflüge sammelt und zu Jutta's - klick - Naturdonnerstag. 


Freitag, 7. August 2020

Hummel- Glücksblick oder superschnelles Rezept für kalte Gurkensuppe


"Boah, was ist das lecker"...

... dachte sich wohl die große, dicke Hummel, die völlig berauscht im 7. Himmel angekommen schien, als sie so über und über mit Pollen bedeckt auf meinem Balkon landete. 

Scheinbar wollte sie noch Nachtisch und machte sich direkt über die Blüten meines Basilikums her...




"Boah, was ist das lecker"... 

... dachte auch ich, nachdem ich an diesem heißen Freitag nachmittags von der Arbeit kam, kurz in der Küche verschwand und schließlich auf dem Balkon vor einem großen Teller kühlen Gurkensüppchens saß! 

Das Rezept dieses kalten Süppchens lege ich euch warm ans Herz.

Die Suppe ist nämlich nicht nur sehr erfrischend und schmeckt ganz köstlich, sondern auch ratzfatz fertig! - Und wer hat bei DIESER Hitze schon Lust, lange in der Küche zu stehen?

Zutaten (für 2 Portionen):
  • eine Salatgurke
  • 200g griechischen Joghurt (Natur)
  • 150g saure Sahne (oder Schmand)
  • Salz, Pfeffer
  • einen klitzekleinen Hauch Knoblauch (ich verwende hierfür gefriergetrockneten aus einer Gewürzmühle)
  • wenig Olivenöl
  • je nach Größe 6 - 10 Blatt frische Pfefferminze (ich habe Apfelminze auf dem Balkon, deren Blätter besonders zart und sehr aromatisch sind)
  • und pro Teller eine Kapuzinerkressenblüte - habt ihr die schon mal gegessen? Sie sind würzig und sooo lecker!
  • Wer mehr Hunger hat, kann noch frisches Weißbrot oder geröstetes Körnerbrot dazu essen.

So gehts:
  • Gurke schälen, grob in Stücke schneiden, mit Joghurt, Sahne, Salz, Pfeffer, Knoblauch (nur ganz wenig) in einen großen Mixbecher oder eine Rührschüssel geben und alles mit dem Stabmixer gründlich pürieren. Die Suppe soll dabei richtig aufgeschäumt werden. 
  • Abschmecken: genug gewürzt? Nein? => Nachwürzen! Ja? => Prima ;o)
  • Suppe auf 2 Teller verteilen, einige Tropfen Olivenöl darüber träufeln.
  • Pfefferminzblätter rasch zerkleinern (geht super mit einer Schere, wenn man die Minzblätter übereinander stapelt). Minze über beide Teller streuen und mit je einer Blüte Kapuzinerkresse dekorieren. 


Satt und glücklich starte ich nun in dieses Sommer- Wochenende. Laut Wettervorhersage soll es ja richtig heiß werden. Perfekt, um heute wieder auf dem Balkon zu schlafen... 

Was ihr auch tut, lasst es euch gut gehen und habt es richtig schön!

Herzliche Claudiagrüße


Sonntag, 2. August 2020

Willkommen im August


Im... 


Posting enthält unbeauftragte Werbung wegen Ortsnennungen



...AUGUST werde/ möchte ich... 

  • am ersten Morgen des Monats draußen auf der Matratze am Balkon aufwachen und gleich dort noch meinen Kaffee trinken 
  • überhaupt wieder jeden Morgen den ersten Kaffee dort trinken. Durch die Zeit im Homeoffice, wo ich immer sofort losgelegt hatte, ist mir diese schöne Gewohnheit abhanden gekommen
  • viele Brombeeren in der Leinemasch pflücken - und vernaschen ;o)
  • mit dem jüngeren der beiden Lieblingssöhne einen langersehnten Ausflug in den Harz machen
  • den Geburtstagstisch eines Kollegen kreativ schmücken
  • ein Bastelbuch, das die Freundin mir besorgt hat, in Empfang nehmen und auch gleich loslegen
  • Juttas Buch von hier - klick - (Werbung wegen Verlinkung) lesen
  • mit der Freundin zur Heideblüte in die Lüneburger Heide fahren
  • freie Tage haben und mit dem Liebsten (hoffentlich!!) in den Urlaub fahren (können)
  • dabei das Meer ♥ sehen und eine Wellhornschnecke finden 
  • ... während in dieser Zeit mit dem Büro ein Umzug ansteht. Das wird spannend.

AUGUST - ich freue mich auf dich!



Aufgewacht am 1. August am Balkon und lecker gefrühstückt ;o)



Freitag, 31. Juli 2020

Juli adieu


Unter wundervollem Abendhimmel endet heute der Juli und beschenkt mich zum Abschied nach sommerlich- heißem Tag mit einem lauen Abend.
Nicht viele solcher Tage gab es bisher dieses Jahr. In Hannover ist das Sommerwetter 2020 eher durchwachsen. 

