Dienstag, 20. August 2019

Gedanken beim Spaziergang ... und ein Rezept für Brombeergelee mit Portwein


Ein Wochenende im August.
Der Nachmittag liegt schon fast hinter uns.
Der Liebste schaltet den Fernseher ein, es gibt Sport im Programm.
Oh nein!
Ich mag noch nicht auf's Sofa fallen. Fernsehen mag ich schon gar nicht.
Die Sonne lockt mich. Rasch schnappe ich eine Schüssel und...




... verlasse die Wohnung.
Mit dem Auto brauche ich keine 5 Minuten um aus der Stadt heraus zu kommen.
Ich parke am Feldrand und spaziere querfeldein die Brombeerhecken entlang.

Nachdem ich den Weg eine Zeit stramm gelaufen bin, drehe ich um und beginne auf dem Rückweg, die reifen Brombeeren in meine Schüssel zu sammeln.
Sie sind nicht besonders groß, aber zuckersüß und saftig.




Es ist still um mich her.
Nur ab und an hört man die Geräusche der Vögel oder ein Mäuschen zwischen den Blättern rascheln.
Ich fotografiere Hummeln, Schnecken, Heuhüpfer - und natürlich die Brombeeren ;o)

All das ist so wunderbar entschleunigend, hat fast etwas Meditatives.
Es fühlt sich einfach perfekt an, die Beeren hier zu sammeln, um später für uns Gelee daraus zu kochen. Ich pflücke und pflücke.




Ich denke darüber nach, wie ich dieses Posting schreiben möchte.
Darüber, dass ich euch von meinem Pa erzählen will, der eine große Brombeerhecke in seinem Garten hat, die immer gut trägt. Seit Jahren bietet er mir von den Früchten an. Ich könnte sie bereits gepflückt und verlesen von ihm bekommen. Seit Jahren lehne ich dankend ab.
Es ist nicht das Selbe, die Brombeeren von ihm zu bekommen und nur noch in der Küche zu verarbeiten.
Der Genuss des Sammelns, die Ursprünglichkeit dieses Tuns und dieser Spaziergang hier sind mein eigentlicher Gewinn. Das Gelee wird zum Nebenprodukt.




Die Schatten werden immer länger. Hupps, ich habe etwas die Zeit aus dem Blick verloren.
Der Liebste schickt mir eine Kurznachricht auf' s Telefon: "Alles ok bei dir? Kommst du gar nicht wieder?" fragt er.
Ja doch! Jetzt aber hurtig!
Schließlich will ich die Brombeeren auch noch verarbeiten...




Kleiner Exkurs:

Zwischen meine Fotos von der Brombeerhecke am Feldweg habe ich übrigens Bilder geschummelt, die hier in Hannover im Zoo (Werbung ohne Auftrag und ohne finanziellen Nutzen) entstanden sind.
Wusstet ihr, dass auch Wölfe Brombeeren mögen?

In der Wolfsanlage wachsen Brombeersträucher und ich hatte das Vergnügen, einen Wolf dabei beobachten zu können, wie er sich mit der Zunge sehr geschickt und vorsichtig die reifen Früchte von den Zweigen gezupft hat.




Nun zum Rezept für das Brombeergelee, das von meiner Ma stammt:

Zutaten: (ich hatte 1600 g Brombeeren und habe gleich das doppelte Rezept gemacht)

  • 800 g frisch gepflückte Brombeeren
  • 200 ml Wasser
  • 100 ml Portwein
  • 600 g Gelierzucker (1:1)



So geht' s: 

Zunächst Brombeersaft herstellen. Dazu die Beeren mit dem Wasser in einen großen Topf geben und in ca. 10 - 15 Minuten kochen lassen, bis sie sehr weich sind...

Derweil die Gläser vorbereiten (siehe unten) 

Durch ein feines Sieb den Saft (in einen Messbecher) abgießen und die festen Bestandteile dabei portionsweise noch vorsichtig ausdrücken öhöööm, das garantiert dir, auch noch nach Tagen am Fliesenspiegel kleine Saftspritzer entdecken zu können, obwohl du doch alles gründlich abgewischt hattest ;o).
Den (abgemessenen! Das Verhältnis von Zucker und Saft muss stimmen.) Brombeersaft wieder in den Topf geben, mit dem Gelierzucker verrühren, zum Kochen bringen und unter rühren 4 Minuten köcheln. (Gelierprobe machen.)
Den Portwein hinzufügen, alles noch einmal aufkochen lassen - fertig.
Das Gelee sofort in die vorbereiteten Gläser füllen, diese verschließen und für ca. 15 Minuten auf den Deckel stellen.


