Montag, 5. Februar 2018

Unser Wochenende


Als ich letzten Freitag am frühen Nachmittag das Büro verlasse, weiß ich gar nicht, ob ich mehr darüber erleichtert bin, diese volle Arbeitswoche endlich hinter mich gebracht zu haben, oder mich eher vor den vielen, womöglich zu vielen Plänen für dieses Wochenende grausel.

Es bleibt keine Gelegenheit, länger über diese Frage nachzudenken, denn kaum zuhause angekommen, esse ich im Stehen ein paar Gabeln Salat in der Küche und bin dann schon mit meiner Ma verabredet. Wie fast jeden Freitag, gehen wir gemeinsam einkaufen und trinken unterwegs zusammen Kaffee. Leider habe ich nicht so lange Zeit, wie sonst, denn...




... der 2. Februar ist Maria Lichtmess und um 17 Uhr 30 soll ich in unserer Kirche sein. Der Chor zu dem ich gehöre singt im Gottesdienst.
Es ist eine Taizémesse.
Ich bin getragen vor der Musik und der guten Atmosphäre. Die Kirche wird nur von den vielen Kerzen erleuchtet. So schön. Jeder von uns hält den ganzen Gottesdiest über seine Kerze in der Hand.
Stress und Hektik dieser Woche fallen endlich ab, schlagartig bin ich ganz ruhig und es geht mir gut.


Taizémusik, hier zu hören: "Bless the Lord my soul" (klick)

Als ich nach dem Gottesdienst in meine Wohnung komme, ist der Liebste schon da. Wir verbringen den Abend auf dem Sofa und gehen zeitig schlafen.

Am Samstag sitzen wir eine Weile beim Morgenkaffee zusammen. Das tut gut.
Während wir reden, fädel ich nebenbei einen Perlenring (klick). Seit 3 Wochen wollte ich das schon tun, denn damals habe ich den, den ich immer trug, spontan verschenkt (klick) und meinen heißgeliebten schwarzen Ring seither täglich am Finger vermisst.

Schließlich erledigt jeder von uns seinen Kram. Während der Liebste zuerst Besorgungen im Baumarkt und beim Möbelschweden macht und dann in seine Wohnung fährt, bleibe ich noch bei mir und genieße es, im Hellen zuhause zu sein.
Staubsaugen, Wäsche waschen, herzhafte Minigugels (Rezept hier - klick) backen, aufräumen, hier und dort herumkramen. Die Zeit verfliegt im Nu. Schließlich ist genug getrödelt, ich gehe ins Bad, dusche, wasche meine Haare und mache mich auf den Weg zur Wohnung des Liebsten.

Um 18 Uhr erwarten wir dort Freunde. Die Flasche Champagner, die ich im vergangenen Sommer zu meinem runden Geburtstag (klick) geschenkt bekam, soll endlich geköpft werden! Der erste Champagner meines Lebens! Ich war gewarnt worden, "der schmeckt muffig". Aber nein, der Geschmack ist angenehm zart und nicht so süss. Viel zu schnell ist die Flasche leer. Das prickelnde Getränk dient als Aperitif, denn anschließend gehen wir mit unseren Freunden noch sehr lecker türkisch essen.


(Keine bezahlte Werbung!) Rezept für die herzhaften Minigugl oben links im Bild hier - klick - 

Für den Sonntag haben wir uns den Besuch der Herrenhäuser Gärten (klick) vorgenommen. Im Berggarten gastiert derzeit die Ausstellung "Gaukler der Tropen"(Keine bezahlte Werbung! Tickets selbst gekauft/ bezahlt!!).
Das ganze Gewächshaus ist voller - äh Menschen...




Na, wir hatten natürlich auch nicht ernsthaft gedacht, die einzigen Besucher zu sein ;o)

Die zahllosen Schmetterlinge versetzen mich in wahre Begeisterung.
Es sind viel, viel mehr, als ich erwartet hatte. Manche sind nicht größer, als unsere heimischen Arten, andere jedoch so groß wie mein Handteller. Es ist faszinierend überall flattern sie herum, sie sitzen auf Blüten und ein ganz vorwitziges Exemplar landet sogar auf meinem Bein...




Dieser unscheinbar wirkende Gesell ist übrigens ein Morphofalter (klick). Leider gelang es mir nicht, ihn mit geöffneten Flügeln zu knipsen. Seine Innenseite ist leuchtend blau- türkis. Während der Schmetterling sitzt, hält er die Flügel zur Tarnung geschlossen. Seine volle Pracht präsentiert er im Flug. Einfach zauberschön sieht das aus.
Die Ausstellung wurde am 26.1. eröffnet. Die Schmetterlinge, die dort erst aus ihren Puppen geschlüpft sind, haben jedoch selbst bereits wieder Eier gelegt und...




Raupen gibt es auch zu bewundern:




So eine Vielfalt und Farbenpracht.
Wir verbringen ziemlich viel Zeit dort.
Die Ausstellung wird bis zum 18.3.2018 zu sehen sein und ich würde gern noch ein weiteres Mal hingehen. Vielleicht dann nicht gerade am Wochenende.