Umso mehr freue ich mich heute darüber, denn der Liebste ist in seiner Wohnung geblieben und ich werde diese Nacht nutzen und auf meinem Balkon schlafen!




Im Juli ...

- Streifte ich durch die Stadt, auf der Suche nach einem Lokal für meine Geburtstagsfeier, entdeckte dabei schöne Winkel, die ich, obwohl gar nicht weit entfernt, noch überhaupt nicht kannte.

- Besuchten mich die beiden Freundinnen zum Nachholtermin für das Racletteessen- Osterbasteln, das im März wegen Corona ausfallen musste. Ohne Raclette (dafür mit Salat und Nudeln mit gebackenen Tomaten - klick) und ohne Osterbasteln ;o) hatten wir es schön zusammen und freuten uns, uns endlich wiedersehen zu können. 




- Ging ich weiterhin oft spazieren. Besonders häufig zog es mich in die Leinemasch. Was für ein Segen, in dieser schönen Gegend und so nah an der Natur leben zu dürfen.




- Blühte üppig die Kapuzinerkresse auf dem Balkon und so manche Blüte wanderte (siehe Foto oben) auch in den Salat. 

- Traf sich mehrmals der Chor, zu dem ich gehöre und wir sangen aus vollen Herzen - draußen und natürlich mit Abstand. 
Unser Chor gehört ja zu einer katholischen Kirchengemeinde. Beim letzten Treffen vor der Sommerpause, war das Musikrepertoire allerdings etwas... gemischter... als gewohnt.
Kennt ihr die Lieder aus der (Werbung ohne Auftrag wegen Marken- und Ortsnennung) Worpsweder Musikwerkstatt? Was sich zufällige Passanten wohl gedacht haben mögen, als z. B. dieses Lied - klick - (Werbung wegen Verlinkung, Link führt zu YouTube) auf dem Kirchenvorplatz erklang?! Ach, ich liebe das Lied, dass ich im Jahr 2003 bei einer Mutter- Kind- Kur zum ersten Mal hörte und an dem zu Kinderzeiten auch die kleinen Söhne viel Spaß hatten ;o)

- Musste der Liebsten ins Krankenhaus und bei meinem Besuch, begegnete ich dort zu meiner Freude im Eingangsbereich diesem alten Freund (Foto unten rechts): dem heiligen Vinzenz von Paul.




- Feierte ich meinen 53. Geburtstag und wurde unglaublich reich beschenkt! ❤ (Werbung ohne Auftrag, weil auf dem Foto möglicher Weise Marken erkennbar sind.)
Mein größtes Glück sind dabei die Stapelringe. 
Zwei der Silberringe sind jeweils von den Söhnen und mit ihren Namen bestempelt. Der geschwärzte Ring in der Mitte ist das Geschenk des Liebsten.

(Aus Gründen möchte ich das, mich mahnende Foto meines Esstisches hier an dieser Stelle verewigen.)




- Durfte ich zu guter Letzt gestern dabei sein, als unser Findelkind - klick - in die Freiheit startete. 
Unter Martinas fachkundiger Pflege hat sich der kleine Mauersegler bestens entwickelt und ihre Tochter hat den Moment gefilmt. Wer von euch mal schauen mag, hier - klick - (Werbung wegen Verlinkung Link führt zu Instagram) ist das Video zu finden.




- Wäre nun, das Resümee zu ziehen. 
Aber was ist es denn, das in diesem Jahr vom Juli übrig bleibt? 

Soviel Normalität scheint wieder möglich und doch ist nichts richtig normal. 
Überall ist zu hören und zu lesen, dass gerade bereits die 2. Welle beginnt. (Der Kollegin wurde soeben 2 Tage vor der geplanten Anreise, vom Veranstalter der Urlaub im Salzburger Land/ Österreich - Werbung wegen Ortsnennung - storniert.)

Das Leben geht weiter. 
Wirklich lebendig fühlt es sich nicht an. 
Ehrlich, ich habe keine Ahnung, woran ich mich zum Juli erinnern werde.

Ich sage dann mal gute N8 und...


Juli ADIEU!


Dienstag, 28. Juli 2020

Rezept für köstlichen Kirschkuchen und Idee zum Giveaway für meine Gäste


Hallo ihr Lieben!

