Nun sitze ich hier seit Tagen vor dem Laptop, schaue auf eine - mit Ausnahme der Fotos - leere Seite. Jede Ablenkung kommt mir recht, um anderes zu tun (ausgeprägtes Vermeidungsverhalten heißt sowas in der Psychologie ;o) und immer wieder ringe ich um Worte, diesen unwirklichen Monat zu verabschieden...
Die Begrüßung des Mai ist bereits fertig und vorgeplant, das flutschte nur so.
Was bleibt aber über den April zu sagen, außer CORONA, Kontaktsperre, Lockdown und der Tatsache, nervige Alltagsmasken zu tragen?
Wie gelähmt fühlt es sich an, ich werde immer inaktiver und lustloser.
Während mir vorher einsame Momente und Spaziergänge in der Natur Genuss und Freiheit bedeuteten, fühle ich mich nun auch dabei immer mehr isoliert.
Betrachtete ich noch vor kurzem mitfühlend die Mamas mit quengelnden Kindern, wünschte ich mir nun die quirlige Zeit mit meinen lebhaften kleinen Söhnen zurück.
Über allem aber steht da diese eine Nachricht, die mich Karfreitag erreichte -
klick -, die mich in Gedanken bei K. (und ihrer Familie) sein lässt, seither in mir rüttelt.
Da ist nun ein tägliches, hoffentlich kraftgebendes Ritual das innere Verbindung schafft.
Dann ist da die neue Erfahrung im
Home- Office zu arbeiten und die Erkenntnis, dass sich das ganz anders anfühlt, lange nicht so leicht und entspannt, wie erwartet.
Ja, man spart den Fahrtweg, in der Mittagspause gibt es warmes Essen und konzentrierteres Arbeiten ist Zuhause auch besser möglich, als im Großraumbüro.
(Übrigens gibt es an meinem Arbeitsplatz durch die Pandemie gerade alles andere als weniger Arbeit. Wenn ich überall höre oder lese, wie viel mehr Zeit
wir jetzt
alle haben, wird mir übel.
Nicht, dass ich nicht dankbar bin, weiter über ein gesichertes Einkommen zu verfügen, aber Überstunden hatte ich vorher schon mehr als genug...)
Bevor ich ins Büro fahre, trinke ich normaler Weise fast durchgängig das ganze Jahr über meinen Morgenkaffee auf dem Balkon. Im Home- Office steht der Schreibtisch am großen Fenster davor. Den ganzen Tag schaue ich ins Grüne. Für den Luxus eines morgendlichen Draußenkaffees fehlt mir im Home- Office die innere Ruhe, stattdessen beginne ich direkt mit der Arbeit.
Und logisch: auch auf' s Nachhausekommen zum Feierabend freut sich nicht so, wer eh den ganzen Tag da war.
Bei jedem Glas Wasser, das ich mir aus der Küche hole, bei jedem Gang ins Bad oder wenn nur der Postbote klingelt: sofort habe ich ein schlechtes Gewissen, denn jetzt ist Arbeitszeit.
Natürlich hole ich mir auch im Büro zwischendurch mal Kaffee, wechsle ein Wort mit Kollegen, aber in den eigenen vier Wänden kommt mir das unrecht vor.
Liebe Post, die mich erreichte, wollte ich euch noch zeigen:
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| Post von Kirsten |
- Kirsten - klick - (Werbung wegen Verlinkung) sorgte für meine gefiederten Freunde auf dem Balkon und schickte tolle gehäkelte Netze für Erdnüsse und Meisenknödel, welche auch sogleich begeistert angenommen wurden. Außerdem ein gebasteltes Hasentöpfchen für blumiges Saatgut.
Herzlichen Dank, meine liebe Kirsten!
- Kein Foto gibt es leider von
Jani' s
- klick - (Werbung wegen Verlinkung) Post.