FERTIG, LECKER!




Einige der Fotos habe ich ausgedruckt und zu Etiketten für die Gläser verbastelt.
Das ist schnell gemacht und sieht hübsch aus.

(Der aufmerksame Leser wird vielleicht bemerken, dass da als Datum 8/2018 angegeben ist...
Tatsächlich ist das kein Schreibfehler, sondern der Tatsache geschuldet, dass dieses Posting letzten Sommer versehentlich unveröffentlicht geblieben ist.
Nun spricht ja wenig dafür, über Brombeeren im Advent zu bloggen, sondern es macht mehr Sinn, zu warten bis wieder August ist und die Beeren reif sind...)




Hoffentlich habt ihr jetzt Lust bekommen, selbst auch einen Spaziergang 
durch die Feldmark zu machen und danach Brombeergelee zu kochen?! 

Mich würde es freuen! Herzlicher Claudiagruß


Verlinkt zum Creadiensttag klick - und zu 
Nicole - klick - die diesen Monat Selbstgemachtes sucht 

(Werbung wegen Verlinkungen)



* Wichtig ist absolute Sauberkeit! Sonst kann sich Schimmel bilden - und das wäre doch sehr ärgerlich.

Die Gläser und auch die Deckel werden sterilisiert, indem man randvoll kochendes Wasser hinein gießt
(etwas überlaufen lassen) und ca. 1 Minute wartet. 
Das Wasser wegschütten und nun kann Gelee/ Marmelade (noch kochend heiß) direkt eingefüllt werden.

Montag, 12. August 2019

Hier grad so: ein ganz besonderes Wochenende...




Alles begann am Freitag, als der Liebste & ich uns mittags ins Auto schwangen um uns einzureihen, in den Stau Strom der vielen anderen, die auch in Richtung Norden unterwegs waren.
Vorbei an den Kränen des Hamburger Hafens (Werbung wegen Ortsnennung) ging es für mich zum ersten Mal im Leben durch den Elbtunnel, aber das war hier bei weitem nicht das einzig Abenteuerliche an diesem Ausflug ;o)




Ich war schon etwas aufgeregt, aber das wäre gar nicht nötig gewesen, denn schließlich am Ziel angekommen, wurden wir sehr herzlich empfangen.
Unsere Gastgeber hatten wir vorher noch nie persönlich getroffen.




Alle Aufregung legte sich schnell, denn die Stimmung war vom ersten Moment an gut und die Begegnung mit euch fühlte sich gleich ganz vertraut an .
(Hat vielleicht jemand eine Idee, wessen Füße hier oben auf dem Bild neben meinen zu sehen sind? ;o)




Wir bestaunten gemeinsam Stelzenhäuser und bunte Drachen, hielten es wie die Krabben und steckten die Köpfe zusammen.
Auch dein und mein Liebster verstanden sich auf Anhieb.
Nur eurem Sohn war es vielleicht manchmal ein wenig laaaangweilig. Quatschende Erwachsene können bestimmt ziemlich nervig sein... Lieber M. bitte verzeih.




Das Meer alleine ist ja schon mein Glück, aber dich dort zu treffen machte den Moment perfekt!

Wir fotografierten alles um uns her und uns gegenseitig was das Zeug hielt.
Die Männer machten Bilder von uns beiden zusammen.




Selbstredend fotografierten wir am Samstag auch IHN! Den Westerhever Leuchtturm!!!
(Werbung wegen Ortsnennung)
Leider nur von Ferne, denn der Himmel war gerade sehr finster und öffnete kurz vor unserer Ankunft dort plötzlich alle Schleusentore. Obwohl der nasse Spuk schnell vorüber war, wagten uns nicht so weit vom Auto weg...




Wir tranken zusammen Kaffee, Sekt, futterten Kuchen, Nudeln, Fischbrötchen, Pizza und Eis - natürlich nicht alles auf einmal.
Wir strickten endlich mal nicht nur virtuell, sondern wirklich gemeinsam und dass sooo lange gar keine Nachrichten von dir auf meinem Telefon ankamen, war echt ungewöhnlich ;o)
WIFI??? - Konnte uns gestohlen bleiben!