1000 Dank für eure vielen Glückwünsche zum 7. Bloggeburtstag (klick). Ihr seid doch die Allerbesten und ich habe mich total über eure lieben und wertschätzenden Worte gefreut 
Vergangenen Samstag gab es dann schon den nächsten Geburtstag zu feiern, meinen eigenen nämlich ;o) Zahlreiche tolle Karten und Geschenke kamen hier an. Auch dafür sage ich schon einmal DANKE und werde mich - sofern nicht schon geschehen - demnächst noch persönlicher dafür bedanken!

Wie schön ist es doch, am Wochenende Geburtstag zu haben! Ganz in Ruhe genüsslich auspacken und alles bewusst genießen.
Leider war der Start in den Tag trotzdem etwas holperig. Ich breite mal besser das Mäntelchen des Schweigens über bestimmte Dinge und konzentriere mich auf die zweite Tageshälfte, die ganz und gar wundervoll verlief und damit begann, dass ein Teil meiner Familie zum Kaffeetrinken kam! 
Den Kaffeetisch hatte ich draußen auf dem Balkon gedeckt und servierte meinen Lieben einen Kirschkuchen nach neuem Rezept. Der schmeckte uns allen so gut, dass er es bestimmt erneut auf die Teller schaffen wird und das Rezept auf keinen Fall in Vergessenheit geraten darf. Ich habe es deshalb heute hier unten im Posting gleich mal aufgeschrieben ;o)




Zum späteren Abendessen kamen dann auch die übrigen Familienmitglieder dazu. Wir feierten beim Italiener und für jeden Gast gab es ein Giveaway:

Mit einem Kerzenpen hatte ich zunächst die Anfangsbuchstaben aller Vornamen auf ein Teelicht geschrieben. Das ist schnell erledigt und so wusste jeder gleich, wo er sitzt.
Außerdem gab es pro Gast eine Portion von dem Marzipan- Milchkaffee (den ich an euch gerade auch schon zum Bloggeburtstag verschickt hatte) ...


(Werbung ohne Auftrag, weil Marke erkennbar)

 
... in farblich auf die maritim- sommerlichen Servietten abgestimmter Papierhülle.

Weil ein paar mehr Hüllen gebraucht wurden, fertigte ich mir aus Pappe dazu eine Schablone, dieser geringe Aufwand lohnt sich:




Aufzeichnen, ausschneiden, an den Linien knicken, die Kanten zusammen kleben, am oberen Rand mittig lochen, Kaffee einstecken, Schleifenband durch das Loch ziehen. 
Das Teelicht in eine kleine Zellophantüte packen, mit der Schleife festbinden - FERTIG!

Vielleicht hat ja von euch jemand Gelegenheit und Lust, die Idee irgendwann nachzumachen?

(Den Kaffee werde ich am kommenden Mittwoch im Übrigen anlässlich meines Geburtstags auch noch dem Chor ausgeben. Die sonst üblichen Fingerfood- Häppchen sind dieses Jahr im Rahmen des Hygienekonzeptes leider nicht erlaubt. Ach, ob wir wohl irgendwann wieder unbeschwert miteinander feiern können? Seuftz!)




Zu guter Letzt kommt hier nun noch das Kirschkuchenrezept! 
Die Zubereitung ist ganz unkompliziert, durch die Wartezeit allerdings etwas langwieriger. 
Ehrlich, der Kuchen ist so knusprig, saftig, fruchtig, den müsst ihr einfach ausprobieren!

Für den Teig:
  • 200g Mehl 
  • 75g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 150g kalte (in kleine Würfel geschnittene) Butter
=> mit den Händen rasch zu einem streuseligen Teig verkneten,.
Teig in einer Springform (einfetten ist nicht nötig) verteilen, d. h. am Boden leicht festdrücken, am Rand ca. 4 cm hochziehen und so für 2 Stunden kühlen. (Nicht abdecken, der Teig soll antrocknen.)

Anschließend den Ofen auf 200°C vorheizen und den Teig auf unterster Schiene 20 Minuten backen.

Für den Belag:

derweil nicht trödeln ;o) 
  • ca. 600 - 700g frische Süßkirschen entsteinen und beiseite stellen.
  • 3 ganze Eier mit
  • 1 Pck. Vanillezucker (ich habe 1 Esslöffel meines selbstgemachten - klick - verwendet), 
  • 60g Zucker und
  • einer ordentlichen Prise Zimt
=> schaumig aufschlagen.
  • 150g Creme Fraîche
=> untermengen.

Teig aus dem Ofen nehmen, Temperatur auf 175°C herunter drehen.

Kirschen einlagig eng auf den Boden des Kuchens geben, die schaumige Eiercreme darüber verteilen.
Alles nochmal ca. 45 Minuten backen...
(ACHTUNG! Wenn der Kuchen zu dunkel wird - bei mir war das nämlich rasch der Fall - nach einiger Zeit mit Alufolie abdecken.)

auskühlen lassen ... und genießen!