Die Wettervorhersage hatte uns für den gestrigen Mittwoch vollmundig "Frühlingswetter" verheißen...
Na jaaaaa. Unter Frühlingswetter hätte ich mir dann doch etwas anderes vorgestellt, aber immerhin war es warm genug, die Handschuhe in der Tasche zu lassen...
"Mach Feierabend, du musst auf deinen Balkon, Kaffee trinken mit Frau Amsel, bei 15° C", schrieb mir gestern Mittag der Liebste per Kurznachricht ;o)
Hm. Ganz so einfach ist das natürlich nicht. Die Arbeit will ja auch erledigt sein. Aaaaaber, wer schon länger hier beim Alltagsbunt liest, der weiß: meine Mittagspausen verbringe ich immer gern nahe meiner Arbeitsstelle in Hannovers schönem Stadtpark.
Von 7 Uhr morgens bis 18 Uhr abends dauerte gestern mein Arbeitstag. Eine ganze Stunde habe ich jedoch zwischendrin Pause gemacht, mir die milde Luft um die Nase wehen lassen, den ein oder anderen Sonnenstrahl eingefangen, die Seele gelüftet, nach Schneeglöckchen, Hamamelis und den ersten Winterlingen Ausschau gehalten. Schön war das!
Meine neuen altrosa Armstulpen, die bereits im Advent von den Stricknadeln hüpften, waren mit von der Partie und ich nutzte die Gelegenheit, Fotos zu machen. Der zarte, puderige Farbton hatte es mir als Kontrast zu meinem geliebten Schwarz im Wollgeschäft sofort angetan.
Verwendet habe ich das Garn "Cashsoft Baby", eine schmuseweiche Mischung aus 50% Kaschmir und 50% Schurwolle (LL 25g/ 120m, Nadelstärke 3,5, verbraucht habe ich ca. 35g) von Lang Yarns. (Keine bezahlte Werbung! Selbst gekauft/ bezahlt!!) Die edle Wolle und das filigrane Ajourmuster, das recht einfach zu stricken war, passen sehr gut zusammen.
Die Anleitung für die Stulpen stammt aus der Landlust Nov./ Dez. 2016 (Keine bezahlte Werbung!) ihr findet sie online bei Bedarf hier (klick) unter "Stulpentrio".
(Da meine Wolle etwas feiner ist, als das Originalgarn und ich die Stulpen nicht zu eng tragen mag, habe ich variiert und den Mustersatz anstatt 7x - wie in der Anleitung angegeben - 8x gestrickt.)
Auch wenn es bis zum Frühling noch etwas dauern wird, heute Mittag habe ich schon ein wenig "Lunte gerochen" ♥.
Dem Herrn Stelter ging es wohl zu seiner Zeit ganz ähnlich...
Schneeglöckchen
Erstlingsblümchen sei willkommen!
Wirst den Frühling Du bedeuten,
Bist Du wohl so früh gekommen
um die Feier einzuläuten?
Hat man drum Dich so geheißen,
daß ein leises Lenzesklingen,
wenn des Winters Bande reißen,
sollte in die Seele dringen?
(2. Strophe des Gedichtes von
Karl Stelter 1823 - 1912)
Januar- Claudiagruß ;o)











