Hallo ihr Lieben,
heute geht es mir ungewohnter Weise um ein ernstes Thema. Außerdem enthält dieses Posting Werbung.
Allerdings Werbung ohne Auftrag, denn ich wurde von niemandem darum gebeten darüber zu schreiben und ich erhalte auch von keinem irgendetwas dafür.
Dieser Beitrag handelt von einer Sache, die mir ein wichtiges Anliegen ist.
So - genug Vorrede. Jetzt gehts endlich los!
Im Monatsrückblick Mai 2019 - klick - schrieb ich über einen ganz persönlichen Entschluss:
... aus mehreren Gründen meine Vorliebe für Milchkaffee aufzugeben und trinke seither den Kaffee zumindest morgens schwarz.
Die ersten Tage war das eine echte Herausforderung. Nicht umsonst heißt es, man braucht ca. sechs Wochen, bis eine Veränderung zur Gewohnheit wird. Solange möchte ich durchhalten und dann endgültig entscheiden, wie es weiter geht...
Die ersten Tage war das eine echte Herausforderung. Nicht umsonst heißt es, man braucht ca. sechs Wochen, bis eine Veränderung zur Gewohnheit wird. Solange möchte ich durchhalten und dann endgültig entscheiden, wie es weiter geht...
Über die Gründe bewahrte ich damals Stillschweigen, weil ich dieses Thema zu dem Zeitpunkt nicht zur Diskussion stellen, sondern zunächst für mich selbst ausloten wollte.
Um genau zu sein, gab es gleich 3 Gründe für meinen Entschluss.
1. schmeckte mir der Milchkaffee nur mit Vollmilch. Mit einer Menge Vollmilch. An manchen Tagen trank ich einen ganzen Liter Milch im Kaffee, was eindeutig zu viele zusätzliche Kalorien bedeutete.
2. ist der Mythos aus meiner Kindheit, nämlich viel Milch zu trinken wäre total gesund, zwischenzeitlich hinreichend widerlegt worden.
3. und das war schließlich ausschlaggebend - mochte ich nicht länger am Leid der Kühe mitschuldig sein.
Tatsache ist, dass Kuh und Kalb in den Milchbetrieben kurz nach der Geburt voneinander getrennt, die kleinen Kälbchen anschließend in Einzelhaltung (obwohl Kühe doch Herdentiere sind) in sogenannten Iglus untergebracht und mit Muttermilchersatz großgezogen werden...
Kuh und Kalb rufen noch tagelang jämmerlich nacheinander. - Hast du all das gewusst?
Mir war dieses Wissen, das ich zugegebener Weise schon länger mit mir herumtrug, irgendwann einfach unerträglich.
Diverse Sorten Pflanzenmilch habe ich durchprobiert, fand eine schlimmer, als die andere und habe schließlich eine Erbsenproteinmilch gefunden, die ich an manchen Tagen leidlich akzeptieren kann.
Ein wirklicher Ersatz... ist es nicht.
Einer lebenslangen Gewohnheit ist nur schwer beizukommen.
Ich bin ein ziemlich willensstarker, konsequenter Mensch, wenn mir etwas wichtig ist.
Mal gut, denn es dauerte lange, sehr viel länger als die ursprünglich angesetzten 6 Wochen, länger als 6 Monate, fast ein Jahr, bis ich den schwarzen Kaffee aus meiner Padmaschine Zuhause nicht nur einigermaßen erträglich fand, sondern mich morgens auch wieder darauf freute.
Im Büro allerdings, wo verschiedene Kollegen verschieden starken Kaffee kochen, das Getränk häufig länger in der Thermoskanne steht und je nach Sorte auch bitterer schmeckt als Zuhause, war und ist auf Milch zu verzichten bis heute keine wirkliche Option.
Irgendwann las ich zufällig in der kostenlosen Zeitschrift aus dem Bioladen einen Artikel über muttergebundene Milchkuhhaltung und erfuhr, dass es Höfe gibt, die von den konventionellen Praktiken abweichen und Kuh und Kalb zumindest in den ersten Monaten ermöglichen zusammen zu bleiben.
Um Hannover wurde dieses Modell, das ich wirklich sehr unterstützenswert finde, leider bisher noch nicht etabliert.
In unserem Bioladen vor Ort ist zum Glück trotzdem die Milch eines Betriebes, der nach diesem Konzept arbeitet erhältlich.
(Okay, die Milch ist teurer. Ca.1,80€ kostet der Liter. Für mich ist dieser Preis aber vertretbar, zudem ich heute deutlich weniger verbrauche, als früher.)
Nie mehr habe ich seitdem andere Milch gekauft und genieße nun an Bürotagen endlich wieder mit besserem Gewissen meine zwei Tassen MILCH♥kaffee.
Es wäre toll, wenn das Konzept sich durchsetzt. Zukünftig hoffe ich darauf, auch Milchprodukte wie Butter, Sahne und Käse aus Mutterkuhhaltung im Angebot zu finden.
Möchtest du wissen, ob es Höfe mit Mutterkuhhaltung auch in deiner Region gibt?
Hier - klick - (Werbung wegen Verlinkung) gibt es eine Karte, in der entsprechende Höfe (vorwiegend in Deutschland, aber auch Österreich und der Schweiz) ausgewiesen sind.
BITTE informiere dich, frag vor Ort in deinem Laden nach, schau nicht weg.
Und DANKE, dass du bis hierhin gelesen hast!