Wir spazierten noch etwas über das Außengelände, entdeckten SCHNEEglöckchen, die ihrem Namen  witterungsbedingt alle Ehre machen...




... aber auch Winterlinge und sogar schon die ersten Scilla 

Fast 15 Uhr ist es inzwischen. Wir fahren zurück, in die Wohnung des Liebsten, der sich dran macht und leckere Nudelsauce kocht. Der jüngere der beiden Lieblingssöhne kommt später noch vorbei, um mit uns zu essen. 
Der Tatort beschließt den Tag, nebenher sortiere ich unzählige Schmetterlingsfotos. Als ich damit endlich fertig bin, ist es bereits Schlafenszeit und zu spät, um noch mit diesem Posting zu beginnen.
Das Wochenende, das sich fast wie ein Kurzurlaub angefühlt hat, ist vorüber. Ich spüre so viel Zufriedenheit und erholt geht es in die neue Woche...



Freitag, 2. Februar 2018

Willkommen im Februar!


Im ...




werde ich ...

  • mit dem Chor zu Maria Lichtmess - das ist heute - in einer Taizémesse singen 
  • (hoffentlich!) den ersten Kaffee des Jahres in der Sonne auf dem Balkon trinken
  • mehr Frühblüher nach Hause holen
  • mit Freunden und dem Liebsten türkisch essen
  • Champagner trinken
  • herzige Postkarten basteln, schreiben und verschicken
  • viele wunderbare Schmetterlinge sehen 
  • einen merkwürdig- geheimnisvollen dienstlichen Termin haben
  • Orangenkuchen backen 
  • mit meiner Ma, mit dem Liebsten und mit seiner Ma ins Theater gehen
  • meine beiden Freundinnen ungewöhnlich zeitig zum traditionellen Racletteessen- Osterbasteln (bei S.) treffen
  • unseren Urlaub planen
  • bei einem Geburtstagsfrühstück eingeladen sein
  • den Frühling herbei sehnen

FEBRUAR - ich freue mich auf dich! 


Ihr Lieben!
Schwupps, da ist er vorbei, der Januar, der 2. Monat des Jahres beginnt und "das Neue" ist schon wieder nicht mehr so frisch. Der Schwung, die Klarheit und die Begeisterung der ersten Tage sind Routine und Müdigkeit gewichen. 
Wenn es doch nur endlich heller wäre...
Die Tage sind hier so unendlich trüb und grau, dass es mir vorkommt, wie in ewiger Dämmerung zu leben. (Aber vielleicht werden auch einfach nur meine Augen immer schlechter?) 
Ich bin unglaublich genervt davon, alles im Halbdunkel erledigen zu müssen, die Farben nicht richtig wahrnehmen zu können und keine gescheiten Fotos zustande zu bekommen.
Na, ein Gutes hat's auch: man sieht Staub und Schmutz zuhause nicht so genau ;o)

Im Ernst, lieber Februar! Bitte nimm dir ein Bespiel an deinem Bruder in 2014 (klick) und schenk uns etwas Licht. Ich habe Hoffnung, denn wie sagte doch Jean Paul (1763 - 1825):

Das Schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, 
wenn man ihn am dringendsten braucht.

... und gestern fing doch alles gar nicht mal so schlecht an (klick). 

Euch und mir ;o) wünsche ich 28 lebendige, zufriedene Tage. Habt es gut!

Claudiagruß


Donnerstag, 1. Februar 2018

Glücksblick


Und hell wird’s, immer heller,
der Mond, der hat ’nen Teller

mit allerfeinstem Silbersand,

den streut er über Meer und Land,
und hell wird’s, immer heller.

(Paula Dehmel,  "Lied vom Monde" letzte Strophe)



Es ist 6 Uhr 30, als ich heute Morgen ins Wohnzimmer komme. Das Licht des vollen Mondes, der direkt vor dem Balkon steht, spiegelt sich auf der Tischplatte des Couchtisches. Für die frühe Stunde ist es ungewöhnlich hell im Raum.

Eigentlich sollte ich die Wohnung verlassen und ins Büro fahren. Jetzt!
Aber nee, das Leben ist kurz und endet immer tödlich. Ich habe gleitende Arbeitszeit. (Meist bedeutet das, länger arbeiten zu müssen, aber heute fange ich halt einfach mal später an.)
Ich schlüpfe in Mantel und Stiefel, mache mir einen Kaffee und trete mit der Kamera auf den Balkon.

Als sie das Schnappen der Tür hört, landet sofort die Frau Amsel auf der Brüstung  und sitzt mir für ein Foto Modell. Ich versorge sie mit Haferflocken und Rosinchen ;o) sie bleibt noch ein wenig, während ich meinen Kaffee trinke. Zeit den Moment zu genießen...

Etwas später fahre ich zur Arbeit. Links von mir der Mond und rechts geht gerade die Sonne auf.
Welch perfekter Start in den Tag!