Du und ich sammelten miteinander echte Erinnerungen, die nun fest im Herzen verankert sind.




Rasend schnell verflog die Zeit, plötzlich war schon Sonntag und nach dem Frühstück hieß es bereits wieder Abschied nehmen.

Also, Frau Mädchenfarbe - klick - (Werbung wegen Verlinkung), es war einfach wunderbar mit dir und unser gemeinsames Wochenende hat mir riesigen Spaß gemacht!
Ach, schnieeef, warum wohnst du bloß so weit entfernt?




1000 Dank 
für deine Freundschaft liebe Karen, dafür dass wir uns treffen konnten 
und natürlich auch deiner Familiedass ihr uns so herzlich aufgenommen habt!

1000 Dank auch dir mein Liebster, dass du für die dezent verrückte Idee dieses Wochenendes offen warst.


(Werbung weil der Ortsname erkennbar ist)

Dienstag, 6. August 2019

Dreieckstuch (aus einem Wollbobbel) mit Mäusezähnchenkante - oder Ostseeurlaub


Zusammen mit dem Liebsten verbrachte wir die letzten Tage des Juni an der Ostsee.
Wir waren in unserem Herzensort Kellenhusen (Werbung wegen Ortsnennung) und genossen dort einmal mehr perfektes Sommerwetter, Wasser, Wind und Weite.

Bereits vorher Zuhause hatte ich mir einen Wollbobbel* gekauft, dessen Färbung ganz harmonisch von Türkis über Grau nach Schwarz verläuft...




MEERESfarben eben 

Den ganzen Juni über strickte ich schon täglich vor der Arbeit beim Morgenkaffee am Balkon mindestens 2 Reihen daran - und auch sonst in jeder freien Minute - und hoffte, dass das Tuch im Urlaub fertig wird und ich am Meer davon noch die Fotos fürs Blog machen kann.




Ich strickte im Auto auf der Hinfahrt, strickte in der Fewo, strickte am Strand, im Café des Hofladens, in dem wir am Urlaubsort einkauften, einfach überall.

Und ich strickte ein großes Stück - äh -  rückwärts :-(
Leider hatte sich nämlich ein Fehler eingeschlichen, den ich zu spät bemerkte, der jedoch gut sichtbar war und mich anderenfalls am fertigen Tuch immer geärgert hätte.
Das warf mich in der Zeit zurück...




Dabei hätte ich theoretisch das Tuch bei der Wettervorhersage in Kellenhusen am Strand als wärmendes Accessoire dringend gebrauchen können.
Nein, Spaß!
Natürlich hatten wir am Sonntag dem 23.6.2019 nicht wirklich morgens und mittags Schneeregen. (Wolkenlos am Abend traf hingegen die Realität ;o) Allerdings stand das dort zu unserer Belustigung tatsächlich angeschlagen, während wir in der warmen Sonne schwitzten.




Oben rechts auf dem Foto ist übrigens  der Leuchtturm Dahmeshövet zu sehen.
2018 waren wir im Mai dort und ich hatte hier (klick) etwas mehr über dieses Seezeichen geschrieben.
Dieses Jahr ragte er Ende Juni zwischen wundervoll blühenden Rosen empor.

Ich strickte mit Blick aufs Meer den letzten Farbwechsel am Vorabend unserer Abreise.
Der Liebste fotografierte mich dabei, aber spätestens jetzt war klar, das wird nix mehr mit Fotos vom fertigen Tuch, in diesem Urlaub...




Meine langjährige Gewohnheit, für eine schöne Außenkante beim Stricken immer die erste Masche abzuheben, machte mir übrigens hier ziemliche Schwierigkeiten.
Nach der Anleitung für dieses Tuch, die von dort - klick - stammt (Werbung ohne Auftrag und ohne kommerziellen Nutzen!) wird nämlich nicht die erste, sondern die letzte Masche einer  Reihe abgehoben. Man, hat das gedaaaaauert, bis es mir in Fleisch und Blut übergegangen war...


Die Mäusezähnchenkante kommt leider bei meinem Tuch nicht so schön plastisch heraus, wie ich mir das nach dem Bild bei Instagram (Werbung wegen Namens-/ Markennennung) erwartet hatte. Vielleicht liegt es an der Wolle? Ich habe nicht das Originalgarn verwendet. Aber nicht so schlimm, das Tuch gefällt mir trotzdem sehr gut.