Die leckeren Spiegelei- Kekse, verschwanden - öhöm auf unerfindliche Weise - ratzfatz, bevor ich daran dachte, zu fotografieren...
Deine Nachricht war mir ein ganz besonderes Zeichen. Ich hab mich SO gefreut, Jani. DANKE!
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| Post oben links von Lene und unten links von Maike |
- Von
Lene - klick - (Werbung wegen Verlinkung) flatterte ein Stoffvöglein herbei, das sich direkt in meiner Weide am Balkon heimisch zu fühlen schien und so dauerhaft dort einziehen durfte.
1000 Dank dir, liebe Lene, für deinen Gruß und dein Vertrauen. Du weißt schon...
- Maike - klick - (Werbung wegen Verlinkung) schickte mir HOPE/ Hoffnung in diese Zeit.
Immer wieder tut es einfach so gut, mich mit dir austauschen zu können (und du wirst immer meine Frau froh und bunt bleiben ;o) liebe Maike. Danke ♥. Nicht nur für den Kartengruß!
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| Post von Kristin oben links, Nicole unten links und Manu rechts |
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Kristin hat leider ihr Blog stillgelegt und ist jetzt nur noch bei Instagram zu finden -
klick - (
Werbung wegen Markennennung, und Verlinkung), worüber ich ziemlich traurig bin, weil ich immer gern bei ihr gelesen habe. Umso mehr freue ich mich, dass unser Kontakt nicht abgerissen ist.
Ich sage danke dafür und für deine Hoppelgrüße liebe Kristin.
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Nicole -
klick -
(Werbung wegen Verlinkung) und ihr Sohnemann schickten regenbogenbunte, hoffnungschürende Grüße.
Die bunten Farben stimmen richtig fröhlich, liebe Nicole und lassen für einen Moment alles Grau verblassen. - Und Regenbogen liebe ich, wie du weißt sowieso!
Danke euch! :-*
- Von
Manu -
klick -
(Werbung wegen Verlinkung) kam nicht nur eine sehr schöne selbstgemachte Karte
♥ (passt die nicht hervorragend zu meinen Papageitulpen?!). Die Karte enthielt auch noch einen laaangen Brief. In der Folge gingen etliche Kurznachrichten hin und her. Wie gut, sich so über die Entfernung nahe sein zu können!
Danke liebe Manu, für unsere Verbindung - und natürlich für die Post.
Osterfreude wollte mir in diesem Jahr trotz allem nicht wirklich aufkommen.
Es gab dieses Jahr kein Familienfest, nur eine Onlinekonferenz.
Aber seit Ostermontag treffe ich mich zumindest nach 4- wöchiger Abstinenz wieder regelmäßig mit dem Liebsten (der dringend einen Haarschnitt von mir wollte ;o)
Die Fastenzeit verstrich unter dem Schatten des Virus fast unbemerkt.
Mir fehlte die echte Gemeinschaft in unserer Gemeinde.
Nachrichten und Videos konnten für all das, was mir wirklich wichtig ist, für die Nähe zueinander kein Ersatz sein.
Unser Chorleiter schickte Aufnahmen unserer Musikstücke per Mail.
In die Dankbarkeit darüber mischten sich Tränen...
Als ich im Januar -
klick - diesen Jahres damit begann, den Schreibstil meines monatlichen Rückblicks zu verändern - also mich dabei nicht mehr so umfangreich in Einzelheiten zu verlieren, sondern eher insgesamt ein
Résumé zu ziehen - war der Plan wahrlich nicht, hier alle 4 Wochen nur noch sich immer mehr steigernde Schreckensmeldungen aufzulisten.
Aber: ich möchte gerne authentisch schreiben.
Das erste Jahresdrittel ist nun vorüber und tatsächlich ist es auch im April wieder das, was vom Monat übrigbleibt:
Fahler Nachgeschmack und viel zu warmes und vor allem zu trockenes Wetter!
April ADIEU!