Mittwoch, 31. Januar 2018

Januar - adieu





31 Tage:


  • schniefend und schnaufend
  • keine Tierchen im Garten
  • durchleuchtet (- und etwas nervös war ich dann doch: aber alles gut.)
  • mit Salat (klick)
  • fleißig ist Frau Heinrich. Danke!
  • verhext in bester Gesellschaft 
  • fortgebildet
  • Komplimente, Komplimente
  • von Friederike verweht
  • zu viele Überstunden :-(
  • der Pfarrer predigt nicht zweimal, deshalb genau hinhören und ...
  • ... genau hinsehen und am Wegrand die kleinen Freuden entdecken
  • ohne Schnee aber mit Glöckchen
  • verwurzelt
  • neu & lila - hachz!

So war er, der JANUAR!


... und mal gut, dass er nun vorbei ist und es endlich wieder merklich heller wird.

Habt Dank, für euer Interesse, all eure Begleitung hier beim Alltagsbunt und jedes liebe Wort.
Ich bin sehr froh, dass ihr hier seid und ich Teil der Bloggerwelt sein darf! 







Dienstag, 30. Januar 2018

Salat - oder gute Vorsätze für 2018 (mit Rezept für Salatsauce)


Im letzten Sommer war ja der jüngere der beiden Lieblingssöhne ausgezogen (klick).
Bis zu diesem Zeitpunkt gab es hier im alltagsbunten Haushalt nahezu täglich ein warmes, frisch gekochtes Mittagessen. Das war für mich oft ein Gehetze und ziemlich stressig. Manchmal war es auch mit Frust verbunden, wenn die Mahlzeit dann nicht gebührend gewürdigt oder sogar explizit nicht gewünscht war, weil der Sohn spontan andere Pläne hatte.

Ganz klar als positiven Aspekt an seinem Auszug hatte ich also gesehen, ab sofort nur noch kochen zu müssen, wann und was ich selbst essen wollte.
Aber: so ganz war es mir diesbezüglich bisher noch nicht gelungen, mich in meinem neuen, freien Leben einzurichten...


Mahlzeit!

Häufig kam ich in den letzten 6 Monaten spät und müde von der Arbeit nach Hause, musste dann noch einkaufen, hatte private Termine/ Verabredungen oder schlicht keine Lust zu kochen, war aber schrecklich H U N G R I G! Echt blöd.

In der Folge aß ich meistens entweder viel zu spät oder halt sofort irgendetwas, das schnell den Magen füllte, aber nicht die Seele nährte.
Sehr unbefriedigend und bestimmt nicht gerade gesund.

Eigentlich bin ich niemand, der zum neuen Jahr gute Vorsätze fasst.
Für 2018 habe ich mir allerdings fest vorgenommen, jeden Tag einen Salat für die Mittagspause mit ins Büro zu nehmen. Ich liebe frische Salate und da man viele Zutaten immer wieder neu variieren kann, ist Salat sehr abwechslungsreich.
Natürlich muss ich auch den Salat jeden Tag für den Folgetag vorbereiten. Aber eben für den Folgetag und nicht sofort, mit hängendem Magen, wenn ich nach Hause komme.

Zumeist verwende ich frische Zutaten, wie verschiedene Blattsalate, alle möglichen rohen Gemüse, Kräuter und Sprossen.
Außerdem sättigende Komponenten wie (gegarte) rote Linsen, Bulgur, Graupen, Kartoffelstücke, Nudeln und Schafskäse, Mozarella, Hartkäsewürfel oder Hühnerbruststreifen.
Mandeln, Nüsse, Sonnenblumen-, Cashew- oder Pinienkerne gibt es auch noch oft dazu.
Na - und natürlich gibt es immer ein Dressing.

Bislang klappt das gut. Kein Arbeitstag ohne Salat diesen Januar.
Leckerer Salat macht gute Laune und nicht hungrig nach Hause zu kommen, schafft Freiräume.

Und ihr? Habt ihr auch Vorsätze für 2018 gefasst? Welche waren das und was ist bisher daraus geworden?


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Die Salatzutaten waren diesmal:

  • Radicchio - in mundgerechte Stücke geschnitten
  • 6 Mini- Rispentomaten - die werden erst unmittelbar vor dem Verzehr halbiert
  • rote Linsen (3 leicht gehäufte Esslöffel voll, ca. 10 Minuten in wenig UNGEsalzenem - sonst werden die Linsen nicht weich! - Wasser gekocht.) 
  • weichen Schafskäse - gewürfelt
  • Sonnenbumenkerne
  • und für das Dressing:


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Rezept für Salatdressing (2 Portionen):

  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Esslöffel Sonnenblumenkernmus
  • 1 Esslöffel Mineralwasser (mit Kohlensäure)
  • 2 Esslöffel weißen Balsamico- Essig
  • Kräuter der Provence 
  • frisch gemahlenen Pfeffer (Mühle)
  • Salz

Die Zutaten für das Dressing gründlich vermengen und in einem Extra- Behälter mitnehmen.
Erst kurz vor dem Verzehr zum Salat geben.


Schmeckt bei trockenem Wetter auch im Stadtpark ;o)