Etwas Positives daran, dass mein Tuch vor der Abreise nicht mehr fertig geworden war, fand sich letztlich auch. Immerhin konnte ich so auf der Rückfahrt noch stricken. Das wäre sonst ganz schön langweilig geworden.
Die Bilder von mir mit dem Tuch machte schließlich hier Zuhause beim Sonntagsspaziergang der Liebste - und ich sage ihm ganz herzlichen Dank dafür!




Trotz des heißen Sommerwetters hatte ich das Tuch inzwischen tatsächlich schon einige Male um die Schultern. Morgens auf der Fahrt ins Büro mit offenem Autofenster zum Beispiel oder beim abendlichen Gang ums Haus. Da leistet es gute Dienste und schööön finde ich es sowieso!

* Garn: 50% Baumwolle, 50% Acryl, 200 gr.,
Lauflänge 750 Meter. Nadelstärke laut Herstellerempfehlung 3 - 3,5. Ich stricke fest und habe 4 verwendet.



Verlinkt zum Creadiensttag klick - und zu 
Nicole - klick - die diesen Monat Selbstgemachtes sucht 
(Werbung wegen Verlinkungen)

Sonntag, 4. August 2019

Glücksblick


... am Balkon des Liebsten!


Das Eichhörnchen nimmt einen Snack...

Davon, dass mein Liebster mitten in Hannover's Innenstadt (Werbung wegen Ortsnennung) wohnt, habe ich ja hier am Blog schon öfter geschrieben.
Zu seiner Wohnung im Erdgeschoss gehört ein (wirklich kleiner) Balkon.
Gerade mal 2 Sitzplätze ohne Tisch passen auf die Stellfläche und im Sommer verschattet eine riesige Buche den ganzen Innenhof mitsamt den Balkonen.
Aber: am Blumenkasten und im Strauch vor der Brüstung haben wir dicke Futterringe aus Nüssen und Sonnenblumenkernen aufgehängt, die sehr gut besucht werden und einen Ausblick bieten, der diesen feinen Platz zu etwas ganz Besonderem macht.


... hier steigt eine Meisenparty und Herr Eichelhäher wartet auf der Brüstung...

Die kleinen Besucher so aus der Nähe zu beobachten ist wirklich eine Freude.
Mal gut, dass das nicht meine Wohnung ist, ich käme vor lauter aus-dem-Fenster-schauen zu gar nichts anderem mehr...
Seit ca. 2 Monaten besitzt der Liebste für seine Kamera ein neues Objektiv. Seither fotografiert er sehr gerne und auch wieder viel öfter, als in der Zeit zuvor.
(Das ist auch Glück für mich, denn dadurch ist es nun leichter geworden, ihn zu Spaziergängen zu bewegen ;o)


... links ein sehr spezielles Exemplar, rechts Grün- und Buntspecht.

Die tollen Fotos der tierischen Gesellschaft habe nicht ich, sondern die hat der Liebste gemacht.
Ich freue mich riesig, sie hier zeigen zu dürfen. DANKE dir dafür!
(Selbstverständlich habe ich sein Einverständnis zur Veröffentlichung aller Bilder dieses Postings.)


Allen lieben Lesern hier 
wünsche ich einen guten Start in die neue Woche 
mit vielen kleinen Glücksmomenten.

Herzlicher Claudiagruß


Freitag, 2. August 2019

Willkommen im August


Im... 





...AUGUST werde/ möchte ich... 


  • die Fülle am Balkon genießen
  • selbstgemachten Eiskaffee schlürfen
  • nach der Sommerpause wieder Yoga haben
  • mit dem Liebsten, seiner und meiner Ma einen Kunsthandwerkermarkt besuchen
  • endlich einen Termin beim Orthopäden haben. :-(Die Wartezeit betrug eine Ewigkeit)
  • schon wieder ;o) mit der Freundin ins Kino gehen
  • eine liebe Bloggerfreundin persönlich treffen - WAHNSINN! - ich bin SO aufgeregt!!!
  • und in diesem Zusammenhang sogar auch noch die Nordsee sehen 
  • (nicht nur beim Morgenkaffee) stricken
  • wie in den letzten Jahren immer im August die Tante des Liebsten besuchen
  • mit dem Chor für das Pfarrfest proben
  • eine berufliche Fortbildung haben
  • dem jüngeren der beiden Lieblingssöhne für eine wichtige Sache GANZ!!! viel Glück wünschen!

AUGUST - ich freue mich auf dich!